Vielen Dank für die ganzen Korrekturen.
Ich überlege gerade wie ich das mit dem Saphir eher sage. Eingebettet, eingesetzt? hmm
Und ja Sebastian kann einem schon Leid tun. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was ihm im nächsten Kapitel passiert ![]()
Vielen Dank für die ganzen Korrekturen.
Ich überlege gerade wie ich das mit dem Saphir eher sage. Eingebettet, eingesetzt? hmm
Und ja Sebastian kann einem schon Leid tun. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was ihm im nächsten Kapitel passiert ![]()
Wow, danke fürs Teilen. Das Video ist ja der Hammer :O
Attraktiv finde ich die Szene persönlich nicht, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschiedenen. Sie wirkt aber trotzdem beängstigend und beeindruckend. Also ich möchte mich mit dieser Muskelfrau nicht anlegen ![]()
Insgesamt ist sie aber wieder gut gelungen ![]()
Es geht weiter mit Kapitel 7. Ich hoffe, dass auch dieses euch gefällt und die Spannung bleibt ![]()
Kapitel 7: Das gescheiterte Experiment
Mittwoch 08.04.20XX, 10:15
„Geht es Ihnen nicht gut?“
Die Stimme riss Laura aus ihren Gedanken und sie blickte zu Professor Recken. Er sah sichtlich besorgt aus. Sofort versuchte sie zu lächeln und antwortete: „Nein, es ist alles in Ordnung. Ich habe nur schlecht geträumt.“
Tatsächlich ließ der Traum sie nicht mehr los. Immer wieder schienen die Bilder vor ihr aufzutauchen. Und mit den Bildern kehrte ein Gefühl der Macht wieder, welches sie nicht kannte. Schließlich war sie noch immer klein.
„Möchten Sie darüber reden? Das soll ja bekanntlich helfen.“, hörte sie die sanfte Stimme des Mannes.
Sofort errötete Laura und sie fragte sich, ob man ihr ihre leichte Erregung ansah. Es war unangenehm und machte die Situation nur noch schlimmer.
„Das ist… nicht nötig. Ich… es war nur ein Traum.“, hauchte sie verlegen.
Seine graugrünen Augen musterten sie besorgt. Dennoch meinte er: „Sie sollten eine kurze Pause machen. Ich muss jetzt erst einmal zu einem Termin. Bitte rufen Sie mich oder Julia an, sofern irgendetwas ist.“
„In Ordnung.“, antworte Laura deutlich festerer Stimme. Sie versuchte zu lächeln, doch ihre Mundwinkel verzogen sich nur leicht. Sie sah, wie Professor Recken von der Garderobe ein schwarzes Jackett nahm, ehe er den Raum verließ.
Erleichtert atmete sie auf. Um sich ein wenig abzukühlen, nahm sie eine Wasserflasche und trank fast schon gierig davon. Ihr Blick fiel auf den Text, den sie gerade geschrieben hatte und sofort sprangen ihr fünf Fehler ins Auge. Sie sollte wohl wirklich besser eine Pause machen und ihre Gedanken erst einmal ordnen.
Doch sie hatte niemanden, mit dem sie über den Traum reden konnte. Nicht einmal Hannah kam in Frage. Sie hätte es auf ihre besorgte Art geschoben und ihre Erregung damit argumentiert, dass Laura seit gefühlten Jahren nicht mehr mit jemanden geschlafen hatte. Womöglich lag es auch wirklich daran. Aber das änderte nichts daran, dass die Zweifel blieben.
Freitag: 10.04.20XX, 10:11
Laura blickte seufzend von dem Bericht auf, den sie heute fertigstellen sollte. Sie zupfte ein wenig an ihrer weißen Bluse, für die sie sich heute entschieden hatte, da später ein potenzieller Partner sich bei Professor Recken angekündigt hatte.
Irgendwie hatte sie es geschafft den Traum aus ihren Gedanken zu verbannen. Dadurch hatte sie doch noch das geforderte Pensum für die Woche geschafft. Doch jetzt fragte sie sich vor allem, wann sie das nächste Mal wachsen würde und wie viel.
