Beiträge von SmallThing

    Kapitel 4 - Ein letzter Flug

    Der Boden bebte dumpf von den Schritten der Mutter. Steve wachte auf, noch immer klebte er, wie eine Kühlerfigur, vorne an dem Kobold 122 Bürstensauger der Mutter. Voller furcht blickte Steve zur Tür, während sich die Schritte bedrohlich näherten. Dann wurde die Tür der Besenkammer langsam geöffnet. Steve schaute auf ein Paar riesige Birkenstockhausschuhe, ängstlich blickte er nach oben. Es war tatsächlich die Mutter, die sich wie ein riesiger Wolkenkratzer vor Steve auftürmte.

    Dann wurde auch schon der Griff des Staubsaugers von der Mutter gepackt und Steve spürte, wie er zusammen mit diesem angehoben wurde. Entspannt schlenderte die Mutter in Richtung Wohnzimmer. Der Staubsauger schaukelte dabei bedrohlich hin und her. Steve fühlte sich an seinem Platz wie in einer Achterbahn, der Fußboden sauste nur so unter ihm hinweg.

    Schon wurde der riesige Bürstensauger achtlos abgestellt. Eine starke Erschütterung fuhr durch den Staubsauger, als dieser auf dem Teppich hart aufsetzte. Mit einem Schaudern nahm Steve das Feld aus Legosteinen, kleinen ca. 4cm großen Modellautos und einem kleinen Lego-Buggy war, das sich vor ihm ausbreitete. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite des Feldes erblickte Steve das Smartphone.

    Panik machte sich in ihm breit, als die Mutter auch schon begann das grüne Kabel des Vorwerks abzuwickeln. Steve blickte zu seinen Freunden, die bewegungslos auf dem Teppich verharren mussten. Seine Freunde blickten traurig zurück. Besonders die kleinen Modellautos zitterten bei dem Furcht einflößenden Anblick des gewaltigen Bürstensaugers. Sie wussten genau was mit großen Spielzeugen passierte, welche unter die gewaltige Bürste gerieten.

    Der Stecker wurde eingesteckt, dann machte sich die Mutter auf den Weg zum Smartphone. Gleichgültig durchschritt sie dabei das Feld aus Spielsachen. Steve konnte die Spielsachen vor Angst zittern sehen, als die riesigen Birkenstockhauschuhe sich durch das Feld in Richtung Smartphone bewegten.

    Die Mutter hockte sich hin, um das Smartphone auf Aufnahme zu stellen. Auf dem Rückweg zum Staubsauger schritt sie erneut durch das Feld. Steve blickte in die traurigen Augen eines der kleinen Modellautos, das nur wenige Meter von ihm entfernt auf dem Teppich lag. Es zitterte voller Angst, als sich der Schatten der Birkenstocksohle auf dem Boden abzeichnete. Achtlos trat die Mutter auf Steves kleinen Freund. Wie eine gewaltige Schrottpresse rollte die schwarze Birkenstocksohle über das kleine Modellauto. Steve musste hilflos mit ansehen, wie sein Freund langsam zerdrückt wurde. Zuerst wurde das Dach in die Plastikkarosserie gedrückt, dann gab der Rest nach und die Seiten der Karosserie wurden nach außen gespreizt.

    Mit einem knacken musste sich das kleine Modellauto dem gewaltigen Druck der Schuhsohle fügen und sich seinem Schicksal ergeben. Als der Fuß sich wieder entfernte, federte der Kunststoff zwar leicht zurück, aber jedes Spielzeug wusste, das sein Schicksal besiegelt war. Schon früher wurden Spielzeuge von der Mutter zertreten. Nicht selten stampfte diese aus Wut noch einmal drauf bevor sie es einsammelte und achtlos in den Mülleimer in der Küche fallen ließ. Manchmal wurde das zerstörte Spielzeug aber auch liegengelassen, um dann mit dem Staubsauger einfach aufgesaugt zu werden.

    Auch dieses mal macht sich die Mutter nicht die Mühe sich zu bücken, sondern ignorierte das kleine Modellauto einfach. Schon hatte sie ihren Bürstensauger erreicht. Steve sah die riesige Schuhsohle ihres Hausschuhs über sich, als dieser vorne auf den Staubsaugerfuß drückte. Das laute *KLACK* des Einschalters war zu hören, dann setzte sich der Motor auch schon in Bewegung.

