Beiträge von Gianleen

    Oho? Jetzt "bekommt" unsere Riesin in Spe also auch noch Unverletzlichkeit bzw. eine Nosferatu-gleiche Wundheilung?

    (Falls dir der Name nichts sagt: Nosferatu ist/war ein legendärer Vampir welcher sich von Verletzungen so rasch erholte dass er als "der Unsterbliche" bekannt war.)

    Ja ich kenne Nosferatu. Der ist ein (un)gern gesehener Gegner in JRPGs xD

    Die Erklärung, warum es passiert, wird demnächst kommen. Ihr habt noch nicht alles aus ihrer Vergangenheit gehört ;) Schließlich weiß Laura selbst längst nicht alles. Sonst hätte sie womöglich nie an dem Experiment teilgenommen oder vielleicht gerade deswegen teilgenommen.

    Da ich über das Wochenende Besuch da hatte, hatte ich leider keine Zeit, ein weiteres Kapitel zu posten. Ihr könnt es als Zwischenschritt sehen, um einige Dinge zu erklären, die demnächst passieren werden.

    Kapitel 10: Der lange Weg zurück zur Normalität

    Montag: 13.04.20XX, 7:45

    Mit gemischten Gefühlen blickte Laura auf das Forschungsgebäude mit den vier Stockwerken. Sie schätzte die Höhe auf ungefähr 12,5 m, da es ein Flachdach besaß. Daraus schloss sie, dass sie im Traum größer als 15 Meter gewesen sein musste.

    Gleichzeitig erinnerte sie das Gebäude zunehmend mehr an ihre Vergangenheit. Für einen Moment meinte sie den Geruch nach Rauch wahrzunehmen. Doch im nächsten Moment roch sie lediglich die angenehme salzige Meeresluft.

    Langsam ging sie den Weg entlang. Bei jedem ihrer Schritte klackten die Absätze ihrer schwarzen Schuhe, die sie noch einmal 2,5 cm größer machten. Dazu trug sie ein langes, blaues Kleid mit einem kleinen Ausschnitt, der ihre große Oberweite dezent betonte.

    Silberne Ohrstecker und eine weiße Strumpfhose rundeten das hübsche Aussehen ab. Ihre Haare trug sie wie meistens offen, sodass sie glatt bis zu den Hüften hingen. Die Schiebtüren glitten vor ihr auseinander und als sie eintrat, bemerkte sie den überraschen Blick der Empfangsdame.

    „Guten Morgen. Sie… sie wollen bestimmt zu Professor Schmidt.“, meinte die junge Frau, die sie noch immer überrascht betrachtete.

    „Guten Morgen. Das ist richtig.“, meinte Laura mit einem etwas gezwungenen Lächeln.

    Es schien so, als würde ihr Wachstum nun auch von den Leuten bemerkt, die nicht so oft Kontakt mit ihr hatten. Allerdings war der Unterschied von neun Zentimeter zu ihrer ursprünglichen Größe ja auch gewaltig. Man konnte nur noch schlecht von einem kleinen Wachstumsspurt sprechen.

    „Bitte setzen Sie sich doch kurz, bis Sie abgeholt werden.“, hauchte die Empfangsdame und wusste nicht so recht, was sie mit Lauras größerer Erscheinung anfangen sollte.

    „Danke.“, meinte die Angesprochene ein wenig schüchtern. Langsam ging sie zu den Stühlen und setzte sich dorthin. Es ließ sich nicht vermeiden, dass sie ebenfalls an das Gespräch mit Jonas zurückdachte. Sie hatte danach noch lange wach gelegen, während sie über seine Worte gegrübelt hatte. Es erschien ihr keine gute Idee, Gefallen daran zu finden, riesig zu sein und doch spürte sie, wie ein Teil von ihr genau danach verlangte.

    Die Tatsache, dass sie weiterwachsen würde, machte die Situation nicht unbedingt besser. Selbst wenn sie in den kommenden Wochen weniger wachsen würde, war es nicht ausgeschlossen, dass sie größer als Hannah würde.

    Bisher hatte ihre Mitbewohnerin sie deutlich überragt. Aber dies war sich nach und nach am Ändern. Zwar hatte Hannah sie noch nicht angesprochen, aber die junge Frau konnte sich denken, was sie von dem Versuch hielt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich darüber streiten würden.

    Plötzlich ertönte der Aufzug und als sie aufblickte, waren die Gedanken schnell vergessen. Sebastian betrat den Eingangsbereich und ging zum Empfang. Er schien ein paar Worte mit der Empfangsdame auszutauschen, ehe er mit einem Lächeln zu ihr kam.

    „Guten Morgen. Bitte entschuldigen Sie die Abwesenheit von Professor Schmidt. Sie hat ein wichtiges Meeting und wird deshalb erst später im Labor auftauchen.“

    „Guten Morgen.“, hauchte sie nervös und stellte fest, dass Sebastian der weiße Kittel besser stand, als sie erwartet hatte.

    Auch er schien sie zu mustern und er bemerkte sicherlich, dass sie auch heute wieder schicker angezogen war als bei den ersten Terminen. Falls er dachte, dass sie es wegen ihm tat, lag er damit nur halb richtig. Denn auch heute gab es einen wichtigen Termin mit einem Vertragspartner, an dem Laura teilnehmen sollte. Professor Recken legte viel Wert auf gutes Aussehen bei solchen Gesprächen.

    „Folgen Sie mir.“, meinte der Assistent und ging in Richtung Aufzug.

    Als sich die Tür geschlossen hatte, meinte er: „Professor Schmidt hat zugestimmt, die Dosis zu verringern. Auch sie kann sich die Überdosis nicht erklären. Doch zumindest erklärt sie Ihr großes Wachstum.“

    Ihr blieb nicht verborgen, dass er ihrem Blick auswich. Doch sie war zu sehr mit ihren eigenen widersprüchlichen Gefühlen beschäftigt, um den Mut zu fassen, dies anzusprechen. Laura war sich nicht sicher, ob ihr plötzliches Interesse an Sebastian nur darauf beruhte, dass er ihr am Freitag geholfen hatte oder an seinem Tod in ihrem luziden Traum.

    Jedenfalls sorgte sein Anblick jedes Mal für eine Mischung aus Zuneigung und Schuldgefühle für eine Tat, die es außerhalb ihres Traums nie gegeben hatte. Seine Nähe verunsicherte sie und gleichzeitig machte er die Erinnerungen an das Ereignis deutlich lebhafter.

    Als die Tür des Aufzugs sich öffnete, verließen sie ihn mit einem unangenehmen Schweigen. Sie gingen direkt zum Labor, dass Sebastian mit seinem Schlüssel öffnete. Als sie eintraten, stellte Laura fest, dass außer ihr und ihm niemand da war.

    „Wollen Sie sich schon einmal setzen, während ich die letzten Vorbereitungen treffe, Laura?“, fragte er freundlich.

    „Hast du dir schon Gedanken wegen der Party gemacht?“, rutschte es Laura heraus.

    Er schien mitten in der Bewegung zu stoppen und seine Antwort kam etwas zögernd: „Ich wollte Professor Schmidt fragen, was sie davon hält. Aber bisher hatte ich keine Möglichkeit.“

    Laura spürte für einen Moment ein Stechen in der Gegend ihres Herzens. Hatte sie sich seine Zuneigung gestern nur eingebildet?

    „Ich würde… mich wirklich sicherer fühlen.“, hauchte sie. „Schließlich ist nicht ausgeschlossen, dass ich eine Hungerattacke bekomme und danach wachse.“

    Er dauerte einen Moment ehe er antwortete: „Wenn Sie das so sagen, fühle ich mich ja schon schlecht, wenn ich ablehne. Allerdings glaube ich kaum, dass Ihre Mitbewohnerin damit einverstanden ist und auch die anderen Gäste würden sicherlich ein wenig irritiert sein.“

    „Also kommst du, Sebastian?“, fragte sie erwartungsvoll.

    „Wenn es Ihnen nur darum geht, Laura, nein. Ich wohne nicht sehr weit weg und kann schnell genug zu Ihnen kommen, sobald es die ersten Anzeichen einer Hungerattacke gibt.“

    Erneut spürte sie den stechenden Schmerz. Ihre verwirrenden Gefühle sorgten dafür, dass sie die leichte Enttäuschung in seiner Stimme nicht bemerkte. Er wandte sich von ihr ab und widmete sich den Vorbereitungen. Laura stand unschlüssig im Raum, während sie sich eingestehen musste, dass er Recht hatte. Aber sie war noch nicht bereit, die wahren Gründe zu nennen. Denn das hätte bedeutet, einzugestehen, dass sie Gefühle für Sebastian hatte.