Ihr Blick fiel auf ihre Armbanduhr. Sie musste sich wohl noch ein wenig gedulden, bis sie endlich Wochenende hatte. Ihr Blick wanderte durch das leere Büro und sie fühlte sich plötzlich ziemlich einsam. Sie schaute zur Kaffeemaschine und entschied dazu, noch eine Tasse zu trinken, um auf andere Gedanken zu kommen.
Als sie gerade mit einer dampfenden Tasse zu ihrem Laptop zurückkehrte, klingelte plötzlich ihr Smartphone. Da niemand da war, holte sie es einfach aus ihrer Tasche heraus und sah eine unbekannte Nummer.
„Hallo hier ist Laura Weber.“
„Guten Tag Frau Weber. Ich bin es… Sebastian Paffen. Störe ich Sie bei Ihrer Arbeit?“
„Nein… alles gut.“, sagte Laura verwundert, da sie eher damit gerechnet hätte, dass die Professorin sie anrufen würde. Eilig fügte sie hinzu: „Ich habe gerade sowieso eine kleine Pause gemacht.“
Er reagierte etwas zurückhaltend: „Haben Sie heute Nachmittag zufällig Zeit? Es gibt da etwas, dass ich gerne mit Ihnen besprechen würde. Wir könnten uns beispielsweise in der Cafeteria im Wirtschaftsbereich treffen.“
„Nun…“, meinte Laura und überlegte kurz.
„Nur wenn es Ihnen keine Umstände bereitet.“, fügte Sebastian etwas unsicher hinzu.
„In Ordnung. Ich habe um 15 Uhr Feierabend und könnte dann sofort in Cafeteria kommen.“
„Vielen Dank. Dann bis später.“
Ehe sie fragen konnte, was genau er denn bereden wollte, legte er auf. Sie vermutete, dass es mit den neusten Ergebnissen zu tun hatte. Vermutlich hatte Professor Schmidt einfach zu viel zu tun. Schließlich übernahm Laura mittlerweile auch einige der Termine von Professor Recken.
Freitag 10.04.20XX, 15:03
Laura betrat die leere Cafeteria. Gerade in den Semesterferien war hier oft nichts los und das Personal freute sich über jeden Gast, den es bedienen konnte. Ihr Blick schweifte über die leeren Tische und Stühle, ehe sie Sebastian erblickte.
Der junge Mann trug dieses Mal keinen Kittel. Stattdessen trug er ein schwarzes Hemd und eine blaue Jeans. An den Füßen trug er weiße Sneakers. Bei jedem ihrer Schritte klackten die Schuhe mit hohen Absätzen, die sie heute für das wichtige Meeting angezogen hatte.
Dazu trug sie goldene Ohrstecker mit einem kleinen Saphir. Sie bemerkte den erstaunten Blick, den er auf sie warf. Als er aufstand wurde der Größenunterschied zwischen ihnen wieder deutlich. Trotz der hohen Absätze war er mindestens einen halben Kopf größer als sie.
Er reichte ihr freundlich die Hand und meinte: „Hallo, Frau Weber.“
Sie lächelte ein wenig schüchtern und nahm den Handschlag an. „Guten Tag Herr Paffen.“
„Möchten Sie etwas Kaffee oder sogar ein Stück Kuchen?“, fragte er freundlich und wurde dabei ein wenig rot.
