Dhara und Saranya liefen bei über die total überfüllten, zum Highway, parallel verlaufenden Straßen. Saranya fühlte sich dabei, als würde sie über einen lebendigen Teppich laufen. Die unzählbaren Leute, die bei jedem Schritt, nach ihrer Sohle griffen, um diese wegzudrücken, aber zu schwach waren und schließlich von ihrem Gewicht dazu gezwungen wurden ihr Schicksal zu akzeptieren. Die hunderten Körper, die sich wanden, bis sie schließlich knackten und zerbarsten. Die leichte Feuchtigkeit, die sich dann unter ihrer Fußsohle ausbreitete.
Und das alles bei jedem einzelnen ihrer Schritte.
Leider war sie noch viel zu schnell unterwegs. Sie würde gerne noch etwas langsamer laufen, um alles was unter ihren Füßen geschah, intensiver spüren zu können. Als sie nach vorne sah, bemerkte sie in Ferne weitere Fernsehwagen.
Sehr gut.
Das hieß es mussten auch Kamerateams und Reporter irgendwo auf der Straße sein.
Vielleicht konnte sie nochmal eine schöne Szene produzieren.
„Hier ist Mirana Felipas von Channel News23. Was wir heute hier erleben ist einfach unglaublich. 5 gigantische Frauen trampeln hier durch die Stadt, als wäre es eine Spielzeug-Landschaft. Berichten zufolge soll es bereits hunderte Toter geben. Und wir sind heute live für Sie dabei.“
Im Hintergrund der Reporterin, konnte man bereits die Silhouetten der Riesinnen sehen, die näher kamen. Das Bild wackelte in Folge der rhythmischen Erdstöße.
Mirana drehte sich nach hinten m zu sehen was geschah und sprach dann weiter: „Wie sie sehen können, kommen die Fünf in unsere Richtung gelaufen.
Die größte von ihnen – mit dem hellgelben Kleid, läuft auf der Straße auf der wir uns aktuell befinden. Wir sind zwar selber in Gefahr, können aber nicht weg, denn wie sie selber sehen, sind die Straßen zum bersten überfüllt.“
Mirana bemerkte, wie ihr Herz anfing zu rasen. „Meine Damen und Herren, vielleicht denken sie dass die Bilder die sie jetzt sehne unglaublich sind, aber ich kann ihnen versichern hier zu stehen ist noch... noch viel unglaublicher.“
Sie musste nach und nach ihren Kopf in den Nacken legen, um die Riesigen noch sehen zu können. „Oh, meine Güte sie ist wirklich wunderschön. Eine wahrhaft edle Gigantin....“
Sie bewunderte einfach alles an ihr, traute sich jedoch kaum es auszusprechen: Diese majestätische Gangart. Ihr goldenes mit zusätzlichen bunten Farben geschmücktes Kleid, das im Licht strahlend schimmerte. Die vielen goldenen Ringe und Ketten, mit denen ihre dunkelbraune Haut geziert war. Dazu diese überdimensionale Größe. Sie war im wahrsten Sinne des Wortes eine Gigantin.