Beiträge von Loryelle

    Noch immer standen Soldaten auf der Straße mit der Absicht, mich aufzuhalten. Das gab es doch einfach nicht. Wie sehr mußten die Männer im Krieg wohl abgestumpft sein, dass sie sich sehenden Auges dem sicheren Tod stellten, obwohl bereits einige ihrer Kameraden auf unschöne Weise ums Leben gekommen waren.

    Wenn ich hier noch irgendetwas erreichen wollte, mußte ich meine Strategie ändern. Statt wahllos irgendwelche Soldaten zu erledigen, würde ich der sprichwörtlichen Schlange den Kopf abschlagen und ihren Anführer erledigen. Dieser war mir eine Zeit lang gar nicht groß aufgefallen, hatte er sich doch vorwiegend im Hintergrund gehalten und nur ab und an einen Ruf der Empörung von sich gegeben. Jedoch war kürzlich ein anderer kleiner Mann aus der Türe eines nahegelegenen Hauses getreten und die beiden schienen sich nicht sonderlich zu mögen. Ich verstand nur bruchstückhaft, worum es in ihrem Streit ging, irgendwas über Strategie und Führungsstil, aber der aufgebrachte Kommandeur schimpfte und tobte seither lautstark vor sich hin.

    Hätte ich nicht jeden Moment mit Verstärkung für die kleinen Soldaten rechnen müssen, hätte ich die beiden ihre hitzige Diskussion vielleicht fortsetzen lassen.
    Der kleine Kommandeur war noch so in seine wutentbrannte Diskussion vertieft, dass er meine Hand nicht kommen sah.
    Ich packte seinen Kopf mit Daumen und Zeigefinger und hob ihn daran hoch in die Luft und hielt ihn vor mein Gesicht. Hilflos baumelte er zwischen meinen Fingern, dicht vor meinen Augen. Seine Waffe hatte er längst fallengelassen und versuchte vergebens meine Finger wegzudrücken, die seinen Kopf hielten. Eine unsinnige Verzweiflungstat, denn einen Sturz aus dieser Höhe würde er nicht überleben. Das spielte aber auch keine Rolle mehr, er würde ohnehin bald nicht mehr leben.

    Die folgenden Worte sprach ich weniger für den kleinen Mann der hilflos vor meinem Gesicht baumelte, als viel mehr für alle Anwesende.
    "Kommandeur, Du hast Dich folgender Verbrechen schuldig gemacht und wirst nun dafür gerichtet. Erstens. Du hast Dich gegen die unvergleichliche Göttin Loryelle gestellt, anstatt sie zu huldigen und ihr Respekt zu erweisen, wie es sich für einen echten Griechen gehört. Zweitens. Du hast Deine Männer in einen aussichtlosen Kampf gegen eine Göttin geführt. Möglichkeiten, die Männer zu retten, die Dir unterstellt sind, hast Du ignoriert und gefordert dass sie ihre Leben für eine sinnlose Sache hingeben. Nun denn. Ein guter Anführer geht mit gutem Beispiel voran und verlangt von seinen Männern nichts, was er nicht auch selbst tun würde. Da Du Dich selbst für einen guten Anfüher hältst, hast Du damit Dein Schicksal nun besiegelt."

    Der kleine Kommandeur wimmert und fleht, gesteht ein ein unwürdiger Anführer zu sein, der sich den Posten nur durch Beziehungen und Erpressung erschlichen hatte. Dass er mich verstehe und ein Exempel zu statuieren eine unglaublich weise Entscheidung von mir sei und ich alle dort unten umbringen könne, aber ihn doch bitte verschonen möge. Er sei ja quasi Zivilist und habe sich nur einen Spaß erlaubt. Ein Feigling war er also auch noch.

    Ich hatte genug gehört. Der Zwerg widerte mich an. Ich presste meine Finger zusammen und zermatschte seinen Kopf wie eine reife Taube. Auch der schicke Stahlhelm den er trug änderte nichts daran und machte ein Geräusch, wie eine leere Coladose die man zusammendrückt. Seine Schreie und das Gewimmer verstummten schlagartig. Der restliche, kopflose Körper, nun von nichts mehr gehalten, fiel in die Tiefe. Der Moment kam mir wie in Zeitlupe vor. Dann schlug er auf dem Boden auf.
    Ich betrachtete angewidert meine Finger. Glücklicherweise blieb mir der detaillierte Anblick auf die zermatschten Überreste des Kopfes erspart, da er sich im plattgedrückten Helm befand, die komplett herausgequollenen Augen und vereinzelte Fleischfetzen, sowie winzige Zähne auf meiner blutbefleckten Fingespitze waren dennoch kein all zu appetitlicher Anblick. Leichte Übelkeit stieg in mir auf, die ich mit zwei bis drei mal konzentriertem Schlucken und Durchatmen niederkämpfte. Ich wischte meine Finger an einem blau gemusterten Leinentuch ab, das wohl jemand auf eiem der Dächer zum trocknen aufgehängt hatte und sehnte mich insgeheim nach einer stundenlangen, heißen Dusche.

