Vorab:
Kleinwuchs wird unterhalb einer gewissen Größe als Schwerbehinderung anerkannt. Es geht mir hierbei aber keinesfalles daum behinderte Menschen zu diskriminieren. Im Gegenteil versetze ich mich selbst in die Hauptperson der Geschichte, die (schon angesichts meiner realen 1,92) reine Phantasie ist. Um dies zu unterstreichen ist die Geschichte in "Ich-Form" aus der Sicht des Hauptakteurs geschrieben. Gleichwohl hat die Geschichte auch ein gewisses "Realitätspontential", insbesondere weil es Unfälle im Zusammenhang mit großen Menschenansammlungen immer wieder gibt, und diese Unfälle, oft sogar Katastrophen (z.B. Loveparade 2010) sind allesamt tragisch, und hinterlassen nichts als Leid und Elend. Mir ist bewusst, dass ich mit der Geschichte auf einem Grad wandel, und insbesondere hoffe ich, damit niemanden zu triggern. Wer entsprechende Bedenken hat, dem lege ich nahe, die Geschichte besser nicht zu lesen.
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Mein Name ist, oder vielmehr war, Peter und ich war zum Zeitpunkt dieser Geschichte 51 Jahre alt. Aufgrund meiner Körpergröße von gerade mal 115 war es immer schwer, nicht in eine Aussenseiterrolle zu geraten. Wenigstens war es mir beruflich halbwegs gelungen, Fuß zu fassen, aber gesellschaftlich gerieht ich immer mehr ins Abseits. Auch eine dauerhafte Partnerin zu finden war mir nicht möglich. Dabei liebte ich es, zu einer normal großen Frau aufzublicken, und fand diese besondere Art "weiblicher Größe und Macht" absolut aufregend. Die Damenwelt hingegen interessierte sich dagegen nicht für Männer, die ihnen gerade mal bis zur Hüfte reichten, und wenn doch mal eine gewisse Zuneigung aufkam, dann bestand diese eher aus Mitleid.
Irgendwann hatte ich es mit der Partnersuche aufgegeben, mir dafür aber ein, im Nachhinein betrachtet, zweifelhaftes Hobby ausgesucht: Nachdem ich auf einer Kirmes im Geschiebe zwischen einen Pulk junger Mädels geraten war, und mir die Aussichten aus 1 Meter Höhe, sowie auch die unvermeidlichen Körperkontakte gefielen, begann ich irgendwann gezielt Veranstaltungen zu besuchen, bei denen man vielleicht wieder in ähnliche Situationen geraten könnte! Um klar zu stellen: Mir ging es nicht darum, meine Situation zum "fummeln" auszunutzen, mir ging es nur darum, völlig passiv zum "Spielball" inmitten einer Menschenmenge zu geraten, die möglichst nur aus jungen Damen besteht! War das Gedränge groß genug, dann war ich einfach ausgeliefert .
So auch an jenem Septembertag im letzten Jahr. Ich war mal wieder auf einem Konzert einer berühnten Sängerin, deren Fangemeinde fast ausschliesslich aus jungen Frauen bestand. Schon beim Einlass wurde es verdamt eng, aber im hellen nahmen mich die Mädels noch wahr, und oftmals was es sogar rührend, wie sie für mich eine kleine Gasse bildeten, damit ich gefahrlos passieren konnte.
Das Konzert selber interessierte mich wenig, ich fieberte nur auf das Gedränge zu, das nach dem Konzert sicherlich in den engen Auslässen des Stadions entsteht. Endlos zogen sich die Zugaben zum Schluss hin in die Länge, was meine Spannung immer mehr steigerte. Endlich war wirklich Schluss, und das Geschiebe ging unerwartet heftig los. Jede wollte raus, um möglichst früh an den Bahnhaltestellen oder auf einem der Parkplätze zu sein, um dem ganz großen Stau zu entkommen. Entsprechend waren die Damen auch weniger fürsorglich mir gegenüber und übersahen mich größtenteils einfach. Alle waren noch aufgekratzt von dem Konzert, dazu die Eile "raus" zu kommen - ungute Situation für einen Kleinwüchsigen mitten im Geschiebe! Immer wieder bekam ich ein Knie von den Damen hinter mir ab, oft so heftig, dass es mich beinahe umstößt - während das Geschiebe immer enger wird. Ich lasse mich einfach treiben und geniesse den engen Körperkontakt...