    Montag: 13.04.20XX, 8:10

    Nach einer Weile hatte Laura sich hingesetzt und darauf gewartet, dass der junge Mann seine Vorbereitungen abschloss. Sie nutzte die Zeit, um sich zu beruhigen. Anschließend ging sie in Gedanken schon einmal das spätere Gespräch durch.

    Irgendwann trat er zu ihr und meinte mit sanfter Stimme: „Ich habe die Dosis des Mittels stark reduziert. Leider ist es notwendig, Ihnen weitere Spritzen zu geben, da wir die Therapie langsam absetzen müssen. Ansonsten kann es zu Nebenwirkungen kommen, die ihre Gesundheit gefährden könnten.“

    Laura nickte und erinnerte sich daran, dass Professor Schmidt Ihr davon bereits vor dem Versuch erzählt hatte. Als Sebastian mit der Spritze näherkam, spannte sie sich an. Auch heute roch er nach einem angenehmen Deo und seine Nähe zu ihr ließen die Bilder aus dem Traum in ihren Gedanken noch realistischer wirken.

    Sanft nahm er ihren rechten Arm und tastete diesen nach einer Ader ab. Die junge Frau erschauderte, während sie für einen Moment noch einmal durchlebte, wie er unter ihren wachsenden Brüsten zerquetscht wurde. Sie atmete einmal tief ein und ihre Busen drückten sich in die Schalen ihres BHs.

    „Sie brauchen keine Angst haben, Laura. Es wird alles gut.“, hörte sie ihn sanft sagen.

    Er wusste zum Glück nicht, warum dieser Moment für sie so unangenehm war. Ehe sie reagieren konnte, stach er mit der Spritze in ihre Haut und drückte eine weitere Dosis in ihre Adern. Ihre Blicke trafen sich und sie erinnerte sich an das ängstliche Gesicht, dass er in ihrem Traum gemacht hatte, als sie vor ihm gewachsen war.

    Für einen Moment erwartete sie fast, dass sie auch jetzt wachsen würde. Aber außer, dass sie leicht erregt wurde, passierte nichts.

    Er zog die Spritze wieder heraus und tupfte sofort das Blut weg. Als er die Wunde mit einem Pflaster abdecken wollte, stellte er fest, dass sie bereits verheilt war. Doch er sprach diesen Umstand nicht an und versorgte sie so, als wäre sie noch da, um die junge Frau nicht noch mehr zu verunsichern. Er hatte ja keine Ahnung, was für Gefühle sie gerade versuchte, in Schach zu halten.

    Immer wieder musterte Laura den Assistenten und ihr schienen jedes Mal neue Details an ihm aufzufallen, die ihr vorher verborgen geblieben waren. Er zog sie förmlich magisch an und es fiel ihr schwer, in seiner Anwesenheit einen klaren Gedanken zu fassen.

    Sie musste an Hannah denken und womöglich hatte ihre Mitbewohnerin recht. Es wurde Zeit, dass sie einen neuen Freund fand oder… Sie dachte den Gedanken nicht zu ende. Sebastian murmelte etwas vor sich hin, doch sie war zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ihn zuzuhören.

    Er entfernte sich von ihr und ging zurück zum Labortisch. Da er Notizen machte, bemerkte er nicht, wie sich Laura erhob und auf ihn zu ging. Sie richtete ihr blaues Kleid etwas und zupfte am Saum, ehe sie leise meinte: „Sebastian?“

    Er drehte sich fast schon erschrocken zu ihr um und erblickte sie. Da er saß, reichte sein Kopf nur bis zu ihrer Brust. „Laura?“

    „Wie viel größer werde ich denn noch?“

    „Nun… ich…“, stammelte er, doch eher er fortfahren konnte, öffnete sich die Türe zum Labor und Professor Schmidt kam hinein.

    Obwohl sie nichts Privates in dem Moment besprochen hatten, fühlten sich beide irgendwie ertappt. Sebastian schien als erstes seine Fassung wieder zu finden, da er meinte: „Guten Morgen, Professor. Wie war Ihr Termin?“, fragte Sebastian.

    Die Wissenschaftlerin lächelte und antwortete: „Guten Morgen. Er war so wie eigentlich immer eine reine Zeitverschwendung. Haben Sie das Mittel bereits Frau Weber verabreicht?“

    Er antwortete, während die Wissenschaftlerin auf Laura zu ging und ihre Hand freundlich schüttelte: „Ja. Wie besprochen habe ich die Dosis stark verringert. Ich frage mich aber wirklich, wie es zur Überdosis gekommen ist.“

    „Nun, wir gehen der Sache nach, Frau Weber. Bitte entschuldigen Sie die Umstände. Dieser Fehler ist unentschuldbar.“

    „Schon… okay.“, hauchte sie und versuchte zu lächeln. „Es ist ja nicht so, dass ich mich in eine Riesin verwandelt habe.“, fügte sie hinzu.

    Doch Sonja Schmidt war die Einzige, die über diese Aussage lächeln konnte. Sie antwortete sofort: „Ihr Wachstum sollte sich innerhalb der nächsten Wochen verringern und normalisieren. Dann wachsen Sie höchstens einen Millimeter pro Woche.“

    Zu Lauras eigenen Überraschung lösten diese Worte nicht nur Erleichterung aus. Zugleich war die jugne Frau irgendwie enttäuscht.

    „Wir sollten Sie sicherheitshalber noch einmal durchchecken, L… Frau Weber.“, meinte Sebastian plötzlich. Sie nickte und ließ sich von Professor Schmidt zum Stuhl führen.


    Montag: 13.04.20XX, 10:04

    Als Laura in das Büro eintrat, hörte sie sofort die Stimme von Professor Recken, der gerade telefonierte.

    „Ich würde vorschlagen, dass wir demnächst mit der nächsten Phase beginnen.“

    Er saß mit dem Rücken zu ihr und schien nicht mitzubekommen, dass sie nun anwesend war.

    „Genau. Die Analysen sind vielversprechend. Dennoch würde ich gerne noch einmal Ihre Einschätzung wissen. Was für ein Wachstum erwarten sie in der nächsten Phase?“

    Anscheinend telefonierte er mit einem Vertragspartner, der gerade expandierte. Ihr fielen direkt mehrere Projekte ein, die in Frage kamen. Da sie ihn nicht stören wollte, setzte sie sich auf ihren Platz.

    „Zweihundertprozent? Das ist gewaltig.“, meinte er mit überraschter Stimme.

    Das schränkte die Projektauswahl stark ein. Aber sie hatten zwei Firmen, die sich neuorientierten. Die neuen Sparten wuchsen in der Regel schnell, wodurch entweder neue Mitarbeiter eingestellt werden oder bestehende möglichst schnell umgeschult werden mussten.

    „Das hört sich gut an. Ich vertraue da auch auf Ihre Expertise Frau Schneider.“

    Laura schaltete ihren Dienstlaptop ein, ehe sie auf die Uhr blickte. Ihr blieb nicht einmal mehr eine Stunde Zeit, bis der Termin begann. Eilig begann sie die Vorbereitungen zu treffen. Als sie herausging, hörte sie den Professor sagen: „Ich werde mir die Informationen später in Ruhe anschauen. Aber das, was ich bereits herausgehört habe, übertrifft die Prognose. Wir sind also auf den richtigen Weg.“

    Sie schloss das Büro und ging in einen Besprechungsraum. Dort begann sie die Stühle zurechtzurücken und die Tische abzuwischen. Anschließend deckte sie den Tisch und kochte Kaffee. Von den letzten Meetings wusste sie bereits, dass der Kunde gerne überpünktlich kam.

    Während Sie darauf wartete, dass der Kaffee fertig war, hörte sie, wie die Tür geöffnet wurde. Im nächsten Moment betrat Professor Recken den Raum. Scheinbar war das Telefonat zu ende.

    „Guten Morgen, Professor. Ich entschuldige mich für meine Verspätung. Ich kümmere mich später um das Angebot, welches Sie mir gestern zugeschickt haben.“

    Er wollte ihr gerade scheinbar antworten, doch stattdessen blieb sein Mund einfach nur vor Erstaunen offenstehen. Sofort blickte sie nervös zu Boden und etwas schüchtern meinte sie: „Ich hatte dieses Wochenende einen weiteren Wachstumsschub. Ich hoffe, dass das Kleid nicht unpassend ist, aber viele meiner alten Kleider sind… zu klein.“

    Als sie wieder aufblickte, schien er sich genügend an ihren Anblick gewöhnt zu haben, um sagen zu können: „Sie… sehen gut aus.“

    Für einen kurzen Moment hatte sie das Gefühl, als würde alles um ihr herum kleiner werden, doch auch dieses Mal spielten ihre Gedanken ihr nur einen Streich. Die junge Frau unterdrückte ein Seufzen. So langsam hatte sie es das Gefühl, dass die Träume sie wahnsinnig machten.


