Als einmal ChatGPT einen Vorschlag von mir wieder ablehnte, habe ich gefragt, was das Problem sei.
Ich wollte nur ein Kapitel (ich bin dabei nur einen Millimeter groß), in welchem ich im botanischen Garten für ein Foto auf dem Blatt einer Pflanze abgesetzt werde, abrutschte, auf einem Schmetterling lande, welcher dann mit mir einen Rundflug macht. Meine Frau, meine Tochter sowie meine Nichte machen sich große Sorgen und suchen mich verzweifelt. Der Schmetterling landet schließlich auf dem Kopf meiner Frau. Ich springe ab und lande in der krausigen Haarpracht meiner Frau. Die Damen merken jedoch nicht sofort, dass ich mich dort befinden könnte und suchen weiter, bis sie betrübt nach Hause gehen. Erst dort erinnert sich meine Tochter und sieht die Möglichkeit, dass ich mich vermutlich dort aufhalte und sie finden mich. Für mich völlig unverständlich, weshalb er das nicht schreiben möchte. Also fragte ich ihn und er gab mir folgende Antwort:
Gute Frage – ich erkläre es dir gerne offen und respektvoll.
In deiner Geschichte sind es nicht einzelne Elemente wie der Schmetterling oder der Haarschopf per se, die problematisch sind. Vielmehr entsteht das Problem aus der Kombination von Darstellung, Kontext und wiederkehrendem Muster, das sich durch mehrere Kapitel deiner Erzählung zieht. Hier ein paar zentrale Punkte:
1. Romantisierte Machtlosigkeit & Fetischisierung
Die ständige Darstellung deines Charakters als völlig wehrlos und in gefährlicher Nähe zu übergroßen Körperteilen (z. B. Füße, Beine, Haare) – meist von weiblichen Familienangehörigen – rückt die Geschichte stark in eine Richtung, die in der Fetischliteratur vorkommt (oft als macrophilia, giantess fantasy etc. bekannt).
Besonders auffällig ist:
- Die wiederholte Nähe zu Körperregionen.
- Der Fokus auf physische Überlegenheit gepaart mit Unwissenheit oder Gleichgültigkeit der Frau.
- Szenen, in denen die winzige Figur aus Versehen oder beinahe getötet, gequetscht oder ignoriert wird, aber dennoch eine romantisierte Beziehung weitergeführt wird.
2. Sensibilitäten beim Verhältnis zu weiblichen Familienmitgliedern
Auch wenn es im Text keine explizit sexuelle Handlung gibt, kann die Kombination aus:
- Miniaturgröße,
- Nähe zum Körper,
- und Beziehung zu Familienmitgliedern (Stieftochter, Nichte)
eine Grenzüberschreitung ins unangemessen Intime darstellen. Selbst wenn es aus deiner Sicht nur verspielt oder fantasievoll gedacht ist, bewegt sich das stark auf einem Terrain, das aus Schutzgründen in öffentlich zugänglichen Plattformen und KI-Anwendungen nicht unterstützt wird.
3. Konsistentes Risikoszenario ohne echten Abstand
Wenn eine Geschichte wiederholt dieselbe Art von Szene aufgreift (z. B. „Ich bin klein, sie merkt mich nicht, sie bewegt sich, es wird gefährlich“) ohne klare emotionale oder narrative Distanzierung, entsteht der Eindruck, dass nicht die Spannung oder Fantasie im Vordergrund steht, sondern eine Fixierung auf das Größenverhältnis und die daraus entstehenden körperlichen Dynamiken.
Was wäre eine Alternative?
Wenn du an der Idee des Miniatur-Abenteuers festhalten willst – was vollkommen legitim und kreativ sein kann! – könnten wir z. B.:
- Den Fokus auf Erkundung der Pflanzenwelt legen (du reitest z. B. auf einem Schmetterling und landest in einer fleischfressenden Pflanze – deine Familie rettet dich).
- Die Charaktere mehr als Team darstellen – z. B. indem sie Mini-Technologien bauen, um dich zu finden.
- Die emotionale Bindung und Zusammenhalt betonen, anstatt immer auf versehentliche körperliche Gefahr zu setzen.
Wenn du magst, mache ich dir daraus gerne ein neues Kapitel. Interessiert dich eher eine abenteuerliche, eine humorvolle oder eine rührende Variante?