Beiträge von Gianleen

    Nun wollte ich im nächsten Teil zum Ende kommen. Mal schauen, wie das zu bewerkstelligen ist, bei so einer langen Geschichte. Man sieht ja auch bei Gianleen, dass Enden nicht so einfach zu gestalten sind. Weiterhin soll "Werkzeug der Macht" nicht zu einem GZSZ verkommen, das kein Ende hat und irgendwann langweilig verschwindet.

    Also in dem nächsten Teil geht´s zu Ende und ich möchte alle darauf vorbereiten [wave]

    Ein Ende ist immer auch ein Neuanfang, damit man sich mal auf eine neue Story konzentrieren kann.

    So dann gehe ich auch hierauf mal ein. Das Schlimmste an Enden ist einfach, dass sie entweder entgültig sind oder eben nicht. Entgültig ist es, wenn es keine Möglichkeit mehr gibt zu wachsen oder zu schrumpfen oder wenn ein Charakter stirbt. Selbst bei ersterem besteht immer noch die Möglichkeit, dass es irgendwann wieder eine Möglichkeit gibt. Aber manchmal möchte man einfach, dass eine Geschichte abgeschlossen ist. Irgendwann sind die Charaktere einfach abgenutzt oder man hat leider keine Ideen mehr. Oder es dreht sich alles plötzlich in eine Richtung, die man gar nicht haben möchte.
    Selbst wenn man schon ganz genau weiß, wie eine Geschichte enden soll, kann dieses Ende für viele nicht befriedigend sein oder der Weg dorthin ist etwas holprig. Deshalb bin ich mal gespannt, wie du das löst, aber ich bin mir sicher, dass du es gut lösen würst. Selbst wenn es ein total unerwartetes Ende nimmst, wird das sicherlich vielen hier gefallen ;)

    Ich antworte lieber mit einem Kapitel auf die ein oder andere Frage, um die Spannung nicht zu nehmen :D
    Das Ende ist aber ein mieser Cliffhänger, weshalb ich versuchen werde, so schnell wie möglich, weiterzuschreiben.

    Ein neuer Tag

    Als Johannes am nächsten Tag erwachte, wusste er zuerst gar nicht, wo er sich befand. Nur wenig Licht fiel in das Zimmer und er brauchte etwas, bis er sich dazu aufraffte, aufzustehen.
    Als er nach links schaute, bemerkte er sofort die [lexicon='Riesin',''][/lexicon], die neben ihm lag. Er zuckte zurück und stieß mit seinem Hinterkopf gegen die Wand. Er fluchte leise, ehe er sich hinsetzte und über seinen Kopf strich.
    Nur langsam verebbte der pochende Schmerz. Er betrachtete nachdenklich die für ihn riesige Oktavia und langsam erinnerte er sich wieder daran, was am Tag zuvor passiert war. Er war gespannt, ob die Hexe auch wirklich ihr Wort hielt.
    Als er sie betrachtete, musste er feststellen, dass Oktavia richtig niedlich aussah, wenn sie schlief. An ihr haftete in diesem Augenblick etwas Unschuldiges. Ihre schönes Gesicht wurde in dem Dämmerlicht von ihren blonden Haaren umrahmt.
    Der Winzling hatte das Gefühl, dass er ein riesiges Gemälde von einer wunderschönen Frau betrachtete. Sein Herz begann schneller zu schlagen, während er weiterhin ihr Gesicht betrachtete.
    Doch irgendwann bemerkte er, dass die Decke im Schlaf etwas verrutscht sein musste. Vermutlich hatte sich die Hexe im Schlaf auf der Stelle gedreht, da sie nun zu ihm gewandt lag. Dadurch war der Blick auf ihre Brust frei geworden.
    Der junge Winzling hatte deshalb einen genauen Blick auf den Ausschnitt ihres Nachthemdes und auf die beiden Erhebungen. Der Anblick erregte ihn und er ging vorsichtig auf der weichen Matratze ein Stück näher.
    Ihre beiden Brüste zogen ihn förmlich magisch an. Er vermutete, dass sie im Moment lediglich von dem Nachthemd verborgen wurden und als er daran dachte, floss das Blut noch einmal schneller durch seine Adern.
    Als Oktavia plötzlich ein paar unverständliche Wörter sprach, zuckte er zusammen. Besorgt sah er sich zu ihrem Gesicht um, doch die riesige Hexe war immer noch am Schlafen. Er atmete einmal tief durch, ehe er langsam näher auf die beiden Erhebungen zu ging.
    Als es nur noch ein kurzes Stück war, fing er an zu laufen. Er streckte seine linke Hand aus und berührte damit ihre rechte Brust. Die andere war über ihm unerreichbar in der Luft. Sanft strich er über die nackte Haut und seine Hände prickelten dort, wo er sie berührte.
    Er wollte schon zwischen den Stoff schlüpfen, um zu der Warze der rechten Brust zu kommen, als plötzlich eine Stimme erklang: „Was tust du da?“
    Sofort zuckte er schuldbewusst zurück und er fiel auf seinen Hosenboden. Sein Blick stand auf Patricia, die ihn mit leicht geröteten Wangen betrachtete. Als er sich erhob, fiel ihm erst auf, dass sie nun genauso groß war, wie er.
    Gestern war er wohl zu müde und erstaunt gewesen, um diesen Umstand zu bemerken. Er fand es seltsam, dass Patricia nun genauso groß war, wie er es war, obwohl sie gestern noch einen Kopf kleiner gewesen war.
    „Warum bist du genauso groß wie ich?“, fragte Johannes deshalb.
    Die junge Hexe zuckte mit den Achseln: „Ich kann nur vermuten. Es könnte sein, dass ich etwas weniger von dem Mittel getrunken habe. Oder ich habe sogar mehr getrunken, aber durch meine Magie konnte die Wirkung abgeschwächt werden. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns zusammen tun müssen.“
    Johannes sah sie erstaunt an, ehe er leise lachte. „Das ist nicht dein ernst oder? Gestern hattest du noch großen Spaß daran, mit mir zu machen, was du wolltest. Du hättest mich fast umgebracht und jetzt willst du, dass wir uns zusammentun?“
    Er sah, wie Patricia rot wurde. Sie wandte sich zwar schnell ab, aber diesen Umstand konnte sie nicht vor ihm verstecken. „Ich... habe dir doch schon gesagt, dass... es mir Leid tut.“
    „Ja das hast du.“, meinte Johannes. „Aber glaubst du ernsthaft, dass das ausreicht? Und warum bist du überhaupt der Meinung, dass wir uns zusammentun müssen?“
    Er sah, wie Patricia nervös das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagerte, was auf der weichen Matratze dafür sorgte, dass es ein wenig mehr in den Boden einsank.
    Zögernd meinte sie: „Du weißt doch, dass Oktavia es gefällt, wenn sie Macht hat oder? Im Moment mag sie noch lieb zu dir sein, aber du hast doch gesehen, wie sie gestern zwei Mal ausgerastet ist. Wenn sie es wieder tut, könnte das für uns beide Schlimm enden.
    Ich kenne sie besser als jeder andere. Sie war gestern richtig unheimlich und ihre Macht ist wirklich gewaltig. Schon jetzt ist sie deutlich mächtiger als unsere Mutter und jetzt da ich so winzig bin, kann sie nur noch aufgehalten werden, wenn unser Vater nach Hause kommt.
    Wir müssen unbedingt mit Walpurgis ungestört reden. Nur sie kann uns aus dieser misslichen Lage herausbringen. Denn Oktavia möchte in gewisser Weise, dass wir so winzig sind.“
    Johannes sah zum Gesicht der riesigen Hexe und er schüttelte den Kopf: „Ich glaube an sie. Sie wird ihr Versprechen mir gegenüber halten. Davon bin ich überzeugt.“
    Patricia starrte ihn an und sagte dann: „Aber...“
    Er schüttelte den Kopf, um sie zum Schweigen zu bringen. Langsam ging er zurück zu dem Gesicht von Oktavia, die wieder etwas murmelte. Ihr warmer Atem blies über ihn hinweg.
    Er setzte sich auf das Kissen und sah sie einfach nur eine Zeit lang an. Was Patricia machte, wusste er nicht, aber es war ihm auch egal. Es reichte ihn, wenn er Oktavia einfach nur betrachtete.
    Während er so saß, dachte er noch einmal an, wie er ihre rechte Brust berührt hatte. Sofort breitete sich ein warmes und erregendes Gefühl in ihm aus. Er wurde rot und genau in diesem Moment öffneten sich Oktavias blaue Augen.
    Müde sah sie ihn an und von oben kam ihre linke Hand. Sie streichelte ihn sanft mit ihren Zeigefinger, ehe sie mit müder Stimme fragte: „Hast du gut geschlafen.“
    Er nickte nur und lächelte. Sie war wirklich süß, wenn sie noch so verträumt war. Johannes sah, wie sie blinzelte. Ihr Zeigefinger streichelte ihn noch immer, als sie herzhaft gähnte.
    Ihre Augen musterten ihn genau und er sah, wie ihre Wangen leicht erröteten. Doch dann weiteten sich plötzlich ihre Augen und sie keuchte laut auf. Ihre Hand verschwand blitzschnell aus Johannes Augenwinkel.
    Er hörte einen Schrei und kurze Zeit später hielt Oktavia über ihm ihre für sie winzige Schwester. Mit geweiteten Augen musterte sie ihr Werk.
    Sanft setzte die riesige Hexe Patricia neben Johannes. In ihrem Blick konnte der junge Mann ihre Angst und ihr Entsetzen sehen. Anscheinend hatte sie die Ereignisse der letzten Nacht für einen Albtraum gehalten.
    Patricia fragte: „Warum hast du das getan?“
    Oktavia starrte sie an und antwortete nicht. Die Hexe schien unfähig zu sein, auch nur irgendetwas zu machen. Nur langsam erholte sie sich von dem Schock. Leise sagte sie: „Ich weiß es nicht.“
    Ihre Augen schlossen sich, ehe sie kurze Zeit später sich ruckartig aufsetzte. Von dieser Bewegung ging ein heftiger Luftzug aus. Johannes sah, wie Oktavia sich leicht drehte, ehe sie ihre Beine auf den Boden absetzte und aufstand.
    Ihre Erscheinung ragte hoch hinauf in den Himmel und als sie sich zu ihm drehte, schimmerten mehre Tränen in ihren Augen. Es klopfte an der Tür und die für ihn riesige Oktavia zuckte leicht zusammen.
    „Herein.“, sagte sie mit zittriger Stimme, ehe sich die Tür öffnete...