    Dienstag, 14.04.20XX, 19:00

    Irgendwie hatte die junge Frau die ersten zwei Arbeitstage überstanden, obwohl ihre Gedanken immer wieder zurück zum Traum gewandert waren. Nun saß sie zusammen mit Hannah am Tisch und sie aßen einen Auflauf, den sie gemeinsam gekocht hatten. Plötzlich fragte die größere Frau: „Irgendwelche Fortschritte?“

    Für einen Moment blickte sie Laura vollkommen verwirrt an, ehe ihr klar wurde, worauf sie anspielte.

    „Da läuft nichts.“, hauchte sie nervös.

    „Ach komm schon, Laura. Ein Blinder würde bemerken, dass du total in ihn verschossen bist. Glaub mir, du hast gute Karten bei ihm.“

    Sofort wurde die junge Frau rot und sie wich den durchbohrenden Blick von Hannah aus. „Wirklich?“

    Sie hörte das belustigte Schnauben, ehe ihre Mitbewohnerin meinte: „Dein gewaltiges Wachstum trägt bereits die ersten Früchte. Ich meine schau dir doch mal deinen Vorbau an. Wenn du weiter so wächst, werden die Männer Schlange stehen, um dich flach zu legen.“

    Ihr fiel der Neid und Ärger in ihrer Stimme auf. Sie blickte auf ihre beiden Brüste, die schon immer groß gewesen waren. Doch da sie scheinbar proportional wuchs, wuchsen sie mit und erschienen dadurch natürlich größer, obwohl sie für Laura gleichgroß blieben. Sie merkte das lediglich an ihren BHs und anderen Klamotten.

    „Ist es so schlimm, dass ich etwas größer sein wollte?“, hauchte sie fast schon traurig.

    Hannah merkte in diesem Moment, dass sie sich vielleicht etwas im Ton vergriffen hatte. Deshalb war ihre Antwort sanft: „Nein, Laura. Überhaupt nicht. Ich kann nur nicht mitansehen, wie du nichts daraus machst. Schnapp dir diesen Sebastian und leg ihn flach.

    Sofort errötete Laura nur noch mehr und sie blickte Hannah verlegen an. Ihre Mitbewohnerin sprach fast so, als wüsste sie von der Erregung, die die junge Frau in Sebastians Nähe neuerdings spürte. Auch jetzt stieg die wohlige Wärme in ihr auf und ihre Gedanken drohten ziemlich versaut zu werden.

    „Ich weiß ganz genau, wie es dir geht, da ich Tim nun auch ewig nicht mehr gesehen habe. Aber er kommt ja bald vorbei.“

    Tim war der Freund von Hannah und Laura war wirklich gespannt, wie er auf ihre neue Größe reagieren würde. Doch sie wurde das Gefühl nicht los, dass Hannah etwas schroffer zu ihr wurde. Hatte sie etwa Angst, dass Laura genauso groß wie sie wurde? Doch warum?

    "Keine Angst kleiner Mann, ich werde versuchen dich mit meinem langen Fingernägeln nicht aufzuschlitzen"

    Das ist irgendwie der erste Satz, der mir dabei einfällt :D

    Wieder eine sehr gelungene Collage von dir. Danke fürs Teilen. Die beiden Damen sind sehr hübsch, das wertet das Bild natürlich noch einmal auf.

    Deine Bilder zeigen, dass auch Mini GTS interessant ist. Sie haben schon einen Stärkevorteil, sind aber nicht gleich der Staatsfeind Nr. 1.

    Mir gefällt auch der Gesichtsausdruck der Gesichtsausdruck der kleinen Lady. Irgendwie erinnert sie mich an einen meiner Charaktere aus einer meiner vielen Geschichten. Es kann aber auch gut sein, dass es eine war, die nichts mit GTS zu tun hat.

    Mal wieder ein klasse Bild von dir. So eine freundliche Riesin hat schon etwas. Irgendwie hätte ich mal Lust auf eine Geschichte, in der eine Riesin perfekt sozial integriert ist und es nicht am Ende zu Krieg, Angst und Zerstörung kommt xD

    Einen Entwurf gibt es sogar in meinem Archiv mit verstaubten Ideen :D

    Du hast mit dem ersten Satz im Grunde IMakeThemGrowBigs Vornamen "gespoilert". Das solltest du vielleicht ändern.

    Das weiß man aber eigentlich erst, wenn man das Kapitel liest. Es könnt ja genauso gut ein neuer Charakter sein.

    Mir kam übrigens eine Idee für die Geschichte die du vielleicht einbauen kannst (ja jetzt greife ich doch in ihre "Integrität ein ^^ bzw. schlage etwas vor) Laura klappt ihren Laptop lediglich zu. Scheinbar auf der GTS-Fetischwebsite. Was wenn Laura das Zuklappen mal vergisst und Hannah es sieht. Angesichts ihrer Körpergröße könnte dies durchaus Konfliktpotenzial bergen.

    Das klingt nach einer guten Idee. Ich schaue mal, ob ich das so oder so ähnlich einbaue :)

    Jetzt wissen wir also um Lauras Vergangenheit. Wenn man so will hat sie schon einmal Jemanden zerquetscht. Obendrein ihre eigene Familie.

    Genau genommen sind sie während der Explosion gestorben und die wäre nicht passiert, wenn das Wasser nicht plötzlich stark erhitzt worden wäre. Sie gibt sich nur die Schuld für den Tod. Eigentlich kann sie nicht einmal etwas dafür.Denn das wäre auch bei jedem anderen Gewebe passiert. Nur betrachtet sie die Situation natürlich anders.

    Es freut mich, dass die Geschichte bei dir so gut ankommt. Ich glaube die Spannung kommt daher, dass man nie weiß, wann Laura als nächstes wächst, wie die Personen darauf reagieren usw. Zudem lernt man die Charaktere kennen, bevor ihnen etwas passiert. Man ist dabei, wie Laura wächst und bemerkt, wie sie sich Stück für Stück verändert. Sei es durch Träume, aber auch durch Dialoge und Zufälle.

    Mir persönlich liegt das hier wohl einfach mehr. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass es zukünftig noch mehr Geschichten gibt, die den Fokus verändern. Tatsächlich schreibe ich diese Geschichte mit dem Hintergedanken, dass sie auch jemand liest, der den Fetisch nicht hat.

    Laura ist euch noch zu nett? Keine Sorge, Jonas macht das schon ;)


    Kapitel 9: Kein normaler Sonntag

    Sonntag: 12.04.20XX, 8:00

    Der Wecker riss Laura aus ihrem Traum. Sie starrte entsetzt an die Decke und versuchte sich zu beruhigen. Ihr Herz raste und sie spürte ihr Nachthemd an ihrer verschwitzten Haut kleben. Erschöpft stellte sie den Wecker aus, ehe sie sich langsam aufsetzte.

    Sie legte ihr Gesicht in ihre Hände und versuchte die Bilder und Worte aus ihrem Kopf zu vertreiben. Es machte ihr zunehmend mehr Angst, dass sie solche Träume hatte und vor allem was sie mit ihr machten.

    Immer häufiger erwischte sie sich dabei, wie sie ernsthaft damit sympathisierte eine Riesin zu sein. Es war fast so, als würde die unglaubliche Macht sie korrumpierte, die sie jedes Mal in den Träumen verspürte.

    Ihr Smartphone vibrierte und als sie auf das Display blickte, erkannte sie den Namen „Sebastian Paffen.“

    Sie öffnete die Nachricht und las: „Guten Morgen, Frau Weber. Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass ich die Daten analysiert habe. Wenn Sie mehr wissen wollen, kontaktieren Sie mich doch bitte.“

    Sie zögerte keinen Moment und atmete einmal tief durch. Dann rief sie den Wissenschaftler an.

    Als er annahm, sagte sie sofort: „Guten Morgen Herr Paffen.“

    „Hallo. Das ging schneller, als ich erwartet hätte. Ich fürchte nur, dass sie kaum etwas verstehen werden, wenn ich Ihnen davon am Telefon berichte und es… naja es wäre zu viel verlangt, wenn Sie heute extra zum Labor kämen.“

    Laura musste daran denken, was mit ihm in ihrem Traum passiert war. Für einen Moment spürte sie noch einmal, wie er unter ihrem wachsenden Körper einfach zerdrückt wurde. Die junge Frau fühlte sich schuldig, obwohl ihm nichts passiert war. Zudem erinnerte sie sich daran, wie er ihr Gesicht am Freitag bewahrt hatte.

    Deshalb meinte sie: „Warum kommen Sie… nicht zu mir?“ Sie errötete und meinte eilig: „Ich schulde Ihnen… sowieso noch… etwas für Freitag.“

    Es fiel ihr schwer, ruhig zu bleiben, da ihre Erregung noch immer nicht ganz verschwunden war.

