Freut mich, dass sich doch noch einige gemeldet haben. Hoffentlich gefällt euch das neue Kapitel, in dem ich zuerst einmal möglichst gut alles beschreiben wollte, ehe Melinas Aufmerksamkeit für ihre Umgebung wieder geringer wird...
Alice
Langsam setzte sich Melina in Bewegung. Obwohl sie ihren rechten [lexicon='Fuß',''][/lexicon] so sanft wie möglich absetzte, versank dieser tief im Asphalt. Der Schutt, der auf der Straße lag, wurde unter ihrem Gewicht einfach zerbröselt. Teilweise blieb er an ihrer nackten Sohle kleben.
Ein [lexicon='Fuß',''][/lexicon] war in etwa so breit, wie die komplette Straße. Ihre Hüfte hätte zwischen den Häusern nicht genug Platz gehabt, wären sie groß genug gewiesen. Vorsichtig setzte sie ihren linken [lexicon='Fuß',''][/lexicon] weiter vorne ab. Der Teer fühlte sie sich nicht mehr warm und hart an, wie er es bei ihrer normalen Größe getan hatte. Viel mehr war er weich und nachgiebig. Es war fast so, als würde sie auf nassen Sand laufen, der erst eingedrückt hart wurde.
Melina versuchte die vielen Gefühle zu verarbeiten, die ihr nackter Körper empfand. Ihre beiden Brüste wackelten bei jedem ihrer Schritte und immer wieder stießen sie aneinander. Der Wind war unangenehm kühl und verursachte eine Gänsehaut. Ihre Ohren nahm das leise Heulen war. Die fast schon schmatzenden Geräusche des Teers hingegen, waren leise, seltsame Töne im Wind.
Die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] blickte an ihren beiden Erhebungen vorbei auf die für sie schmale Straße. Sofern es in dieser Stadt noch einen Menschen gab, wollte sie diesen nicht auch noch töten. Sie war so damit beschäftigt, ihren Weg zu suchen, dass sie die Tränen kaum bemerkte, die ihre Wangen herunterliefen.
Erst als der kühle Wind die feuchten Stellen abkühlte und sich ein beißendes Gefühl ausbreitete, wischte sie sich mit ihrer Hand die salzigen Tränen aus dem Gesicht. Als sie ihre Augen wieder auf die Umgebung konzentrierte, blieb sie plötzlich stehen.
Ihr linker [lexicon='Fuß',''][/lexicon] stampfte auf den Boden und sank noch tiefer in den Asphalt ein. Ihre Umgebung hatte sich in der kurzen Zeit stark verändert. Die Gebäude der Innenstadt waren wieder denen der Vorstadt gewichen.
Weit und breit war kein Haus zu sehen, dass eines ihrer Knie erreichte. So vorsichtig, wie es ging, setzte sich Melina hin. Sie befand sich direkt bei einer Kreuzung, weshalb ihr Po sogar genug Platz hatte. Vorsichtig und neugierig berührte sie das rote Dach eines Mehrfamilienhauses.
Die Dachziegeln zersprangen, als ihre Finger leicht auf sie drückten. Doch die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] verstärkte die Berührung noch einmal, da sie davon nichts mitbekam. So kam es, dass das Dach unter der Belastung einstürzte.
Erschrocken zuckte die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] zusammen und sie zog ihre Hand zurück. Dadurch zerstörte sie aber auch Teile der Außenmauer, da sie mit ihrem Handballen dagegen schlug. Staub wurde hochgeschleudert und drang in ihre Atemwege.
Sie hustete und blies dadurch den Schutt weg. Der Anblick des zerstörten Hauses ließ sie erschaudern. Im Gegensatz zu den Modellbauten, die teilweise noch kleiner waren, waren diese Dächer sehr zerbrechlich.
„Melina? Bist du das?“, fragte plötzlich eine hohe Stimme aus einiger Entfernung. Erschrocken fuhr Melina herum und erhob sich dabei. Dabei stieß sie mit ihrer linken Pobacke gegen ein anderes Haus, welches durch die Wucht vollkommen zerstört wurde.
Die Riesen empfand nicht einmal große Schmerzen. Sie wischte die Überreste von ihrem Po herunter, ehe sie eine andere [lexicon='Riesin',''][/lexicon] erblickte. Melina stellte zuerst fest, dass die andere Frau genauso groß war, wie sie es war.
Dann sah sie in ihr schönes und lächelndes Gesicht. Die blauen Augen zeigten noch deutlich die Überraschung. Lange, schwarze Haare umrahmten die Stirn und Wangen, die hinter der Schulter verschwanden.
