Hi Zusammen,
also Leute die sich von Licht ernähren - die Bild braucht auch was zu schreiben, wenn der Tag lang ist. Ich sehe das wissenschaftlich und sage: Tinnef!
Pflanzen, denen ein Messer gezeigt wird - bisher hat sich sowas noch immer als Messfehler herausgestellt. Selbe Rubrik, I'm sorry. Chemische Botenstoffe unter Pflanzen halte ich für möglich, also z.B. Pflanze A reagiert auf Freßfeind mit Giftbildung und das Gift oder ein parallel hergestellter Stoff regt benachbarte Pflanzen ebenfalls zur Giftbildung an. Das soll aber keine Begründung für Respektlosigkeit gegen die Natur bieten.
Mord aus Spaß - da braucht man ja nur einer Hauskatze zuschauen. Aber bei Orcas wie Katzen kommt man zur Einschätzung, dass solche Mordspiele ihren Sinn haben - Training für die nächste Beute? Vorbild für Jungtiere?
Ich lese hier öfters was von [lexicon='Füße',''][/lexicon] sehen. Das kann ich sogar haben, ohne dass etwas darunter zerquetscht wird. Ich finde, ihr versteht nicht, wie [lexicon='Crush',''][/lexicon] zu sehen ist.
Zunächst mal gibt es beim [lexicon='Crush',''][/lexicon] die Neigung, dass etwas "geliebtes" vernichtet wird. Sicher auch mit dem Unterton, dass die Frau noch mehr geliebt wird. Das kann ein selbstgebasteltes Modell sein oder ein sonstiges Kleinod - leider eben auch Tiere. Aber Insekten eher nicht, die sind doch ziemlich unbeliebt. Da spielt wohl etwas anderes eine Rolle. Ich gebe mal wieder, wie ich das verstehe, aber damit muss ich ja nicht richtig liegen. Das GTS-Crush-Fetisch ist ja etwas, dass der Frau eine ziemliche Macht und auch eine wahre Unerreichbarkeit zuordnet. Eine Frau mit einer Waffe in der Hand mag schon mächtig sein, ist aber durchaus zu überwältigen - es gibt eine Chance bzw. es gibt allein die Chance, körperlich etwas ausrichten zu können. Bei einer [lexicon='Riesin',''][/lexicon] sieht das anders aus. Sie braucht keine Waffe um höchst gefährlich zu sein und sie muss sich nicht mal anstrengen. Unbemerkt im Vorübergehen unter einer [lexicon='Riesin',''][/lexicon] zertreten zu werden demonstriert so ziemlich das größte Ausmaß an Machtlosigkeit, was vorstellbar ist. Also das unbemerkte ausgelöscht werden - da ist keine Steigerung mehr möglich und es ist im Prinzip gleich, ob ein Vernichtungsstrahl die Erde auslöscht, oder ob ein winziger Mann unbemerkt zertreten wird - nur finden wir letztereres sexy, wenn es eine Frau tut. Das lässt sich zwar in der Phantasie ausmalen, aber nicht ausleben. Und viele wollen das auch nicht ausleben, sondern eher zuschauen, Voyeurismus. Wenn eine Frau nun unbemerkt ein Insekt zertritt, so wie das jeden Tag mit unzähligen Ameisen in der Fußgängerzone passiert, so demonstriert das, wie hoch sie über diesen Lebensformen steht. Und wenn Lumen angibt, natürlich nicht auf Milben achten zu können, so ist sie sich eben ihres "Levels" als Lebensform bewusst. Es ist unsere Entscheidung, wie weit wir kleinen Lebensformen eine Chance geben. Auch Lumen wird wohl beim Einkaufsbummel nicht jeden Fleck den sie betritt im Blick haben, weil sie so nicht leben will. Andere Menschen gehen einen Schritt weiter und sind Bereit, ihre Dominanz gegenüber unterlegenen Lebensformen zu demonstrieren. Es gibt Leute, die zertreten mit Absicht Insekten, wenn sie sie sehen. Frauen wie Männer. Man kann nun darüber nachgrübeln, ob das Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen "hilft", zu demonstrieren, dass es etwas gibt, was noch weniger ist, als sie. Und dann gibt es eben Menschen, die machen so etwas für andere Menschen - gegen Geld oder als Gefälligkeit.
Das töten eines Insekts jeden Falls kommt dem GTS-Crush am nächsten von allem, was real "auslebbar" ist. Und es demonstriert auf jeden Fall die Überlegenheit der Frau gegenüber dem Tier, zeigt also quasi den Göttinnen-Status auf. Das Tier kann ja nichts dagegen unternehmen, zumindest wenn weglaufen oder wegfliegen das Überleben nicht sichert. Ich denke, so sollte man das sehen. Dass das Insekt dabei ein lebendes Wesen ist, ist eben eine Steigerung gegenüber dem Knetmännchen und für einige wohl eine nötige Steigerung, wenn die Phantasie nicht reicht, sich mit dem Knetmännchen zu identifizieren oder wenn man eben mehr "will".
Das soll alles nur beschreibend sein, nicht beurteilend. Das mag ich mir nicht erlauben. Aber wenn Insekten ganz zwecklos und langsam getötet werden mag ich nicht einsehen, warum man dasselbe zum Zweck des Lustgewinns verteufeln muss. Ich sehe da eher, dass man die Lust verteufelt, nicht aber das Tier schützen will. Ich glaube aber nicht, dass ich da mit Lumen kollidiere. Ich habe gestern noch einen Käfer im Glas gefangen und raustransportiert. Man schützt das Tier wo man selbst kann und will, aber wenn man gegen Insekten-Crush für's [lexicon='Fetisch',''][/lexicon] vorgehen will, dann müsste man es konsequent oder vielleicht sogar vorher schon gegen die unnötige Insekten-Tötung im Alltag tun. Warum will ich keine Raupen an der Rose? Weil die Rose (für mich!) schön aussehen soll. Die Raupen dann zu töten bedeutet sie letztendlich genauso für einen Lustgewinn zu töten, nur ist der nicht sexueller Natur.
Ich selbst finde die Vorstellung erotisch erregend, dass eine hübsche Gigantin durch die Landschaft schreitet, und so hoch über uns steht, dass es ihr gar nicht auffällt, wie eine Stadt unter ihrem [lexicon='Fuß',''][/lexicon] vergeht, weil unsere Städte in ihrer Welt keine Rolle spielen. Und ja, wenn meine Frau mit ihren neuen Holzpantoletten einen Einkaufsbummel macht, schaue ich auch ihren Füßen zu und wenn eine Ameise dort rennt, wo meine Göttin den [lexicon='Fuß',''][/lexicon] aufsetzt, dann zucke ich nicht mit der Wimper, das Tier vor seinem Schicksal zu bewahren. Eher schaue ich, wenn sie den [lexicon='Fuß',''][/lexicon] wegnimmt, ob sie es auch wirklich zerquetscht hat, und die Erkenntnis, wie beiläufig sie es getan hat, zeigt mir nur, wie göttlich sie ist und das erregt mich halt.
Aber ein Tier absichtlich zu quälen, das ist davon in meinen Augen noch weit entfernt. Es schwer verletzt leiden zu lassen ist mir zu wider. Da empfinde ich nichts dabei und es hat nichts "göttliches". Da spielt für mich auch eine Rolle, dass ich ein Tier für etwas wirklich unschuldiges halte. Erwachsene Menschen sehe ich hingegen (interessanterweise) als generell nie unschuldig.
Gruß
Hedin