    Ein ungebetener Gast

    Der Abend verging schneller, als Johannes erwartet hätte. Er stellte schnell fest, dass Oktavia eine geübte Spielerin war, die die ersten Level mit Leichtigkeit schaffte. Dabei erzählte sie ihr, warum sie in der Welt der Menschen lebte.
    Ihrer Mutter war wichtig gewesen, dass sie wusste, wie sie sich in der Welt der Menschen verhält, um dort unbemerkt leben zu können. Außerdem war es Teil ihrer Ausbildung, da sie neben Magie auch in den Sachen unterrichtet werden musste, die für Menschen von Bedeutung waren.
    Er erfuhr auch, dass Oktavia keinerlei Erfahrung mit dem Umgang mit Jungen hatte. Sie hatte bisher jeden abserviert, der ihr Freund werden wollte. Johannes war der erste gewesen, den sie überhaupt nach Hause gelassen hatte.
    Als sie das erzählte, war sie rot angelaufen und sofort starb sie auch im Spiel. Immerhin hatte er jetzt einen Grund, warum er Oktavia nie mit einem Jungen zusammen gesehen hatte. Eine Freundschaft bedeutete, dass derjenige unweigerlich auf ihre magischen Fähigkeiten stieß.
    Ein Mensch würde in den meisten Fällen sie erst einmal für verrückt halten. Sofern sie die Magie zeigte, würde er sich für verrückt halten und damit wäre die Beziehung sehr schnell wieder beendet gewesen.
    Später am Abend erzählte Johannes, dass er noch eine kleinere Schwester hatte. Sie beide lebten bei seiner Mutter, da sein Vater kurz nach der Geburt seiner Schwester an Krebs gestorben war.
    Von seinen bisherigen Freundinnen erzählte er ihr nichts, da er schnell herausgefunden hatte, dass sie nicht die richtigen für ihn gewesen waren. Er hatte also schon Erfahrungen gesammelt, aber diese Erfahrung war nun einmal eine ganz andere.
    Er war deutlich kleiner als Oktavia und sie konnte, wenn sie es wollte, alles mit ihm machen. Ihre Magie verstärkte diesen Umstand noch einmal. Wenn sie wollte, konnte sie ihn damit sogar umbringen.
    Die Hexe war für ihn eine gewisse Gefahr, aber seine Gefühle für sie waren einfach zu stark. Wenn er sich so gegen ihren Rock lehnte, fühlte er sich richtig wohl. Ihre sanfte und leise Stimme sorgte bei ihm für eine Gänsehaut. Wenn er zu ihr Aufsah, begann sein Herz schneller zu schlagen.
    Schon bald begannen sie über belanglose Themen zu reden und für den Moment vergaßen sie die Probleme, vor denen sie noch standen. So verging die Zeit schnell. Sie wurden müde und irgendwann war es Zeit ins Bett zu gehen.
    Oktavia nahm ihn vorsichtig und ging mit ihm ins Bad. Dort setzte sie ihn auf die Kloschüssel, sodass er dort Wasser lassen konnte. Währenddessen wandte sie ihm schüchtern den Rücken zu und begann ihre Zähne zu putzen.
    Danach tauschten sie quasi die Rollen. Oktavia setzte ihn in ein zweites Waschbecken, in dem er sich die Szene putzen konnte, mit einer Zahnbürste und Zahnpasta, die die Hexe vorher geschrumpft hatte.
    Er konnte genau hören, wie sie ihr Wasser ließ, doch er widerstand dem Drang, im Waschbecken hoch zu gehen und ihr dabei zuzuschauen. Nach dem die Geräusche von plätschernden Wasser verklangen, hörte er kurze Zeit später die Spülung.
    Über ihm erschien die riesige Gestalt von Oktavia, die ihn einfach wieder hochhob. Langsam ging die Hexe zurück auf ihr Zimmer, wo sie den Winzling aufs Bett setzte. Danach suchte sie nach weiteren Kleidern. Sie kam zurück mit einem Schlafanzug, den sie vor ihm aufs Bett legte.
    Johannes sah, wie sie wieder aus dem Zimmer ging. In der Zeit zog er sich um. Auch der Schlafanzug war zu groß, aber immerhin war das hierbei nicht so schlimm. Das wichtigste war, dass er schön warm war. Zum ersten Mal fragte er sich, ob diese Kleider wohl auch geschrumpft waren.
    Als Oktavia wieder ins Zimmer kam, trug sie ein weißes Nachthemd, das einen kleinen Ausschnitt hatte. Sofort beschleunigte sich sein Herzschlag, als er ihre langen und nackten Beine sah.
    Als er zu ihrem Gesicht hoch schaute, bemerkte sie, wie rot die junge Frau geworden war. Vorsichtig nahm sie ihn und setzte ihn neben das Kopfkissen. Danach legte sich die Hexe in das Bett und schaltete das Licht aus.
    Er hörte, wie sie sich drehte und dann blies sie ihm ihren warmen Atem entgegen, der etwas schneller als gewöhnlich ging. Nach und nach gewöhnte er sich an die Dunkelheit und er konnte ihren dunklen Schatten erkennen.
    Johannes zuckte zusammen, als ihre Stimme erklang: „Keine Sorge. Dir wird nicht passieren. Mach es dir so bequem wie möglich. Gute Nacht.“
    Dann schloss sie anscheinend die Augen und er hörte, wie sich ihr Atem langsam beruhigte. Auch er legte sich hin und versuchte einzuschlafen. Doch die Gedanken kreisten noch wild durch seinen Kopf.
    Lange Zeit lag er wach, während die Hexe neben ihm schlief. Sie bewegte sich kaum im Schlaf. Er hatte vermutlich wirklich nicht zu befürchten, dass sie ihn aus Versehen zerquetschte.
    Plötzlich wurde die Tür geöffnet und er sah, wie jemand in das Zimmer trat. Das Licht aus dem Flur blendete ihn so sehr, dass er nicht erkennen konnte, wer hineinkam. Kurze Zeit später war die Tür wieder zu und um ihn herum war Dunkelheit.
    Dann sah er plötzlich einen Schatten über sich und eine riesige Hand erschien aus dem Nichts. Mit zwei Fingern wurde er hoch gehoben und sofort ging es aus dem Zimmer hinaus. Draußen ging es direkt nach rechts in das Zimmer von Patricia.
    Die kicherte leicht, als sie die Tür hinter sich schloss. In ihrem Zimmer war es dunkel, doch ein magisches Licht erschien, dass nicht so hell war, aber reichte um die Hexe zu beleuchten.
    Sie trug ebenfalls ein Nachthemd, welches aber blau war. Die jüngere Hexe war am Lächeln und sah ihn mit ihren Augen genau an. „Meine Schwester ist ziemlich langweilig, findest du nicht auch?“
    Johannes sah sie fassungslos an. „Was soll das?“
    Patricia setzte ihn auf ihr Bett, ehe sie sich vor ihn auf alle Vieren hockte. Leise sagte sie: „Ich dachte, wir könnten noch ein wenig Spaß haben, während meine Schwester am schlafen ist. Dir ist doch bestimmt auch langweilig oder?“
    Sofort erstarrte der Winzling. Patricia krabbelte ein Stück nach vorne, sodass sich ihr Oberkörper genau über ihn befand. Er konnte ihre kleinen Erhebungen sehen, die von ihren Brüsten stammten.
    Er stammelte: „Ich... dachte d-d-du wür-dest d-d-a-s al-les f-für d-dei-ne Schwester tun.“
    Patricia setzte sich hin, wobei eine leichte Schockwelle über die Matratze ging, die Johannes fast von den Füßen gerissen hätte. Er konnte unter dem Nachthemd, dass viel zu weit nach oben gerutscht war, ihre punkte Unterhose sehen.
    Sofort errötete, was Patricia zum Kichern brachte. Mit ihren beiden Händen zog sie etwas an ihrem Hemd, sodass ihr Schrittbereich noch besser zu sehen war.
    „Komm ruhig näher, mein Süßer.“, meinte die Hexe kichernd, während sie ihre Beine noch etwas weiter spreizte.
    Als er zu der Hexe hoch sah, bemerkte er, wie sie mit ihrer Zunge über die Lippen fuhr. In ihren Augen konnte er ein spielerisches Verlangen sehen. Patricia genoss ihre Macht über ihn anscheinend. Ihre Hände kamen drohend von Himmel und sie sagte: „Wenn du versuchst zu fliehen, wird dir das leid tun!“
    Wenn er sie so sah, glaubte er es ihr sofort. Ganz anders als ihre Schwester, schien sie die Rolle der bösen [lexicon='Riesin',''][/lexicon] perfekt zu beherrschen. Patricia zog ihr Nachthemd noch weiter nach oben, wodurch ihr riesiger Bauch zu Vorschein kam.
    Johannes sah dabei zu, wie der Stoff langsam ihren riesigen Körper nach oben ging und immer weniger von diesem bedeckte. Am Ende, als ihre Brüste gerade noch verdeckt wurden, beugte sich die Hexe nach vorne, um das Nachthemd komplett auszuziehen.
    Ihre beiden Brüste waren winzige Erhebungen im Vergleich zu ihren großen Körper. Aber für den Winzling waren sie dennoch zu sehen. Patricia errötete und fragte: „Gefällt dir der Anblick?“
    Johannes sah sie gebannt an, ehe er seinen Blick abwandte. Es war falsch Patricia so anzuschauen. Sie war Oktaviais Schwester und ihm viel zu jung.
    „Sie sind dir zu klein, habe ich recht?“, fragte die Hexe nun traurig.
    Johannes antwortete: „Sie werden sich noch entwickeln. Aber du bist zu jung und ich will nichts von dir.“
    Patricia sah ihn kurz an, ehe sie mit ihrem linken Arm ihre beiden kleinen Erhebungen verdeckte. Sie lief rot an und ihre rechte Hand näherte sich ihm langsam. Sie stupste ihn mit ihren Zeigefinger an, worauf hin er umfiel.
    Sie drückte ihn zuerst sanft gegen die Matratze ehe der Druck langsam stärker wurde. Das Atmen fiel ihm immer schwerer und er keuchte auf. Er sah hinauf in Patricias Augen, die triumphierend lächelte.
    Als er sein Bewusstsein fast verlor, ließ der Druck ihres Zeigefingers nach und der Winzling rang nach Luft. Er hustete mehre Male und hielt sich die Brust. Es dauerte etwas, bis die Schmerzen nachließen.
    Patricia nutzte die Zeit um aufzustehen. Sie reichte nun bis zur Decken und über ragte ihn. Vor ihm waren ihre großen Zähen, deren Nägel roten Nagellack zierten.
    Erst jetzt fiel ihm auf, dass Oktavia keinen Nagellack trug. Ihre Schwester hingegen schien alles zu benutzen, um ihr Aussehen ein wenig aufzuwerten.
    Ihr rechter [lexicon='Fuß',''][/lexicon] hob sich und verdunkelte über ihm den Himmel. Er sah, wie er langsam näher kam. Kurz bevor er ihn erreichte, schloss er die Augen. Dann spürte er ihre Sohle, die ihn zuerst sanft und dann stärker in die Matratze drückte.
    Als sie die Sohle wieder hob, rang Johannes erneut nach Luft. Diese Nacht würde noch lange werden, wenn Patricia so weiter machte. Es schien ihr zu gefallen, ihn zu quälen.
    Als nächste zog sie ihn gewaltsam bis auf die Unterwäsche aus, ehe sie ihn mit ihrer großen Zuge leckte. Speichel bedeckte schon bald seinen gesamten Körper.
    Sie hielt ihn so, dass sein Kopf nach unten zeigte und er sah, wie ihre Hände nach ihrer Unterhose langen wollte.
    Doch genau in dem Moment flog die Tür auf. Ein lautes stampfen war zweimal zu hören, als jemand das Zimmer betrat. Als sich Johannes zur Tür wandte, zuckte er zusammen. Auch Patricia war so erschreckt, dass sie ihn losließ.
    Sofort fiel er hinunter und er war sich sicher, dass er sich etwas brechen würde. Doch sein Fall wurde plötzlich gestoppt und er schwebte etwas von Patricia weg.
    Sein Blick fiel auf Oktavia, die nun im Zimmer stand. Das Licht an der Decke sprang an und begann zu flackern. Ein Knistern war in der Luft zu hören. In ihren Augen sah er ihre brennende Wut.
    Patricia zog sich blitzschnell ihr Nachthemd an, ehe sie meinte: „Schwester... du, das ist ein.. Missverständnis.“
    Oktavia machte noch einen Schritt in das Zimmer und ihr rechter [lexicon='Fuß',''][/lexicon] stampfte auf den Boden. Um sie herum begann ein Aufwind zu entstehen, der ihre Haare und das Nachthemd flattern ließ.
    „Ein Missverständnis, Patricia?“, fragte Oktavia mit unheimlich ruhiger Stimme.
    Johannes spürte plötzlich wärme um sich herum und der Speichel von Patricia begann zu trocknen. Seine Kleider kamen ebenfalls von dem Bett geflogen und zogen sich quasi selbst wieder an.
    „Ja. Genau. Ein Missverständnis.“, stammelte die jüngere Hexe, die ein wenig vor ihrer Schwester zurück wich.
    „Ich glaube kaum, dass das ein Missverständnis ist, Patricia Felicitas. Ich dachte eigentlich, dass du auf meiner bist und alles für mich tust. Deshalb habe ich nie damit gerechnet, dass dir auch nur so etwas in den Sinn kommen würde. Du hast mich tief verletzt und dafür werde ich dich bestrafen.“
    Johannes konnte sehen, wie Patricia immer panischer wurde. Oktavia machte noch einen stampfenden Schritt in das Zimmer und das Knistern wurde lauter.
    „Hast du getan hast, ist unverzeihlich! Deshalb...“
    Oktavia atmete einmal tief durch, ehe hinter ihr ein Glas durch die Tür geschossen kam. Sie nahm es und reichte es ihrer Schwester. „Trinke das, bevor du deine Strafe erhältst.“
    Eilig nahm Patricia das Glas und trank das Wasser darin sofort aus. „Verzeih mir bitte, Oktavia. Ich werde so etwas nie wieder tun.“
    Dann weiteten sich plötzlich die Augen von Patricia und sie keuchte auf. Oktavia lächelte und sagte dann mit zuckersüßer Stimme: „Da bin ich mir sicher.“
    Johannes schwebte unterdessen zurück zu Oktavia, die ihn sanft auf ihre linke Hand absetzte. „Was hast du ihr gegeben.“, fragte er neugierig.
    Die Hexe antwortete: „Ich habe ihr das Mittel gegeben, welches sie dir gegeben hat. Sie wird schon bald so winzig sein, wie du es bist. Auf diese Weise wird auch meine Mutter bereit sein, mir dabei zu helfen, ein Gegenmittel zu finden.“
    Johannes weitete seine Augen, ehe er sah, wie Patricia langsam kleiner wurde. Die Hexe schrie auf und brach dann zusammen. Ihre Kleider wurden im Vergleich zu ihr immer größer. Schon bald bedeckte das Nachthemd ihren ganzen Körper. Dann wurde sie noch kleiner und kleiner. Sie verschwand förmlich in dem Kleid.
    Oktavia machte nun sanfte Schritte auf das Bett zu. Sie fischte Patricia aus ihrem Nachthemd, als sie so klein war, wie es Johannes war. Zum Glück verwendet sie dazu ihre freie Hand, sodass der nackte Körper ihrer kleinen Schwester komplett bedeckt wurde.
    Kurze Zeit später erwachte die nun winzige Hexe und schrie laut auf.
    „Was hast du getan?“, brüllte sie entsetzt.
    Oktavia hob sie hoch und sah ihre nun winzige Schwester lächelnd an: „Ich habe dich geschrumpft, kleine Schwester. Entschuldige dich besser bei Johannes, da ich ansonsten etwas fester drücke.“
    Obwohl die Stimme der Hexe nicht drohend klang, gehorchte ihr ihre kleine Schwester sofort. Sie entschuldigte sich bei Johannes, ehe es für die drei in Oktavias Zimmer ging.
    Zuerst setzte Oktavia Johannes auf das Bett, ehe sie erneut Sachen heraussuchte, die sie ihrer kleinen Schwester sofort anzog. Danach brachte sie diese auch zurück zu ihrem Bett und setzte sie neben Johannes ab.
    Johannes sah Patricia nun genau an und merkte, dass sie leicht zitterte. Währenddessen legte sich Oktavia wieder in ihr Bett, woraufhin ihre kleine, winzige Schwester zusammenzuckte.
    „Ziemlich unheimlich oder?“, flüsterte Johannes.
    Er sah, wie Patricia nickte und sie meinte: „Es tut mir Leid, dass ich dich geschrumpft habe. Erst jetzt bemerke ich, was es bedeutet so klein zu sein. Wir sind meiner großen Schwester nun ausgeliefert. Sie kann mit uns machen, was sie will.“
    Oktavia hatte die beiden nicht verstanden, weil sie zu leise gesprochen hatten. Aber dafür konnten die beiden sie umso besser hören, als sie sagte: „Ihr sollte jetzt beide schlafen. Und wehe du fasst ihn an, Patricia.“
    Die Hexe, die nun genauso groß war wie Johannes, zuckte zusammen. Danach ging sie fluchend an ihren riesigen Körper vorbei zum Fußende. Doch sie verschwand vorher in der Dunkelheit, sodass der Winzling gar nicht mehr sah, wann sie dort ankam.
    Durch das Schrumpfen von Patricia bekam dieses Abenteuer eine neue unerwartete Seite. Er war gespannt, was Oktavia mit ihnen beide vor hatte. Sie waren nun von den zwei mächtigsten Hexen der Welt abhängig und das gefiel Johannes ganz und gar nicht.