    Der Anführer, der euch diesen Wahnsinn abverlangt hat ist tot. Euch lasse ich am Leben, denn ihr müßt meine Botschaft verbreiten. Wer mich zukünftig anbetet, wie es einer Göttin gebührt, hat mein Wohlwollen. Wer sich jedoch mit mir anlegt, oder mir gar nach dem Leben trachtet, stirbt eines grausamen Todes!
    Ich werde mich jetzt zurückziehen, damit ihr die Nachricht verbreiten könnt. In drei Tagen kehre ich wieder. Dann soll jeder wissen, auf welcher Seite er steht. Wenn ihr mich nicht wie eine Göttin empfangt, mache ich eure Stadt dem Erdboden gleich.

    Mit diesen Worten drehte ich mich um und stapfte mit großen Schritten Richtung Stadtrand. Langsam, denn es sollte nicht wie eine Flucht aussehen, aber dennoch mit großen Schritten, die es schwer machen würden mir zu folgen. Ich hoffte inständig, dass ich schneller war als die angekündigte Verstärkung und setzte darauf, dass sie mit dem schweren Kriegsgerät in den engen Gassen nicht so schnell vorwärtskamen. Wenn die Nachricht über eine Riesin in der Stadt die Wachposten der Außenbezirke noch nicht erreicht hatte, hatte ich gute Chancen, die Stadt ohne weitere Menschenopfer verlassen zu können.

    *Aaaah! Knack* Ich war in Gedanken versunken gewesen und hatte zu wenig darauf geachtet, wo ich meine Füße hinsetzte. Ein kleiner Stadtbewohner war wohl gerade um eine Häuserecke gebogen und war dann von meiner Sandale überrascht worden. Ein schneller Tod. Ok, keine unnötigen Menschenopfer mehr - ab jetzt.

    Ach verdammt! Verstärkung und schweres Gerät für den kleinen Soldatentrupp, konnte ich hier wirklich nicht brauchen. Der Junge konnte wirklich rennen, wow. Sah sogar von hier oben schnell aus. Keine Zeit zu verlieren. Ich sah mich um und fand nur einen Handgriff entfernt einen zweirädrigen Holzkarren in einer Seitengasse stehen, der mit allerlei Fässern und Körben beladen war. Zwei Pferde waren davor gespannt. Als die Tiere meine riesige Hand kommen sahen, gerieten sie in Panik und versuchten mit samt dem Wagen davon zu galoppieren. Doch ich war schneller und stärker. Ich hob den Wagen mit einer Hand in die Höhe, so dass die Pferde haltsuchend aber hilflos in ihrem Geschirr zappelten. Noch nie hatte ich Pferde so zappeln sehen. Es sah unbeholfen und lustig aus. Behutsam zerriss ich ihr Geschirr und setzte sie einzeln auf die Straße vor meinen Füßen. Sie galoppierten wie wild los, sobald ihre Hufe den Boden berührten. Die Straße nach hinten war immer noch durch meinen Fuß versperrt, daher kannten die Tiere nur eine Richtung. Direkt auf die Soldaten zu, die immer näher kamen.

    Ich schenkte dem keine weitere Beachtung, ich mußte den Boten aufhalten. Ich wog den zweirädrigen Holzkarren abschätzend in der Hand. Dann zielte ich auf den Jungen, der wie der Blitz spurtete. Ich warf. Der Holzkarren segelte in hohem Bogen durch die Luft, wobei er sämtliches, aufgeladenes Gut verlor.
    Ich weiß nicht wie der Junge das gemacht hat, ob er vielleicht einen Schatten gesehen oder ein verdächtiges Geräusch gehört, oder einfach nur Glück gehabt hatte. Jedoch wich er flink zur Seite aus und der Wagen verfehlte ihn um haaresbreite. Der Holzkarren zersplitterte in tausen Teile.