    Die Mutter drückte den Stiel des Staubsaugers nach unten um die Bürste zu aktivieren und bewegte den Staubsauger in das Feld. Steve spürte die riesige rotierende Bürste hinter sich, klebte er doch genau an der Vorderseite der Bürstenkammer.

    Für Steve war es der grausamste Moment in seinem Leben. Er spürte und hörte die gewaltige Kraft der Bürste hinter sich, hilflos klebte er vorne an dem Staubsaugerfuß und musste mitansehen, wie er von der Mutter immer wieder in das Feld geschoben wurde. Immer wieder vor und zurück. Das ohrenbetäubende Krachen der Legosteine war kaum zu ertragen. Das schlimmste war jedoch das sein Körper dabei immer wieder gegen seine Freunde gerammt wurde, sodass er ihre panische Angst und Schreie hautnah mitbekam, bevor sie unter ihm verschwanden und mit einem Krachen in die Bürste gezogen wurden.

    Schlimm wurde es besonders, als die größeren Spielsachen an der Reihe waren. Zwei Legomännchen verschwanden krachend unter Steve, dabei hüpfte der Staubsaugerfuß jedes Mal ein kleines Stück. Dann war sein kleiner Freund, das zerdrückte Modellauto an der Reihe.

    Steve spürte, wie die Mutter den Bürstensauger kurz ankippte um diesen direkt über seinen zerdrückten und zitternden Freund bewegte. Der Staubsaugerfuß mit Steve schnellte herunter, sein Freund wurde sofort in die Bürste gezogen. Wieder hörte Steve die qualvollen Schreie hinter sich, als sein Freund von der Bürste zerfetzt wurde. Gnadenlos schob die Mutter den Staubsauger dabei weiter vor und zurück, um die Bürstenwalze dabei zu unterstützen seinen Freund zu zerkleinern.

    Dann spürte Steve einen Ruck, der durch den Staubsaugerfuß fuhr, als sein Freund klein genug war um in die Düsenöffnung gesaugt zu werden. Mit einem Schaudern erinnerte sich Steve wie er damals selbst in diese Öffnung gesaugt und in das grausame Lüfterrad gezogen wurde. Wie Steve war auch sein Freund das Modellauto zu groß und verkeilte sich in dem Lüfterrad. Wieder war dieses schrille laute Geschrei zu hören und wieder kippte und schüttelte die Mutter den Staubsauger um die Blockade zu beseitigen, mit Erfolg.

    Die Mutter schnappte sich ein Modellauto nach dem anderen, viele wurde wie das erste einfach zerfetzt. Eines jedoch versuchte sich panisch zu wehren in die Bürste gezogen zu werden. Immer wieder schaffte es das kleine tapfere Modellauto sich in dem Blech, welches die Öffnung der Bürstenkammer umgab zu verkeilen. Steve konnte seine panischen Schreie unter sich hören, wenn das kleine Ding von dem Staubsauger einfach mitgeschleift wurde.

    Immer wieder kippte die Mutter den Staubsauger an, um den Staubsaugerfuß auf seinen kleinen Freund herunterkrachen zu lassen. Es folgten die üblichen schnellen vor und Zurückbewegungen, um das widerspenstige Spielzeug in die Bürste zu zwingen. Beim dritten Versuch dann gelang es der Mutter. Wieder wurde der Staubsauger gekippt, der Staubsaugerfuß schwebte in der Luft. Steves kleiner Freund schrie panisch als er unter der Bürste, an einer der Querstreben baumelte. Der gewaltige Sog zog seinen Freund nach oben gegen die Querstrebe, diese verhinderte das er in die Bürste gezogen wurde. Da baumelte sein Freund nun mit der Vorderseite nach unten hängend, die gewaltige rotierende Bürste über sich.

    „Hilfe, Nein bitte nicht“, schrie sein Freund, doch es dauerte nicht lange und er rutschte von der Querstrebe. Noch während der Staubsaugerfuß in der Luft schwebte, wurde Steves kleiner Freund in die Bürste gezogen. Da dieser jedoch vertikal unter der Bürste hing, wurde dieser direkt in die Düsenöffnung gesaugt.

