Der Vedek räusperte sich: „Nun, es heißt das nur die [lexicon='Riesin',''][/lexicon]
des Lebens in der Lage sein würde die Heuschrecken zu
vernichten.“
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Sisko runzelte die Stirn. Warum mussten diese
Prophezeiungen immer in abstrackten Bildern aufgezeichnet
werden? Niemals gab es klare Vorhersagen.
„Die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] des Lebens sei unverwundbar und würde an dem
Tag aufstehen an dem die Heuschrecken über das Land
fallen.“
Sisko überlegte und deutete dann wiederholt auf den
Drehkörper in seiner Hand. „Ich sage euch, dass ist kein
zufall das wir alle hier sind. Es muss alles irgend einen Sinn
ergeben. Ich weiß nur noch nicht wie alles zusammen passt.“
Die Kai trug ihre Überlegung vor: „Nun vielleicht hat es etwas mit dem Drehkörper zu tun.
Die Propheten benutzen häufig Symbole um etwas zu erläutern. Mit der [lexicon='Riesin',''][/lexicon] des Lebens
bin gewiss ich gemeint. Ich bin eine große Persönlichkeit und habe gute Zeiten über Bajor
gebracht, also stehe ich wohl für das Leben. Also geben sie mir den Drehkörper!“
Während sich Sisko entnervt die Augen rieb, widersprach der Vedek: „Aber es heißt das
die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] von fremder Erscheinung wäre und an den Pforten des Himmelstemples
umherwandert. Um Leben zu verbreiten.“
Sisko warf ein: „Damit könnte Deep Space 9 gemeint sein. Die Station ist vor dem
Wurmloch platziert.“
„Und wenn schon. Ich war auch schon auf Deep Space 9.“ Erklärte die Kai. „Das ist alles
eine Sache der Interpretation, und bei allem Respekt Abgesandter ich habe mehr
Erfahrung in der Interpretation der Schriften als sie. Nun geben sie mir schon den
Drehkörper.“
Sie griff nach dem Drehkörper um ihn dem Abgesandten zu entreissen, doch missling ihr
der Griff und der Drehkörper ging zu Boden. Sisko hielt den Atem an als das Ding herunter
klatschte und den O'Birens vor die [lexicon='Füße',''][/lexicon] rollte.
Aus Reflex griff Keiko nach dem Drehkörper und wollte ihn zurückgeben, doch bei dem
Versuch ihn aufzuheben, öffnete sie ihn versehentlich.
Ein leuchtender Blitz durchzuckte ihr Gesichtsfeld und ließ sie zurück taumeln.
Irgendetwas hatte sie am Kopf getroffen und ihr Knöchel tat ihr weh. Was war das nur? Sie
blieb stehen und rieb sich die Augen.
Als sie ihre Augen öffnete sah sie blauen Himmel und Dominon-Schiffe. Sie schaute
einmal komplett um sich. Sie stand im Freien. Anscheinend war sie woanders, aber sie
konnte nach wie vor die landenden Schiffe am Horizont sehen, wie sie am Rande der
Stadt landeten.
Dabei bemerkte sie das etwas an ihrer Perspektive nicht stimmte. Die Stadt wirkte
merkwürdig fern. Als sie schließlich nach unten schaute wusste sie wieso. Es traff sie wie
ein Schlag. Zu ihren Füßen waren winzige Häuser, die Miniatur-Ausgabe des Tempel-
Komplexes und kleine Bajoraner die wie Ameisen umherliefen und sie anstarrten.
Sie war riesig! Sogar gigantisch.
Ihr stockte der Atem. Sie musste erst einmal wieder zu sich finden. Ihr war klar: Sie durfte
sich nicht allzusehr bewegen. Es waren überal Leute die sie verletzen könnte.
Für einen Moment ging sie in sich. Das Universum steckte voller Überraschungen. Und
sowas hörte sie nicht zum ersten Mal. Ihr Mann wurde bei einem Experiment mit einem
Raumphänomen auf die Größe von etwa einem Zentimeter geschrumpft.