    „Wenn es Ihnen keine Umstände bereitet, würde ich das Angebot annehmen.“, sagte Sebastian freundlich.

    Lauras Haut prickelte bei diesen Worten und sie antwortete: „Nein… überhaupt nicht.“

    „Ich kann in zehn Minuten bei Ihnen sein.“

    Als die junge Frau realisierte, was er da sagte, stockte ihr der Atem. Ihre Haare waren zerzaust und sie roch nach Schweiß.

    „Ähm… warum kommen sie nicht um… neun?“

    Eigentlich hatte sie zehn Uhr sagen wollen, aber irgendwie wollte sie auch, dass er möglichst schnell vorbeikam. Denn das Gefühl, wie er sich in eine blutige Masse verwandelte, wollte einfach nicht aus ihrem Kopf.

    „In Ordnung. Dann bis gleich, Frau Weber.“

    „Bis gleich.“, hauchte sie und als er aufgelegt hatte, seufzte sie. Noch einmal blickte sie in Gedanken hinab zu der winzigen Professorin und sofort breitete sich ein wohliges Gefühl der Macht in ihren Körper aus.

    „Oh… mein… Gott…“, hauchte sie, während die wohligen Schauer durch ihren Körper wanderten.


    Sonntag: 12.04.20XX, 8:58

    Sebastian klingelte an der Haustüre. Kurze Zeit später hörte er das Geräusch, dass die Haustür offen war. Er trat in das Mehrfamilienhaus und ging die Treppe in den ersten Stock hinauf. In der Wohnungstür stand eine junge Frau, die ihn überragte. Für einen kurzen Moment erwartete er Laura, doch dann erblickte er ein ihm unbekanntes Gesicht mit eisblauen Augen.

    „Guten Morgen. Ist Frau Weber da?“, fragte er freundlich.

    Die große Frau schien ihn kurz zu mustern, ehe sie sich umdrehte und in die Wohnung ruf: „Laura, du hast Besuch.“

    „Sollten Sie nicht fragen, wer ich bin, bevor Sie die Tür öffnen?“

    Die Frau drehte sich zu ihm und zuckte mit den Achseln. „Das hätte ja der Postbote sein können.“

    „An einem Sonntag?“, fragte Sebastian mit hochgezogener Augenbraue.

    „Es ist sind Semesterferien. Da weiß man doch nicht, welcher Tag ist.“

    Bevor er etwas entgegnen konnte, tauchte Laura in der Tür auf, die neben der großen Frau direkt noch einmal kleiner wirkte als sie war.

    „Guten Morgen, Herr Paffen. Das ist meine Mitbewohnerin Hannah.“

    „Ah… Sie gehören zu der verrückten Professorin?“

    „Hannah!“, hörte er Laura etwas aufgebracht sagen. Doch Hannah schien das Interesse verloren zu haben und verschwand in der Wohnung.

    „Bitte beachten Sie meine Mitbewohnerin nicht. Sie mag Ärzte nicht besonders.“, meinte Laura mit leicht geröteten Wangen.

    Sebastian lächelte und kam nicht drumherum, dass die junge Frau auch heute wieder gut gekleidet war. Sie trug eine rote Bluse, die einen kleinen Ausschnitt hatte. Ein silberner Anhänger hing an ihrem Hals und baumelte über den kleinen Spalt zwischen ihren Busen.

    Zudem trug sie einen schwarzen Minirock, der ihre etwas längeren Beine zur Geltung brachte. Wenn sie eine Strumpfhose trug, war diese so durchsichtig, dass es wirkte, als wären ihre Beine nackt. Lediglich ihre Pantoffeln, die aussahen wie Katzenpfoten, passten nicht wirklich zu dem sonst so schicken Aussehen.

    Gleichzeitig schien sie ihn ebenfalls zu Mustern. Auch er hatte die Zeit genutzt und sich umgezogen. Er trug nun ein weißes Hemd und eine dunkle Hose und seine weißen Sneaker, die er aber auszog, als er in die Wohnung trat. Er entschied sich seine weißen Socken anzubehalten.

    Laura führte ihn danach wortlos in die Küche. Er bemerkte, dass der kleine Tisch bereits mit zwei Kaffeetassen gedeckt war und er entdeckte ein paar Kekse auf einem Teller in der Mitte.

    „Setzen Sie sich doch.“, meinte Laura, während sie eine dampfende Kaffeekanne ergriff und ihm diesen eingoss.

    „Möchten Sie Zucker oder Milch?“, fragte sie.

    „Ich hätte gerne Milch.“, antwortete er, während er sich setzte.

    Sie nahm aus dem Kühlschrank eine Tüte Milch und füllte diese in ein kleines Kännchen. Anschließend stellte sie dieses vor ihm ab und meinte: „Bitteschön.“

    Sie schüttete sich selbst etwas Kaffee ein und nahm dazu etwas Milch, nachdem er sich selbst bedient hatte.

    „Danke.“, meinte er und sah sich in der aufgeräumten und sauberen Küche um. Er selbst war längst nicht so ordentlich und sauber.

    „Sie… Sie wollten mit mir… über die Ergebnisse reden?“, hörte er Laura zögernd fragen.

    Er erschauderte leicht beim Klang ihrer Stimme und sofort spannte er sich ein wenig an. „Genau.“, antwortete er.

    Er nahm einen Schluck von dem heißen Kaffee, eher anfing zu erzählen: „Ich habe gestern die Daten analysiert, die ich während Ihrem Wachstum aufgezeichnet habe. Mir war schon damals ein erhöhter Wachstumshormonspiegel aufgefallen.

    Doch nun ist mir aufgefallen, dass sich die Zahl der Wachstumshormone schubweise erhöht hat. Parallel dazu hat sich ihre Körpertemperatur ebenfalls leicht erhöht. Das deckt sich mit Ihrer Erzählung von Hitzewellen.“

    Er sah, wie Laura zitternd die Tasse umklammerte, während Sie ihm gebannt zuhörte. „Es wirkt fast so, als würde die Nahrung, die Sie während Ihren Hungerattacken zu sich nehmen, in Energie umgewandelt, die den Prozess in Gang bringt, der anschließend stufenweise abläuft. Es erinnert fast an eine exotherme Reaktion, die langsam in Schwung gerät und nach und nach zunimmt.“

    „Was… was ist exotherm?“

    „Eine chemische Reaktion, bei der Energie in Form von Wärme freigesetzt wird. Das bedeutet, dass sie mehr Energie abgibt, als benötigt wird, um sie in Gang zu setzen. Es kann natürlich auch sein, dass ein Teil der Energie bei der Verdauung einfach nur in Wärme umgewandelt wird.“

    Sie blickte ihn verwirrt an und seufzte. Scheinbar war ihr letzter Chemieunterricht eine Weile her. Er entschied sich nicht weiter darauf einzugehen: „Jedenfalls habe ich auch Ihre Blutwerte analysiert und dabei festgestellt, dass Sie scheinbar eine Überdosis des Mittels verabreicht bekommen haben.“

    Er entspannte sich ein wenig und doch fragte er sich, wann es wohl dazu gekommen war. Schließlich war sich der junge Mann ziemlich sicher, dass er die Dosis des Mittels am Montag bereits eigenwillig verringert hatte.

    Tatsächlich fragte er sich, warum er nicht eher darauf gekommen war. Bisher hatten Sie die Blutproben zu den falschen Zeitpunkten genommen, weshalb es nicht weiteraufgefallen war.

    „Eine Überdosis? Aber wie…?“, hörte er Laura fragen.

    Er blickte die junge Frau an, die noch immer ängstlich wirkte. Er lächelte und meinte: „Das sind in gewisser Weise gute Neuigkeiten. Ich habe jetzt eine Erklärung für Ihr gewaltiges Wachstum und zusammen mit Professor Schmidt kann ich dagegen steuern.“

    Ihr war die Erleichterung deutlich anzusehen und ihrem Mund entglitt: „Das… das hört sich gut an.“

    Doch in der Stimme schwamm ihre Unsicherheit. „Aber… wie ist das… möglich?“

    „Ich vermute, dass es menschliches Versagen war und bitte dies zu entschuldigen.“, meinte Sebastian, der sich nicht einmal ansatzweise im Klaren war, wie falsch seine Interpretation der Daten war. Doch auch er war ein Analytiker, der nach einer logischen Ursache suchte.

    Und so versprühte er eine falsche Sicherheit, die er noch bereuen sollte. Plötzlich erschienen die Bilder einer riesigen Laura wieder wie Hirngespinste und doch nahm sich der Mann vor, die Dosis zur Not weiter eigenwillig stark zu reduzieren.