    Leider wieder ein relativ kurzes Kapitel, aber ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt:

    Hexenküche

    Als Oktavia in die Küche trat, dufte es dort herrlich. Anscheinend war Walpurgis eine gute Köchin, denn der Magen ihrer Tochter knurrte noch einmal lautstark. Durch die Küche ging es in ein Wohnzimmer, in dem ein großer Tisch stand.
    Gerade stellte Walpurgis einen dampfenden Koch voller Kartoffel. Dazu fand Johannes auf drei Tellern schon Fisch. Dazu gab es eine helle Soße und einen großen Salat.
    Oktavia setzte sich an einen freien Platz und setzte Johannes neben ihren Teller ab. Danach nahm sie sich die Kartoffeln und nahm sich mehrere davon. Kurze Zeit später trat auch Patricia in das Wohnzimmer.
    Auch sie setzte sich schweigend an den Tisch. Als letztes stand nur noch Walpurgis, die noch einmal in die Küche ging. Zurück kam sie mit einem kleinen Teller, den sie vor Johannes stellte.
    Der Winzling bemerkte, dass sich kurz die Blicke von ihr und ihrer Tochter trafen. Er betrachtete Walpurgis genauer, die sich auf den letzten freien Platz setzte. Obwohl sie über Magie verfügte, nahm sie sich die Kartoffeln, wie jeder Mensch.
    Er hörte das laute Klirren, als Oktavia ihre Kartoffeln in kleine Stücke schnitt. Die ganz kleinen Brocken legte sie auf den Teller, der vor Johannes stand. Danach schnitt sie auch ein kleines Stück von ihrem Fisch ab.
    Bei der Soße war das Portionieren nicht so einfach, aber dennoch schaffte sie es, dass am Ende nicht zu viel Soße auf den Tisch landete.
    Danach nahm Oktavia eine Gabel und ein Messer in die Hand, welches augenblicklich kleiner wurde. Als es so groß war, dass es für Johannes die normale Größe hatte, legte sie das nun winzige Besteck vor Johannes.
    Ehe die Hexe anfingen zu essen, fragte er: „Wenn es so leicht ist, Sachen schrumpfen zu lassen, sollte es dann nicht auch mit einem Zauber möglich sein, mich wieder groß zu machen.“
    Er sah jede der drei Frauen nacheinander an. Besonders bei Walpurgis blieb sein Blick besonders lange. Die Hexe sah jünger aus, als sie sein konnte. Wenn er nicht gewusst hätte, dass sie die Mutter von den beiden Hexen war, hätte er sie wohl eher für die große Schwester gehalten.
    Oktavia antwortete: „Es ist leicht Sachen zu schrumpfen, die nicht am leben sind. Aber sobald es sich um ein Lebewesen handelt, ist es nicht ratsam einen einfachen Zauber zu benutzen. Ich habe dir schon einmal gesagt, dass es nicht so einfach ist, da diese Sache sehr gefährlich ist.“
    Die beiden anderen Hexen stimmten mit einem Nicken zu. Zu seiner Überraschung meldete sich Walpurgis: „Meine Tochter hat recht. Wir haben keine Gründe, dich absichtlich klein zu lassen.“
    Johannes war sich da aber nicht so sicher. Wenn er bedachte, dass Oktavia auch Gefallen daran haben könnte, dass er im Moment winzig war.
    „Wir sollten jetzt erst einmal in Ruhe essen.“, meinte Patricia.
    Da sie alle Hunger hatten, stimmten sie der Hexe zu und begannen zu essen. Johannes hatte es am schwierigsten, da sich sein Teller für ihn auf den Boden befand. Außerdem bekam er jedes Mal einen Schreck, wenn in seiner Nähe Oktavias Arm aus den Nichts auftauchte.
    Das Essen schmeckte aber sehr gut und da Johannes sehr viel Hunger hatte, fiel er über den Fisch und die Kartoffeln her. Es war aber so viel, dass er am Ende satt war. Dafür hatte er jetzt Durst.
    Zu seiner Überraschung brachte ihn Oktavia ein Glas, ehe er auch nur danach gefragt hatte. Anscheinend hatte sie selbst bemerkt, dass er nichts trinken konnte, ohne Glas. Auch dieses lies sie wieder mit der Hilfe ihrer Magie schrumpfen.
    Dankbar trank er aus dem Glas und danach wartete er geduldig, bis auch der Rest das Essen beendete. Walpurgis fragte, nachdem alle Teller waren, ob es geschmeckt hätte.
    Er sah ihr an, dass sie sich freute, dass es ihren Töchtern geschmeckt hatte. Die beiden Hexen halfen ihr beim Abräumen. Oktavia vergrößerte das Geschirr von Johannes wieder mit der Hilfe ihrer Magie.
    Als der Tisch abgeräumt war, griff sie wieder sanft nach ihm und es ging wieder hoch auf ihr Zimmer. Dort setzte sie ihn auf den Schreibtisch, ehe sie sich auf den Stuhl setzte.
    „Wollen wir den Abend wirklich nur damit verbringen, uns gegenseitig etwas zu erzählen?“, fragte sie mit leicht gelangweilter Stimme. Schnell fügte sie hinzu: „Das ist das erste Mal, dass ein Junge bei mir übernachtet. Ich weiß nicht so recht, was wir tun könnten.“
    Sofort wurde sie leicht rot und Johannes musste lächeln. Obwohl Oktavia eine Hexe war, verheilt sie sich in vielen Dingen, wie ein ganz normales Mädchen. Er meinte: „Wir könnten einen Film schauen oder wir, also ich meine spielst ein Videospiel und ich schaue dabei zu.“
    Oktavia meinte: „Dann wäre es wohl besser, wenn wir ein Videospiel spielen würden. Schließlich können wir uns dabei etwas erzählen.“
    Ehe er antworten konnte nahm sie ihn wieder in die Hand und ging ein paar Schritte durch das Zimmer. Er fand sich vor einer Vitrine wieder, die von der Hexe geöffnet wurde. Darin befanden sich Filme und Videospiele.
    Mit sanfter Stimme meinte sie: „Such dir ein Spiel aus.“
    Der junge Mann sah sich um und deutete am Ende auf ein Super Mario Galaxy für die Nintendo Wii. Er wusste, dass das Spiel kaum Story hatte und deshalb ideal war, um dabei über etwas zu reden. Vor allem kannte er die Geschichte des Spiels sowieso schon.
    Es würde aber sicherlich interessant sein, Oktavia dabei zuzusehen, wie sie Mario spielte. Bisher hatte er noch nie einem Mädchen beim Spielen zugeschaut.
    Oktavia nahm das Spiel heraus und drehte sich um. Sie ging einen Schritt zum Bett und setzte Johannes auf dieses. Danach ging sie zur Konsole und bückte sich. Ihr Rock war so kurz, dass er ihre weiße Unterwäsche sehen konnte. Sofort errötete er.
    Zum Glück stand sie mit dem Rücken zu ihm. Als sie das Spiel eingelegt hatte, schaltete sie auch noch den Fernseher ein. Danach ging sie zurück zum Bett und begann sich zu setzen.
    Zuerst hatte Johannes Angst, dass sie sich genau auf ihn setzen würde. Er sah, wie ihr riesiger Hintern sich langsam absenkte, doch er hatte zu große Angst, um sich bewegen zu können. Auch konnte er nicht schreien.
    Obwohl alles recht schnell ging, hatte Johannes das Gefühl, dass eine Ewigkeit verging. Er stellte erst spät fest, dass sich Oktavia genau so gesetzt hatte, dass er deutlich vor ihrem Schoß zwischen ihren langen Oberschenkeln stand.
    Sie blickte zu ihm herab und lächelte entschuldigend. „Mach es dir so bequem, wie es möglich ist.“, meinte Hexe leicht errötet.
    Er schaute auf ihren Schoß und stellte fest, dass ihr Rock fast bis zur Matratze reichte, sodass er nicht auf ihre Unterwäsche starrte. Außerdem konnte er sich wunderbar auf den Saum setzen.
    Er tat es und stellte fest, dass der Stoff stark genug war, um ihn eine bequeme Sitzgelegenheit zu bieten. Außerdem konnte er genau auf den Fernseher schauen, wenn er sich zurücklehnte. Der Stoff bot ihm einen Sanften platz und er meinte: „Gar nicht so schlecht, hier unten.“
    Er sah zu ihr hoch und sah an ihren beiden Erhebungen vorbei ihr Gesicht, dass weit oben über ihm sich befand. Sie war wirklich gigantisch. Doch dann ging das Spiel los und Johannes schaute erst einmal auf den Fernseher, um zu sehen, wie sich Oktavia so schlug.

    Danke wieder einmal für die Kommentare. Ich merke schon jetzt, dass ich viel mehr wörtliche Rede benutze, als bei jeder anderen Geschichte bisher. Ich hoffe aber, dass das gut bei euch ankommt. Aber die Nacht kommt ja langsam näher und da kann ja so einiges passieren, was nicht viel Gerede bedarf ;)