(DS9 – Staffel 06 – das winzige Raumschiff - Sternzeit: 51474.2 )
Jetzt war ihr etwas ähnliches passiert, bloß das sie nicht geschrumpft sondern extrem
gewachsen war.
Sie versuchte sich mit der Situation abzufinden und überlegte sich was sie jetzt tun konnte.
Als Zivielistin unterstand sie nicht der Föderation, auch wenn sie gelegentlich für die
Föderation arbeitete. Dennoch hielt sie es für eine gute Idee Sisko um Rat zu fragen.
Nervös suchte sie den Boden ab. Das Tempelgebäude in dem sie kurz vorher mit den
anderen gewesen war, schien völlig auseinander gebrochen zu sein.
Erschrocken ging sie in die Hocke und versuchte den Schaden genauer auszumachen.
Nach wenigen Sekunden hatte sie fünf verstörte Gestalten ausgemacht, die im Kreis um
ihren [lexicon='Fuß',''][/lexicon] standen, der zum Teil noch in dem verwüsteten Tempelgebäude steckte.
Glücklicherweise schien niemand verletzt worden zu sein. Zumindest im Gebäude. Durch
ihr rapides Wachstum, wurden die Stein und Beton-Brocken wohl weit weg nach Außen
geschleudert, anstatt ins Innere zu fallen.
Miles war von der Wucht ihres Wachs-Schubs nach hinten geschleudert worden. Zwar
unverletzt, aber völlig überwältigt, lag er noch auf dem Boden und schaute zu seiner [lexicon='Frau',''][/lexicon]
auf. Es fiel ihm schwer überhaupt etwas zu sagen. Es lief nur ein leises verwundertes:
„Keiko?“ über seine Lippen.
Die Vedeks hatten sich sofort verneigt und sahen in diesem Ereignis die Erfüllung der
Prophezeiung, was stark den Missfallen der ebenfalls geschockten Kai Winn steigerte.
Sisko hingegen versuchte die Sache gelassen zu sehen.
Genau wie in allen anderen Begegnungen und Erlebnissen mit den Propheten, betrachtete
er dies als ein gutes Zeichen.
Eine gewaltig laute Stimme hallte: „Miles? Geht es dir gut? Captain Sisko... entschuldigen
sie bitte... ich....“
Sisko hielt sich dir Ohren zu und entgegnete schnell lauthals: „Misses O'Biren! Bitte
versuchen sie etwas leiser zu sprechen!“
Der Chief raffte sich auf, legte den Kopf in den Nacken und rief: „Mir geht es gut, Schatz!
Bleib ganz ruhig. Wir finden schon eine Lösung für das Problem.“
Der Captain wandte sich zu ihm um: „Welches Problem Chief? Die Propheten haben ihre
[lexicon='Riesin',''][/lexicon] des Lebens gewählt. Keiko wird nichts zustoßen. Ich bin sicher.“
„Aber Sir! Sie meinen doch nicht das Keiko gegen die Jem'Hadar kämpfen soll? Ich meine,
sie hat noch nie gegen jemanden kämpfen müssen.“
Der ältere Vedek fiel ins Wort: „Die Prophezeiung ist eindeutig: Sie ist die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] des
Lebens. Sie wird die Jem'Hadar in die Flucht schlagen.“
„Die Prophezeiung sagt doch auch, das die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] des Lebens unverwundbar wäre oder?“
Fragte Sisko nachdenklich. „Villeicht haben die Wurmlochwesen...“
Trotz ihrer nun enormen Größe, konnte Keiko die Stimmen der kleinen, anwesenden
Personen leise wahrnehmen. Sie unterbrach den Captain und schilderte ihm die
Begebenheit im Forschungszentrum und ihren Selbstversuch. Sie hielt es für möglich
gegen die Jem'Hadar vorzugehen, hatte nur noch keine Ahnung wie.
Miles hielt das ganze für keine gute Idee, doch hatte er sich nach langjähriger Ehe damit
abgefunden dass er Keiko nicht umstimmen konnte, wenn sie sich etwas in den Kopf
gesetzt hatte.