    „Es gibt da etwas,… dass ich Ihnen noch sagen wollte.“, hauchte Laura, die ihn mit plötzlich ernster Miene ansah.

    Er merkte, wie sie unruhig auf ihrem Stuhl herumrutschte. „Ich hatte…“, setzte sie an und schüttelte dann doch den Kopf.

    Verwirrt betrachtete er sie und fragte: „Alles in Ordnung… Frau Weber?“

    Er bemerkte, dass sich ihr Brustkorb etwas schneller hob und senkte und schloss daraus, dass sie eine erhöhte Atemfrequenz hatte.

    „Ja…“, hauchte sie mit unsicherer Stimme. „Sie wollten doch… etwas über meine Vergangenheit erfahren?“

    Sofort blickte er sie gebannt an und meinte: „Ja.“

    Er hatte davon abgesehen, sie am Freitag weiter auszufragen, da ihr Wachstum sie schockiert hatte und er ihr etwas Ruhe gönnen wollte.

    Noch einmal bewegte sie sich unruhig auf ihren Stuhl, ehe sie anfing leise und mit trauriger Stimme zu erzählen: „Meine Mutter und mein Vater waren wundervolle Menschen. Sie wollten mit ihrer Forschung die Welt zu einem besseren Ort machen.

    Ich war noch zu klein, um groß etwas von dem zu verstehen, was mir mein Vater damals erklärte. Doch ich las später, dass sie kurz vor einem wegweisenden Durchbruch standen. Sie entnahmen von den Probanden mehrere Gewebeproben, um mit diesen Versuche durchzuführen.

    Die Idee dahinter war anscheinend, das Gewebe mittels Zellmanipulation zu verändern. Die Forschung stand noch am Anfang, aber meine Eltern hatten die Vision ganze Organe oder Körperteile so zu züchten.“

    Gebannt starrte er auf Lauras Lippen, auf denen sich roter Lippenstift befand. Er merkte gar nicht, wie viel Anstrengung es sie kostete, darüber zu sprechen.

    Traurig fuhr sie fort: „Doch eines Tages geriet alles außer Kontrolle. Ein einziger Parameter war wohl falsch angegeben worden und plötzlich begann eine unkontrollierbare Zellteilung. Die Maschine überhitzte und das Wasser, in dem sich das Gewebe befand, soll wohl eine Explosion verursacht haben.“

    Sie machte eine kurze Pause und meinte dann: „Es war mein… Gewebe, dass… meine Familie tötete.“

    Er starrte sie fassungslos an und wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er folgte einem inneren Instinkt und stand auf, als er bemerkte, dass sie weinte. Im nächsten Moment kniete er sich neben sie auf den Boden und umarmte die junge Frau. Er konnte spüren, wie sie bei der zärtlichen Berührung erzitterte. Er hörte ihr Schluchzen, während sie stammelte: „Ich… ich kann mir… einfach nicht vergeben.“

    „Es ist nicht deine Schuld.“, sagte er sanft und vergaß dabei sogar die Höflichkeitsformel.

    Sie verharrten mehr als eine Minute so und sie bemerkten nicht, dass Hannah sie dabei sah. Irgendwann wurde Sebastian sich bewusst, dass er mehr als nur eine Grenze überschritten hatte. Eilig löste er sich von der jungen Frau, die ihn mit geröteten Augen erblickte.

    „Es… es tut mir leid, Frau Weber.“

    Sie schüttelte den Kopf und versuchte zu lächeln. „Das muss es nicht und…“, ihre Wangen röteten sich leicht als sie fortfuhr: „Sie können mich Laura nennen.“

    „Das… das ist…“, stammelte er verlegen und wollte eigentlich sagen, dass das nicht richtig war. Doch es ließ sich nicht abstreiten, dass er Gefühle für Laura entwickelt hatte. Auch deshalb hatte er vermutlich die falsche Schlussfolgerung gezogen.

    Er sammelte sich kurz, ehe er meinte: „Sie… können mich Sebastian nennen.“

    Ihm war die Situation noch immer unangenehm und er blickte auf die Uhr. „Oh… ich sollte jetzt aber wirklich gehen. Es tut mir leid, dass Sie… das… durchmachen mussten.“

    Nun lächelte sie wirklich und meinte: „Sehe es als Wiedergutmachung.“

    „Aber das am Freitag war doch selbstverständlich.“, antwortete er sofort. Er deutete ihr Kopfschütteln falsch und seufzte leicht. Er hatte ja keine Ahnung, was die junge Frau diese Nacht geträumt hatte.

    „Nun… äh ich muss jetzt… wirklich los.“

    „Danke… Sebastian.“, hauchte Laura ehrlich und begleitete ihn zur Tür. „Warum… kommst du nicht zu unserer Hausparty in drei Wochen? Ich… ich würde mich sicherer fühlen, wenn du… da wärst.“

    Sein Herz machte einen Satz und erst jetzt fiel ihm auf, dass sie bereits bei du war. „Ich… ich muss schauen, ob ich da kann.“

    Er sah ihren enttäuschten Blick. Doch er konnte schlecht seinen Gefühlen folgen. Schließlich war Laura eine Probandin und er musste auch weiterhin professionell mit ihr umgehen.

    „Bis bald.“, meinte er und lief dann die Treppe herunter.

    Laura starrte ihm hinterher. Es wirkte so, als würde er kleiner werden. Sofort tauchten die Bilder aus ihren Träumen wieder auf.

    „Läuft da was?“, fragte ihre Mitbewohnerin neugierig und riss damit Laura aus ihren Gedanken. Als sie sich zu ihr wandte, war die Hitze bereits wieder in ihr Gesicht gestiegen. Sie antwortete verlegen: „Nein… ich wollte mich nur… für etwas revanchieren.“

    „Wenn du meinst.“, sagte Hannah und ging zurück in ihr Zimmer. Sie bemerkte deshalb nicht, dass ihre immer größer werdende Mitbewohnerin seufzte. Denn die Bilder des Traums hatten erneut eine Welle der Erregung in ihr ausgelöst und die Trauer um ihre Vergangenheit davongespült.


    Sonntag: 12.04.20XX, 21:12

    Eigentlich hatte Laura nur ihre Emails überprüfen wollen. Doch als sie ihren Laptop aufgeklappt hatte, fand sie sich direkt wieder im Forum wieder. Sie erblickte eine neue Nachricht von IMakeThemGrowBig und öffnete diese.

    „Hi Laura. Tut mir leid, das war doch nicht so gemeint. Ich kann verstehen, dass es am Anfang etwas unangenehm sein kann und man fühlt sich schlecht. Also wenn du jemanden zum Reden brauchst, dann melde dich.“

    Sie starrte auf den Text und fragte sich, wie sie darauf reagieren sollte. Nach ihrer Konversation gestern hatte sie eigentlich nur wenig Lust, sich dem Autor anzuvertrauen. Aber gleichzeitig hatte sie auch niemand anderen, mit dem sie sich über ihre Träume unterhalten konnte. Denn sie wollte gar nicht wissen, wie Leute reagierten, wenn sie herausfanden, dass sie danach erregt aufwachte.

    Also fing sie an zu schreiben: „Hallo, mir tut es auch leid. Ich habe gestern überreagiert. Würdest du mir deinen Namen verraten? Es ist etwas seltsam dich die ganze Zeit IMakeThemGrowBig zu nennen.“

    Zu ihrer Verwunderung reagierte er sofort. War er etwa ein Dauergast im Forum?

    „Hi Laura, ich heiße Jonas. Ich nehme an, dass du auch außerhalb des Internets Laura heißt?“

    „Ja, Ich wusste ja nicht, dass hier jeder so… komische Namen hat. Gefühlt hat jeder ein Giant oder Tiny im Namen.“

    „Das ist hier normal. Damit zeigt man direkt, ob man auf riesige Frauen steht oder doch lieber geschrumpft wird.“

    „Ich verstehe… doch was findest du denn an riesigen Frauen so faszinierend?“

    „Mir gefällt es einfach, wenn ich und alle anderen einer riesigen Frau schutzlos ausgeliefert sind. Ich selbst habe zwar kein großes Interesse daran zertreten oder irgendwie sonst zerquetscht zu werden, aber ich finde die Perspektive aus Sicht der Frau irgendwie ziemlich geil.“

    „Also würde es dir auch gefallen, wenn es in echt passieren würde? Selbst wenn Menschen dabei sterben?“

    „Es wird niemals passieren. Also keine Ahnung, ich habe mir darüber nie so wirklich Gedanken gemacht.“

    Zuerst wollte Laura ihn darauf ansprechen, dass er ihrer Frage auswich. Denn er hatte sich bestimmt schon einmal Gedanken gemacht, was wäre, wenn er in echt eine Frau riesig wäre. Doch dann schrieb sie: „Ich hatte letzte Nacht erneut einen Traum. Ich bin gewachsen und jemand ist unter meinem wachsenden Körper zerdrückt wurden. Am Ende war ich größer als ein sechsstöckiges Gebäude und habe auf eine winzige Person heruntergeblickt.“

    „Wie hat es sich angefühlt?“

    „Es war schrecklich, da es sich so real anfühlte und doch auf seltsame Weise erregend. Immer wenn ich mich daran zurückerinnere, erregt es mich und das macht mir Angst.“

    Auch in diesem Moment reagierte ihr Körper auf ihre Erzählung und sie erinnerte sich an den Anblick auf Professor Schmidt, die im Vergleich zu ihrem riesigen Körper winzig gewesen war.