    Walpurgis Heimkehr

    Als Oktavia wieder ins Zimmer kam, hielt sie ein Telefon in der Hand. Sie schloss die Tür hinter sich und ging langsam zum Schreibtisch, wo sie Johannes bereits erwartete. Sie setzte sich, ehe sie den Winzling fragte: „Wie lautet deine Telefonnummer?“
    Er gab sie ihr und hörte, wie sie auf die Tasten drückte. Als sie alles eingetippt hatte, legte sie das Telefon vor Johannes. Selbst das Gerät, das ihm vertraut war und eigentlich nicht besonders groß war, wirkte neben ihn nun riesig.
    Er hörte genau das Tuten, welches zwei Mal kam, ehe jemand abhob. Es meldete sich eine Frau, seine Mutter: „Schmitz.“
    „Hallo Mama, ich bin es, Johannes.“, sagte der Winzling sofort. Er hoffte, dass seine Mutter nicht den Unterschied bemerkte.
    „Oh hallo, Johannes. Wieso rufst du an?“, erklang es aus dem Telefon.
    „Ich wollte nur Bescheid geben, dass ich heute nicht nach Hause komme. Ich übernachte noch bei einem Freund.“
    „Okay, danke für den Anruf. Ich wünsche dir viel Spaß.“
    „Danke Mama.“
    Seine Mutter legte als erstes auf. Erleichtert atmete Johannes auf, ehe er zurückschreckte, weil Oktavias riesiger Arm nach den Telefon griff. Als sie aufstehen wollte, klopfte es an der Tür, ehe diese geöffnet wurde.
    Johannes sah vom Schreibtisch aus, wie Walpurgis in das Zimmer trat. Anscheinend hatte sie sich umgezogen, da sie jetzt ein kurzes, schwarzes Kleid trug, welches einen großen Ausschnitt hatte.
    „Ich hoffe, ich störe nicht, Oktavia.“, sagte ihre Mutter mit sanfter Stimme. Sie kam zum Schreibtisch, strich kurz ihrer Tochter über die rechte Schulter, ehe sie sich auf den Stuhl setzte.
    Johannes bezweifelte, dass die Hexe ihn bereits bemerkt hatte. Jetzt wo sie in seiner Nähe war, fiel ihm noch mehr auf, wie aufreizend der Ausschnitt von Walpurgis war. Dazu waren ihre Brüste größer als die von Oktavia und kamen deshalb auch mehr zur Geltung. Doch Johannes widmete seine Aufmerksamkeit schnell wieder auf die deutlich jüngere Hexe.
    „Selbst wenn du stören würdest, wäre es dir vermutlich egal. Aber was verschafft mir die Ehre, oh große Walpurgis?“, fragte Oktavia fast schon zynisch.
    Ihre Mutter spielte kurz die beleidigte Leberwurst, ehe sie antwortete: „Ich wollte mir dir noch einmal wegen heute Nachmittag sprechen. Es tut mir Leid, was ich gesagt habe.“
    Oktavia antwortete sofort: „Du solltest dich nicht bei mir, sondern bei Johannes entschuldigen. Dabei sagst du immer, wenn du mir Zauberer vorstellst, dass ich nicht zu voreingenommen sein soll...“
    Walpurgis sah erstaunt auf Johannes. Für einen kurzen Augenblick trafen sich ihre Blicke und der Winzling schien schon fast zu spüren, wie mächtig die Hexe war. Ihre Augen wirkten trotz des jungen Anblicks alt und weise.
    „Verzeih mir mein Verhalten, junger Mensch. Es war nicht richtig, vor deinen Augen so zu reagieren. Ich hoffe, Ihr könnt meiner jüngeren Tochter nachsehen, dass sie eine solche Dummheit angestellt hat.“
    Johannes wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Er hatte das Gefühl, dass es Walpurgis nur darum ging, die Wogen zwischen ihr und ihrer Tochter zu glätten. Er war sich sicher, dass es ihr immer noch vollkommen egal war, ob er jemals wieder seine normale Größe erreichen würde.
    „War das alles, was du sagen wolltest?“, fragte Oktavia mit ruhiger Stimme.
    Ihre Mutter schüttelte den Kopf, wobei ihr Vorbau stark wackelte. Johannes konnte deutlich sehen, wie die großen Brüste gegeneinander klatschten. Er errötete, weil ihn der Anblick ein wenig erregte.
    „Er ist schon ziemlich niedlich. Vielleicht sollte ich mir auch mal einen süßen Menschen schrumpfen. Was hast du mit ihm vor?“, sprach Walpurgis, womit sie vermutlich vom eigentlichen Thema ablenken wollte.
    Doch Oktavia funkelte sie wütend an. „Da du mir anscheinend nicht dabei helfen willst, ihn wieder wachsen zu lassen, wäre ich dafür, dass du augenblicklich mein Zimmer verlässt. Denn so langsam stört mich deine Anwesenheit gewaltig! Und nebenbei wird er heute Nacht in diesem Haus schlafen und ich sage dir jetzt schon, dass ich sehr, sehr, sehr böse werde, wenn ihm irgendetwas passiert!“
    Zu Johannes Überraschung sprang Walpurgis auf, wobei ihr Vorbau erneut heftig wackelte, und stemmte ihre Hände gegen die Hüften. „Ich habe dir erlaubt, dass er dich besuchen kann, damit ihr Mathematik lernt und jetzt soll dieser Mensch hier in unserem Haus übernachten. Am besten noch in deinem Bett, habe ich recht? Nein, Oktavia. Das erlaube ich nicht! Das geht zu weit! Er ist ein Mensch. Er weiß jetzt schon zu viel über uns und wenn er noch mehr herausfindet, weißt du, was das für ihn heißt.“
    Oktavia zitterte leicht. Johannes sah kurz, dass ihre Augen vor Wut funkelten, ehe die junge Frau diese schloss. Er spürte etwas, was er vorher noch nie gespürt hatte. Von Oktavia ging eine unglaubliche Ausstrahlung auf, die ihn erzittern ließ.
    Plötzlich wurde die Tür aufgerissen, doch es trat niemand in das Zimmer. Stattdessen kamen mehrere Messer in das Zimmer gesaust, die sich alle auf Walpurgis richteten. Nach und nach schossen weitere Messer in das Zimmer, während Oktavia mit ihren langen Fingernägeln über den Schreibtisch kratze.
    Mit dunkler Stimme sagte die junge Hexe: „Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn du es verboten gehabt hättest, wenn er noch seine normale Größe gehabt hätte, Mutter. Aber in seiner jetzigen Form lasse ich nicht zu, dass du ihn aus diesem Haus schmeißt. Solltest du dennoch darauf bestehen, werde ich ebenfalls das Haus verlassen.
    Wenn du mich aufhalten solltest, werde ich gegen dich kämpfen und das würdest du bereuen. Ich erinnere dich gerne daran, was das letzte Mal passiert ist, als du mich wütend gemacht hast, Mutter.“
    Der Boden begann leicht zu beben und Johannes meinte in der Luft ein Knistern zu hören. Im Moment hatte er große Angst vor Oktavia, deren Augen noch immer geschlossen waren. Er hatte sie noch nie so wütend gesehen und er hoffte, dass er sie auch nie wieder so wütend würde sehen müssen.
    Spätestens jetzt war ihm bewusst, dass die junge Frau nicht gelogen hatte, als sie gesagt hatte, dass sie eine mächtige Hexe sei. Als er zu Walpurgis sah, wich er noch weiter vor der jungen Hexe zurück.
    Ihre Mutter hatte die Augen ängstlich geweitet und starrte auf die vielen Messer, die auf sie gerichtet waren. Die schöne Frau schien vor Angst zu zittern und kurze Zeit später sank sie auf den Boden.
    „Bitte, Oktavia. Hör bitte auf mich. Ich will doch nur das Beste für dich.“, stammelte sie verzweifelt.
    Die vielen Messer sausten auf Walpurgis zu, die nun ängstlich aufschrie und die Augen schloss. Johannes aber konnte seinen Blick nicht abwenden. Er sah, wie die Messer wenige Millimeter vor dem Ziel stehen blieben und dann auf den Boden fielen.
    Als Walpurgis tief durchatmete, hoben sich ihre Brüste deutlich. Johannes hörte, wie jemand ins Zimmer stürmte. Als er den Blick von Walpurgis abwandte, sah er den erschrockenen Ausdruck auf Patricias Gesicht.
    Oktavia öffnete ihre Augen und stand auf. Sie blickte zu ihrer Schwester und meinte mit sanfter Stimme: „Ich wollte dich nicht erschrecken, Patricia. Es tut mir Leid.“
    Walpurgis schien sich währenddessen von dem Schrecken langsam zu erholen. Sie erhob sich und sagte: „Deine Schwester und ich hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit. Ich habe es wohl etwas übertrieben. Ich werde dann mal das Essen kochen.“
    Sie bückte sich und hob die meisten der Messer auf, ehe sie mit diesen aus dem Zimmer ging. Patricia sah ihr kurz hinterher, ehe sie Oktavia besorgt musterte. „So einen schlimmen Wutanfall hattest du noch nie. Was ist los mit dir?“
    Johannes merkte, dass sie kurz zu ihm blickte. Erst jetzt bemerkte er, dass er zitterte und schwitze. Als er zu Oktavia blickte, bildete sich ein Knoten in seinem Hals. Womöglich hatte er sich doch in ihrer Person geirrt. Die Oktavia, die sich ihm gerade gezeigt hatte, gefiel ihn überhaupt nicht.
    Er hatte verstanden, dass sie wütend war, aber ihre Reaktion war viel zu heftig gewesen. Sie musste ihre Mutter wirklich hassen, wenn sie so weit ging und diese fast verletzte.
    „Du verlierst die Kontrolle, habe ich recht?“, fragte Patricia, während Johannes sich gegen die Wand lehnte. Seine Atmung beruhigte sich langsam, doch so langsam wurde ihm bewusst, dass sich sein Traum langsam in einen Albtraum verwandelte.
    Oktavia setzte sich wieder an den Schreibtisch, ehe sie Johannes traurig anschaute. „Ich verliere nicht die Kontrolle. Ich wollte nur jemanden beschützen, der wegen mir in Schwierigkeiten steckt.“
    Johannes sah aus den Augenwinkeln, wie Patricia stumm nickte. Eine Weile sagte niemand auch nur ein Wort. Doch sagte die jüngere Schwester: „Ich gehe dann wohl besser wieder auf mein Zimmer. Wir sehen uns beim Essen.“
    Danach verließ sie stumm den Raum und ließ Johannes alleine mit Oktavia, die den Laptop öffnete und irgendetwas tippte. Johannes sah sie dabei an und sagte leise: „Du hättest das nicht tun sollen.“
    Sofort hörte die junge Hexe auf zu tippen und sah ihn an. Mit trauriger Stimme sagte sie: „Ich werde dafür sorgen, dass du wieder groß wirst. Anstelle des Buches werde ich erst einmal das Internet befragen. Vielleicht gibt es dort den ein oder anderen Anhaltspunkt.“
    „Ich habe Angst vor dir.“, gab Johannes offen zu, als er sich leicht von der Wand abstieß und ein paar Schritte nach vorne machte. Es ging vorbei an mehreren Stiften, die in einem Glas aufbewahrt wurden. Sie ragten rechts von ihm in den Himmel.
    Links von ihm befand sich der riesige Laptop, vor dem die riesige Oktavia gerade befand. Unter ihren Augen schimmerten leichte Tränen, die langsam ihre Wangen herunterflossen. Obwohl er Angst vor ihr hatte, tat es ihm weh, dass sie am weinen war. Umso schlimmer war es, dass sie wegen ihm am Weinen war.
    „Du hast deine Mutter also schon einmal besiegt? Hattest du nicht gesagt, dass deine Ausbildung noch nicht fertig wäre?“, fragte der Johannes verwirrt.
    Oktavia schien ihre Lippen aufeinander zu [lexicon='pressen',''][/lexicon] und sie wandte den Blick ab. Deshalb fuhr er fort: „Was hast du mir noch verschwiegen? Es scheint da ja noch das ein oder andere über dich zu geben, dass ich wissen sollte. Schließlich bin ich für die komplette Nacht dir Schutzlos ausgeliefert.“
    Er sah, wie sie begann leicht zu zittern und weitere Tränen liefen ihre Wangen herab. Ihm war bewusst, dass er ihr gerade weh tat und etwas in ihm wollte ihr weh tun. Ein Teil von ihm hasste Oktavia für die Dinge, die bereits geschehen waren und noch geschehen würden.
    „Ich habe die Wahrheit gesagt, als ich sagte, dass meine Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist. Bloß weil ich bereits stärker als meine Mutter bin, heißt das noch lange nicht, dass ich eine komplett ausgebildete Hexe bin.“, sagte Oktavia traurig.
    Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, ehe ihre Finger wieder über die Tasten des Laptops flogen. Mit nun entschlossener Stimme sagte sie: „Es ist mir egal, ob du mich hasst oder nicht. Ich werde einen Weg finden, dich wieder zu deiner normalen Größe wachsen zu lassen.“
    „Du solltest nichts versprechen, was du nicht halten kannst, Oktavia. Aber ich bin dir dankbar, dass du das alles für mich machst. Du musst nur verstehen, dass es für mich halt nicht einfach ist.“, sagte Johannes nun traurig. Er bereute seine Worte und hasste sich dafür.
    Oktavias linke Hand kam zu ihm herüber und legte sich sanft auf seinen Kopf. Die für ihn riesige Hexe streichelte ihm sanft den Kopf, ehe sie meinte: „Es ist meine Schuld. Du brauchst dich dafür nicht entschuldigen. Was hältst du davon, wenn ich dir nach dem Essen noch mehr von mir erzähle, bevor wir müde werden und ins Bett gehen?“
    Johannes lächelte und nickte. „Das halte ich für eine gute Idee. Aber auch ich sollte etwas von mir erzählen. Es wäre ja unfair, wenn nur ich dich näher kennenlernen würde.“
    Als sie nickte, begann sein Herz leicht schneller zu schlagen. Er verstand nicht, wie er Oktavia in einem Moment hassen konnte und kurze Zeit später mögen. Seine Gefühle schienen vollkommen außer Kontrolle zu sein.
    Er fragte sich, ob es wohl der jungen Frau vor sich genauso erging. Zwar wirkte es so, als würde Oktavia ihn mögen, aber wusste nicht genau, wie sehr sie ihn mochte.
    Ehe er weiter darüber nachdenken konnte, erklang plötzlich Musik, die vom Laptop stammte. Er schreckte zurück und fiel auf den Hosenboden. Oktavia kicherte leicht, ehe sie den Ton leiser machte.
    Sie summte leise zur Melodie, die eindeutig vom einem Film oder einer Serie stammen musste. Die Violinen spielten eine dramatische Musik, die wohl zu einer der späteren Szenen gehörte.
    Oktavia tippte währenddessen weiter etwas ein und schien danach zu lesen. Langsam ging Johannes am Laptop entlang, ehe er auf den Bildschirm schaute. „Was ist das für eine Seite?“
    Die Hexe sah ihn kurz an, ehe sie sagte: „Es handelt sich um eine Plattform, über die alle Zauberkundigen Wesen kommunizieren können. Ich hatte gehofft, dass hier womöglich jemand ein ähnliches Problem gehabt hatte. Aber bisher konnte ich noch nichts finden.“
    In ihrer Stimme hörte er eine gewisse Enttäuschung. Doch Oktavia suchte weiter und las dabei sehr schnell die Seiten. Es schien so, als würde sie die Zeilen nur überfliegen.
    „Könntest du nicht einfach nachfragen, ob jemand eine Lösung weiß?“, fragte Johannes neugierig.
    Oktavia schüttelte den Kopf und errötete. Schüchtern sagte sie: „Ich benutze geraden Account meiner Mutter. Sie würde mich sicherlich auf einen Scheiterhaufen werfen, wenn ich so etwas schreiben würde.“
    Johannes sah sie perplex an. „Sagtest du nicht eben noch, dass du stärker als deine Mutter wärst?“
    Oktavia nickte und sagte: „Das bin ich auch. Ich möchte nur nicht noch mehr Ärger mit meiner Mutter, als ich eh schon habe. Schließlich bin ich so schon eine sehr böse Tochter, die nie tut, was ihre Mutter ihr sagt.“
    Johannes verstand zwar immer noch nicht wirklich, warum Oktavia in der Hinsicht so viel Angst vor ihrer Mutter hatte, aber irgendwie beruhigte es ihn, dass sie ihre Mutter doch nicht so zu hassen schien, wie sie angenommen hatte.
    Er glaubte zu wissen, dass in Wahrheit Oktavia ihre Mutter liebte, dass nur nie offen zeigte. Vermutlich war das Problem, dass sie beide nicht die Ansichten des Gegenüber akzeptieren konnten.
    Als Oktavia weiter im Internet suchten, flogen plötzlich die restlichen Messer aus dem Zimmer. Es war unheimlich und obwohl Johannes nichts von Magie verstand, glaubte er zu wissen, dass die Magie von der jungen Hexe ausging.
    Bis Walpurgis sie zum Essen rief, fand Oktavia keine Lösung. Aber Johannes hatte auch nicht damit gerechnet, dass es einfach würde. Kurz fragte er sich, ob die Hexe überhaupt eine Lösung finden wollte, doch diesen Gedanken verwarf er, als sie ihn sanft nahm und mit ihm nach unten zum Essen ging.
    Er war gespannt, was Walpurgis wohl gekocht hatte und ob er davon auch etwas abbekommen würde. Sein Magen meldete sich jedenfalls und knurrte. Doch er war anscheinend nicht der einzige, der Hunger hatte, da es hinter ihm auch laut knurrte...

    Für mich sollte die perfekte [lexicon='Riesin',''][/lexicon] nicht zu groß sein, sodass sie auch noch gut mit mir kommunzieren kann. Die Interaktion zwischen [lexicon='Riesin',''][/lexicon] (Göttin) und Menschheit ist mir da besonders wichtig. Sie sollte gentle sein, aber auch nicht alles mit sich machen lassen. Da sie eine [lexicon='Riesin',''][/lexicon] ist, wird sie sicherlich auch als Bedrohung angesehen. Außerdem wird wohl das ein oder andere [lexicon='Unaware',''][/lexicon] dabei sein oder eben Versehen, was sie in eine schlechte Situation bringt. Also ein wenig tollpatschig kann sie auch sein. Ihr Körper sollte schlank sein, denn bei ihrer Größe ist sie auch so schon mächtig genug. Sie sollte versuchen ein gutes Verhältnis zu den Menschen zu haben und nicht einfach grundlos Häuser zerstören. Allerdings sollte sie sich auch nicht benutzen lassen von anderen Leuten.
    In meinen Geschichten findet man immer mal wieder den ein oder anderen Aspekt, den ich so als perfekt ansehe. Die meisten Geschichten sind ja eh eher gentle.

    So hier kommt das nächste Kapitel. Es ist etwas Kürzer als erwartet, aber mal schauen, ob das nächste dafür länger wird.