    Verfehlt! Der Bote bog um die nächte Ecke und war weg. Verstärkung würde wohl nicht lange auf sich warten lassen. Ich sollte hier schleunigst weg, doch ich hatte noch eine Rechnung zu begleichen. Ich war gespannt, wieviele nach der Begegnung mit den losgerissenen Pferden noch standen und ob jemand niedergetrampelt worden war.

    Ich hebe auch den zweiten Fuß, damit die kleinen Stadtbewohner entkommen können. Ein komisches Gefühl, reale, winzige Menschen, die um die eigenen Füße herumwuseln und man hat die Macht ihr ganzes Dasein innerhalb eines Augenblickes auszulöschen. Davon werden sie bestimmt noch ihren Enkeln erzählen. Die neue Göttin Loryelle steht zu ihrem Wort. Hart aber gerecht. So wollte ich sein. Das Mädchen auf der Straße bleibt noch mal kurz stehen und winkt mir lachend zu, bevor sie hinter der nächsten Häuserecke verschwindet.

    "So, nun zu euch ihr kleinen Wichte." Mit meiner Faust haue ich dicht vor den Füßen der ersten Reihe Soldaten auf den Boden. Die Erde erzittert. Einer der Soldaten in der Mitte wird davon sogar von den Beinen gefegt und fällt ungünstig in den Speer seines Hintermanns. Eigentlich wollte ich ihnen nur etwas Angst machen, doch wieder hatte ich meine Kraft unterschätzt. Der Speerträger versucht seinen Kameraden zu retten, indem er den Speer heraus zieht und dessen Wunde abdrückt, doch eine Blutfontäne schießt aus dessen Brust. Augenblicke später ist er tot.

    "Ah! Du Monster!" Der Speerträger, lässt seinen toten Kameraden zu Boden sinken. Wutentbrannt greift er nach seinem Speer und kommt auf mich zu. Seine Kameraden treten ehrfürchtig bei Seite und lassen ihn passieren. "Dafür wirst Du bezahlen, Du verdammte Riesin, ich werde Dich umbringen!" Eine große Narbe quer über sein Gesicht, verrät mir, dass er wohl schon die ein oder andere Schlacht geschlagen hat und wohl nicht unbedacht Drohungen ausstößt.

    Ich war mir nicht sicher, ob mir der kleine Mann mit all seiner Entschlossenheit wirklich etwas anhaben konnte, wollte aber am Ende des Tages auch nicht Humpeln müssen, falls es ihm widererwartend doch gelingen sollte mit seinem Speer mein Bein zu durchbohren. Doch eine Chance würde ich ihm noch geben:

    "Hey! Wer von uns läuft denn hier mit einer Waffe herum, mit der er nicht umgehen kann? Gehe zurück in die Reihe, husch, husch, vielleicht verschone ich Dich dann. Ich muss euch nicht alle töten um ein Exempel zu statuieren. Es much auch Überlebende und Zeugen geben, die davon berichten können, was passiert, wenn man sich mit der unvergleichlich schönen und weisen Göttin Loryelle anlegt."
    Ok, war vielleicht ein bischen viel Selbstbeweihräucherung, aber die kleinen Menschen zu meinen Füßen, mussten unbedingt schlucken, dass ich eine Göttin war, sonst würden die Konflikte nie aufhören. Ich würde tausende von Soldaten umbringen müssen und irgendwann würde es womöglich tatsächlich einem gelingen, mich umzubringen. Vielleicht während ich schlief. Besser sie lernten schnell mich als Göttin anzusehen, dann ließen sich die Verluste vielleicht begrenzen.

    Der Soldat machte keinerlei Anstalten in die Reihe zurückzukehren.
    "Gnnraaah! Stirb Du Riesenhexe" Mit erhobenem Speer rannte er auf mich zu. Vermutlich hatte er meinen Knöchel im Visier.
    Ich entschloss mich es schnell zu beenden. Ich wartete, bis er zum Angriff ansetzte, zog blitzschnell mein Bein zurück und ließ es ebensoschnell wieder vorschnellen. Ich stellte mir einen Fußball vor, den ich bis ans andere Ende des Spielfeldes zu treten hatte.
    Eine Ähnliche Wirkung stellte sich ein. Der kleine Mann wurde mit voller Wucht von meinem Fuß getroffen und flog in hohem Bogen über etliche Hausdächer hinweg. Er schrie nicht. Entweder hatte ihm der Aufprall meiner Zehen alle Luft aus den winzigen Lungen gepresst, oder ihn direkt getötet. In einiger Entfernung krachte er in unnatürlicher Haltung gegen eine Hauswand. Blieb dort einen Moment kleben, bevor sein Körper langsam abrutschte und zwischen den Gebäuden verschwand. Einzig ein roter Fleck blieb zurück.

