Jans Perspektive: ---------------------------------- >>
Jan wurde nicht nur durch das plötzliche Licht, dass die Mundhöhle erhellte, aufgeschreckt, sondern auch durch den extrem Lauten Schall, den die Stimme der Riesin verursachte, als diese Sprach.
Ihre Stimme dröhnte lauter als alles was er jemals zuvor gehört hatte und die Schallwellen waren so heftig, dass sie wie ein Windsturm über seinen ganzer Körper schnellten und ihn hinwegzufegen drohten! Mit aller Kraft klammerte er sich an einen Zahnhals. Seine Ohren gellten schmerzhaft, doch er konnte sie sich nicht zuhalten.
Seine Situation hätte kaum schlimmer sein können, doch wenigstens war er noch am Leben…..
Weiter mit Keli ------------------------------------------
Keli wiederholte ihre entspannten Trittbewegungen immer wieder und zerquetschte dabei hunderte von Leuten. Immer weiter dünnte sie die Masse zu ihren Füßen aus, soweit bis die genug Platz war, dass ihr die Menschen ausweichen konnten….. was die meisten auch taten.
An den Rändern des Platzes hatte sich eine riesige Traube aus Menschen gebildet, die sich gegenseitig gegen die anliegenden Häuserwände drückten.
Alle flohen, suchten das weite…. und Keli konnte es ihnen nicht übel nehmen.
Sie betrachtete den blutigen Boden. Die zerfetzten Körper die dort lagen. Hier und da gab es noch einige Überlebende in ihren Fußabdrücken, von denen der Großteil aber auch nicht sonderlich gesund aussah.
“Puh, euch scheint es ziemlich mitgenommen zu haben.” Meinte sie mit verspieltem Tonfall. Fügte dann aber etwas ernster hinzu: “Aber danke für den Massage-Service. Ich werde jetzt etwas weiter gehen. Ihr habt also erst einmal Ruhe von mir…”
Keli wollte gerade den Platz verlassen, als ihr plötzlich ein kleiner Kerl auffiel, der sich vor ihren FUß warf.
Genau dort wo sie gerade auftreten wollte.
Auch wenn sie vorher schon etliche Menschen zertreten hatte, zögerte sie und nahm ihren FUß weg. SIe war zu neugierig was der kleine vorhatte.
Sie trat neben ihm auf und ging in die Hocke. Ihre Augen musterten intensiv den kleinen zittrigen Mann zu ihren Füßen.
“He Kleiner! Bist du lebensmüde? Oder was sollte das werden?”
Seine piepsige Stimme war wirklich leise, doch Keli konnte ihn relativ gut verstehen. “Bitte trete auf mich! Bitte! Es wäre eine große Ehre für mich, unter deinem Fuß zu sein.”
“Du würdest wahrscheinlich sterben….”
“Das nehme ich in Kauf, solange ich nur die Chance habe, unter deinem wunderschönen Fuß zu sein!”
Was für ein merkwürdiger Typ, dachte sich Keli. Aber was solls. Wenn er so sehr auf ihre Füße abfuhr, dann konnte er das auch haben.
Sie stand wieder auf und schob zögerlichen ihre Zehen über den Kleinen. Als sie bemerkte, dass er wirklich nicht aus der Bahn ging, senkte sie ihren Fuß…. trat einfach auf… und blieb eine Weile stehen.
Fühlte seine Bewegungen...
Ihr schossen so viele Gedanken durch den Kopf. Irgendwie wollte sie ihn nicht zerquetschen und sie verlagerte daher kaum Gewicht auf den Fuß. Neugierig hob sie ihn wieder an und schaute auf den Boden, doch der Kerl war nicht mehr da.
War er etwa…
schnell winkelte sie ihr Bein an und betrachtete ihre Sohle. Er war unter ihrem Ballen kleben geblieben.
Und nicht nur das. …
Ihre komplette Sohle war überzogen mit kleben gebliebenen Leuten. Natürlich waren einige komplett zerfetzt, aber anscheinend konnten wirklich einige unter ihren nackten Sohlen überleben!
Mindestens 8 Personen die an ihrer SOhle klebten, hatten ihre Tritte überlebt!
Und drei von diesen hatten nahezu unversehrte Körper, die sich allerdings wunderbar in ihr Sohlenprofil eingepasst hatten.
Wie cool war dass denn?