Sie stellte ihre schwere Handtasche auf einen Stuhl, ehe sie antwortete: „Das ist sehr freundlich von Ihnen, aber Sie brauchen mir nichts ausgeben.“
Danach setzte sie sich und bemerkte, wie sich Sebastian etwas hilflos ebenfalls setzte. Bevor sie fragen konnte, kam eine der Bedientesten und fragte freundlich: „Guten Tag. Was darf es für sie sein?“
Anscheinend war dem Personal so langweilig, dass sie sogar bis an den Tisch kamen. Laura antwortete freundlich: „Ich hätte gerne eine Cola.“
Die Bedienung nickte und wandte sich zu Sebastian: „Und was möchte der Herr trinken?“
Sebastian antwortete: „Ich hätte gerne einen Kaffee und dazu ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte.“
„Möchte die Dame ebenfalls ein Stück Kuchen?“
Erwartungsvoll sah die Bedienung sie an, weshalb sie eilig antwortete: „Dann nehme ich… ein Stück Schokotorte.“
„Vielen Dank. Ich komme sofort zurück.“
Als die Bedienung wieder gegangen war, fragte Laura freundlich: „Worüber wollten Sie mit mir sprechen, Herr Paffen?“
Er wich ihren Blick aus und antwortete ausweichend: „Ich weiß nicht, wo ich genau anfangen soll.“
Sie hörte ihn seufzen, ehe er doch mit ernster Miene den Blick auf sie richtete. „Es geht um ihre Vergangenheit… Ich komme zufällig aus derselben Gegend wie Sie und… habe deswegen… in der Zeitung gelesen, was passiert ist.“
Laura schluckte und nun wich sie seinem Blick aus. „Ich verstehe.“
„Ich vermute, dass zwischen Ihrem aktuellen… Wachstum und ihrer… Vergangenheit ein Zusammenhang… besteht.“
Ehe Laura antworten konnte, kehrte die Bedienung mit einer Cola und einer dampfenden Tasse zurück.
„Bitteschön. Die beiden Stücke Kuchen kommen gleich.“
Sie hörte Sebastian freundlich sagen: „Vielen Dank.“
Als die Bedienung wieder weg war, hörte sie ihn wieder seufzen. „Ich frage nur ungerne. Aber würden Sie mir… bitte erzählen, was damals passiert ist? Nur so kann ich dafür sorgen, dass das Experiment nicht zu einer Vollkatastrophe für Sie wird.“
Laura wandte sich zu ihm und fragte: „Was genau meinen Sie?“
Er antwortete leise, damit nur sie ihn hören konnte: „Haben Sie jemals daran gedacht, dass Sie womöglich riesig werden?“
Erneut tauchten vor Laura die Bilder aus ihren beiden Träumen auf. Bevor sie zu sehr daran dachte, antworte sie eilig: „Aber Professor Schmidt…“
Er beendete ihren Satz: „…versichert Ihnen, dass dies ein Ding der Unmöglichkeit ist?“
Sie nickte und nippte an ihrer Cola. „Glauben Sie ihr etwa nicht?“
Es schien so, als würde Sebastian ein bisschen auftauen und er wirkte etwas entspannter, als der junge Mann ihr antwortete: „Ich würde ihr gerne glauben, aber ich fürchte, dass sie einen riesigen Fehler begeht. Es lässt sich nicht leugnen, dass das Mittel bei Ihnen um ein Vielfaches stärker wirkt als bei allen anderen Probanden. Deshalb gehe ich davon aus, dass es an…“
Er beendete den Satz nicht, da die Bedienung mit zwei Stücken Kuchen kam. Laura versuchte ruhig zu bleiben, doch die Worte beunruhigten sie und machten ihr Angst.
„Wieso glauben Sie, dass Vaters Experiment damit etwas zu tun haben könnte?“, fragte sie, als die Bedienung wieder gegangen war.
Als sie Sebastian traurigen Blick sah, erschauderte sie. Mit leiser Stimme meinte er: „Womöglich ist es nicht einmal das Experiment selbst, sondern das, was daraus entstanden ist.“
„Was meinen Sie?“, hauchte Laura, während sie ihre beiden Hände zu Fäusten ballte.
„Bei der Explosion im Labor sind toxische Gase entstanden. Diesen waren Sie ausgesetzt, bis die Einsatzkräfte Sie in den Trümmern gefunden haben. Leider sind die Ergebnisse Ihrer Behandlung unter Verschluss… doch ich vermute, dass wir mit dem Mittel eine damals entstandene Kettenreaktion aktiviert haben.“
Ihr Körper erzitterte und sie stammelte: „Sie machen mir… Angst.“
In diesem Moment erschienen in ihren Inneren zahlreichen Erinnerungen an den tragischen Tag, an dem sie ihre Familie verloren hatte. Sie sah noch einmal das entsetzte Gesicht ihres Vaters, während im Hintergrund eine riesige Maschine laut brummte. Ein rotes Licht signalisierte, dass etwas nicht in Ordnung war.