Dann erwischt mich ein Knie von hinten so heftig, dass ich stürzte! Instinktiv drehe ich mich, am Boden liegend, sofort auf den Rücken, um den drohenden Tritten irgendwie auszuweichen, derweil der Anblick ebenso bedrohlich wie faszinierend ist: ein ganzer "Wald" von meist nackten Beinen stampft nun über mich hinweg. Dazu immer wieder das Knirschen, wenn eine der Damen achtlos einen leeren Getränkebecher oder anderen Müll zertritt, und dazwischen ich! Ein Mädel tritt mir auf die Hand und geht einfach weiter. Glücklicherweise lag die Hand flach auf dem Boden, so dass nichts weiter passierte, aber ich bekam einen ersten Eindruckvon dieser aufregenden und gleichfalls bedrohlichen Kraft, die ein solcher Tritt auf alles ausübt, was darunter gerät. Glücklicherweise trugen die Ladys durchweg keine gefährlichen Highheels sondern fast alle liefen in bequemen Sneakern oder flachen Stiefel herum, auch wenn einige Modelle dicke Sohlen mit beängstigend grobem Profil hatten.
Erste echte Schmerzen spürte ich, als eine Dame auf meinen Arm trat. Auch sie ging einfach weiter... Eine leichte Panik stieg in mir hoch, und endlich versuchte ich mich wieder aufzurichten! Ein Bein riss mich aber gleich wieder um, und schliesslich drückte mich ein Sneaker auf meiner Brust wieder zu Boden! Ich sehe immer noch vor mir wie die Dame zum Schritt ansetzt und der weiße Nike-AF1 meinen Brustkorb unter sich zusammen presst und fast darin versinkt! Überraschenderweise fühlt es sich irgendwie "mächtig-geil" an! Dazu der Blick nach oben auf dieses bernsteinfarbene wohlgeformte Bein - schlank aber kraftvoll und erhaben schön! Und auch diese Lady geht einfach weiter! Noch mehr Tritte treffen mich: Brust, Bauch, arme, Beine. Ein leises Stöhnen entfährt mir, als sich ein Stiefel mit grober Profilsohle meinen Schritt als "Stufe" aussucht! Als sie mit ihrem vollen Gewicht zutritt, und dabei den empfindlichen Bereich wie eine Trittstufe nutzt, explodiere ich gefühlsmässig. "Diese Kraft! Diese wunderbare weibliche Gewalt!", geht es mir durch den Kopf, als ihr nächster Tritt meine Brust zusammendrückt...
Schliesslich stockt das Gedränge, und eine Lady bleibt mit ihren weißen Buffalo Classics ausgerechnet auf mir stehen - einen Fuß auf meinem Bauch, den Anderen auf dem oberen Teil der Brust, die Schuhspitze schwebt schon fast über meinem Hals... Jeder Gewichtsverlagerung presst mir entweder Bauch oder Brust beängstigend weiter zusammen! Wäre da nicht der herrliche Anblick ihrer wunderbaren Beine, die wie unverrückbare anmutige Säulen in endlose Höhen aufragten... während es über mir ganz langsam weiter geht, sucht sich ihr Fuß, der auf meiner Brust steht, einen neuen Platz - und ich kann meinen Kopf gerade noch zur Seite drehen, bevor sie mir ihren Buffalo mitten aufs Gesicht stellt! Dafür spüre ich wie sich das grobe fischgrätenartige Profil der Sohle in meine Schläfe und die Wange drückt, noch nicht besonders fest, aber mit genug Kraft um zu spüren, wie sich die Stollen in die Haut arbeiten. Ich glaube zu erkennen, dass sie kurz zu mir herunter schaut. In ihrem Blick ist kein Erschrecken zu erkennen, so als ob sie wüsste, dass ich hilflos unter ihren Füßen liege! Und mehr noch, scheint ihr die machtvolle Position zu gefallen! Noch ein kurzer gespielt-mitleidiger Blick nach unten und sie geht weiter. Der plötzliche Druck auf meinen Kopf trifft mich wie ein brutaler Hammerschlag, und wie ein dutztend scharfer Klingen fressen sich die Stollen in meine Haut und zerreissen sie fast. Das letzte was ich aus dem Augenwinkel sehe ist die samtartige Haut, die ihre Knöchel umspannt, dann wird es Nacht für mich...
Den Rest habe ich schliesslich wie "von aussen" gesehen - wie mein nunmehr lebloser Körper unter unzähligen Füßen der nicht enden wollenden Damenprozession einfach zertreten und schliesslich legen gelassen wird.
Untersuchungen ergeben später multiple Knochenfrakturen und verschiedene Organrupturen. Auch hatten sich mehrere gebrochene Rippen in meine Lunge gebohrt. Welche Verletzung letztlich meinen Tod verursacht hat, konnte gar nicht mehr abschliessend geklärt werden.