Definitiv besser barfuß zu laufen !
Mit etwas plumper Bewegung, setzte sie sich auf ein Haus, das in perfekter SItzhöhe für sie war. Das erste Stockwerk gab unter ihrem Hintern nach und begrub einige Bewohner unter sich. Die anderen Stockwerke hielten jedoch und boten eine angenehme Sitzmöglichkeit.
Keli legte ihren Fuß auf dem anderen Knie ab und grinste alle verschmitzt an, die daran kleben geblieben waren.
“Na wie ist es da so unter meiner Fußsohle?”
Vergnügt tippte sie mit der Fingerspitze auf den Rücken des Verrückten, der von ihr zertreten werden wollte. Sein Kopf war seitlich in ihre Haut gepresst. Er sah einfach witzig aus 
“Hey du. Ist das etwas schön für dich?” kicherte sie.
VOn ihm kam nur ein piepsiges “Oh ja. Es ist wundervoll!”
Keli verzog ihr Gesicht verwundert. Konnte das wirklich sein?
“Schön zu hören. Das gefällt mir irgendwie, dass es dir gefällt. WIe ist es mit euch?” Fragte sie die anderen und tippte zwei Frauen an, die in seiner Nähe klebten.
Die zwei, völlig eingeschüchtert und in Todesangst, wollten nur sagen was der Riesin gefällt…. in der Hoffnung, dass sie sie verschonen würde…
Fast parallel riefen beide (so gut es ging):
“Es stimm!”
“Es ist wirklich schön!”
Keli zog eine Augenbraue hoch. “Ok.” Sie war etwas verlegen…. “Ähm, dann … äh… genießt es einfach noch ein wenig dort unten, ja?”
Es schien tatsächlich so, dass einige Leute auf ihre Füße standen.
Langsam setzte sie ihr Bein wieder auf dem Boden ab. Ganz vorsichtig.
Dann betrachtete sie ihren anderen FUß. Auch daran klebten noch etliche Menschen. Jung, alt, groß, klein…. alles bunt gemischt.
Unter ihrer Ferse waren natürlich alle platt, genau wie an den wichtigsten Druckpunkten…. aber sonst, waren über fast ihre ganze Sohle überlebende verstreut.
Keli zuckte vergnügt mit den Schultern und stand wieder auf.
“Ok. Der Spaziergang geht weiter. Genießen sie die Reise.” Kichernd ging sie zu ihren High-Heels und hob diese auf. Diese in einer Hand tragend, ging sie barfuß weiter.
Es war wirklich ein merkwürdiges gefühl zu laufen, in dem Wissen dass so viele lebendige Menschen an ihren Sohlen klebten!
Die schwarze Riesin verließ langsam den Platz und stolzierte genüsslich über eine der Hauptstraßen. Hier war es ebenfalls total voll. Es wimmelte zu ihren Füßen nur so von Autos und rennenden Leuten.
Alles was nicht schnell genug aus dem Weg kam, wurde geplättet.
Die Autos gaben nach wie Alu-Folie.
Keli machte sich kaum eine Vorstellung, wieviele Autos samt ihren Fahrgästen unter ihren Sohlen zerpresst wurden…
Wie groß die Panik war…
Die Bewunderung….
Die Verzweiflung…
Die Ohnmacht...
Und all das, während sie entspannt vor sich hin trottete…
Schließlich kam sie in einen Stadtteil, wo hauptsächlich Einfamilienhäuser waren. Diese reichten ihr meist geradeso bis zum Knöchel.
Entgeistert hob sie einen Fuß über eines der Häuser. Sie war sprachlos, als sie feststellte, dass das ganze Haus unter ihrem riesigen Fuß verschwand.
“Oh yes! Häuser abreißen!” Murmelte sie vor sich hin und wollte gerade zutreten, als sie inne hielt.
Noch einmal warf sie einen Blick auf ihre Sohle. Daran klebten nach wie vor so viele Überlebende…. aber wenn sie Häuser zertrampelte, würden diese Leute wohl kaum länger überlebende bleiben. …
Irgendwie wäre das schon etwas schade… schließlich wollte sie später noch einige befragen wie es so unter ihren Füßen war…. die ganze Zeit…
Sie überlegte kurz und betrachtete ihre High-Heels.
Sollte sie vielleicht wieder ihre Schuhe anziehen?