    Ich mag kein Fußball, doch angesichts dieser sportlichen Leistung war ich voller Euphorie und wollte für einen Moment tatsächlich "Tooor!" schreien... aber das hätte, hier zu dieser Zeit wohl keiner gekannt und der Situation hätte es womöglich die Bedrohung genommen, die ich unbedingt erzeugen wollte. Keiner folgt einer verrückten Göttin. Also riß ich mich zusammen und wurde wieder ernst.

    "Ich hoffe, dass ich nicht noch mehr von euch töten muß. Vergesst eure Befehle und zieht eurer Wege!" Rufe ich zu den übrigen Soldaten hinunter.

    "Ihr müsst heute hier nicht sterben. Ihr könnt heute Abend zu euren Familien zurückkehren und ihnen erzählen, dass ihr dank der Gnade der Göttin Loryelle noch am Leben seid." Rief ich den kleinen Soldaten zu. Ok. War ein bischen dick aufgetragen. Natürlich war ich keine Göttin und wußte nicht mal. wie mir das alles passiert war, aber ich würde das Beste daraus machen und ein bischen Spaß haben. Ich hoffte inständig, dass ich nicht plötzlich wieder schrumpfte.
    Ich war nie besonders schicksalsgläubig gewesen, aber vielleicht sollte sich das jetzt ändern. Vielleicht war ich gar nicht zufällig hier. Vielleicht gab es einen Grund für das alles. Wenn ja, musste ich diesen schleunigst heraus finden.

    Unruhe machte sich unter den Soldaten breit. Angesichts meiner Größe verließ einige von Ihnen der Mut. Sie ließen die Waffen fallen und rannten so schnell davon, wie ihre kleinen Beinchen sie trugen.

    Ein Dutzend Soldaten blieb jedoch standhaft und blockierten weiter die Straße. Zwei Zivilisten, die vor ihnen standen und mich angsterfüllt anstarrten waren zwischen mir und den Soldaten gefangen. "Ihr dürft gehen, es wird jetzt nämlich unschön." Ich hob meine Sandale, die die Straße blockierte. "Ok eine kleine Mutprobe ist erforderlich, ihr müßt unter meinem Fuß durchlaufen und darauf vertrauen, dass ich euch nicht zertrete. Danach seid ihr frei."

    Ich streife die ekligen Reste der toten Soldaten, die noch an meiner Sandale kleben an einer nahegelegenen Hausecke ab, die sich sofort rot vom Blut färbt. Ein Mann - offenkundig der Besitzer des Hauses - gestikuliert wild empört und schimpft lautstark mit erhobenem Arm in meine Richtung, als er die abscheuliche Besudelung seiner Hausfassade sieht. Ich schaue dem kleinen Mann mit ernster Mine tief in die Augen, worauf er es sich ganz schnell anders überlegt und sich in das Innere seiner Immobilie verzieht.

    Eigentlich will ich es dabei bewenden lassen, doch dann sehe ich seine Visage erneut in einem der Fenster ein Stockwerk höher auftauchen. Auch diesmal schimpft er in meine Richtung. Schlägt sich auf die Stirn, um mir zu deuten ich sei wohl nicht ganz klar im Kopf. Sein Zorn übersteigt wohl seinen Selbsterhaltungstrieb. Als er mir dann kleine Gegenstände gegen mein Schienbein wirft, das etwa auf gleicher Höhe mit dem Fenster ist und sich die kleinen Gegenstände bei genauerer Betrachtung als fauliges Obst herausstellen, habe ich dann aber auch genug von dem Theater. Ich knie neben seinem Haus nieder und schaue durch das Fenster, sehe gerade noch, wie er die Türe am anderen Ende des kleinen Raumes hinter sich zuschlägt. Meine Hand schnellt vor, durchschägt mühelos die schlichte Holztüre und ich bekomme etwas warmes, weiches zu greifen, dass wild zappelt. Plötzlich spüre ich ein Stechen in meinem Finger, offenbar versucht mich der kleine Mann mit irgendetwas zu pieksen. Ich werde wütend. Statt loszulassen, drücke ich mit aller Kraft zu. Das Zappeln verebbt. Langsam ziehe ich meinen Arm aus dem Fenster.
    Der Hausbesitzer hängt schlaff in unnatürlicher Haltung in meiner Hand. Seine Kleidung färbt sich langsam rot. Ich habe wohl etwas zu fest zugedrückt und ihm seinen Rückgrad gebrochen, sowie seinen kleinen Brustkorb eingedrückt. Keine schöne Art zu sterben, aber er hätte sich angesichts so einer Bedrohung wirklich umsichtiger verhalten müssen. Ein kleiner Dolch, fällt ihm aus seiner Hand. Mein Finger ist unverletzt, offenbar ist meine Haut in dieser Größe bereits zu dick, um von so einer kleinen Waffe durchdrungen zu werden.