    Wieder hörte Steve diese qualvollen schrillen Schreie, als sein Freund von dem Lüfterrad zerhäckselt wurde. Dann krachte der Staubsaugerfuß mit Steve auch schon wieder zu Boden. Die Mutter saugte noch Minuten weiter, bis das Feld komplett aufgesaugt war. Der kleine Lego-Buggy wurde kurzerhand unter dem Hausschuh zerstampft und ebenfalls aufgesaugt.

    Die Mutter saugte dann noch einige Minuten den leeren Fußboden, Steve war erleichtert das diese grausamen Geräusche, welche seine kleinen Freunde machten, wenn die Mutter diese erwischt hatte, nicht mehr hören musste. Er hatte schon fast vergessen in welcher Situation er steckte.

    Die Mutter hatte ihn nämlich nicht vergessen. Plötzlich stoppte die Bewegung des Saugers. Steve sah gerade noch die riesige Hand der Mutter auf sich zukommen. Dann wurde er auch schon wie ein Pflaster von dem Staubsaugerfuß abgezogen und von der Mutter einfach auf den Teppich geklebt. „Du hast doch nicht geglaubt, dass ich dich vergessen habe“, lachte die Mutter. Dann sah Steve, wie die Mutter wieder ihren linken Fuß auf den Staubsaugerfuß stellte und den Griff nach unten drückte, um die Bürste zu aktivieren.

    Ganz langsam schob sie den gewaltigen Staubsaugerfuß auf den kleinen Steve zu. Steve spürte die gewaltigen Vibrationen von der Bürstenwalze im Teppich. Dann kippte die Mutter den Staubsauger abermals an, um den Staubsaugerfuß anzuheben. Bedrohlich schob sich dieser wie ein Raumschiff über Steve und verharrte eine Weile, nur um dann von der Mutter ganz langsam abgesenkt zu werden.

    Steve starrte panisch nach oben auf die sich langsam absenkende Bürstenkammer. In dem zerkratzten Blech, welches die Bürstenkammer umgab, spiegelte sich Steve und der Teppichboden. Es wurde dunkel, als sich die Bürstenkammer über ihn stülpte. Die gewaltige rotierende Bürste peitschte auf Steve ein, durch den Klebestreifen wurde er jedoch nicht sofort in die Bürste gezogen. Die Mutter versuchte, dieses Problem durch schnelle vor- und Zurückbewegungen zu lösen.

    Für Steve, der wie alle kleinen Spielzeuge alles in Zeitlupe wahrnahm, war dies sehr beängstigend. Seine fluoreszierenden Aufkleber hüllten die Bürstenkammer in ein schwaches grünes Licht. Er konnte die Drehbewegung der rotierenden Borstenwalze, die schmutzige Decke, über sich sehen, die deutliche Abriebspuren seiner Freunde aufwies. Er spürte das sich die Bemühungen der Mutter auszahlten. Da er deutlich höher war, wurde er von dem Blech der Bürstenkammer einfach vom Teppich gerissen.

    Wieder einmal wurde Steve in die Bürste gezogen und wirbelte mit dieser mit. Immer und immer wieder wurde er unter einem lauten Krachen in der Bürstenkammer herumgeschleudert. Die Mutter hörte ihn dabei und auch dieses mal saugte sie einfach weiter und machte lange vor und Zurückbewegungen mit ihrem Bürstensauger. Sie wusste, dass er dadurch sehr bald in die Düse und dann in das Lüfterrad gesaugt werden würde.

    Dieses mal hörte es sich jedoch anders an, der Klebestreifen sorgte immer wieder dafür das Steve kurz an der Decke der Bürstenkammer kleben blieb. Doch auch das rettete ihn nicht. Die Minuten vergingen und die Mutter wollte nicht aufhören, zu saugen, bis sie Steve im Staubsauger verschwinden hören konnte. Sie überlegte sogar den Staubsaugerfuß zu demontieren und Steve kurzerhand direkt mit der Düse aufzusaugen.