    Patricias Gründe

    Während Oktavia in dem Buch las, betrachtete Johannes sie genau. Ihre blauen Augen huschten förmlich durch jede Zeile. Ihre Wimpern zuckten leicht, wenn sie kurz blinzelte. Ihre Nase war weder zu klein noch zu groß und passte perfekt zu dem schönen Gesicht.
    Die Hexe befeuchtete kurz mit ihrer Zunge die roten Lippen, die schon fast verlangten geküsst zu werden. Ihre Stirn wurde halb vom blonden Pony bedeckt. Dazu verdeckten die langen, blonden Haare ihre Ohren gänzlich.
    Oktavia blätterte eine Seite um. Währenddessen sah sie ihn kurz an und ein bezauberndes Lächeln umspielte ihre Lippen. Sein Blick wanderte weiter nach unten zu ihrem Hals. Sie trug eine Kette mit einem schwarzen Kreuz daran. Doch sein Blick ging weiter hinunter zu ihrem Ausschnitt.
    Oktavia hatte keine großen Brüste, aber sie schienen perfekt zu ihrer schlanken Figur zu passen. Johannes errötete ein wenig, als er sah, wie ihre Erhebungen leicht wackelten, als die Hexe eine weitere Seite umblätterte.
    Plötzlich wurde er in die Luft gerissen. Langsam schwebte er auf ihren Ausschnitt zu. Ängstlich blickte er zu Oktavia, doch diese schien weiterhin aufmerksam in dem Buch zu lesen.
    Als er direkt über ihren Ausschnitt schwebte und genau hineinschauen konnte, meinte sie: „Dir scheint der Anblick zu gefallen.“
    Ihre Stimme klang zu seiner Überraschung gar nicht verärgert. Es schien eher so, als würde es sie amüsieren, dass er auf ihren Ausschnitt starrte.
    „Möchtest du vielleicht näher heran?“, fragte sie, während sie weiter in dem Buch las. Sofort schwebte er etwas näher zu dem Ausschnitt, der nun noch größer wirkte. Als Oktavia erneut umblätterte, spürte Johannes den Luftzug ihres Arms, der unter ihm arbeitete.
    Gleichzeitig sah er, wie die beiden Brüste leicht wackelten. Wie von Geisterhand öffnete sich der oberste Knopf der Bluse, wodurch der Ausschnitt noch einmal größer wurde. Johannes sah nun, dass Oktavia einen weißen BH trug.
    Die Hexe blätterte erneut um. Dieses Mal konnte Johannes deutlich erkennen, wie ihre beiden Brüste wackelten. Sie wurden immer noch von dem BH in Schach gehalten, doch er stellte sich vor, wie sie ungehindert wackeln konnten.
    Sofort bildete sich in seiner Hose eine Beule. Doch dann schloss sich der Knopf wieder und er schwebte zurück auf den Schreibtisch. Als er zu Oktavia sah, bemerkte er, wie errötete sie war.
    „Tut mir Leid. Ich so.. sollte wohl ni... nicht mit meinen Rei... zen spielen.“, stammelte sie. Danach las sie schnell in ihrem Buch weiter.
    Auch als sich die Tür öffnete, sah sie nicht auf. Johannes hörte, wie Schritte näher kamen und dann stand plötzlich Felicitas oder besser gesagt Patricia hinter ihrer Schwester.
    „Was liest du dort, Vani?“, fragte sie.
    Ohne von dem Buch aufzuschauen, antwortete Oktavia: „Es ist jenes Buch, in dem ich den Trank gefunden habe, den du an Johannes ausprobiert hast, Patricia.“
    Die jüngere Schwester weitete die Augen und starrte Johannes an. „Er weiß also, wer wir wirklich sind, Oktavia?“
    „Ja das weiß er. Ich habe ihm schon unsere Mutter vorstellen müssen.“
    Der Ausdruck im Gesicht des Mädchens wurde jetzt sogar ängstlich. Sie stammelte: „Du warst bei Walpurgis? Hast du ihr... etwa erzählt...?“
    Oktavia lächelte, während sie eine Seite umblätterte. „Vor unserer Mutter brauchst du keine Angst zu haben. Ihr macht es nichts aus, dass du Johannes geschrumpft hast. Du solltest viel mehr Angst vor MIR haben!“
    Nach diesen Worten wich Patricia von ihrer Schwester zurück, die das Buch zuschlug. Ihre Augen funkelten wütend und Johannes meinte eine dunkle Aura um sie herum wahrzunehmen.
    „Was hast du dir dabei gedacht, Patricia? Warum hast du ihm das Mittel gegeben? Du wusstest ganz genau, was es bewirkt.“, fragte Oktavia mit wütender Stimme.
    Patricia wich noch weiter vor ihrer Schwester zurück und stammelte: „Ich wollte dir doch nur etwas Gutes tun. Ich weiß doch, wie sehr du es genießt Macht zu haben. Gefällt es dir denn nicht, dass er so klein ist?“
    Sofort errötete Oktavia und sie stammelte: „Das ist doch egal. Er ist ein Mensch. Wir müssen unauffällig bleiben. Sonst kommt es zu einer weiteren Hexenverfolgung.“
    „Es gefällt dir also. Ich wusste es.“, sagte Patricia lächelnd.
    Nach diesen Worten ließ sie eine errötete Oktavia zurück, die erst nach einiger Zeit wieder zu Johannes blickte. Mit leiser Stimme meinte sie: „Es tut mir Leid.“
    Ihr Blick fiel auf den Laptop, bei dem ein Licht am blinken war. Blitzschnell saß sie am Schreibtisch und klappte das Gerät auf. Sie drückte eine Taste und der Bildschirm erschien.
    Was Johannes zu Gesicht bekam, erschreckte ihn. Er fand einen Ordner voller Bilder, von denen eins geöffnet war. Es zeigte, wie Oktavia auf der Modelleisenbahn stand und wie eine Göttin auf die Stadt herunterschaute.
    Als er zu der jungen Frau schaute, bemerkte er, wie sie nun vollkommen errötete. Mit einem lauten Knall klappte sie den Laptop wieder zu. Sie erhob sich, wobei ihre beiden Brüste unweigerlich leicht wackelten. Danach eilte sie stampfend aus dem Zimmer.
    Hinter ihr fiel die Tür mit einem lauten Knall ins Schloss. Doch der Streit zwischen den beiden Schwester war so laut, dass Johannes alles verstand. Anscheinend hatte Patricia ohne Erlaubnis den Laptop ihrer Schwester benutzt und das Passwort herausgefunden.
    Danach hatte sie diese Bilder gefunden und daraus geschlossen, dass Oktavia es mochte, wenn sie eine [lexicon='Riesin',''][/lexicon] war. Deshalb hatte ihre Schwester ihr einen Gefallen tun wollen und Johannes das Mittel in den Tee geschüttet.
    Oktavia hingegen schien zwar das Interesse zu haben, wollte das Mittel aber anscheinend wirklich an sich selber ausprobieren, um sich vor ihrer Mutter zu verstecken. Es dauerte eine ganze halbe Stunde, bis sich die beiden Schwestern wieder beruhigt hatten.
    In der Zeit war Johannes auf dem Schreibtisch auf und ab gegangen. Als Oktavia wieder ins Zimmer kam, war ihr Blick gesenkt. Sie setzte sich an den Schreibtisch und legte ihren Kopf auf den Laptop.
    Johannes konnte den Geruch nach Vanille riechen, der von ihren gewaschenen Haaren ausging. Er atmete ihn tief ein, während er die für ihn riesige Hexe betrachtete. Obwohl er ihr Gesicht wegen den ganzen Haaren nicht sehen konnte, gefiel ihm der Anblick.
    „Ich... es tut mir Leid. Du musst mich wirklich hassen. Eigentlich sollte davon niemand erfahren. Nicht einmal meine Schwester...“, sagte Oktavia schluchzend.
    Johannes trat langsam ein Stück näher: „Du musst lernen, dich selber zu akzeptieren. Ich weiß, dass du kein böses Mädchen bist. Ich habe dich als liebenswerte Mitschülerin kennengelernt und ich glaube dir, dass du mich nicht schrumpfen wolltest.
    Ich hasse auch deine Schwester nicht, denn ich kann sie irgendwie verstehen. Sie wollte dir nur etwas Gutes tun. Ihre Liebe zu dir ist gewaltig.“
    Oktavia hob ihren Kopf leicht und sah ihn traurig an. „Ja, das tut sie. Trotzdem hat sie etwas Falsches getan. Es war nicht richtig, dich einfach zu schrumpfen.“
    Sanft legte sie ihre linke Hand auf seinen Kopf und streichelte ihn. Danach lächelte sie schon wieder. „Du wirst wohl die Nacht hier verbringen müssen. Es wird schon dunkel und ich habe bisher noch nichts in dem Buch gefunden. Tut mir Leid.“
    „Danke trotzdem. Ich denke, dass wir das hinbekommen. Ich sollte aber mal zu Hause anrufen, damit sich niemand Sorgen macht.“
    Oktavia nickte, ehe sie aus dem Zimmer ging. Vor ihnen lag eine aufregende Nacht...

    Huhu,

    für den ersten Versuch ist es wirklich nicht schlecht. Die Idee mit den Sprechblasen gefällt mir sehr gut. Gerade bei so einem Bild, erzählt einem das Bild dadurch schon eine kleine Geschichte. Jeder von uns weiß, was passiert ist und wie es zu dieser Szene kam. Ohne die Sprechblasen wäre das nicht der Fall gewesen.
    Leider sieht man halt noch recht gut, dass die Mutter eigentlich nicht in das Bild gehört. Aber mit mehr Übung fällt das bestimmt nicht mehr so auf. Ich kann dir da auch nicht wirklich Tipps geben, da ich es selbst nie hinbekommen würde :(

    Danke für das Feedback. Ich werde versuchen, die Geschichte wirklich lang zu gestalten. Ich hoffe einfach nur, dass mir nicht der Stoff ausgeht oder die Ideen, aber im Moment habe ich noch so einige Ideen.

    Danke für die vielen Kommentare. Es freut mich, dass ihr alle gespannt seid, wie es weitergeht und ich versuche dieses Mal wirklich eine lange Geschichte daraus zu machen. Ich hoffe, dass mir der Sotff nicht ausgeht.

    Die Stadt im Keller

    Auch den Rückweg verbrachte Johannes wieder in der Jackentasche von Vanessa. Er überlegte, ob er sie vielleicht jetzt auch Oktavia nennen sollte, da das anscheinend ihr richtiger Name war.
    Immerhin hatte er auf dem Weg zurück die Möglichkeit noch einmal über alles nachzudenken, was in den letzten paar Stunden passiert war. Es fühlte sich immer noch wie ein schlechter Traum an, aber inzwischen hätte er mal aufwachen müssen.
    Das Vanessa in Wahrheit eine Hexe war, war nicht einmal das Schlimmste an der ganzen Situation. Viel schlimmer war, dass er von ihrer Schwester geschrumpft worden war. Denn die für ihn nun riesige junge Frau wirkte auf ihn immer noch nett und sympatisch.
    Als sie das Haus von Vanessa wieder erreichten, holte sie ihn zärtlich aus ihrer Jackentasche und setzte ihn wieder in die Küche. Danach brachte sie ihre Jacke weg und zog sich ihre Schuhe aus.
    Als sie wieder in die Küche kam, fragte er: „Wie soll ich dich denn jetzt nennen? Vanessa oder Oktavia?“
    Das Mädchen vor ihm sah ihn ein wenig traurig an und meinte dann: „Da du jetzt die Wahrheit weißt, kannst du mich auch Oktavia nennen. Wahrscheinlich hasst du mich jetzt und am liebsten würdest du nichts mehr mit mir zu tun haben.“
    Er sah, wie die ersten Tränen über ihre Wangen liefen, aber sie wandte sich nicht ab. Mit sanfter Stimme meinte er: „Ich glaube, dass du eine liebe Hexe bist, Oktavia. Deshalb kann ich dich nicht hassen. Wenn du böse wärst, würdest du nichts daran setzen, mich wieder groß zu machen.“
    „Wirklich?“, fragte sie traurig, während sie sich die Tränen aus dem Gesicht strich.
    Er nickte und lächelte. Sofort breite sich auf ihrem riesigen Gesicht ein breites Lächeln ab. Voller Freude hob sie ihn mit ihren beiden Händen hoch und drückte ihn gegen ihre Brust. Sofort errötete er, was sie aber vermutlich nicht mitbekam. Ganz sanft drückte sie ihn gegen ihren Vorbau, der ganz weich war.
    Johannes widerstand dem Drang über ihre Brüste zu streicheln. Er bedauerte es schon fast, dass sie einen BH trug, da er gerne ihre Knospen gespürt hätte.
    Als sie die zärtliche Umarmung beendete, bemerkte sie zum Glück nicht, dass er ein wenig erregt war. Zuerst dachte er, dass sie ihn wieder absetzen würde, doch stattdessen setzte sich die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] in Bewegung.
    Anstelle die Treppe hinauf zu gehen, ging es dieses Mal hinunter. Er sah noch, dass sie das Buch im Flur auf ein Schränkchen gelegt hatte, bevor sie den Keller erreichten. Als sie eine Tür öffnete, erwartete er dahinter schon fast ein magisches Labor mit Kesseln, in denen mystische Tränke gebraucht worden.
    Doch stattdessen fand er einen ganz normalen Hobbykeller, in dem eine große Modelleisenbahn stand. Sie war nicht nur groß, weil er geschrumpft war, sondern sie nahm den meisten Platz des Kellers ein.
    Dazu war sie über mehrere Etagen gebaut worden. Oktavia ging auf die Anlage zu und setzte Johannes direkt zum Bahnhof. Danach ging sie um die große Platte herum und schaltete den Strom ein. Sofort erstrahlten in den vielen Miniaturhäusern Lichter.
    Die Anlage war so groß, dass Johannes sich in einen Zug hätte setzen können und mitfahren können. Staunend sah er sich die Miniaturstadt an. Er ging durch die Straßen und sah sich um. Geschäfte boten angeblich tolle Sachen an und die vielen Häuser hatten schöne Vorgärten.
    „Wie gefällt dir die Anlage?“, fragte Oktavia neugierig, die ihn von den Schaltpulten aus beobachtete.
    „Wahnsinn. All das aufzubauen hat bestimmt ewig gedauert und es sieht alles so echt aus.“, antwortete er ehrlich.
    Oktavia wurde ein wenig rot und sie nickte. „Ich sitze immer mal wieder mehrere Stunden hier unten und versuche die Anlage weiter zu verbessern. Hier unten kann ich vergessen, wer ich bin und was alle von mir erwarten.“
    Johannes sah sich weiter um und fragte: „Was erwartet man denn von dir?“
    Oktavia Blick schien auf etwas in weiter Ferne gerichtet zu sein. In Gedanken setzte sie einen Zug langsam in Bewegung, der sich auf den Weg ins Ungewisse machte. Es handelte sich um eine historischen Zug mit einer Dampflok, aus der sogar Qualm stieg. Johannes sah, wie diese in einem Tunnel verschwand.
    „Man erwartet von mir, dass ich meine Eltern übertreffe. Schon als kleines Kind stellte man fest, dass ich ein unglaubliches Potential hatte. Deshalb bekam ich einen sehr harten und strengen Unterricht. Jedes Mal, wenn ich eine freie Minute hatte, kam ich nach hier unten und bastelte an dieser kleinen Welt.
    Immer hat mir jemand vorgegeben, was ich zu tun hatte, aber hier unten entschied ich, was geschah. Manchmal versteckte ich mich sogar hier unten. Am Anfang brauchten meine Eltern ewig, bis sie mich fanden. Sie schimpften mit mir und sagten, dass ich eine Schande für die Familie wäre.
    Ich habe meine Eltern gehasst. Nur meine Schwester war anders. Sie stand immer auf meiner Seite, obwohl sie in meinem Schatten lebte. Ihre magischen Fähigkeiten sind nicht so groß und von ihr erwartet man nicht so viel. Dennoch sollte man sie nicht unterschätzen.
    Auch heute noch ist das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir nicht das beste. Sie war dagegen, dass ich dich treffe. Für sie bist du nur ein einfacher Mensch, der Schande über die Familie bringen würde.
    Ihr wäre es am liebsten, wenn ich einen mächtigen Zauberer heirate. Aber das möchte ich nicht. Ich wäre am liebsten ein Mensch und könnte ein normales Leben führen. Doch das wird nie in Erfüllung gehen.“
    Johannes brauchte etwas, bis er wirklich alles verstanden hatte, was Oktavia ihm gesagt hatte. Noch immer wirkte es so, als wäre sie mit ihren Gedanken woanders. Ihre große Hand strich Gedanken verloren über die Kante der Platte.
    Da er nicht wusste, was er antworten sollte, sah er sich noch mehr in der Miniaturstadt um. Er ging durch ein historisches Stadttor und sah, dass sich dahinter neuere Gebäude befanden. Direkt am Tor befand sich ein Café, welches sehr leckere Speisen laut einem Plakat anbot.
    Langsam schlenderte er die Straße weiter hinunter und näherte sich damit Oktavia, die immer noch an dem Schaltpult saß. Als er sie betrachtete, war er sich sicher, dass in ihrer Erzählung das ein oder andere wichtige Detail noch fehlte. Es musste einen Grund geben, warum sie nicht gerne gelernt hatte.
    Es schien schon fast so, als hätte sie Angst vor ihrer Macht. Deshalb fragte er: „Warum wolltest du nicht lernen? Möchtest du nicht die stärkste aller Hexen sein?“
    Mit diesen Worten riss er sie aus ihren Gedanken und sie sah ihn entschuldigend an. Dann senkte sie den Blick und er sah, wie ihr die röte ins Gesicht stieg. Zögernd sagte sie: „Ich habe Angst davor, die stärkste Hexe zu sein.“
    „Warum? Ist es gefährlich die stärkste Hexe zu sein? Wird dich dann jeder aus der Unterwelt jagen, um dich zu töten?“
    Sofort schüttelte sie energisch den Kopf. Langsam erhob sie sich und er bemerkte, dass ihre Hände leicht zitterten. Mit diesen stützte sie sich kurze Zeit später auf der Anlage ab und dann beugte sie sich vor.
    Sie beugte sich so weit vor, dass sie einen Schatten auf Johannes war, der stehen geblieben war. Gebannt sah er zu ihr hoch und in ihrem Blick lag etwas, was er bisher noch nicht gesehen hatte. Er konnte es aber auch nicht ganz einordnen.
    Unweigerlich musste er aber auch wieder in ihren Ausschnitt starren, der wieder einmal einen tiefen Einblick ermöglichte. Ihre beiden Brüste wackelten leicht, als sie sich noch etwas weiter vorüber beugte. Ihr Vorbei berührte nun schon fast die spitzen der Gebäude, die links und rechts am Stadtausgang standen.
    „Ich habe Angst davor, so viel Macht zu haben, Johannes. Gleichzeitig ist es aber mein Wunsch, mächtig zu sein. Es gefällt mir über andere zu herrschen und je mehr Macht ich habe, desto mehr werden mir dienen. Alleine dieser Gedanke gefällt mir und genau das macht mir Angst. Ich weiß nicht, was ich mit dieser Macht alles anstellen würde.“
    Er wich ein wenig vor ihr zurück und sah sie ängstlich an. „Das bedeutet also...“, stammelte er.
    Oktavia nickte und sagte ehrlich: „Ich kann leider nicht verneinen, dass es mir gefällt, so viel Macht über dich zu haben. Dennoch war Mittel nicht für dich bestimmt, sondern für mich. Ich wollte mich damit schrumpfen und hier unten verstecken.
    In mir schlummern böse Gedanken, die mich zu einer bösen Hexe machen würden. Einem Teil von mir Macht es großen Spaß böse zu sein. Ein andere Teil hingegen versucht diesen Teil in Schach zu halten. Ich hasse mich selbst dafür, dass ich so bin.“
    „Ich verstehe.“, meinte Johannes.
    „Ich bezweifle, dass du es bereits verstehst. Meine Ausbildung ist bald abgeschlossen und am Ende wird sich zeigen, ob ich eine gute oder böse Hexe werde.“
    Sie erhob sich wieder und sank auf dem Stuhl zusammen. Da in diesem Moment die Dampflok über die Gleise fuhr, war ihr Gesicht vom Rauch ein wenig verhüllt. Als dieser davongezogen war, sah er ihre Tränen.
    Aufmuntert sagte er: „Jeder hat in sich eine böse Seite. Entscheidend ist es, ob wir diese böse Seite zum Vorschein bringen. Ich bin mir sicher, dass du stark genug bist, dagegen zu halten Oktavia. Obwohl du die Macht über mich magst, versuchst du schließlich, mich wieder wachsen zu lassen. Außerdem warst du bisher sehr sanft zu mir.“
    Als sie lächelte, erfüllte ihn das voller Freude. Ein seltsames Gefühl breitete sich in ihm auf und er fühlte sich irgendwie verbunden zu der für ihn riesigen Hexe. Letztendlich empfand sie ähnliche Gefühle wie ein Mensch.
    „Eigentlich sollte ich dich aufmuntern, aber die ganze Zeit bist du es, der mich aufmuntert. Ich danke dir Johannes und ich werde versuchen, dich wieder größer zu machen. Leider kann ich dir nicht versprechen, dass ich Erfolg haben werde.“
    Johannes nickte. „Das brauchst du auch gar nicht. Es reicht mir, dass du es versuchst.“
    Wieder stahl sich ein glückliches Lächeln auf ihr Gesicht. Sie stoppte die Dampflok wieder im Bahnhof, bevor sie den Strom ausschaltete. Danach bot sie Johannes ihre Hand auf, auf die er stieg.
    Vorsichtig hob sie ihn hoch und danach gingen sie wieder hinauf. Oktavia sagte leise: „Dann wollen wir mal weiter das Buch studieren. Ich hoffe, dass uns Patricia nicht stört. In letzter Zeit geht sie mir eher auf die Nerven, als das sie mir hilft.“
    Und so holte Oktavia das Buch und ging mit diesem wieder auf ihr Zimmer, in dem sie Johannes auf den Schreibtisch absetze. Danach schlug sie das Buch auf und begann zu lesen...