    Meine Kräfte in dieser Größe vermag ich einfach noch nicht richtig einzuschätzen. Mein Zorn auf den kleinen Kerl ist verfolgen und es tut mir sogar ein bischen Leid, dass er mich so herausgefordert hat. "Du hast Deine Rechnung beglichen kleiner Mann, Ruhe in Frieden" Mit diesen Worten lege ich seinen kleinen leblosen Körper zurück in sein Haus und sehe mich weiter um.

    Die kleine Straße hatte sich weitestgehend geleert. Vereinzelt sieht man noch Nachzügler vorbeihasten oder wild an verschlossene Haustüren hämmern, um Einlass zu bekommen.

    Recht nah an meinem Fuß steht ein kleiner Mann. Er ist kreidebleich und faselt irgendetwas. Steht aber so unter Schock, dass er keine zusammenhängenden Sätze heraus bringt. Wahrscheinlich hatte er das ganze Schauspiel mit angesehen. "Doron, Doron" stammelt er immer wieder. Was soll das sein? Ich habe keine Ahnung. Als er sich dann auch noch einnässt, ist mir klar, dass ich das wohl nicht mehr erfahren werde. Er hat wohl zu viel gesehen und ist dann verrückt geworden. Armer Kerl. Ob er sich jemals wieder davon erholen wird? Ich lasse ihn unbeachtet zurück und entscheide mich, Richtung Stadtrand zu gehen, denn hier kann ich schlecht bleiben.

    Recht weit komme ich jedoch nicht, ein kleiner Trupp Soldaten versperrt mir den Weg. Ich könnte bequem über Sie hinweg steigen. Aber ich will nicht. So weit ich am eigenen Leib erleben durfte, hatten diese Soldaten keinen Respekt vor Frauen. Das würde ich ändern. "Geht mir aus dem Weg, oder euch ereilt ein ähnliches Schicksal, wie eure Kameraden." rufe ich ihnen zu....

    Ich halte meine Arme abwehrend vor mich sage, dass ich nichts getan habe und nicht weiß, wie ich hier gelandet bin. Gegen diese großen Männer hätte ich keine Chance. Sie witzeln, was sie alles unflätiges mit mir anstellen wollen und ich verstehe sie trotz ihrem altgriechischen Dialekt.

    Gerade als mich einer von ihnen packen will, erfasst mich eine Woge der Kraft und Zuversicht. Mühelos stoße ich ihn weg, wobei er durch die geschlossene Reihe seiner Kameraden fliegt und diese mit umwirft.

    Meine Arme und Beine scheine immer länger zu werden. Was geschieht mit mir? Der Boden grollt und zittert zu meinen Füßen. Ein Erdbeben? Nein, ich bin das. Mein Körper. Er wächst! Immer schneller und immer höher in den Himmel. Meine Ohren beschlagen durch das rasante Wachstum.

    Hausdächer sind plötzlich auf Augenhöhe und ich wachse weiter. Ein frischer Wind weht mir durch das Haar. Die Soldaten - vormals muskulöse Hünen, werden vor meinen Augen zusehends kleiner, erst reichen sie mir noch zur Hüfte, dann zum Knie und schließlich sind sie nur noch kleine Männlein zu meinen Knöcheln.

    Abrupt und ohne Vorwahnung stoppt mein Wachstumsschub. Für einen kurzen Moment ist es friedlich und still.

    Einen Augenblick später, höre ich jedoch Menschen schreien. Ich sehe mich reflexartig um. Sie klingen weit entfernt. Doch sie sind es nicht. Sie sind einfach nur winzig zu meinen Füßen und hetzen wild herum, versuchen zu flüchten. Schließlich wird es mir klar. Ich, ungefähr zwanzig Meter groß, bin der Grund für die Schreie. Meine Füße in den goldenen Sandaletten blockieren beinahe die gesamte Gasse.