    Doch dann passierte es, mit einem lauten Knall wurde Steve in die Düse und in das Lüfterrad gesaugt. Steve wurde direkt in zwei Teile gehackt und in den Kanal geblasen. Mit Schwung sauste Steve durch den geschwungenen Kanal und durch den Stutzen, der direkt in den vollen Staubsaugerbeutel führte.

    Im Staubsaugerbeutel war jedoch kaum noch Platz, weshalb Steve direkt über der Öffnung ein wenig herumwirbelte. Die Mutter saugte einfach weiter, sie hatte Steve im Staubsauger verschwinden gehört. Im Staubsaugerbeutel war es laut und durch die Saugbewegungen der Mutter schaukelte es. Nach einer halben Ewigkeit wurde der Staubsauger endlich abgeschaltet. Der Luftdruck nahm sofort ab und alles, was sich im Staubsaugerbeutel befand, rutschte langsam nach unten.

    Wieder versuchte Steve den Stutzen zu erreichen, durch den sie alle hineingeblasen wurden. Er schaffte es gerade noch, als auch schon dieser gewaltige Berg aus Staub, Geröll und zerkleinerten Spielzeugen sich auf ihn absenkte und ihn unter sich begrub. Steve spürte das Gewicht des Inhalts auf sich, doch plötzlich wurde alles auf dem Kopf gestellt. Die Mutter hatte den Vorwerk geöffnet, um den Staubsaugerbeutel zu entnehmen. Steve lag nun plötzlich oben auf dem Berg, direkt unter der Öffnung des Staubsaugerbeutels. Licht viel durch die kreisrunde Öffnung.

    Dann sah er das riesige Auge der Mutter das zufrieden durch die Öffnung in den vollen Staubsaugerbeutel schaute. „So, hier kommst du so schnell nicht wieder raus“, lachte die Mutter und schob langsam den Pappschieber zu. Schlagartig wurde das Schluchzen und Weinen in dem Staubsaugerbeutel lauter. Alle wussten, wo es nun hinging. Die Mutter schüttelte den verschlossenen Staubsaugerbeutel ein wenig, Steve verteilte sich dadurch mit dem restlichen Schmutz.


    Es schaukelte gewaltig, als die Mutter den vollen Staubsaugerbeutel nach draußen zur Mülltonne brachte. Mit Schrecken hörten alle in dem Staubsaugerbeutel, wie der Deckel der Mülltonne geöffnet wurde. Dann ein langer Fall gefolgt von einem gewaltigen Aufprall. Der Staub im Staubsaugerbeutel wurde aufgeschleudert. Alle mussten husten, dann hörten sie, wie der Deckel der Mülltonne mit einem lauten krachen über ihnen geschlossen wurde.

    Naja, ich verstehe den Clip nicht. Ich finde das eher demütigend für die Frau, die Körperhaltung und der Gesichtsausdruck der Dame sprechen Bände.

    IMHO: Mit einer verehrung der Frau als Göttin hat das nicht mehr viel zu tun. Man kann ja den Körper der Frau mit der Actioncam gerne filmen, aber nicht in so einer demütigenden Pose.

    Meins ist das auch nicht

    Hier geht's zu den Kapiteln 1 & 2 :

    SmallThing
    15. August 2020 um 21:04
    SmallThing
    6. September 2020 um 21:57

    Fortsetzung von Kapitel 2. Kapitel 1 und Kapitel 2 wurden außerdem von mir überarbeitet. Kapitel 2 wurde zu großen Teilen komplett neu Geschrieben da ich jetzt mehr Informationen über den Staubsauger habe.

    SmallThing
    26. März 2023 um 18:10

    Kapitel 3 - Aus der Finsternis

    Eine beängstigende Stille herrschte in dem Staubsaugerbeutel. Steve und seine Freunde steckten schon ein paar Wochen hier drin. Es war mittlerweile sehr eng geworden, der Staubsaugerbeutel des Kobold 122 war zu fast 2/3 gefüllt. Die Mutter hatte alle paar Tage abwechselnd das Erdgeschoss den ersten Stock und das Dachgeschoss gesaugt.

