Nun ist es erwiesenermaßen so, dass sich gerade in stressigen oder unübersichtlichen Situationen Winzlinge schnell zu kleinen Gruppen zusammenfinden. In der Hoffnung, so eine gewisse Sicherheit und gegenseitigen Schutz zu erhalten...
Mit einem leichten Schmunzeln wird die Auszubildende der Stadtreinigung auf eine solche Gruppe aufmerksam, während sie gerade dabei ist, Kartons und Abfallsäcke in einen Müllwagen zu werfen. Sie macht nur zwei tänzelnde Schritte seitwärts, dann schwebt ihr rechter Fuß auch schon über der kleinen Horde von 15 Minimenschen. Kurz hält sie inne, gerade Zeit genug dafür, dass die kleinen Menschen die Situation begreifen können. Entsetzt und voller Panik blicken diese nun auf die Sohle des gigantischen Stiefels über ihnen. Aber es geht alles viel zu schnell, sie haben keine Chance zu entkommen. Die junge Frau spürt nur ein leichtes Knirschen, als die Winzlinge unter dem groben Profil ihrer Stiefel zermalmt werden.
Mit einer Mischung aus Belustigung und Verachtung betrachtet sie kurz den feuchten Fleck auf der Straße - alles, was von den kleinen Menschen übrig geblieben ist - dann setzt sie ihren Weg unbekümmert fort.
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Ach ja, schön... 
Was ich an dem Szenario cool finde ist die Idee, dass die Winzlinge einfach nur Dreck sind, der beseitigt werden muss.
Im Zweifelsfall werden dutzende einfach weggesaugt oder eben beiläufig zertreten. So viele Einzelschicksale... 
Dankeschön
ja das ist auch, was mich an dem Szenario so reizt. Dazu kommt für mich, dass gerade schwere Arbeitsstiefel und Arbeitshandschuhe eine zusätzliche "Barriere" gegen die Winzlinge sind. Allein schon durch die Dicke der Sohle bzw. des Handschuhmaterials bekommt die Frau ja noch weniger von den Winzlingen mit, als ohne diesen Schutz. Ich finde, das verdeutlicht das Machtgefälle nochmal auf eine besondere Art. Plus, ich finde Arbeitsstiefel einfach heiß
von Außen wie von Innen sind sie einfach ein tolles Instrument achtloser Grausamkeiten.
Um mal ein bisschen fortzuspinnen....
Hinter der Stadtreinigerin fegt eine Kleinkehrmaschine mit schabenden Bürsten die kümmerlichen Reste der Winzlinge zusammen. Ihre Reste werden von den Sprühdüsen der Maschine befeuchtet, und was an Einzelteilen vom Boden ablösbar ist von den Bürsten zum Sauger getragen, der Rest bleibt als dunkler Fleck in der feuchten Fahrspur der Maschine kaum zu erkennen. Die Stadtreinigerin arbeitet währenddessen voller Freude an ihrem Job weiter: Der nächste Karton wandert in den Müllwagen vor ihr. Doch ausgerechnet unter diesem hat eine weitere Gruppe Winzlinge vergeblich versucht, Schutz zu suchen. Als sie den Karton fest mit ihren dicken Arbeitshandschuhen greift sieht sie, dass einige der Winzlinge sich an dem Karton festgehalten hatten. Sie waren bis zur Kante hochgeklettert, wohl um sich einen Aussichtspunkt zu verschaffen. Sie grinst, als sie sieht, dass sie zwei der Winzlinge mit ihrem Griff nach dem Karton schon zerquetscht hatte: Dem Druck der ledernen Arbeitshandschuhe auf die Pappe hatten ihre Körper nicht standgehalten. Ihr Brei gesellte sich zu dem restlichen in die Handschuhe eingearbeiteten Schmutz. Ein paar Winzlinge versuchen nun von dem Karton über ihre Handschuhe zu flüchten. Die Stadtreinigerin wirft den Karton leichthändig in die Schüttung des Müllwagens und streicht sich den Handschuh an der schmutzigen leuchtorangenen Arbeitshose ab. Zwei weitere Winzlinge enden als Striemen, die neben dem restlichen Staub und Schmier auf der Hose gar nicht auffallen. Ein Winzling schafft es tatsächlich ungesehen in den Spalt zwischen der orangenen Fleecejacke und den Handschuh zu flüchten - wir werden wohl nie erfahren, ob er es in die Freiheit geschafft hat, oder zwischen ihren schweißfeuchten Händen und dem gepolsterten Innenleben des Handschuhs zerrieben wurde. Kurz überlegt die Stadtreinigerin, auch diesen Haufen Winzlinge einfach zu zertreten, doch ihre Kollegin winkt sie zu sich heran, also zuckt sie mit den Schultern, und die Winzlinge sehen die gewaltigen Arbeitsstiefel über sich hinweg verschwinden.
Doch sind sie damit gerettet? In ihrer Faszination über die gewaltige Arbeiterin haben sie das Gerät übersehen, was hinter ihr fährt... Mit einem gewaltigen Schaben rauschen die Drahtbürsten der Kehrmaschine auf die Winzlinge zu. Die Drahtbürsten schleudern sie in die Fahrspur der Maschine, wer nicht schon von den Borsten zerdrückt wird, fliegt auf den Saugstutzen zu und wird gemeinsam mit Staub, Blättern, Zigarettenstummeln und ähnlichem Unrat in die Maschine gesogen. Manche der Winzlinge bleiben im Filter der Sauganlage hängen, andere landen in der großen Tonne, in der der aufgesogene Dreck gesammelt wird. In Schichten liegen hier andere Winzlinge, Blätter, Kippen, zermatsche Pommes, aller Müll der einzeln zu aufwändig einzusammeln wäre. Wenn sie Glück haben, schaffen sie es vielleicht, sich nach Abschalten der Maschine zu befreien. Wenn nicht... gibt es für den Dreck nur einen Weg ohne Wiederkehr...