„Kritische Zellteilung erreicht…“, schwirrte es mit einer Computerstimme durch den Kopf.
Sofort versuchte Laura sich auf ihrem Atem zu konzentrieren. Kalte Schauern wanderten über ihren Körper, während sie jene Panik erneut verspürte, die sie an jenem Tag aus dem Labor getrieben hatte.
„Es ist ein Wunder, dass sie überlebt haben.“, hörte sie erneut einen Arzt sprechen. „Doch es könnte Jahre dauern, bis sie wieder ein normales Leben führen können.“
„Es tut mir leid.“, meinte Sebastian. „Aber auch ich habe Angst… Angst um ihre Gesundheit.“
Mit diesen Worten riss er sie aus ihren Erinnerungen und bemerkte, dass Sebastian sie mit einem Blick voller Bedauern betrachtete. „Es tut mir leid. Wäre mir doch nur früher aufgefallen, dass Sie die Tochter von Markus Weber sind.“
„Danke…“, hauchte Laura und wusste selbst nicht wieso. Sei es wegen der Entschuldigung oder weil er sie von den schrecklichen Bildern befreit hatte, die aber eben auch nur wegen seinen Worten aufgetaucht waren.
Freitag: 10.04.20XX, 15:21
Sie hatten eine Weile stumm an dem Tisch gesessen, ohne dass jemand auch nur die Stücke Kuchen angerührt hatte. Laura war die erste, die sich dazu aufraffte, ihren Schokokuchen zu probieren. Als sie das Stück schmeckte, bekam sie plötzlich Hunger.
Zunächst dachte sie, dass es daran lag, dass sie diesen Mittag nur eine Kleinigkeit gegessen hatte. Doch während sie das nächste Stück nahm, wurde ihr Hunger größer. Es war das erste Mal, dass sie außerhalb von ihrer Wohnung eine Hungerattacke bekam.
So gut es ging, versuchte sie sich normal zu verhalten. Doch sie konnte nicht anders und begann den Kuchen schneller zu kauen. Erst als ihr Magen begann Geräusche zu machen, bemerkte Sebastian, dass etwas nicht stimmte. Ihr Gesicht errötete, während sie zitternd das nächste Stückchen Kuchen mit der Gabel zu ihrem Mund hob.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte er besorgt.
Ihr Nicken kam nur halbherzig, da sie das Gefühl hatte, als würde das Stück in ihrem Mund schmelzen und sich in Nichts aufzulösen. Fast schon gierig fuhr ihre Gabel durch den weichen Kuchen, um ein großes Stück vom Rest zu lösen. Dadurch begann sich ihr Teller noch schneller zu leeren.
Als sie das letzte Stück in ihren Mund geschoben hatte, begann sie eilig ihre Handtasche zu öffnen. Sie holte eine große Dose Erdbeerjoghurt und einen Löffel heraus. Eilig begann sie diesen zu essen, während ihr Magen laut knurrte.
Sie bemerkte nicht, wie Sebastian sie mit offenem Mund anstarrte, während sie große Esslöffel Joghurt aß. Doch auch dieser war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und sie verlor nach und nach ihre Beherrschung und verfiel einer richtigen Fressattacke. Sie leerte innerhalb von drei Minuten den Joghurt. Anschließend holte sie zwei Äpfel aus ihrer Tasche, die sie aus Verzweiflung samt Kerngehäuse aß.
Sebastian konnte die ganze Zeit nicht den Blick von ihr lösen. Die Bedienung kam zurück und wollte Laura darauf aufmerksam machen, dass das Essen von eigenen Speisen nicht erwünscht war. Doch als sie sah, mit welcher Gier die junge Frau in den Apfelbiss und große Stücke herausriss, um diese mit ihren Zähnen zu zermalmen, bemerkte auch sie, dass hier etwas nicht stimmte.