    Ich will den Mund öffnen, sagen dass sie nichts zu befürchten haben.... dann sehe ich einen kleinen muskulösen Arm unter meiner linken Sandale herausragen. Oh oh... vorsichtig hebe ich meinen Fuß. Darunter kommen drei der Soldaten, deren Körper fast vollständig unter meiner Sandale zermalmt worden waren, zum Vorschein. Das hatten sie nicht überlebt. Zerquetscht durch das Wachstum meiner Füße, die jetzt etwas größer sind als jeder der Soldaten. Ihr Blut tropft von meinen rot lackierten Zehen auf den sandigen Boden. Es sah von hier oben schon nicht sonderlich schön aus, aber von dort unten war es bestimmt ein Bild des Grauens....

    Ich bin wohl die einzige Giantess, die einem Winzling hinterherläuft, :D aber in dem Fall mach ich jetzt mal eine Ausnahme, da mir nichts ferner liegt als hier Unfrieden zu verbreiten. Die Community ist jetzt schon nicht sonderlich groß, da braucht es keine Zwistigkeiten, wegen buchstäblich NICHTS!
    Abgesehen davon haben wir wohl beide mit unserer Zeit besseres angefangen.

    Ich habe kein Interesse daran, Dich oder sonst wen hier zu diskeditieren. Wieso auch? Ich kenne Dich nicht.
    Sollte ich also irgendetwas gesagt haben, dass Dich persönlich gekränkt hat, entschuldige ich mich dafür. Das war nicht meine Absicht.

    Ich hoffe auf eine schöne Zeit und nette Konversation mit allen hier und da bist Du nicht ausgenommen, sofern Du das möchtest.
    Vielleicht werden die Missverständnisse mit der Zeit ja weniger, so dass man sich normal unterhalten kann. ;)

    Liebe Grüße

    Loryelle

    @kevin1994
    Lieber Kevin, für meinen Geschmack hast Du Dich etwas im Ton vergriffen. Ich glaube niemand lässt sich gerne als dumm darstellen. (Wenn Du das nicht verstehst...). Ich verstehe so einiges, aber nur wenn es vorher erklärt wurde. In diesem Zusammenhang war Dein Post (und die Konversation) dann aber auch etwas hilfreich. Ich bin nicht nachtragend, alles gut.

    Ich denke wir reden wirklich etwas aneinander vorbei, daher werde ich versuchen meine Aussagen nachvollziehbarer herzuleiten.

    Natürliches Verhalten:
    Eine dominante Person verhält sich auf eine andere Art "natürlich" als eine devote Person. Dominante Personen geben den Ton an und sagen ggf. anderen, was sie zu tun haben. Sie sind selbstbestimmt und haben eher Schwierigkeiten sich unterzuordnen. Das hat nichts mit Sadismus zu tun. Ich bin eher eine fürsorgliche, dominate Frau oder halte mich zumindest dafür.... ok ein bischen gemein sein kann ich auch. ;)
    Eine devote Person ist das genaue Gegenteil und macht was ihr gesagt wird, oder ist zumindest froh, wenn andere schwierige Entscheidungen treffen (nur ein Beispiel).

    Wenn ihr also das "unnatürliche" Verhalten in Videoclips bekrittelt, mit Frauen die sadistische Dinge anstellen und dann als Paradebeispiel für Natürlichkeit diesen Tess und Magret Clip anführt, kommt es mir so vor, als würdet ihr zu wenig berücksichtigen, dass es durchaus "echte" sadistische und dominante Menschen gibt, für die das ihr natürliches Verhalten ist.

    Meine Interpretation daraus: Es geht euch weniger um das natürliche Verhalten einer Frau, sondern mehr um den bevorzugten Typ Frau. Also keine Domina sondern eben die klassische "Frau von der Straße". Für eine Domina kann es durchaus natürliches Verhalten sein, Männer schlagen, unterwerfen und befehligen zu wollen und weil sie einen Faible für die Materialien hat, zieht sie gerne auch Lack, Leder und Nylons an. Auch außerhalb ihres Studios. Zwei gute Freundinnen von mir sind in etwa so, daher kann ich das mit Sicherheit sagen.
    Ich bin auch domiant, habe aber weder mit Schmerz zufügen etwas angefangen, noch hätte ich Lust permanent in unbequemen Lack und Leder Outfits herumzulaufen. Hat aber hin und wieder auch seinen Reiz. Bin also irgendwo dazwischen einzuordnen. ;)