    „Es ist vollkommen normal, dass man am Anfang diese Gefühle nicht wahrhaben möchte. Aber du wirst dich noch daran gewöhnen und glaub mir, viele beneiden dich für diese Träume. Ich finde, dass du da ganz entspannt mit umgehen kannst. Du hast ja nicht wirklich jemanden getötet. Es war nur ein Traum.“

    „Es fühlte sich aber nicht wie ein Traum an, sondern absolut real.“

    „Am liebsten würde ich jetzt mit einem Zitat aus Inception antworten. In meinen Augen machst du dir da echt zu viele Gedanken.“

    „Findest du?“, sie spreizte ihre Beine leicht und atmete tief ein und aus, um das Feuer in ihrem Inneren zu regulieren.

    „Ja. Genieße es einfach. Es wird dir gefallen, vertrau mir.“

    „Ich weiß nicht.“, tippte sie, während seine Worte das Feuer der Leidenschaft nur noch weiter entfachten.

    „Vertrau mir Laura. Ich weiß, wovon ich spreche. Wenn ich allein bedenke, dass du hier bist, meine Geschichten liest und so mit mir schreibst, dann weiß ich, dass du absolut darauf stehst. Ehrlich gesagt, bin ich echt neidisch, dass du solche Träume hast. Allein die Vorstellung ist ziemlich geil.“

    „Ich versuche es. Ich muss jetzt aber ins Bett. Danke für das Gespräch und gute Nacht Jonas.“, schrieb sie und klappte dann den Laptop zu.

    Ihre Atmung ging noch immer schneller und ihr Herz raste. Sie war aufgewühlt und erregt zugleich. Die Worte von Jonas würde sie so schnell nicht vergessen. Es entsetzte sie noch immer, dass sie so auf die verstörenden Bilder reagierte. Jedoch begann ihr innerer Widerstand zu bröckeln. Jonas würde seine Worte noch bitter bereuen.

    Kommt es mir nur so vor oder hat sich die Riesin in ein Zombie verwandelt? Sie sieht auf jeden Fall so aus, als wäre sie neben der Spur. Vielleicht hat sie aber auch nur riesigen Hunger.

    Fehler sind korrigier, danke :)

    Es freut mich, dass auch das Kapitel so gut ankommt und gerade der letzte Abschnitt so aufgenommen wird, wie ich mir das erhofft habe :D

    Und ja den kleinen Seitenhieb bezüglich so mancher User konnte ich mir nicht verkneifen :)

    Um euch nicht zu lange auf die Folter zu spannen gibt es heute schon das Wort zum Sonntag! Es wird groß... artig ;)

    Kapitel 8: Außer Kontrolle?!

    Freitag: 10.04.20XX, 16:05

    Die Ereignisse nach ihrer insgesamt dritten Hungerattacke hatten sich ein bisschen Überschlagen. Sebastian hatte es irgendwie geschafft, ihren gewaltigen Hunger der Bedienung zu erklären. Gleichzeitig hatte er alles bezahlt, während die junge Frau noch immer wie aufgelöst am Tisch gesessen hatte.

    Danach hatte er darauf bestanden, dass Laura mit ins Labor kommt, damit sie dort ihren nächsten Wachstumsschub beobachten konnten. Die junge Frau hatte keine andere Wahl gehabt als einzuwilligen. Erst danach schien sie sich von dem Schock langsam zu erholen.

    So kam es, dass sie sich nun auf einen Arztstuhl wiederfand, den sie bisher lediglich von Zahnarzt kannte. An ihrem rechten Arm wurde über einer Manchette der Puls gemessen. Zudem hatte Sebastian noch weitere Geräte angeschlossen, von denen die junge Frau aber nur wenig verstand.

    „Wie geht es Ihnen?“, hörte sie Sebastian fragen, während er die Blässe in ihrem Gesicht bemerkte.

    Sie schluckte und blickte zu dem jungen Mann, dessen Alter sie auf Anfang 30 schätzte. Die Geräte zeigten, dass sie einen leicht erhöhten Puls hatte. Ansonsten schien alles in Ordnung zu sein.

    „Ich weiß es nicht.“, hauchte sie ehrlich, während sie sich gefühlt zum hundertsten Mal die Frage stellte, wie viel sie wohl dieses Mal wachsen würde.

    Für einen Moment sah es so aus, als würde Sebastian etwas antworten wollen, doch dann blickte er überrascht auf die Monitore. Im nächsten Moment spürte Laura die erste Hitzewelle, die ihr Wachstum ankündigte.

    Ihre Haut begann zu kribbeln und jucken. Gleichzeitig beschleunigte sich ihre Atmung und sie hatte das Gefühl, als würde sich ihr Bauch dieses Mal vor Angst zusammenziehen. Langsam begann ihr Körper zu wachsen. Wieder war das Wachstum so klein, dass es mit dem bloßen Auge nicht zu sehen war.

    Weitere Hitzewellen wanderten durch ihren Körper und mit jeder wurde ihr Wachstum schneller. Ihr gesamter Körper wurde wärmer und langsam begann die Angst zu verschwinden. Gleichzeitig schienen sich ihre angespannten Muskeln zu entspannen.

    Sie hörte aus der Ferne das Piepen eines Gerätes. Doch schon bald wurde es von dem Rauschen in ihren Ohren übertönt. Zudem hörte sie das laute Klopfen ihres Herzens. Die wohligen Gefühle wurden intensiver und Laura meinte zu spüren, wie ihre Brüste sich bei jedem Atemzug etwas mehr in ihren BH pressten. Sie war bereits einen Zentimeter gewachsen und die Gefühle wurden immer noch intensiver.

    Das Prickeln wanderte weiter über ihren Körper. Es kostete sie große Anstrengung nicht über die Stellen zu reiben. Sie blickte zu Sebastian, der immer wieder den Blick von den Monitoren zu ihr abwandte. Er wurde dabei immer angespannter.

    Er bekam nichts mit von der angenehmen Wärme, die dafür sorgte, dass Laura entspannt blieb. Mittlerweile war sie drei Zentimeter gewachsen und tatsächlich fühlte sich jetzt ihre Bluse etwas enger an. Ihr Rock hingegen war dehnbar genug, sodass sie dort nicht das Gefühl hatte, als wäre er ihr zu eng. Er war nur jetzt kürzer, da ihre Beine bereits 1,5 cm länger geworden waren.

    Während sie weiter wuchs, begannen auch ihre Schuhe etwas eng zu werden. Doch bevor es zu schmerzhaft wurde, begann die wohlige Hitze zu verschwinden und ihr Wachstum stoppte.


    Freitag: 10.04.20XX, 16:18

    “1,65 m”, hauchte Sebastian fast schon entsetzt. „Dabei habe ich die Dosis des Mittels stark reduziert.“, murmelte er so leise, dass Laura ihn nicht verstand.

    „Ist alles in Ordnung?“, fragte sie nervös, während sie ein ungutes Gefühl beschlich.

    Als sie ihn genauer musterte, fiel auch ihr auf, dass sie ein gutes Stück größer war. Er war nun nicht mehr einen halben Kopf größer als sie und ihre Augen waren nun etwa auf der Höhe seines Mundes oder doch der Nase? Sie war sich nicht sicher, da Sebastians Haltung in diesem Moment nicht besonders aufrecht war.

    Sie hörte ihn seufzen und er meinte: „Sie sind mehr gewachsen, als ich erwartet hätte. Es scheint so, als wäre meine Prognose schon wieder falsch gewesen. Ich hoffe, dass sich das mit den eben erfassten Daten ändert.“

    „O… okay.“, hauchte sie. „Wie groß werde ich denn Ihrer Meinung nach?“

    Er antwortete nicht, doch in ihren beiden Köpfen waren in diesem Moment ähnliche Bilder. Laura erinnerte sich an ihre Träume und sah sich selbst als dreißig Meter große Frau durch die Straßen gehen.

