1. Vacuuming
Vacuuming (dt. Staubsaugen) umfasst im Kontext des Giantess-Fetischs und angrenzender Interessen Fantasien und Darstellungen, in denen eine Frau oder Riesin einen Staubsauger als Werkzeug einsetzt und dabei winzige Lebewesen oder Objekte aufsaugt. Der Begriff reicht von reinen GTS-Szenarien über allgemeine Vacuuming-Fetische bis hin zu ASMR-Inhalten.
1.1. 1. Allgemeines
Die Faszination für den Staubsauger und das Aufsaugen kleiner Gegenstände entwickelt sich bei vielen Interessierten bereits in der Kindheit, häufig durch die Beobachtung der Eltern – insbesondere der Mutter – beim Putzen. Weibliche Fans beschreiben oft ein befriedigendes Gefühl, wenn sie etwas Kleines aufsaugen und dabei deutlich hören oder spüren, wie das Objekt das Rohr und den Schlauch passiert. Besonders Bürstenstaubsauger verstärken die Geräusche und können Objekte zusätzlich zerstören. In der ASMR-Szene werden entsprechende Videos häufig mit Begriffen wie „crunch“ oder „crunchy vacuuming“ gekennzeichnet.
Grundsätzlich lässt sich Vacuuming in drei Hauptbereiche einteilen:
1.2. 2. Vacuuming im Giantess-Fetisch
Im GTS-Kontext beschreibt Vacuuming Fantasien rund um das Martyrium, das ein Winzling erlebt, bevor, während und nachdem er von einer Riesin mit ihrem Staubsauger aufgesaugt wird. Der Winzling ist in der Regel besonders klein und hilflos (wenige Millimeter bis wenige Zentimeter). Häufig wird auch die Vorstellung einbezogen, in ein lebloses Objekt (z. B. ein kleines Spielzeug) verwandelt worden zu sein.
Der zentrale Reiz liegt darin, den gesamten Vorgang des Aufgesaugtwerdens und den Weg in den Staubsauger so detailliert wie möglich zu erleben. Als Unterkategorie der „garbage disposing“-Fantasien wird Vacuuming meist – nicht zwingend – in Unaware- oder Indifferent-Situationen ausgelebt. Es geht um die Angst vor der Entsorgung und das detaillierte Erleben dieses Weges.
1.2.1. 2.1. Leben und Sterben als Objekt
Die Vorstellung, als lebendiges Objekt zu existieren, orientiert sich an Ideen aus Filmen wie Toy Story oder Sausage Party: Objekte sind lebendig, ohne dass die Menschen dies bemerken. Sie erfüllen ihre Funktion, ohne sich zu offenbaren. Für Fans von GTS-Vacuuming bedeutet dies, auch dann das leblose Objekt zu spielen, wenn die Riesin ihren Staubsauger auf sie zubewegt.
Besonders Bürstensauger werden bevorzugt, da sie imposanter wirken. Die Vorstellung, unter die rotierende Bürste zu geraten, verstärkt den Reiz der Zerstörung oder Beschädigung (destructive vacuuming). Dies erzeugt ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, da eine Rettung aus dem Staubsauger unwahrscheinlich erscheint – selbst bei versehentlichem Aufsaugen.
1.2.2. 2.2. Der Staubsauger als Werkzeug der Riesin
Viele Frauen mit Interesse an GTS-Vacuuming beschreiben ein Machtgefühl, das der Staubsauger verleiht, wenn sie kleine Objekte klackernd und krachend aufsaugen. Aus Sicht der Winzlinge verleiht das Gerät der Riesin besondere Macht: Sie kann Opfer ohne direkten Körperkontakt erwischen. Ähnlich wie beim Under-Shoe-Crushing wirkt die Macht indirekt über das Werkzeug. Das Rohr und der lange Schlauch erhöhen die Reichweite. Die Wahl des Staubsaugertyps (Bürstensauger, Bodensauger, Handstaubsauger, Industriesauger etc.) beeinflusst zudem die Art des Martyriums.
1.2.3. 2.3. Der Weg des Objekts bzw. Winzlings
Für Fans ist der Weg selbst zentral und wird entsprechend ausgedehnt und detailliert erlebt. Typischer Ablauf:
- Das Objekt liegt mit anderen Gegenständen auf dem Teppich.
- Die Riesin saugt gleichgültig weitere Objekte auf (Vorspiel).
- Sie wendet sich schließlich dem Protagonisten zu.
- Ist das Objekt zu groß, wird es oft zuvor mechanisch zerstört (Crush, Smash oder durch die Bürste).
- Bei Bürstensaugern erfolgt häufig destructive vacuuming: Das Objekt wird in der Bürstenkammer herumgewirbelt und zerlegt, während die Riesin die Geräusche hört und spürt.
- Kleinere Objekte werden mit dem Staubsaugerfuß überfahren oder direkt mit Fugendüse, Rohr oder Schlauch aufgesaugt.
- Nach Passieren von Rohr und Schlauch landet es mit entsprechenden Geräuschen im Staubsauger.
Im Beutel oder Behälter erlebt das Objekt, wie dieser sich langsam füllt – je nach Nutzung des Geräts über Minuten bis Wochen.
1.2.4. 2.4. Staubsaugermodelle
Unterschiedliche Modelle erzeugen unterschiedliche Erfahrungen und Ängste:
- Bürstensauger: Große Standgeräte mit rotierenden Bürsten (teilweise mit Vibrationsplatte). Sie wirken besonders bedrohlich, sind fußbedienbar und besitzen eine große Saugfläche. Das größere Spaltmaß ermöglicht das Überfahren größerer Objekte, während die Bürsten diese brutal in die Kammer reißen und zerstören. Der Sog wirkt bereits vor dem Gerät.
- Bodenstaubsauger: Gehäuse auf Rollen mit Schlauch und Saugrohr. Leicht und schnell zu führen, daher für Winzlinge durch schnelle Bewegungen furchteinflößend. Die Frau schiebt Opfer oft gezielt vor den Fuß und senkt ihn dann ab.
- Industriesauger: Größere, robustere Versionen mit oft eimerförmigem Behälter. Höhere Saugleistung, breitere Komponenten. Der Inhalt wird häufig direkt entsorgt; Winzlinge können vorübergehend am Filter haften bleiben.
1.3. 3. Vacuuming-Fetisch (allgemein)
Unter dem Begriff Vacuuming-Fetisch werden verschiedene Interessen rund um das Staubsaugen zusammengefasst, darunter:
- Aufsaugen von Kleidung (Socken, Dessous usw.)
- Staubsauger-Voyeurismus (Beobachten von Frauen beim Staubsaugen, oft in Kombination mit Maid- oder Fußfetisch)
- Sexuelle Stimulation mit dem Staubsauger
- Vakuumieren in großen Beuteln
1.4. 4. ASMR Vacuuming
Hier steht die akustische Stimulation durch die Geräuschkulisse des Staubsaugens oder das Aufsaugen feiner Objekte (Sand, Perlen) im Vordergrund. Viele „crunchy“-Videos werden jedoch eher dem Vacuuming-Fetisch zugeordnet als klassischem ASMR.
Siehe auch: Aware, Unaware, Indifferent, Garbage Disposing, Crush, Makrophilie.