    Am schlimmsten waren die Wochenenden, an denen die Mutter ihre Videos aufnahm. Steve wird die Schreie der Spielsachen nie vergessen, die einmal wöchentlich von der Mutter aufgesaugt wurden. Er steckte mittlerweile tief unten in dem Berg aus Schmutz, Geröll und Staubmäusen. Er spürte den Druck auf sich und hörte das dumpfe stöhnen, wimmern und schluchzen der von der Bürste und dem Lüfterrad zertrümmerten Spielsachen.

    Ein Schmutztornado bildete sich auch nicht mehr, zu groß und verklumpt war die Masse in dem Staubsaugerbeutel mittlerweile geworden. Der kräftige Motor drückte nur alles nach oben. Viele seiner Freunde hatten bereits aufgegeben und sich ihrem Schicksal gefügt. Jeden Moment konnte die Mutter kommen und den Staubsaugerbeutel austauschen. Jeder Einsatz des Staubsaugers konnte der Letzte sein.

    Steve wollte jedoch nicht aufgeben. Tapfer kämpfte er sich durch die Masse, die vom Motor nach oben geblasen wurde, wann immer die Mutter saugte. Sein Körper war noch geschunden von dem Lüfterrad und der Bürste, jedoch konnte er seine zertrümmerten Beine durch ein Paar ersetzen, welches die Mutter später aufgesaugt hatte.

    Dann war es wieder so weit. Steve spürte, wie der Staubsauger angehoben wurde. Das Wimmern und Stöhnen im Staubsaugerbeutel wurde lauter denn jeder wusste, was jetzt passierte. Ein kräftiger Ruck fuhr durch den Staubsauger als die Mutter diesen wieder abstellte um das Kabel abzuwickeln und in die Steckdose zu stecken. Sie hatte Steve und seine Freunde längst vergessen, heute stand auch nur normales Staubsaugen auf der Tagesordnung.

    Auch wenn die Mutter Steve vergessen hatte, dachte sie dennoch an die Dutzenden seiner Freunde die jetzt in dem Bauch ihres Kobold 122 steckten. Der Gedanke daran das all die kleinen Legomännchen, Spielzeugsoldaten und Legosteine verklumpt in dem Staubsaugerbeutel gefangen waren und nur noch darauf warteten bis sie den Beutel wechselte gab ihr dieses süße Gefühl von Macht. Insgeheim wünschte sie sich das jedes dieser nutzlosen Spielzeuge einer ihrer Feinde wären, jeder der sie mal schlecht behandelt hatte, und jeder der sie verletzt hatte. Sie wollte sie alle aufsaugen, von ihrer Staubsaugerbürste durchprügeln und von dem Lüfterrad zerhäckseln lassen.

    Sie sollten in dem Staubsaugerbeutel gefangen sein und erleben, wie sich dieser langsam füllt. Einsam und verlassen zwischen all dem Dreck. Voller Angst den Moment erwarten, wenn Sie den Beutel wechseln, und den prall gefüllten Beutel einfach in die Mülltonne fallen lassen würde.

    Schon wurde der Staubsauger gekippt, wieder war dieses *KLACK* zu hören und der Motor unten begann zu arbeiten. Die Mutter setzte den Staubsauger in Bewegung, der vom Motor erzeige Luftstrom drückte sogleich den Inhalt des Staubsaugerbeutels nach oben. Steve schaffte es mit letzter Kraft sich durch die graue Masse nach unten zu kämpfen.

    Im unteren Drittel war noch Platz, hier wirbelten Staubmäuse und anderer Schmutz noch in einem kleinen Schmutztornado, in den sich Steve fallen ließ. Hier wurde er wieder umhergewirbelt. Verzweifelt versuchte er sich unten am Boden, neben der Öffnung des Staubsaugerbeutels festzuhalten.

    Dann prasselte plötzlich ein Hagel aus Sandkörnern auf ihn ein, die für ihn so groß waren wie Golfbälle. Die Mutter sauge gerade die Fußmatte ab. Steve wurde regelrecht sandgestrahlt. Minuten vergingen dann wurde der Staubsauger wieder abgestellt. Mit seiner letzten Kraft hechtete er zu er Öffnung des Staubsaugerbeutels und erreichte den Stutzen mit der Gummidichtung gerade noch, als auch schon der Inhalt des Staubsaugerbeutels wieder nach unten rutschte. Der riesige Berg prasselte auf Steve herab und begrub diesen unter sich.