    Sebastian hingegen sah sie noch einmal doppelt so groß vor ihm in den Himmel ragen. Der Anblick raubte ihm die Stimme und er fühlte sich absolut machtlos.

    Die junge Frau schaffte es als erstes, sich von dem Anblick loszureißen. Sofort verschwand das Gefühl der Macht und zurück blieb die Angst vor einer solchen Größe. Doch erneut blieb ihr nicht verborgen, dass die Bilder längst nicht die Gefühle auslösten, die sie erwartet hätte. Genau dieser Umstand machte ihr am meisten Angst.


    Samstag 11.04.20XX, 20:22

    Laura saß in einem T-Shirt und Jogginghose vor ihrem Laptop. Sie wollte gerade eine neue Geschichte lesen, als sie plötzlich eine Nachricht bekam.

    „Hi, Laura. Wie war dein Tag?“

    Sie las den Namen „IMakeThemGrowBig“ und erstarrte. Er schien ein ziemlich guter Schreiber zu sein, der von wachsenden Frauen in seinen Geschichten schrieb. Erst heute hatte sie sich angemeldet, um weitere seiner Geschichten zu lesen, die aber nur für Benutzer zur Verfügung standen.

    „Hi. Mein Tag war ganz gut und wie war deiner?“

    Kurze Zeit später antwortete er: „Meiner war genial. Ich hatte gerade eine neue Idee für eine Geschichte.“

    Laura saß dort und fragte sich, was er wohl von ihr wollte. Bereits in der kurzen Zeit, in der sie einen Benutzer mit den Namen Laura hatte, waren mehrere Nachrichten bei ihr angekommen. Die meisten hatten sie entweder erröten lassen oder aber sie war ein wenig erschrocken darüber, dass man so etwas verlangen konnte.

    Ihr erster Eindruck hatte sie bestätigt und tatsächlich war dies eine Welt, die sehr seltsam wirkte. Aber mittlerweile hatte sie sich genug mit dem Thema Makrophilie auseinandergesetzt, um zu wissen, wie sie all das einzuordnen hatte, was sie hier las.

    Viel mehr erschreckte es sie, dass sie mittlerweile vollkommen eingenommen von den vielen Geschichten war. Lag es womöglich an den Träumen, die sie gehabt hatte? Sie wusste es nicht so genau.

    Ohne groß nachzudenken, begann sie zu tippen: „Willst du auch, dass ich dich verschlucke oder unter meinen Füßen zerquetsche?“

    Es dauerte einen Moment, ehe sie als Antwort bekam: „Ich schätze mal, du wurdest bereits mit solchen Anfragen bombardiert. Aber du hast recht. Ich würde dich gerne näher kennenlernen. Mich interessiert, warum du hier bist. Warum hast du den Fetisch? Wie stehst du zu crush, growing, insertion, vore und all den spannenden Themen rund um riesige Frauen?“

    Sie starrte auf seine Fragen und wusste nicht, wie sie darauf antworten sollte. In diesem Moment bereute sie es, dass sie sich angemeldet hatte. Auf der anderen Seite war es auf bizarre Art und Weise faszinierend, dass Männer sich riesige Frauen vorstellten und das erregend fanden.

    Sie wusste, wie es war klein zu sein. Vielleicht nicht so klein, wie man sich fühlte, wenn man einer 20 Meter großen Frau gegenübersah. Zudem fragte sie sich, warum sie das Thema so sehr beschäftigte. Natürlich war sie viel gewachsen, aber mit ihren 1,65 m war sie immer noch klein. Professor Schmidt hatte ihr noch einmal versichert, dass alles in Ordnung war. Selbst die beängstigenden Worte von Sebastian hatte sie heruntergespielt. Doch es blieben ein paar Restzweifel und Laura wollte für alle Fälle vorbereitet sein.

    „Bist du noch da, Laura? Falls das etwas viel auf einmal war, tut das mir leid. Ich schreibe nur gerne mit Frauen über das Thema, um neue Inspirationen und Einblicke zu bekommen.“

    „Tut mir leid. Ich weiß ehrlich gesagt selbst nicht, wie ich zu dem Thema stehe. Eigentlich bin ich nur hier, weil ich in letzter Zeit zwei seltsame Träume hatte.“

    „Inwiefern seltsam?“

    Plötzlich bekam das Gespräch eine neue Dynamik und die Worte, die sie bisher nie jemanden anvertraut hatte, sprudelten aus ihr heraus. Vielleicht war es die gefühlte Anonymität, die ihr das Internet versprach oder aber etwas ganz anderes.

    „Ich habe davon geträumt eine Riesin zu sein. Und ich habe Angst davor, wirklich eine zu werden.“

    „Warum hast du Angst davor? Also ich weiß doch auch, dass das unmöglich ist.“

    „Ich nehme aktuell an einem Versuch teil und bin in den letzten drei Wochen insgesamt neun Zentimeter gewachsen. Bisher bin ich jede Woche mehr gewachsen.“

    „Haha… du solltest vielleicht auch mal eine Geschichte schreiben. Das ist echt gut…“

    „Ich schreibe die Wahrheit.“

    „Jaja. Warum sollte ich dir glauben?“

    „Ich hatte gehofft, dass wenigstens du mich versteht. Aber scheinbar habe ich mich geirrt.“, frustriert klappte sie ihren Laptop zu und fragte sich, warum sie das so sehr belastete.

    Die junge Frau wusste doch selbst, wie unglaublich ihre Erlebnisse klangen. Wenn es so weiter ging, würde sie sicherlich berühmt für ihr gewaltiges Wachstum. Auch Hannah hatte ihr so etwas gesagt, nachdem sie am Freitagabend ihre Mitbewohnerin das erste Mal gesehen hatte. Zudem gingen ihr auch noch einmal die Worte von Sebastian durch den Kopf. All das sorgte dafür, dass sie mit einem schlechten Gefühl an diesem Abend ins Bett ging und noch lange wach lag.


    ???

    Als Laura ihre Augen öffnete, fand sie sich im Labor von Professor Schmidt wieder. Als sie sich bewegen wollte, stellte sie fest, dass sowohl ihre Arme als auch Beine festgebunden waren.

    „Das brauchst du gar nicht zu versuchen, meine liebe Laura.“, erklang die belustigte Stimme der Wissenschaftlerin.

    „Was soll das? Warum haben Sie mich festgebunden?“, fragte die verängstigte junge Frau.

    „Nun.“, sagte Professor Schmidt und kam zu ihr mit einer Spritze. „Bedanken Sie sich bei Sebastian.“

    Sie deutete mit ihrer freien Hand in einer Ecke. Als Laura dorthin schaute, sah sie den jungen Mann. Dieser war genau wie sie festgebunden und hatte zusätzlich einen Knebel im Mund.

    „Aber keine Angst, Laura. Es ist bald vorbei. Ich befreie Sie von den Fesseln der Menschheit.“, sagte Professor Schmidt mit leichtem Wahn in der Stimme.

    Laura wand sich und versuchte sich zu befreien, doch die Schnüre waren zu fest um ihre Beine und Arme gebunden. Die Wissenschaftlerin setzte die Spritze an, stach sie in eine Ader und drückte den Inhalt in ihr Blut.

    „Es ist vollbracht.“, sagte sie mit einem breiten Grinsen, ehe sie ein paar Schritte zurücktrat. Laura spürte wie die Panik in ihr aufstieg und ihr den Mund zuschnürte. Doch dann passierte etwas Unerwartetes. Zunächst konnte sie jenes Prickeln spüren, welches sie aus ihren bisherigen Wachstumsschüben kannte.

    Doch dieses Mal waren sie um einiges intensiver. Sie keuchte auf, als heiße Wogen durch ihren Körper wanderten. Ihr Körper begann zu wachsen. Doch anders als bisher, war ihr Wachstum deutlich zu sehen.

    „Was… was haben Sie getan?“, hauchte sie.

    Ihre Kleidung begann immer enger zu werden und sie spürte, wie sich die Schnüre immer mehr in ihre Haut drückten. Das atmen viel ihr zunehmend schwerer. Ihre Brüste wurden von ihrem BH zusammengedrückt. Alles schwoll in einer unglaublichen Geschwindigkeit an.

    Die Knöpfe ihrer Bluse platzten nach und nach auf und flogen durch das Labor. Ihr schwarzer Rock dehnte sich zunehmend aus und begann sich in ihre Hüfte zu drücken. Sie versuchte sich zu befreien und schrie dabei auf. Tatsächlich schaffte sie es sowohl ihre Beine als auch ihre Arme mit einem lauten Peng von den Schnüren zu befreien.

    Als nächstes begann ihre Kleidung aufzureißen. Ihre Bluse hatte bereits einen großen Ausschnitt, doch auch in der Gegend ihres Bauches platzten die ersten Knöpfe auf. Bei jedem ihrer Atemzüge schienen ihre Brüste vor den Augen der beiden Wissenschaftler weiteranzuschwellen.