    Zusammenfassend will ich also sagen: Ich mag die Sachen, die ich in meinen Videoclips mache. Den Mann fesseln und knebeln und an meinen Füßen riechen zu lassen, die vorher acht Stunden in meinen schwitzigen Stiefeln gesteckt haben, finde ich durchaus reizend. Genauso die Vorstellung, kleine Männer zu meinen Füßen zu haben, die mich anbeten.
    Ich gestehe ein, dass jemanden zu zwingen an meinen ungewaschenen Füßen zu riechen und sie von ihm ablecken zu lassen, bis vor etwa einem Jahr nicht unbedingt meine erste Idee gewesen wäre, aber seit der Fußfetisch an mich heran getragen wurde, habe ich wirklich gefallen daran gefunden. Ich mag die Macht und ich mag das Gefühl von Händen, Nase und Zunge auf meinen Füßen. Ich mag die Unterwürfigkeit ohne Schmerz zufügen zu müssen. Das finde ich erotisch.

    Natürlich gibt es auch Tage, wo ich keine Lust auf sowas habe und einfach nur kuscheln will, aber im großen und Ganzen ist das mein natürliches Verhalten. ;)

    Hallo kevin1994 und Nimroy,

    ich konnte mir diesen Tess & Margret Clip auf youtube ansehen, bin mir aber nicht sicher, ob wir alle von der selben Sache reden. Zum einen, weil hier die Stiefel groß im Bild sind, da geht es ja dann doch wieder um ein Körperteil und zum anderen weil ich mich so nicht verhalten würde, wenn ich ein kleines eigentümlich aussehendes Geschöpf auf meinem Wohnzimmerboden finden würde. Würde es wohl nicht zertreten sondern eher füttern. ;)

    Entscheidend scheint mir zu sein, dass ihr eher einen "anderen Typ Frau" bevorzugt. Ihr wollt das durchschnittliche Mädel von der Straße, das eher zufällig auf den kleinen Mann trifft. Die meisten anderen hier wollen lieber eine starke, selbstbewusste bzw. dominate Frau, die die kleinen Männer benutzt wie es ihr beliebt und der sie sich unterzuordnen haben. Das was ihr also als unnatürlich empfindet, ist die Rolle mit der ich mich deutlich besser identifizieren kann. Vielleicht kennt ihr einfach keine unabhängigen, dominanten Frauen!? :D
    Und ich denke das ist die Krux an der Sache. Eine durchschnittliche, eher devote Frau wird sich wohl kaum für den Giantessfetisch erwärmen können und in solchen Foren herumtreiben (außer vielleicht als shrinking woman), weil sie sich selbst ja lieber einen großen starken Beschützer wünscht und für sie riesig zu sein eher ein Alptraum wäre. ;)

    Dieser World of Giantess Kerl scheint aber überwiegend solche Frauen vor die Kamera zu zerren, vielleicht bietet er ja auch Custom Clips an? Fragt ihn doch einfach mal. :)

    Zustimmung gebe ich aber zum Thema mehr Handlung, Abwechslung und alltägliche Situationen. Werde zukünftig versuchen auch in diese Richtung zu arbeiten. Paradoxerweise sind diese Szenarien aber deutlich aufwändiger inder Planung, als nur ein Körperteil groß ins Bild zu halten und Fetischisten wollen halt primär das Körperteil sehen, auf das sie stehen. Es wird also immer eine Gratwanderung sein zwischen einem Giantess-Story-Clip und einem Giantess-Fetisch-Clip.
    Ich stehe aber noch ziemlich am Anfang (auch von der Qualität und Erfahrung) und habe vor in alle Richtungen mal zu experimentieren, was die Leute sehen wollen. :)

    Hallo zusammen,

    habe auf Wunsch jetzt mal einen Giantess Clip mit deutscher Synchro in meinen Shop hochgeladen: Loryelle’s Tea Time (DE) (mit Audio-FX)

    Wer wissen will, was ich wirklich mit euch kleinen Winzlingen anstellen würde und wie ich außerhalb des Chats klinge, ist mit diesem Clip ganz gut beraten. :D
    Loryelle's Tea Time

    Sehe in dem Clip etwas müde aus, das war weil die Aufnahmen nach einem Arbeitstag um 2 Uhr nachts entstanden sind.
    So sehr opfere ich mich für euch auf. :D Ansonsten hatte ich ein paar witzige Einfälle, was ich mit euch anstellen könnte, wie ich finde. :saint:

    Bei ausreichend Interesse werde ich gerne weitere Clips auf Deutsch rausbringen - z.B. den bald erscheinenden SFX Clip.
    Ich danke jedem, der mich mit einem Kauf unterstützt.

