Die Befehlshaber im Hafen, hatten sofort auf die Botschaft von Hermes reagiert.
Sie zogen ein paar der Kriegsgeräte ab und schickten sie in die Stadt. Eine eher ungewöhnliche Vorgehensweise, weil es sich mehr um Artillerie handelte…. aber schließlich mussten die Katapulte erst einmal in eine gute Schussposition gebracht werden.
Zusätzlich schickte der Kommandant noch mehrere Krieger und Söldner-Truppen los.
Hermes erblickte eine merkwürdige Truppe mit schwarzen Rüstungen im Hintergrund. Er zeigte mit dem Finger auf diese und fragte den Kommandanten wer diese seien.
“Hast du noch nie von Achilles und seinen tapferen Kriegern gehört?”
Der Bote schüttelte neugierig den Kopf. “Das sind Achilles Männer?”
“In der Tat. Die besten Krieger die wir haben. Der König ließ sie extra für den Kampf gegen Troja holen… Aber wie es aussieht, muss sich dieser Kampf noch etwas verzögern.”
“Manche Leute munkeln, die Trojaner hätten die Riesin geschickt um den Kampf zu verhindern” Meinte Hermes fast im Flüsterton.
“Wer weiß. Aber sie werden keinen Erfolg haben. Niemand hat eine Chance gegen die Stärke der griechischen Armee!”
Tabitha war außer sich vor Freude!
Die Riesin stapfte vorsichtig durch die Gassen, achtete darauf auf niemanden zu treten. Rücksichtsvoll setzte sie einen Fuß vor den anderen und trat dabei wohlwollend auf die vielen Blumen, die die Leute vor ihr auf die Straße warfen.
Loryelle hatte gesagt sie sei mit friedlichen Absichten gekommen… um ihre Leben zu verbessern!
Hatte sie von den schlimmen Machenschaften des bösen Königs Agamemnon gehört?
Ein König der lieber tausende Menschen im Krieg sterben ließ, als sich um die Bedürfnisse der Menschen zu kümmern?
Ein Mann der Krieg führte nur um sich zweifelhafte Ehre anzuhäufen?
Jetzt würde alles besser werden, dachte sich Tabitha entzückt…
Ausgerechnet in diesem Moment, machte es einen dumpfen Schlag!
Etwas großes bretterte durch eine Hauswand. Steine und kleine Brocken wurden zersprengt und eine Wolke aus Staub breitete sich aus.
“Oh nein! Das darf nicht wahr sein!” Brüllte Tabitha und riss erschrocken die Augen auf.
Weitere Geschosse kamen bedrohlich aus dem Himmel gefallen.
Plötzlich war wieder Panik.
Die Leute schrien und rannten…. doch diesmal aus einem anderen Grund.
Eine Frau rannte in ein Haus um dort Schutz zu finden, fand dort jedoch den Tod, als eben dieses Haus von einer weiteren Kugel zerfetzt wurde.
Mehrere Häuser wurden durch die Katapulte zerstört, bevor die Riesin schließlich getroffen wurde. Tabitha konnte sehen wie Loryelle vor Schmerzen zusammen zuckte und sich krümmte. Mit ihren großen Händen stützte sie sich am Boden ab.
War sie doch eine sterbliche?
Jedenfalls hielten die Schmerzen nicht lange an. Sie konnte beobachten wie die Wunde sofort heilte und …. die Riesin dann weiter wuchs!
Anscheinend war Loryelles Zorn geweckt.
Denn sie wurde so unglaublich groß… und … durch ihr Wachstum starben sogar Bürger die sich nichts zu schulden hatten kommen lassen!
Acelya eine alte bekannte von Tbaitha wurde unter der mächtigen Hand zerquetscht. Im selben Augenblick erwischte es auch einen Mann, der unter Loryelles nun noch größere Sandalensohle geriet.
Beide starben recht schnell.
Aber sie wuchs noch immer…. dadurch wurden sogar die Fassaden einiger Häuser eingerissen!
Als die mächtige Loryelle zu voller Größe aufstand, stockte Tabitha der Atem!
Es war ein so unvergleichlicher Anblick!
Aus den Trümmern und der Staubwolke ragte sie nun wie ein Turm hervor.
“Ha! Wir haben sie getroffen!” Meinte der Kommandant triumphierend. “Und es reißt sie nieder! HAHAHA !!! Ich sagte doch niemand kann sich uns widersetzen!”
Hermes war da eher skeptisch. Er hatte ihre Macht bereits einmal gesehen….
Und er sollte recht behalten.
Die RIesin stand wieder auf… und diesmal noch größer!
In ihrem Gesicht war nun ein noch stärkerer Ausdruck,
Hermes tippte dem Kommandanten auf die Schulter: “Nun. Ich denke ihr habt euch zu früh gefreut. Es sieht so aus als würde dies Riesin nur noch mächtiger.”
Der Befehlsahber schaute ungläubig aus der Wäsche. “Das kann nicht sein.”
Dann wandte er sich an einen Unteroffizier: “Schnell schickt noch mehr Katapulte… noch mehr Truppen.”
Und dann wandte er sich an Hermes: “Schnell! Geh zum König und berichtete ihm von all dem hier. Wir benötigen Order.”
Wieder rannte er los. DIesmal in Richtung Palast.
“Dieser Nichtsnutz!” redete er mit sich selbst während er lief. “Die Waffen die den Feind stärker machen setzt er noch mehr ein! Wie kann man nur so dumm sein!”
Loryelle hatte einen kurzen Augenblick der Ruhe. Als sie gewachsen war, hatte sich die Perspektive für sie erneut geändert. Die Häuser und Straßen waren nun noch kleiner. Die Häuser waren so klein, dass sie nun in der Lage war die kleineren Häuser mit ein oder zwei Tritten dem Erdboden gleich zu machen, wenn sie das denn wollte.
Von hier oben hatte sie auch einen noch besseren Überblick über die wirklich schöne antike Stadt.
Im Hafen tummelten sich wirklich etliche Schiffe.
Hauptsächlich Kiregsschiffe (Trieren)
Und sie konnte etliche EInheiten der Armee sehen. Tausende Soldaten!
Es sah wirklich alles danach aus, als ob irgendein Krieg, voll im Gange wäre.
Und sie war mittendrin!
Tabitha nahm ihren Mut zusammen und wagte sich näher an die Göttin heran. Sie berührte sie an einem ihrer Zehen um auf sich aufmerksam zu machen: “Bitte, oh große Loryelle! Bitte sei nicht zornig auf die Bürger der Stadt. Wir haben mit diesem Angriff nichts zu tun! Der König und seine Leute sind Unholde und haben keinen Respekt.
Sie verdienen eine Bestrafung, aber bitte nimm diese Entschuldigung von uns Bürgern an.”
Wie würde die Riesin reagieren?
Bis zum Stadtrand war es noch ein ganzez Stück... und in der Stadt herrschte mehr und mehr Panik unter den Zivilisten, wodurch die Gassen und Straßen wieder verstopfter waren. Und als ob das nicht übel genug wäre, waren auch noch die Militärs im anmarsch....