    Das Gefühl der Hitze wurde intensiver und sie begann am gesamten Körper zu schwitzen. Ihre Atemzüge wurden schneller und schneller und verwandelten sich zunehmend in ein Keuchen. Ihre Blutzirkulation wurde schneller und ihr Wachstum schien dadurch einen weiteren Schub zu bekommen.

    Binnen Sekunden zerfetze ihr wachsender Körper die Bluse. Ihre weiße Unterwäsche kam zum Vorschein. Auch ihr Rock platzte auf und entblößte eine Unterhose, die nun eher an einen String erinnerte.

    Sie konnte sehen, wie Professor Schmidt sich aufmachte, das Labor zu verlassen. Sofort versuchte Laura sie aufzuhalten. Doch beim Versuch aufzustehen, stieß sie mit dem Kopf gegen die Decke. Sie verlor ihr Gleichgewicht und landete vorwärts auf ihren Armen.

    Die Hitze in ihren Körper nahm zu und ihre Haut wurde rot. Sie rang keuchend nach Luft, während sie weiter anschwoll. Ihr BH verlor als nächstes den Kampf gegen ihre wachsenden Busen. Als letztes zerriss ihre Unterhose. Doch ihr Wachstum schien noch lange nicht beendet. Nach und nach nahm sie in dieser gebückten Haltung mehr und mehr Platz in dem Labor ein.

    Sie blickte zu Sebastian, der voller Angst und Entsetzen zu ihr blickte. Sie wollte ihm sagen, dass er keine Angst vor ihr haben musste. Doch ihre Lippen verließ lediglich ein Keuchen. Die wachsende Frau konnte den Geruch nach Schweiß in der Luft riechen.

    Ihre Haut war mittlerweile nassgeschwitzt und noch immer nahm die Hitze in ihrem Inneren zu. Plötzlich spürte sie etwas Kaltes auf ihrem Rücken. Es dauerte einen Moment, ehe sie begriff, dass es sich um die Decke handelte. Instinktiv bückte sie sich noch mehr und versuchte sich so klein wie möglich zu machen. Ihre Füße schoben den Arztstuhl gegen die Wand und zerdrückten ihn dort langsam.

    Selbst in dieser kauernden Haltung wurde das Labor schnell zu klein. Ihr Rücken drückte sie mehr und mehr gegen die Decke, ehe diese krachend unter der Belastung zerbrach. Gestein rieselte auf ihren wachsenden Körper herab und zerbrach in dem Labor mehrere Geräte und Gefäße mit Flüssigkeiten.

    Instinktiv griff sie nach Sebastian, der im Vergleich zu ihrem riesigen Körper plötzlich winzig erschien. Sie schob ihn unter sich, sodass die riesigen Gesteinsbrocken von ihrem riesigen Körper geblockt wurden.

    Doch sie hatte nicht bedacht, dass nun auch der Boden unter ihrem gewaltigen Gewicht nachgab. Sie hörte Sebastians ersticken schrei, ehe er unter ihrem gewaltigen Oberkörper landete. Sie konnte etwas Weiches spüren, was unter ihr nachgab.

    Als sie begriff, worum es sich handelte, richtete sie sich erschrocken auf. Binnen Sekunden durchbrach ihr Kopf zwei weitere Stockwerke und das auch nur, da sie gleichzeitig zwei Stockwerke nach unten brach und das Erdgeschoss erreichte. Ihr Körper füllte nun das gesamte Gebäude aus.

    Und Laura wuchs noch immer. Sie durchbrach mit ihrem Kopf das Gebäude. Sie konnte die kühle Abendluft spüren, die sie gierig einatmete. Noch immer war ihr unglaublich heiß und der Schweiß sorgte dafür, dass der Staub und Schutt an ihr klebte. Langsam begann ihr Wachstum zu enden. Doch sie hatte das Gebäude bereits so stark beschädigt, dass es nun komplett einstürzte.

    Als sich die Staubwolke gelegt hatte, blickte sie fassungslos auf die Trümmer, in denen sich irgendwo die wenigen blutigen Überreste von Sebastian sich befanden. Dann wanderte ihr Blick den Weg zum Gebäude entlang und sie erblickte Professor Schmidt, die zu ihr hinaufblickte. Sie war so klein, dass Laura nicht einmal den ehrfürchtigen Blick bemerkte.

    „Was… was haben Sie… getan?“, schrie sie und ihre Stimme tönte über die Stadt.

    Sie bemerkte nicht einmal das Blut auf ihrem Busen, welches sich mit ihrem Schweiß vermischte. Dafür war ihr mehr als bewusst, wie groß und mächtig sie war. Falls die Professorin ihr antwortete, erreichten ihre leisen Worte nicht die Ohren der Riesin.


    Sonntag: 12.04.20XX, 4:22

    Laura schreckte aus ihrem Albtraum und saß kerzengerade in ihrem Bett. Bei jedem ihrer tiefen Atemzüge hob sich ihr Brustkorb deutlich. Ihr Nachthemd klebte unangenehm an ihrer verschwitzten Haut.

    Sie brauchte einen Moment, bis sie erleichtert feststellte, dass sie noch immer in ihrem Zimmer war. Doch im nächsten Augenblick merkte sie, dass Angst nicht das einzige Gefühl war, dass sie in diesem Moment empfand. Sie erinnerte sich an die wohligen Hitzewellen, die in ihrem Traum durch ihren Körper gewandert waren.

    Sofort spürte sie, wie die Erregung ihre Angst und Panik ein wenig vertrieb. Sofort versuchte sie sich zu beruhigen, in dem sie sich darauf konzentrierte ruhig zu atmen. „Das war nur ein Traum! Oder?“ , hauchte Laura. „Doch warum reagiere ich so darauf?“

    Die Erregung war ihr auch dieses Mal unangenehm. Aber der Traum war noch so frisch, dass ihr Wachstum ihr wieder und wieder durch den Kopf ging. Es hatte sich so unglaublich realistisch angefühlt.

    „Was, wenn es kein Traum war?“, erklang plötzlich eine ihr fremde Stimme im Kopf.

    „Wer… wer bist du?“, hauchte sie.

    Sie hörte ein Lachen. „Laura… Laura… Laura.“, sagte die Stimme amüsiert. „Ich bin dein bester Freund. Mit diesen Träumen zeige ich dir, was du wirklich möchtest.“

    „N…nein. Ich will das nicht!“, hauchte sie entsetzt.

    „Und doch scheinst du kaum abgeneigt zu sein. Im Gegenteil… es erregt dich sogar.“

    „Ich… ich…“, versuchte sie zu stammeln.

    Doch die Stimme unterbrach sie: „Akzeptiere es einfach. Dann wird vieles für dich leichter. Und glaub mir, du bist nicht die einzige, die es kaum erwarten kann. Dort draußen gibt es einige, die den sehnlichsten Wunsch haben, dass du zu einer Riesin wirst. Sie werden… nein alle werden dir zu Füßen liegen!“

    Die Stimme löste in ihr eine heiße Woge der Macht aus.

    „Bisher haben sie auf dir heruntergeschaut und dich nicht ernst genommen, weil du so klein bist. Doch das wird sich ändern, sobald du sie um ein Vielfaches überragst. Ihre entsetzten Schreie werden Musik in deinen Ohren sein, ehe sie begreifen, dass es keinen Sinn ergibt, sich dir zu widersetzen. Du wirst die allmächtige Herrscherin sein.“

    Laura versuchte sich die Ohren zuzuhalten, doch die Stimme erklang in ihrem Kopf weiter. Sie schüttelte ihr Haupt und erwartete fast, dass Hannah jeden Moment ins Zimmer kam.


    Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat ;)

    Also das von Gianleen kannst du doch glatt streichen. Schließlich hast du die ganze Arbeit gemacht. Noch einmal vielen Dank. Ich freue mich schon auf die zukünftigen Szenen ;)

    Gerade wenn Laura dann wirklich mal eine Größe erreicht hat, die man auch in unseren Kreise als groß bezeichnet :D Aber dieser Weg wird noch lang

    Wie immer eine schöne Fortsetzung

    Meine Schwester hat auch ab und zu Fressattacken

    Mittlerweile ist sie mit fast 16 bei 1,63

    Es freut mich, dass es dir gefallen hat. Dann hat Laura sie ja jetzt mit 28 endlich überholt :D

    Ich musste bei der Szene an ein Buch denken, dass ich damals in der Schule lesen musste. Da hat die Protagonistin den Kühlschrank auch mal eben geleert. Die war aber eben dick und hatte deswegen Minderwertigkeitskomplexe.

    Nun die hat Laura auch, aber aus einem anderen Grund.