Sebastian fing sich wenigstens so sehr, dass er meinte: „Bringen Sie ihr bitte ein paar belegte Brötchen.“ In Gedanken fügte er hinzu: „Es ist sonst nicht auszuschließen, dass sie an ihrer Hungerattacke verhungert.“
Die Bedienung konnte den Blick nicht von Laura abwenden, die nun aus ihrer Tasche mehrere Tafeln Schokolade hervorholte. Denn sie hatte versucht, einer Hungerattacke auf der Arbeit vorzubeugen, in dem sie möglichst viel Essen jeden Tag dabeihatte. Doch viele Sachen wurden schnell schlecht und bisher hatte ihr niemand gesagt, dass Schokolade schlecht war. Es war ein guter Weg, um möglichst schnell möglichst viele Kalorien zu sich zu nehmen.
„Beeilen Sie sich.“, meinte Sebastian, während Laura gierig die erste Tafel aufbrach, ehe sie ohne jede Zurückhaltung diese in ihren Mund stopfte. Ihr Magen rumorte und signalisierte, dass sie noch lange nicht genug hatte. Mehrere Male zog sich ihr Bauch schmerzhaft zusammen und sie hatte das Gefühl als würde sie verhungern.
Sie hatte bereits drei Tafeln verdrückt, als die Bedienung mit zehn belegten Brötchen zurückkam. Als sie diese auf den Tisch stellte, fragte sie: „Ist mit Ihnen alles in Ordnung, junge Frau. Das ist ja ein… außergewöhnlicher Appetit, den sie da haben.“
Doch sie bekam keine Antwort. Stattdessen griff Laura gierig nach den Brötchen und riss die Stücke mit ihren Zähnen ab, anstelle sie abzubeißen. Sebastian kam nicht umhin zu bemerken, dass sie etwas von einem Raubtier hatte. Es schien sie nicht groß zu kümmern. Ihr Verhalten erinnerte ihn an Menschen mit Essstörungen, die in der Regel mit Selbstzweifeln oder gemobbt werden zusammenhingen. Nur waren diese Menschen alle übergewichtig.
Laura hingegen stopfte zwar Unmengen an Essen in sich hinein, war aber schlank und zierlich. Lediglich ihr Bauch schien sich nach und nach zu wölben. Auch der Teller mit den Brötchen schien sich schnell zu leeren. Sebastian schob sein Stück Kuchen zu ihr herüber und wollte gerade die Bedienung darum beten, noch mehr Brötchen zu holen. Doch Laura stopfte die restlichen zwei Tafeln Schokolade in sich hinein und seufzte erleichtert.
Die bisher schlimmste Hungerattacke war überstanden und als sie sich beruhigte, bemerkte sie die entsetzten Blicke der Bedienung und von Sebastian. Am liebsten wäre sie im Erdboden versunken. Ihr Gesicht wurde knallrot und sie senkte verlegen den Blick.
Sie blickte auf ihre Bluse, auf der neben Brötchenkrümel, Schokoladenstücke und Joghurtflecken waren. Die rötlichen Flecken waren auf dem weißen Stoff besonders auffällig. Genauso begann die Schokolade wegen ihrer Körperwärme zu schmelzen und es bildeten sich braune Flecken.
Wie sollte sie so zurück nach Hause fahren? Doch das war nicht das einzige Problem. Sie würde sich in der Cafeteria vermutlich nie mehr blicken lassen können.
Die ganze Arbeit hat eigentlich The Giant M gemacht. Ich habe lediglich noch ein paar Wünsche geäußert. Aber es freut mich, dass sie in etwa euren Vorstellungen entspricht.
Auch von mir ein herzliches Beileid. Schade, dass es mit der Beziehung nichts geworden ist.
Aber Kopf hoch, das wird schon ![]()
Noch einmal an dieser Stelle vielen Dank ![]()
Mir persönlich gefällt das Model von Laura auch ziemlich gut und vermutlich hilft es mir sogar beim Schreiben ![]()
Mal wieder klasse Arbeit von mir und durch den Namen hat man direkt Kopfkino ![]()
Wäre Lauras Wachstum wirklich bei um die 1,90m zu Ende so wäre sie sicher ein relativ beliebter Gast in Talkshows. "Die einzige Frau die die Welt sowohl als Zwerg als auch als Riese kennt."
Nominalisierung
Wieder ein prophetischer Traum. Und dieses Mal ist Lauras Aversion nicht so drastisch, tatsächlich eher gering.