    Aber du hast den Fehler gemacht der mich als Mythologie-Freak immer erschaudern lässt.
    Du hast Hexerei und Magie gleichgesetzt. Und das ist schlicht falsch.

    Danke für den Hinweis, allerdings kommt das Bild der Hexen in dieser Geschichte nicht von der Mythologie sondern von der jüngsten Fantasy. In Harry Potter waren zum Beispiel Hexen letztenlich Zauberinnen und wurden einfach nur als solche benannt. Und genau dort hat das hier entstehende Bild von Hexen in der Geschichte die Wurzel. Allerdings ist es nicht ganz so wie in Harry Potter und es fällt auch mal ein bekannter Name. Die Namen der Hexen, die bisher genannt wurden. Also Oktavia, Walpurgis und Patricia stammen alle aus dem Anime Puella Magi Madoka Magica.
    ich denke mal, dass es sich auch bei vielen anderen Dingen so verhält, dass diese im Laufe der Zeit von Autoren abgefälscht werden und weniger der Mythologie entsprechen, aus der sie eigentlich entsprechen. Aber das ist meiner Meinung nach gerade der Reiz der Fantasy. Es ist schade, dass du dich mit dem Bild der Hexen in meiner Geschichte nicht so identifizieren kannst, aber ich habe es nun einmal jetzt so gewählt und ich hatte auch meine Hintergedanken dabei. Denn letztendlich ist Hexe nur ein Wort und ein Wort kann gleich mehrere Bedeutungen haben und in diese Geschichte spielt in einer Welt, die der unseren ähnlich ist, aber die eben nicht die unsere ist.
    Ich hoffe, dass du jetzt etwas mehr verstehst, warum ich dieses Bild der Hexen genommen habe. Ich danke aber noch einmal für den Hinweis und je nachdem werde ich mir die Mythologie der Hexen auch noch genauer anschauen, da das für andere Geschichten sicherlich ein reizvolles Thema wäre.

    Es freut mich, dass die Geschichte bisher vielen gefällt. Ich versuche hier einfach mal wieder etwas Neues. Aber das findet ihr dann in diesem Kapitel endlich heraus, sofern ihr es bisher noch nicht vermutet habt:

    Walpurgis

    Als sich die Aufzugtür öffnete, trat Vanessa in einen fensterlosen Gang, der lediglich von elektrischem Licht erleuchtet wurde. Ihre Schritte hallten leise von den Wänden wieder. Sie ging auf eine Tür zu, die sich am anderen Ende des Ganges befand.
    Sobald sie diese erreicht hatte, klopfte sie mit ihrer freien Hand an. Von innen konnte man ein gedämpftes „Herein“ hören.
    Langsam drückte die junge Frau die Klinke herunter und öffnete die Türe. Sie trat in den Raum, der sich als Büro entpuppte. Auffallend war auch hier, dass es kein Fenster gab und das einzige Licht von einer Lampe an der Decke kam.
    In dem Büro befand sich ein großer Schreibtisch hinter dem eine schöne Frau saß, deren langen blonden Haare bis zur Schulter reichten. Ihre blauen Augen musterten Vanessa nun neugierig.
    Johannes vermutete, dass es sich um Vanessas Mutter handelte. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden war unweigerlich zu erkennen und es gab niemand anderen in dem Raum.
    „Wolltest du dich nicht heute mit einem Menschen treffen, Oktavia?“, fragte die Frau als Vanessa mitten im Raum stehen blieb. Auch sie nannte Vanessa Oktavia, was Johannes aber nicht weiter verwunderte. Viel mehr verwunderte ihn das Wort Menschen.
    Vanessa hob ihn ein wenig hoch, drehte ihre Hand ein wenig und öffnete sie dann, sodass er auf ihrer Handfläche lag. Die Frau musterte ihn kurz neugierig, ehe sie meinte: „Ich hätte gedacht, dass er ein wenig größer wäre.“
    „Das war er auch, Mutter. Patricia hat ihn geschrumpft, obwohl ich mit ihm nur Mathematik lernen wollte.“, antwortete Vanessa.
    Die Frau lächelte: „Deine Schwester hat nur versucht, dir einen Wunsch zu erfüllen. Sie es mal positiv. Er kann nicht vor dir weglaufen, wenn er erfährt, wer du wirklich bist.“
    Johannes weitete die Augen. „Was meinst sie damit?“, fragte er Vanessa.
    Diese sah ihn kurz an, ehe sie meinte: „Ich hätte wohl besser deinem Rat folgen sollen. Bisher wurde alles nur noch schlimmer.“
    Das Lächeln von ihrer Mutter wurde noch einmal breiter und sie sagte: „Das hättest du besser tun sollen, Oktavia. Aber jetzt ist es zu spät und ich werde Patricias Tat nicht rückgängig machen. Das musst du schon selber schaffen.“
    Johannes verstand nur noch Bahnhof. Eigentlich hätte Vanessas Mutter sauer auf Fee sein müssen, aber stattdessen schien sie sogar auf ihrer Seite zu sein. Ihr Verhalten war für ihn vollkommen unverständlich.
    Vanessa antwortete mit wütender Stimme: „Das werde ich mir merken, Walpurgis.“
    Sie umschloss mit ihrer Hand erneut Johannes und drehte sich ohne ein weitere Wort zu sagen aus dem Raum. Als er noch einmal zurück sah, bemerkte er, dass ihre Mutter nun nicht mehr lächelte, sondern sich eher Sorgen machte.
    Doch dann fiel auch schon die Türe laut ins Schloss und sie waren wieder in dem Gang. Vanessa hatte Tränen in den Augen und sie merkte erst jetzt, dass vor der Türe das alte Buch auf dem Boden lag. Sie musste es wohl fallengelassen haben.
    Als sie sich bückte, bekam Johannes unweigerlich einen tieferen Einblick in ihren Ausschnitt. Eigentlich hatte er nicht hinschauen wollen, doch bei seiner Größe war der Spalt zwischen ihren beiden Brüsten noch anziehender.
    Als sie sich wieder erhob, wackelten die beiden Brüste ein wenig, was ihm aber nur auffiel, weil er so klein war. Ansonsten wäre ihm das kaum aufgefallen. Alleine an diesem Beispiel merkte er, wie sich seine Wahrnehmung geändert hatte.
    Doch ehe er weiter das Schauspiel beobachten konnte, verstärkte sich der Griff von Vanessa. Sofort breiteten sich in ihm unglaubliche Schmerzen aus. Die Kraft der jungen Frau war für ihn gewaltig. „Vanessa...“, keuchte er.
    Sofort löste sich der Griff und sie sah ihn besorgt an. „Ist alles in Ordnung?“
    „Naja. Ich versteh einfach gar nichts mehr.“, antworte Johannes wahrheitsgemäß. Sofort konnte er ihr Bedauern sehen.
    „Das ist alles meine Schuld. Es tut mir Leid.“ Nun fing sie wirklich an zu weinen und sofort fühlte sich der junge, kleine Mann schlecht.
    Deshalb sagte er mit ruhiger Stimme: „Eigentlich ist es deine Schwester Schuld. Du kannst nichts dafür, dass ich geschrumpft wurde. Schließlich wolltest du das ja gar nicht. Aber du könntest mir trotzdem mal erklären, was das Ganz hier soll.“
    Vanessa nickte, während noch weitere Tränen über ihre Wangen liefen, die auch nicht von ihr weggewischt wurden. „Also gut. Ich werde dir jetzt die Wahrheit erzählen. Ich bin in Wahrheit eine Hexe und verfüge über magische Kräfte. Meine Mutter ist Walpurgis und damit die mächtigste Hexe, die derzeit auf dieser Welt lebt. Alleine deshalb haben die Leute Angst vor mir, weil ich ihre älteste Tochter bin.
    Mein Vater heißt Merlin und auch dieser sollte dir durchaus ein Begriff sein. Er ist der bekannteste Zauberer und auch einer der mächtigsten. Nicht einmal meine Mutter weiß genau, über was für Kräfte er verfügt. Meistens ist er auf Reisen und immer wenn man ihn gebrauchen könnte, ist er nicht anzutreffen.“
    Johannes starrte sie fassungslos an. „Du bist WAS?“, fragte er.
    „Ich bin eine Hexe. Allerdings keine böse Hexe. Es ist einfach nur ein Begriff für eine Zauberin.“
    „Und das soll ich dir glauben?“, fragte Johannes eher lautstark anfing zu lachen. Doch als er ihr in die blauen Augen sah, wusste er, dass sie die Wahrheit gesagt hatte. In ihrem Blick lag etwas Mystisches und Gefährliches.
    Plötzlich hörte er, wie es in der Luft leise knisterte. Im nächsten Moment lies Vanessa ihn einfach los. Aber anstelle auf den Boden zu fallen, schwebte er vor ihr. Er bekam sofort ein mulmiges Gefühl, da er spüren konnte, wie die Schwerkraft eigentlich an ihm zog.
    Sie lies ihn vor ihrem Gesicht schweben und fragte: „Glaubst du mir jetzt?“
    Er nickte und bekam es mit der Angst zu tun. Sie hatte nicht einmal irgendwelche Wörter gebraucht, um ihn in der Luft schweben zu lassen. „Bitte lass mich wieder runter.“, meinte er, da es ihm doch deutlich lieber war, wenn sie ihn in ihren Händen hielt.
    Vanessa nahm ihn zärtlich wieder in ihre Hände und sagte dann: „Da uns meine Mutter nicht weiter helfen möchte, werde ich wohl das Buch weiter studieren müssen.“
    „Kannst du nicht einfach einen Zauber verwenden, der mich wachsen lässt?“, fragte Johannes.
    Sie schüttelte den Kopf, wobei ihre langen blonden Haare durch die Luft geschleudert wurden. „Es handelte sich um eine magische Substanz, die es verhindert, dass durch einen einfachen Zauber die Wirkung beendet werden kann. Wir brauchen ein Gegenmittel oder einen komplizierten Zauber.“
    Mit diesen Worten setzte sie sich in Bewegung und es ging wieder durch den Gang. Als sie den Aufzug erreichten, drückte Vanessa mehrere Knöpfe und es ging nach oben. Sie erklärte: „Dieser Aufzug verbindet die Menschenwelt mit der magischen Welt. Alle magischen Wesen leben versteckt in der Welt der Menschen, seitdem die Hexen verfolgt wurden.“
    Johannes nickte. Es machte Sinn, dass Vanessa oder besser gesagt Oktavia so tat, als wäre sie ein normales Mädchen. Noch konnte er sie nicht einschätzen, aber er hatte das Gefühl, dass sie nicht so wie die Hexen aus den Geschichten war. Eigentlich war sie ein ziemlich nettes Mädchen und natürlich sah sie auch gut aus...