    Es klingelte an der Tür. Die Mutter ließ den Staubsauger im Flur stehen, um die Tür zu öffnen. Steve drückte sich mit aller Kraft gegen die Gummiklappe, welche den Staubsaugerbeutel verschloss. Er schaffte es, die Gummiklappe wie einen Gullydeckel anzuheben und sich durch den Spalt zu zwängen. Steve viel in die Tiefe, wie auf eine rutschte sauste er den schmutzigen Kanal herunter, durch den er einst hoch in den Staubsaugerbeutel geblasen wurde.

    Unten angekommen prallte er gegen das gewaltige Lüfterrad. Dieses stand zum Glück still. Alles war mit einer dünnen Staubschicht bedeckt. Die Lamellen des Lüfterrads waren beängstigend, von diesen wurden Steves Beine in kleine Stücke gehackt. Die Lamellen waren schmutzig und zerkratzt, von all den kleinen Spielsachen.

    Steve zwängte sich an den Lamellen vorbei und rutschte weiter in die Tiefe, durch den Stutzen zurück in die Bürstenkammer, direkt auf die schmutzige Bürstenwalze. Er landete genau zwischen zwei Borstenreihen, die sich wie eine Helix um die Walze schlängelten. Auch dieser Anblick ließ ihn erschaudern. Ales war mit einer dünnen Staubschicht bedeckt. Der beigefarbene Kunststoff der Decke in der Bürstenkammer war schmutzverschmiert, bunter Abrieb von kleinen Spielsachen zeichneten sich ab. Spielsachen wie er es war, die in der Bürstenkammer brutal von der Bürste umhergeschleudert wurden.

    Dann blieb Steve fast das Herz stehen, als er die gewaltigen Schritte der Mutter auf sich zukommen hörte als er die gewaltigen Schritte der Mutter auf sich zukommen hörte. Schon wurde der Staubsauger gepackt und angehoben. Steve klammerte sich verzweifelt an den ausgefransten schwarzen Borsten der Bürstenwalze fest. Unter sich sah er den Teppichboden, der sich entfernte. Die Mutter hatte den Staubsauger angehoben und wollte diesen in die Besenkammer stellen.

    Gerade als die Mutter an der Besenkammer angekommen war, verlor Steve den Halt und rutschte von der Bürstenwalze in die Tiefe. Er fiel genau vor die beiden riesigen Füße der Mutter. Diese hatte den Aufprall auf dem Laminatboden natürlich mitbekommen. Neugierig hob sie ihren rechten Fuß an und setzte diesen auf Steve.

    Er spürte den gewaltigen Druck der schwarzen Birkenstocksohle auf seinem Körper. Die Mutter stellte verwundert den Staubsauger in die Kammer und drückte dabei ihren Hausschuh etwas stärker auf Steve. Dann verschwand die Schuhsohle wieder und er wurde von der Mutter gepackt.

    Zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmt hielt die Mutter Steve vor ihr Gesicht um ihn zu mustern. Sie erkannte Steve direkt wieder. „Ach du bist es, ohne deinen Helm hätte ich dich fast gar nicht wiedererkannt“ Lachte die Mutter.

    „So, wie du aussiehst, hattest du ja mächtig Spaß unter der Bürste.“ „Hast dich wohl heimlich irgendwo verklemmt und wolltest jetzt stiften gehen, nicht war?“ Die Mutter lachte, nahm eine Rolle Tesa und klebte Steve einfach vorne am Staubsaugerfuß ihres Kobold 122 fest.

    „Wie die Teddybären, die vorne an den Müllwagen hängen, siehst du jetzt aus.“ „Keine Sorge mein Kleiner, morgen ist wieder Videodreh und ich werde dafür sorgen das du deinen Flug nicht verpasst.“

    Mit einem Lachen schloss die Mutter die Tür zur Besenkammer wieder.


    ....Fortsetzung folgt

    07 Land of the Giants S02E07 Collectors Item 2 Nov 69

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