Maja lächelt mir zu. "Also, wie willst du mich "verarzten" ?" "Zunächst einmal sollte ich deine Wunden sauber oder zumindest "scherbenfrei" bekommen..." Nach ein paar Schritten stehe ich vor meinem ersten Problem: Eine fleischfarbene Wand, einer gewissen Riesin bekannt als "Seite meines Oberkörpers" "Ähh Maja?" "Ja, Lars? "Könntest du mir auf deinen Rücken helfen? Freeclimbing zählt nicht gerade zu meinen Stärken." Maja starrt mich einen Moment verständnislos an, dann sieht sie den Direktvergleich zwischen mir und ihrem Torso und Verständnis breitet sich in ihrem Gesicht aus. Die mittlerweile bestimmt gut 9 Meter sind halt schon ein Hindernis. "Ich hab während ich gesprungen bin einen ziemlichen Wachstumsschub bekommen, oder?", fragt sie, während sie mich am Hemdkragen packt und auf ihrem Rücken absetzt.
Sie kichert. "Du wiegst fast nichts." "Äh, danke?", gebe ich zurück, "Ich würde das Gewichtskompliment ja gerne zurückgeben, aber ich fürchte "viele Tonnen" sind gerade einer Frau gegenüber nicht gerade höflich..." Maja kichert wieder. "Stimmt wohl, ich glaube mein Outfittery-Abo kann ich kündigen." Ich stehe jetzt auf ihrem Rücken, es fühlt sich an wie auf einer dicken Turnmatte zu laufen, das Maja immer noch, wenn auch recht langsam, wächst macht das Laufgefühl noch einmal seltsamer. "Wie groß ich wohl mittlerweile bin?", fragt Maja, während ich die ersten groben Scherben aus ihrem Leib ziehe. "Da du einen Kopf größer als die achtstöckigen Gebäude hier bist, dürftest du etwa 25 Meter groß sein!", rufe ich und versuche eine besonders scharfkantige Scherbe in den Griff zu bekommen... "Au!" Maja dreht ihren Kopf nach mir kann mich aber, da ich recht nahe an ihren Schulterblättern stehe, nicht sehen, panisch versucht sie es immer wieder über die linke und die rechte Schulter, was ihren was ihren Rücken stark wackeln lässt. "HALT STILL!!!", schreie ich, "ICH HAB' MICH NUR GESCHNITTEN! ALLES IN ORDNUNG!"
Sie liegt auch einmal stocksteif da, eine Art Wimmern ist von ihr zu hören. "Tut mir Leid, es ist nur..."
"Klar, du kannst mit deiner Größe nicht so recht umgehen, verstehe.", antworte ich während ich meinen rechten Hemdarm abreiße um meine rechte Hand zu verbinden... Dann kommt mir eine Idee, ich greife mit der bereits verbundenen Hand nach der besonders scharfen großen Scherbe. Es klappt, die fünf Lagen Hemd schützen, ich greife mit der Linken die Rechte und ziehe. Die Scherbe löst sich, plötzlich falle ich nach hinten und purzele mit der Scherbe zusammen bis zur Mitte von Majas Rücken. "Verdammtes Ding!", rufe ich und werfe die Scherbe mit aller Kraft davon, sie trifft scheppernd ein Autodach und mir kommt noch eine Idee...
Erst jetzt merke ich das Maja noch redet: ">...mein Freund wird also nicht kommen, verstehst du, Lars? Und von den Kollegen bist du scheinbar auch der Einzige der mich noch als "ich" - Maja Schlüter - wahrnimmt und nicht als irgendein riesiges Ungeheuer... Daher habe ich große Angst das dir was passiert, das ich wirklich ein Monster bin..."
Ich fühle mich schuldig, das ich ihr nicht zugehört habe, freue mich aber das ich ihr in so kurzer Zeit so wichtig geworden bin. Gestern kannte sie noch nicht einmal sicher meinen Namen!
"Maja?" "Ja?" "Danke." "Bitte, Lars." "Maja , kannst du noch etwas für mich tun? Kannst du die Autos am Straßenrand aurfbrechen?" Etwas perplex versucht sie es, selbst anheben scheint mit Leichtigkeit zu gehen. Ein unsicheres "Warum?", kommt von ihr. "Die Erste-Hilfe-Kissen.", erkläre ich schlicht. Majas Augen leuchten. "Tolle Idee!", ruft sie enthusiastisch und (zer)plückt regelrecht die Wägen. Nach ein paar Minuten bekomme ich die ersten drei Erste-Hilfe-Kissen und aus welchem Grund auch immer ein echtes Kissen.
Ohne besondere Vorkomnisse verarzte ich Majas Rücken nun für eine ganze Weile.
"Puh, endlich fertig."
"Bist du sicher? Ist auch jede Wunde sauber und zu? Ich brauche kein Tetanus!", erwidert Maja spitz und eine Spur zu laut.
"Nach bestem Wissen und Gewissen, falls deine Wunden mit- und so über die Mullbinden hinauswachsen lässt sich da auch Nichts gegen machen."
Während ich Majas Wunden versorgte gab es rhytmische, stärker werdene Erschütterungen doch da wir ja bereits wussten das Maja lange nicht die größte Riesin war, machte ich mir keine weiteren Gedanken deswegen.
Doch plötzlich gibt es einen ohrenbetäubenden Lärm:
"DOKTOR MORPHEUS? DOKTOR, HELFEN SIE MIR BITTE. SIE MÜSSEN DOCH WAS HABEN WOMIT SIE MICH HEILEN KÖNNEN."
Maja und ich sehen in Richtung Morpheus-Tower und erblicken etwas Unfassbares: Eine junge Riesin, steht auf der gegenüberliegenden Seite des Turmes, sie ist fast so groß wie er - das mit weitem Abstand höchste Gebäude der ganzen Stadt! 15 Stockwerke!
Plötzlich schießt die junge Riesin, fast noch ein Teenager, noch mehr in die Höhe.
Als ihr Wachstumsschub vorbei ist ist sie fast doppelt so groß wie der Morpheus-Tower!!!
"Das kann doch nicht wahr sein...", hauche ich fassungslos. Auch Maja steht der Mund offen. Gegen dieses... Ungetüm von einer Frau ist selbst sie mit ihrem mittlerweile dreißig Metern Lebensgröße winzig.
Die Mega-Riesin sieht sich, sichtlich geschockt, über den Turm hinweg um. Ihr Blick gleitet einmal über Maja hinweg und bleibt dann an ihr hängen.
Ich schlucke schwer und höre das Maja dasselbe tut. Sie beeilt sich auf die Beine zu kommen, was wird diese... Gigantin bloß mit uns anstellen?
Ich schaue auf meine Armbanduhr: Zweieinhalb Stunden nachdem das hier alles anfing? Es fühlt sich an als würde es schon eine Woche so gehen...
---------------
Puh! Endlich genug Zeit geschunden.
Das mit dem direkt in den Browser tippen sollte ich mir noch überlegen. Eine Rechtschreibkontrolle führe ich jetzt nicht auch noch durch. Wer Fehler findet kann sie mir gerne mitteilen, ich korrigiere sie dann später...
Edit: So Fehler erkannt, Fehler gebannt. Hoffe ich wenigstens...