    Ich kann dir versichern, dass das nur Zufall ist. Es ist quasi unmöglich etwas gänzliches Neues zu schreiben. Alles hat es in irgendeiner Form schon einmal gegeben.

    Die Halle des Wissens

    Auf der Fahrt zur Bibliothek geschah nichts Besonderes in der Tasche von Vanessas Jacke. Johannes bekam nicht viel von der Außenwelt mit. Er hörte zahlreiche Stimmen, die er nicht zu ordnen konnte.
    Diese Stimmen wurden begleitet von dem leisen Klacken von Vanessas Schuhen. Er fragte sich, ob sie wohl Absätze trug.
    Kurze Zeit später hörte er, wie sie eine Rolltreppe nahm und in die Tasche drang langsam der Geruch, der so typisch für eine U-Bahn war. Deshalb wusste er auch, dass die lauten Geräusche von einer einfahrenden U-Bahn stammte.
    Er hörte, wie Vanessa einstieg und sich kurze Zeit später hinsetzte, was ihm das Polster der Sitze verriet. Eine Durchsage kam: „Vorsicht beim Schließen der Türe.“
    Und dann setzte sich die U-Bahn ruckartig in Bewegung. Durch die Durchsagen wusste er wenigstens, wo sie sich befanden. Als die Durchsage kam: „Nächster Halt: Stadt Bibliothek.“, ging ein Ruck durch Vanessas Körper und sie stand auf.
    Als die U-Bahn hielt, verließen sie den Waggon und es ging über eine Rolltreppe kurze Zeit später nach oben. Zum Glück ließ der Stoff der Jacke genügend Luft in die Tasche, sodass diese nicht stickig worden.
    Als Johannes das leise Geräusch einer Schiebetür hörte, vermutete er, dass sie endlich die Bibliothek erreicht hatten. Die Schritte von Vanessa wurden kürzer, was Johannes in ihrer Tasche sofort merkte.
    Vermutlich ging sie gerade an den Regalen vorbei und suchte nach dem Buch. Als sie stehen blieb, hörte er, wie sie den Reißverschluss der Tasche öffnete. Kurze Zeit später erschien über ihn ihre riesige Hand, die ihn sanft umschloss.
    Blitzschnell ging es für ihn zurück ins Licht, das ihn erst einmal blendete. Als er sich an die Helligkeit gewöhnt hatte, sah er sich neugierig um. Sie befanden sich in einem riesigen Saal, der voller Bücher war. Schon für einen normalen Menschen war das Ausmaß dieser Halle gigantisch. Doch für den winzigen Johannes war es noch einmal deutlich größer.
    Die Bücherregale stiegen wie riesige breite Wolkenkratzer in den Himmel. Von der Decke, die weit entfernt war, strahlten riesige Lampen herunter. Vanessa lächelte und meinte: „Willkommen in der Halle des Wissens. Hier befindet sich eine unglaublich riesige Sammlung an Büchern.“
    Vanessa hielt ihn immer noch in ihrer linken Hand, während sie ein altes Buch aus einem Regal herausnahm. In Gedanken meinte sie: „Das sollte das Buch sein, in dem ich die Formel für den Trank gefunden habe.“
    Sofort setzte sie sich in Bewegung und im rasanten Tempo ging es für Johannes an den riesigen Regalen vorbei. Er hatte nicht einmal die Möglichkeit Buchtitel aufzuschnappen. Dabei ging Vanessa nicht einmal schnell. Sie schlenderte eher zwischen den beiden Regalreihen entlang.
    Johannes erkannte, dass die für ihn riesige junge Frau auf einen Tisch mit mehreren Stühlen zusteuerte. Auf diesen setzte sie zuerst ihn, ehe sie das Buch neben ihn legte. Danach zog sie ihre Jacke aus, die sie über den für Johannes riesigen Stuhl hing.
    Nachdem sie sich gesetzt hatte, schlug sie gleich das Buch auf, was sie sehr vorsichtig tat. Langsam näherte sich Johannes dem Rand des Buches, um die ebenfalls darin lesen zu können.
    Dazu musste er an dem gesamten Buch vorbei gehen und sich zwischen Vanessa und dem Buch hinstellen. Als er dort angekommen war, blätterte die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] auch schon um. Also versuchte er die nächste Seite zu lesen, aber auch dort war Vanessa viel zu schnell.
    Am Ende erntete sie von ihm einen bösen Blick, den sie sich aber gar nicht zu bemerken schien. Als er sich räusperte, blätterte sie das Buch schon wieder um und das Geräusch ging unter.
    Also setzte er sich beleidigt auf den Tischboden und verschränkte seine Arme. Aber selbst das schien die für ihn riesige Vanessa nicht zu bemerken. Sie las einfach weiter, als wäre er nicht da.
    Er hörte, wie sich Schritte näherten, doch auch das störte die junge Frau nicht. Sie las einfach weiter, so als wäre sie alleine in der Bibliothek. „Hallo Oktavia.“, hörte er eine Frau sagen.
    Unmittelbar beim Tisch blieben die Schritte stehen und er sah eine riesige Bibliothekarin, die ihn erstaunt ansah. Ihre Hand näherte sich bedrohlich ihm, während Vanessa weiter in dem Buch las.
    Doch ehe sie Hand ihn erreichen konnte, reagierte die riesige junge Frau, ohne das sie die Aufmerksamkeit von dem Buch abwandte. Ihre linke Hand umfasste das Handgelenk der Bibliothekarin.
    „Ist das ein winziger Gnom, Oktavia?“, fragte die Bibliothekarin neugierig.
    Vanessa seufzte und antwortete: „Siehst du nicht, dass ich hier am lesen bin?“
    „Tut mir Leid, Oktavia. Ich bin eigentlich nur hier, um dir auszurichten, dass deine Mutter dich gerne sehen würde. Sie ist ganz gespannt darauf, was für Fortschritte du machst.“, meinte die riesige Frau.
    Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Johannes zu, der gar nichts mehr verstand. Er fragte sich, warum Vanessa von der Frau Oktavia genannt wurde.
    „Jetzt wo ich ihn genau betrachte, sieht er gar nicht aus wie ein Gnom. Ist er ein Mensch? Hast du ihn geschrumpft?“
    Ein Luftzug zerzauste Johannes kurze Haare, als Vanessa das Buch zu schlug. Er hörte, wie die ein oder andere Buchseite darunter litt. Als er zu dem Gesicht der riesigen jungen Frau aufsah, bemerkte er sofort ihre Verärgerung.
    „Wie oft muss ich dir noch sagen, dass ich beim Lesen nicht gestört werden möchte, Sophia? Aber du kannst meiner Mutter ausrichten, dass ich gleich zu ihr komme. Ich wollte sowieso mit ihr reden.“
    „Verzeih mir, Oktavia.“, meinte die Bibliothekarin jetzt schon fast ängstlich. Danach entfernte sie sich vorsichtig. Johannes sah immer noch verständnislos zu Vanessa. Als er die Schritte der Bibliothekarin vernahm, fragte er: „Was war das denn?
    Sie seufzte erneut und blies ihm dabei warme, feuchte Luft entgegen. „Sieht so aus, als müsste ich dir jetzt deutlich mehr erklären, als notwendig gewesen wäre, wenn ich meine Ruhe gehabt hätte.“, meinte sie genervt.
    Johannes antwortete ebenfalls genervt: „Das wäre wohl nicht schlecht, Oktavia.“
    Bei dem Klang dieses Namens zuckte die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] kurz zusammen. Dann seufzte sie zum dritten Mal. „Meine Eltern haben mich Oktavia genannt. Ich heiße eigentlich Oktavia Vanessa, aber mir gefällt der Name Vanessa besser. Ähnlich verhält es sich mit meiner Schwester Fee. Sie heißt eigentlich Patricia Felicitas.“
    „Und was hat es mit dem Gnom auf sich?“, fragte Johannes, der sich fragte, ob er Vanessa überhaupt richtig gekannt hatte. Jetzt wo er bei ihr war, hatte er das Gefühl, dass sie eigentlich ein ganz anderer Mensch war.
    Die junge Frau erhob sich und ihre rechte Hand umschloss seinen Körper wieder zärtlich. Danach nahm sie noch das Buch. Als sie sich in Bewegung setzte meinte sie: „Du kennst doch sicherlich die ein oder andere Geschichte über Gnome oder?“
    „Natürlich kenne ich Geschichten darüber. Aber ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass sie mich für eine Manga-Figur hält. Ich habe das Gefühl, dass da etwas anderes hinter steckt. Sie hätte eigentlich in Ohnmacht fallen müssen.“
    Vanessa ging zu einem Aufzug und wartete vor diesem. „Gut möglich.“, meinte sie nur auf Johannes Worte, was ihn überhaupt nicht überzeugte. Er war sich jetzt sicher, dass sie ihm etwas Wichtiges verheimlichte.
    Deshalb nahm er sich vor genau darauf zu achten, was Vanessa tat und wie die Leute mit ihr umgingen, um herauszufinden, was sie ihm verheimlichte. Vielleicht würde ihm das Treffen mit ihrer Mutter schon weiterhelfen...

    Freut mich, dass ich schon einen in der kurzen Zeit ansprechen konnte. Da das erste Kapitel recht kurz war, gibt es schon direkt das zweite. Ich hoffe, dass es euch gefällt ;)