Es dauerte etwas, bis sie die andere [lexicon='Riesin',''][/lexicon] erkannte. „Alice?“, fragte sie unsicher.
Das schöne Gesicht fing an zu lächeln und Melina begann den restlichen Körper zu mustern. Noch immer hatte ihre frühere Klassenkameradin eine etwas mollige Figur. Ihre Brüste waren groß und wohl geformt.
Alice trat auf eines der Häuser als sie stehen blieb. Ihr rechter [lexicon='Fuß',''][/lexicon] versank im aufsteigenden Staub. So als wäre nichts geschehen, meinte sie: „Ich bin überrascht, dich gerade hier zu treffen, wo alles begann. Aber ehrlich gesagt bin ich ziemlich froh, dass es dir gut geht.“
Melina lächelte und umarmte die andere Frau. Es war erleichternd, nicht mehr alleine zu sein. Gleichzeitig fragte sie sich aber auch, ob Alice ebenfalls für die Zerstörung der Stadt verantwortlich war.
„Weißt du, wo die anderen Riesinnen sind?“, fragte sie neugierig, als sie sich von ihrer früheren Klassenkameradin gelöst hatte.
Alice schüttelte den Kopf und fügte hastig hinzu: „Die Armee hat uns von hier vertrieben. Ich vermute, dass dieser verdammte Prof dahinter steckte.“
„Meinst du Professor Korkhut?“, fragte Melina überrascht.
„Natürlich. Ich habe an seinem Institut in einer anderen Abteilung als Hilfskraft gearbeitet. Dieses Arschloch hat ein paar anderen Mitarbeiterinnen und mir die selben Pillen gegeben wie dir. Nur wusste er bereits, welche Effekte es haben würde.“
„Also hat er gelogen, als er sagte, dass ihr Blut von den Menschen geschluckt hättet und danach zu blutrünstigen Monstern geworden seid?“
Alice weitete entsetzt die Augen. „Das hat dieser Mistkerl gesagt? Wenn ich den erwische, werde ich ihn mit meinen Brüsten zerquetschen.“
Melina lächelte gequält, als sie antwortete: „Ich muss dich enttäuschen. Er ist bereit meinen Unterschenkeln zerquetscht wurden, als ich ein zweites Mal gewachsen bin.“
Ein böses Lächeln zierte Alice hübsches Gesicht für einen kurzen Moment, ehe sie mit den Achseln zuckte. „Geschieht ihm recht. Jede von uns ist stinksauer. Aber wir haben andere Vorstellungen davon, was wir jetzt machen sollen. Ich wollte noch einmal den Professor aufsuchen. Daraus wird wohl nichts mehr.“
Melina nickte nachdenklich. Sie fragte sich, was wohl die anderen Riesinnen jetzt vor hatten. Eine böse Vorahnung sagte ihr, dass sie nicht alle vor hatten ,friedlich mit der Menschheit zu leben.
„Was hältst du davon, wenn wir erst einmal in die Berge gehen und uns ein verlassenes Tal suchen?“, fragte Alice sie und riss die [lexicon='Riesin',''][/lexicon] damit auf den Gedanken.
„Ja warum nicht.“, antwortete sie unsicher.
Ihre neue Freundin schien das aber nicht zu bemerken. Fröhlich nahm sie Melina an der Hand und zog sie schon auf hinter sich her. Diese war überrascht, dass Alice sie nach mehreren Jahren noch erkannt hatte.
In der Schule war die junge Frau am beliebtesten gewesen. Sie war sowohl Klassensprecherin als auch Schulsprecherin geworden. Für Melina war sie immer unnahbar gewesen.
„Danke.“, sagte sie so leise, dass der Wind sie fast übertönt hätte.
„Wofür?“, fragte Alice überrascht, die sich zu ihr umwandte und deshalb gar nicht sehen konnte, wohin sie trat. Sowohl unter ihren Füßen als auch von Melina wurden mehrere Häuser zerstört.
„Du hast dich an mich erinnert, obwohl wir nie wirklich etwas miteinander zu tun hatten.“, stammelte die junge Frau fast schon schüchtern.
„Dann sollten wir das jetzt nachholen, Meli.“, meinte Alice lächelnd und zwinkerte dabei.
Melina musste augenblicklich kichern. Es war einfach schön in einer solchen Situation eine Freundin an der Seite zu haben. Mit neuen Mut verließ sie gemeinsam mit Alice die Stadt, um ein neues Zuhause zu suchen.