    Küsschen

    Loryelle <3

    So jetzt musste ich mich im Profil direkt nochmal größer machen und bin jetzt ungefähr so groß wie das Empire State Building. Das ist annehmbar. :D
    500 km wäre mir jetzt auch zu groß, da bekommt man ja nichts mehr von den fliehenden Menschenmassen mit und kann sich keine einzelnen Leute mehr heraus picken, an denen man sich rächen will. ;)

    Aber jeder wie er mag. Ist eine süße Fantasie, warum sich festlegen?

    Hallo, da ich erst kurz im Giantessfetisch Bereich unterwegs bin, kann ich nichts zu alten Clips sagen, aber ich bin mir sicher, dass es ohne Leidenschaft nicht geht, bzw. keinen Sinn macht.

    Die Kosten für Special Effect Clips sind hoch. Mit Green Screen, Beleuchtung, Videokamera, Schnittprogramm ist man schon über 1000 Euro los. Dazu After Effects (montalich 60 Euro). Ich bin selbst die Akteurin, daher spare ich mir wenigstens hier Kosten, sonst kämen die auch noch. Wenn man das alles hat, muss man evtl noch die Software lernen und unglaublich viel Zeit ins Editing stecken. Die Zeit fürs Schminken etc. will ich gar nicht erwähnen, man fällt als Frau ja leider nicht gleich top-gestylt aus dem Bett. :D

    Jedenfalls... Hohe Kosten und Zeitaufwand, bevor man überhaupt irgendetwas daran verdient hat. Ohne Begeisterung geht das nicht. Wenn die Ergebnisse dann nicht 100%ig passen, liegt es meines Erachtens eher am Laiencharakter des Produzenten. Man ist halt kein professioneller Schauspieler, Schnittechniker, Soundmixer und Special Effects Guru. Zumindest nicht von Anfang an. :D

    Um also mal eine Lanze für uns Produzenten zu brechen. Ich kann auch nicht nur Special Effects Clips machen, weil so ein Clip zwei Monate in der Produktion dauert. Bin voll berufstätig und kann daher nur in meiner Freizeit daran basteln. Ebenso der gute Freund, der mich auf den Giantessfetisch gebracht hat. Es macht dann also durchaus Sinn, ein paar "billige Clips" mit Plastikmännchen zu produzieren, damit man trotzdem ein paar Einnahmen hat und wenigstens die laufenden Kosten decken kann.

    Billige Clips helfen also teurere und aufwändige Clips zu finanzieren. :)

    Ich hoffe jedenfalls sehr, dass ich damit mal so viel verdiene, dass es als Nebenjob durchgeht, weil es mir grundsätzlich viel Spaß macht die Riesin zu sein. Aber im Moment würde ich wohl mehr als Reinigungskraft verdienen.

    Und weil es erwähnt wurde. Einer der Vorteile als Frau in diesem Bereich ist es ja gerade, dass man sich nicht zwangsläufig ausziehen muss. Das habe ich nämlich nicht vor.... ;)

    Hallo,

    ich bin Loryelle und bin letzten Sommer durch einen guten Freund auf den Giantess- und Fußfetisch aufmerksam geworden. Finde das ist ein total süßer Fetisch. Die Vorstellung, dass mich kleine Winzlinge anbeten gefällt mir und Fußmassagen mag ich ohnehin. :love:
    Kann aber auch manchmal böse werden und die kleinen Männlein in meine stinkenden Turnschuhe oder Stiefel werfen. ;)

    Ich erhoffe mir hier viele nette Gespräche, vielleicht ein bischen Rollenspiel.

    Seit Dezember bin ich überwiegend in englischen Foren aktiv und biete außerdem Videoclips zum Thema an. Derzeit noch in englischer Sprache, aber wenn genügend Interesse besteht, könnte ich sie auch auf deutsch vertonen (mache ich bereits hier und da bei Fußfetisch Clips). :)

    Hoffe ich werde hier nett aufgenommen und auf ein paar kleine Winzlinge, die mir zu Füßen liegen. <3

    Küsschen

    Loryelle