    Böses Erwachen

    Als Johannes seine Augen wieder öffnete, war um ihn herum nichts anderes als Dunkelheit. Eine riesige warme Stoffdecke befand sich über ihm und unter ihm befand sich etwas aus dem selben Stoff.
    Als er sich aufrichtete, merkte er, wie schwer der Stoff auf ihm lag. Ihm tat alles weh und er fühlte sich noch ein wenig schwindelig. Dennoch versuchte er sich aus der Dunkelheit zu befreien.
    Als er links und rechts von sich kein Licht entdecken konnte, kroch er einfach in eine Richtung weiter, die für ihn Sinn ergab. Es dauerte etwas, bis er endlich Licht am Ende des „Stofftunnels“ sah.
    Als er hinaustrat, bot sich ihm ein unglaublicher Anblick. Vor ihm lag eine riesige Jeanshose. Als er sich weiter umsah, stellte er fest, dass über ihn ein riesiger Schreibtisch sich befand. Dazu standen in der Nähe zwei riesige Stühle und das riesige Bett war auch nicht weit entfernt.
    Nur langsam Begriff Johannes, dass er geschrumpft war und gerade keine Kleidung trug. Blankes Entsetzen breitete sich in ihm auf und er sah sich hastig um. Was er für zwei riesige Decken gehalten hatte, war sein T-Shirt gewesen.
    Als er hörte, wie sich die Türe öffnete, lief er schnell weiter unter den Schreibtisch. Vanessa durfte ihn nicht so sehen, ging ihn durch den Kopf, als er bis zur Wand lief und sich gegen diese lehnte.
    Er hörte die vertraute Stimme von Vanessa: „Fee, ist Johannes noch nicht da?“
    Ganz leise hörte er die Antwort: „Anscheinend noch nicht.“
    Es dauerte etwas, bis Vanessa antwortete: „Dann warte ich in meinem Zimmer.“
    Hektisch antwortete ihre Schwester: „Ich habe unten einen Tee aufgebrüht, den solltest du vielleicht holen.“
    Ein zuckersüßes Kichern erklang und Vanessa meinte: „Du denkst aber auch wirklich an alles.“
    Kurze Zeit später hörte er, wie jemand in das Zimmer trat. Er drückte sich noch fester an die Wand, als die Schritte näher kamen. Kurze Zeit später, sah er zwei lange Beine, die in den Himmel ragten. Kurze Zeit später erschienen zwei lange Arme, die seine Sachen vorsichtig nahmen.
    Als dann noch Fees Gesicht erschien und sie ihn mit einem vielsagenden Lächeln ansah, wurde ihm bewusst, dass sie dafür verantwortlich sein musste. Mit zuckersüßer Stimme meinte sie: „Meine Schwester wird viel Spaß mit dir haben.“
    Kichernd machte sie sich auf den Weg zurück. Plötzlich setzen ihre Schritte auf und er hörte Vanessa empört fragen: „Wessen Klamotten sind das, Fee? Sag bloß...“
    „Du verstehst das vollkommen falsch, Vani. Ich habe das nur für dich getan.“
    „Für mich? Bist du bescheuert? Raus aus meinem Zimmer, sofort!“, hörte er Vanessa wütend brüllen. Sie schien den Tränen nahe zu sein.
    Dann erklangen wieder Schritte, die vermutlich von Fee stammten, die verstand, dass sie erst einmal in diesem Zimmer nicht mehr erwünscht war.
    Kurze Zeit später kamen Schritte näher und es kamen wieder zwei schlanke, lange Beine ins seinen Bildausschnitt. Die riesigen, nackten [lexicon='Füße',''][/lexicon] befanden sich in riesigen Hausschuhen. Dann bückte sich Vanessa und ein kurzer blauer Rock und eine weiße Bluse mit einem Ausschnitt kamen zum Vorschein.
    Ihr Körper war im Vergleich zu Johannes gigantisch. Als ihr riesiges Gesicht auftauchte, sah der Winzling die Tränen, die über ihre Wangen liefen.
    Langsam kam eine Hand ihm entgegen und Vanessa beugte sich nach vorne, um ihn zu erreichen. Er zuckte zusammen und wollte eigentlich weglaufen, doch sein Körper gehorchte ihm nicht.
    Immerhin verdeckten seine Hände seine nackten Intimbereich. Ganz sanft umschloss sich die linke Hand von Vanessa um seinen winzigen Körper. Ihre Hände waren warm und weich. Vorsichtig hob sie ihn hoch und zog die Hand danach zurück zu ihrem Körper.
    Je näher er kam, desto größer schien sie zu werden. Als ihre Hand unmittelbar unter ihrem Gesicht war flüsterte sie: „Es tut mir Leid.“
    Sie erhob sich langsam und es ging für Johannes wie in einem Fahrstuhl rasant nach oben. Am Ende konnte er über den Schreibtisch sehen. Ihre Hand ging wie ein Kran über den Schreibtisch und sie setzte ihn auf diesen ab.
    Danach setzte sich die riesige und wunderschöne Vanessa auf einem Stuhl. Sie wischte sich die Tränen aus den Augen und reichte ihm danach ein für sie kleines Tuch, was er sich um den Körper wickeln konnte.
    Die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] blickte weg, als er es sich um den Körper band. „Danke.“, murmelte er, weil er irgendetwas sagen wollte. Der Schreck saß ihm immer noch im Körper und er konnte die Worte von Fee nicht vergessen.
    „Du fragst dich sicherlich, wie meine kleine Schwester das gemacht hat, habe ich recht?“, fragte Vanessa mit nun sanfter Stimme. Ihre blauen Augen sahen ihn immer noch traurig an, aber es schien so, als hätte sie den ersten Schreck überwunden.
    Da er seiner Stimme nicht traute, nickte er einfach nur. Vanessa fuhr daraufhin fort: „Sie hat in deinen Tee ein Mittel gemischt, welches dich geschrumpft hat. Als ich hinunter in die Küche ging, sah die Flasche direkt neben dem aufgebrühten Tee stehen. Deshalb habe ich mir gleich gedacht, dass sie es dir angetan hat.“
    Johannes sah sich verständnislos an. „Aber woher stammt diese Flasche? Ich wusste nicht, dass es uns möglich ist, Leute zu schrumpfen.“
    Vanessa nickte. „Das stimmt. Laut der Wissenschaft ist es nicht möglich, andere Menschen zu schrumpfen, aber ich habe in der Bibliothek in einem alten Buch die Formel für den Trank gefunden. Ich hätte nie geglaubt, dass der Trank wirklich funktioniert.“
    Obwohl er keine Lüge erkennen konnte, hatte er das Gefühl, dass ihm Vanessa etwas verheimlichte. „Also hattest du vor den Trank an jemanden auszuprobieren?“, fragte er entsetzt.
    Vanessa schüttelte den Kopf, wobei ihre blonden, noch nicht ganz trockenen Haare wild umher flogen. „Ich wollte selbst etwas von dem Trank nehmen. Aber ich habe damit gerechnet, dass er nur wenige Millimeter schrumpft.“
    Johannes überlegte kurz, ob er das glauben sollte. Wenn es sich um eine ganze Flasche handelte, musste Vanessa davon ausgegangen sein, dass der Trank eine sehr schwache Wirkung hatte, was sehr unwahrscheinlich war.
    Dann gingen ihm wieder die Worte von ihrer Schwester durch den Kopf und er fragte: „Deine Schwester meinte, dass du sehr viel Spaß mit mir haben würdest. Was hat sie damit gemeint?“
    Sofort errötete Vanessa und sie sah schnell weg. Aber Johannes hatte diese Reaktion bereits gesehen. Anscheinend war die Antwort darauf ihr peinlich. Etwas verspätete meinte sie: „Ich weiß es nicht.“
    Der junge Mann wusste aber, dass sie sehr wohl wusste, was ihre Schwester gemeint hatte. Er sah Vanessa noch einmal an. Sein Blick fiel unweigerlich auf die beiden Erhebungen, die sich unter ihrem Ausschnitt befanden.
    Obwohl sie nicht übertrieben groß waren, war ihre beiden Brüste doch schon deutlich zu erkennen, da sich der Stoff der Bluse an dieser Stelle deutlich nach außen wölbte. Johannes hatte Vanessa für ihre tolle Figur bewundert.
    Daran änderte jetzt auch nicht der Umstand, dass sie für ihn nun riesig war. Als er in ihr wunderschönes Gesicht schaute, errötete er leicht. Für kurze Zeit stahl sich ein bezauberndes Lächeln auf ihre Lippen.
    Ein wenig traurig meinte sie: „Ich fürchte, dass das mit dem Mathe-lernen nichts mehr gibt. Leider habe ich das Buch auch nicht mehr hier. Wir müssten also in die Bibliothek. Davor sollte ich aber erst einmal ein paar Kleider für dich auftreiben.“
    Als sie ihn ansah wurde sie leicht rot und schon wieder wandte sie den Blick ab. Kurze Zeit später erhob sie sich und er konnte wieder ihren blauen Rock sehen, der bis unter die Schreibtischkante reichte.
    Er blickte staunend zu ihr hoch. Dann entfernte sich die für ihn riesige Vanessa von dem Schreibtisch und sie ging zum Kleiderschrank. Sie öffnete eine Türe und schien in dem Fach zu stöbern. Obwohl sie jetzt einige Schritte von ihm entfernt stand, war ihm immer noch bewusst, wie viel größer sie war.
    Obwohl er kleiner geworden war, hatte er einfach nur das Gefühl, als wäre alles um ihn herum viel größer geworden. Als Vanessa zurückkam, trug sie in ihrer Hand Kleidungsstücke, die ihm passen konnten.
    Sie drehte sich wieder weg, als er die Sachen anzog. Die Kleidung bestand aus einer Boxershort, einer Stoffhose und einem T-Shirt. Dankbar zog er sich die Sachen an, obwohl er feststellen musste, dass sie ihm etwas zu groß waren.
    Als er angezogen war, fragte sie: „Bereit für einen kleinen Ausflug oder musst du noch wohin?“, fragte sie.
    Ihm war klar, was sie meinte. Da er aber das Bedürfnis verspürte antwortete er: „ich bin bereit.“
    Ihre Hand kam wieder und umschloss seinen Körper sanft. Dann ging es für ihn wieder rasant nach oben. Vanessa setzte sich in Bewegung und in einem für Johannes rasanten Tempo ging es durch den für ihn riesigen Raum.
    Mit ihrer freien Hand öffnete die für ihn riesige junge Frau die Tür. Danach ging es die Treppe hinunter in die Küche. Dort setzte sie ihn kurz auf den Herd, ehe sie wieder in den Flur ging.
    Er nutzt die Zeit, um sich von der rasanten Reise zu erholen. Kurze Zeit später kam sie mit einer Jacke wieder, die mehrere Taschen hatte. Vorsichtig hob sie Johannes wieder hoch und steckte ihn danach in eine Tasche.
    „Soll ich den Reißverschluss zu machen oder ist es dir lieber, wenn er auf ist?“, hörte er die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] fragen.
    Er rief: „Mach ihn ruhig zu.“ Im sitzen war die Tasche für in sogar recht in Ordnung. Er spürte deutlich, wie sich Vanessa in Bewegung setzte. Der Weg bis zur Bibliothek würde etwas länger sein und solange würde er in ihrer Tasche wohl ausharren müssen. Aber er hoffte, dass sie in der Bibliothek eine Lösung für sein Problem finden würden...

    Bittersüße Träume

    Teatime

    Fröhlich ging Johannes eine Straße entlang. Er hatte sich mit dem Mädchen seiner Träume verabredet, um mit ihr zu lernen. Es hatte ihn viel Mut gekostet, sie zu fragen, aber es hatte sich gelohnt. Sie hatte ihn gleich zu sich nach Hause eingeladen, wo sie zusammen Mathematik lernen wollten.
    Johannes war sich aber ziemlich sicher, dass er sich kaum konzentrieren konnte – zumindest nicht auf die Aufgaben. Schließlich war sein Ziel gar nicht, in Mathe besser zu werden, sondern er wollte ihr näher kommen.
    Ihr Name war Vanessa und sie war ein Jahr jünger als er. Es dauerte nicht lange, bis er ihr Haus erreichte und klingelte. Als er die Tür öffnete, war er ein wenig enttäuscht, dass nur Vanessas jüngere Schwester namens Felicitas die Tür öffnete.
    Das Mädchen musterte ihn kurz und Johannes meinte etwas schüchtern: „Hallo. Ich bin Johannes. Ist deine Schwester da? Wir wollten zusammen lernen.“
    Ein schelmisches Grinsen breitete sich auf Fees - so wurde sie von allen genannt- Gesicht aus. „Meine Schwester duscht noch, aber du kannst ja schon einmal in ihr Zimmer gehen. Ich bringe dich dorthin und sag ihr Bescheid, dass du da bist.“
    „Danke.“, meinte der junge Mann mit einem Lächeln.
    Fee zuckte mit den Achseln und führte ihn durch einen Flur, in dem mehrere Bilder aus der Kindheit der beiden Schwestern zu sehen waren. Doch er hatte nicht die Zeit, sie sich genauer anzusehen. Über eine Holztreppe ging es nach oben und dann nach links. Von rechts hörte er das Plätschern der Dusche.
    Dann traten sie rechts in ein Zimmer und Fee meinte: „Du kannst dich ja so lange auf das Bett setzen. Möchtest du vielleicht einen Tee?“
    Johannes nickte nur, woraufhin das Mädchen das Zimmer verließ und hinter sich die Tür schloss. Johannes sah sich im dem relativ großen Raum, dessen Wände mit einer blauen Tapete versehen waren. Das Bett stand direkt links neben der Tür, wenn man eintrat. Dahinter stand ein großer Schreibtisch, der ordentlich aufgeräumt war.
    An diesem standen bereits zwei Stühle und auf ihm entdeckte Johannes eine Packung Kekse und einen ausgeschalteten Laptop. Die Bettdecke, die ordentlich gefaltet gewesen war, bevor er sich darauf gesetzt hatte, war ebenfalls blau.
    Ein großer Kleiderschrank verdeckte die komplette Wand rechts von ihm. Gegenüber standen mehrere kleine Schränke und Vitrinen, in denen viele Bücher und Filme verstaut waren. Allerdings befanden sich beim Fernseher auch zwei Konsolen und ein paar Spiele. Alles in dem Zimmer war ordentlich aufgeräumt.
    Fee kam wieder ins Zimmer und brachte eine Tasse dampfenden Tee. Mit einem Lächeln meinte sie: „Trink ihn lieber, solange er noch warm ist.“
    Er nahm sie dankend an, bevor er kurz daran nippte. Der Tee war noch ziemlich heiß, aber er lächelte trotzdem, als sie das Zimmer wieder verließ. Es handelte sich um einen süßen Früchtetee.
    Während er geduldig darauf wartete, dass Vanessa endlich fertig wurde, trank er langsam aber stetig seinen Tee. Er versuchte sich alles aus dem Zimmer so gut es ging einzuprägen. In der Luft lag ein leichter Hauch von Vanille, der aber größten Teils von dem Geruch nach dem Früchtetee überdeckt wurde.
    Seine Vorfreude auf den Nachmittag wuchs noch einmal und er trank den Tee aus, da er inzwischen kalt genug war. Danach erhob er sich und ging zum Schreibtisch, um die Tasse darauf zu stellen.
    Ihm war leicht schwindelig und Hitze stieg ihm ins Gesicht. Sein Herzschlag beschleunigte, was aber wohl mit seiner Aufregung zu tun hatte. Noch immer konnte er kaum glauben, dass er bei Vanessa im Zimmer war.
    Vorsichtig stellte er die leere Tasse auf den Schreibtisch, bevor er sich umdrehte. Kurz dachte er, dass Vanessa in der Tür stand, aber es war nur ihre Schwester.
    „Hat der Tee geschmeckt?“, fragte sie mit dem schelmischen Grinsen, was sie ihm schon einmal gezeigt hatte.
    „Ja, danke.“, antwortete Johannes etwas schüchtern. Auch Fee war für ihr Alter eine Schönheit, aber sie hatte bereit einen Freund und war ihm eh noch zu jung. Er selbst war 20 Jahre alt und Fee war gerade einmal 17.
    „Meine Schwester müsste gleich fertig sein. Wenn was sein sollte, ich bin im Zimmer nebenan.“, sagte sie, ehe sie das Zimmer auch schon wieder verließ.
    Nervös strich er sich durch die braunen Haare und er schloss kurz seine blauen Augen. Sein Herzschlag beschleunigte sich noch einmal. Als er die Augen wieder öffnete, war ihm schwindelig.
    Schnell setzte er sich auf einen der beiden Stühle. Er fragte sich, was mit ihm los war. Es konnte nicht nur damit zusammenhängen, dass er bei Vanessa war. Ihm wurde immer heißer und seine Hände fingen an zu schwitzen.
    Das Schwindelgefühl nahm zu und wurde so stark, dass er vom Stuhl flog. Er fragte sich, ob er womöglich etwas Falsches gegessen hatte. Anders konnte er sich nicht erklären, warum es ihm so schlecht ging.
    Zu der Hitze kamen jetzt auch noch Schmerzen dazu, die sich über seinen gesamten Körper ausbreiteten. Er wollte nach Hilfe schreien, doch es kam nichts weiter als ein leises Keuchen aus seinem Mund.
    Panik machte sich in ihm breit und die Angst stieg in ihm auf. Er fragte sich, was mit ihm geschah. Höllische Schmerzen plagten ihn, während die Hitze in seinem Körper ihn fast schon verbrannte.
    Eine Minute kam ihm wie eine Ewigkeit im Fegefeuer vor. Es war die Hölle und es dauerte auch einige Zeit, bis er endlich in die erlösende Ohnmacht fiel. Seine Augen schlossen sich und er brach endgültig zusammen.