Ich bin erstaunt das Frau Schmidt derart verantwortungslos handelt. Naja, ihre "herausragenden Ergebnisse" werden ihre Geldgeber schon bekommen. Wortwörtlich. Angesichts von Lauras Vergangenheit als Testsubjekt ihres toten Vaters ist es aber wohl kaum reproduzierbar.
Ob Sebastian sich ein Herz fasst und Lauras Wirkstoff eigenmächtig zu reduzieren versucht?
Der Fehler ist korrigiert. Und naja es wäre ja langweilig, wenn Sonja verantwortungsvoll reagieren würde. Dann würde Laura ja kaum wachsen ![]()
Aber ich schätze mal in echt würde man bei einem solchen Wachstum bereits die Reißleine ziehen...
Ich finde es gerade sexy wenn sie so langsam wächst und es erst mit der Zeit kommt.
ich muss sagen ich bin ein großer Fan von Slow growth und "langsam spüren immer mächtiger und größer zu werden
Außerdem, je langsamer sie wächst desto mehr Story haben wir zu erwarten
Das freut mich zu hören und ja der Fokus ist hier noch einmal mehr auf der Geschichte und der Entwicklung der Charaktere. Es geht ja nicht einmal nur darum, wie Laura damit umgeht, sondern auch ihre Mitmenschen.
Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll :O
Ich freue mich schon auf die Bilder. Die werden sicherlich spitze ![]()
Ich bin auch wieder sehr zufrieden mit den Bildern. Man sieht der "winzigen" Riesin richtig an, dass sie sich darüber freut, dass die Menschen vor ihr fliehen.
Ich kann mir vorstellen, dass sich dieser Gesichtsausdruck sofort wandelt, sobald sie sich umdreht ![]()
Was schon zuende?
Aber wie immer ein super Kapitel
Nach meinem Geschmack könnte es aber so langsam zur Sache gehen XD
Derzeit habe ich noch keine Interesse selbst als Charakter einzusteigen was sich aber in näherer Zukunft ändern könnte
Kann es schon gar nicht erwarten das nächste Kapitel zu lesen
Naja es ist eben eine slow growth Geschichte. Da muss man sich dann auch mal gedulden. Dafür werden sich jetzt immer öfter Charaktere damit auseinandersetzen, was wäre, wenn Laura eine Riesin wäre.
Aber ich kann verstehen, dass es aktuell eher uninteressant ist. Ich sammle diese Vorschläge aber auch nur schon, da ich so mir überlegen kann, wann es Sinn macht, die Charaktere einzusetzen ![]()
Super Arbeit und wieder schön detailliert! Weiter so!
Vielen Dank
Ich hoffe, ich es wird nicht zu schnell langweilig ![]()
Super Geschichte weiter so kann kaum warten weiter zu lesen
Das freut mich sehr
Ich hoffe, dass du genauso viel Spaß mit Kapitel 6 hast.
Die Fortsetzung ist dir mal wieder gelungen. Langsam wird es spannend. Was wird wohl mit Laure passieren? Bekommt sie einen ungebremsten Wachstumsschub?
Danke für das Lob. Ungebremst bedeutet für dich was? ![]()
Tja... tatsächlich habe ich bereits die nächsten fünf bis zehn Kapitel im Kopf ![]()
Es ist mal wieder Zeit für ein neues Kapitel. Ich hoffe, dass es euch ebenso sehr gefällt wie die bisherigen. Dieses Mal steht neben Laura auch Prof. Schmidt und ihr Assistent Sebastian im Fokus.
Kapitel 6: Neugierde
Samstag: 04.04.20XX, 17:06
Es war lange her, dass Laura an einem Samstag das Gelände der Universität betreten hatte. Der Campus wirkte vollkommen ausgestorben. Sie wusste zwar, dass der ein oder andere Student auch das Wochenende nutzte, um an einem Versuch zu arbeiten, aber der medizinische Campus lag in der Nähe der Küste und somit ziemlich am Rand des Festlandes.
Sie blieb an dem kleinen Weg stehen, der zum Gebäude führte, in dem Professor Dr. Sonja Schmidt ihr Büro und Labor hatte. Vereinzelt brannten in den Fenstern der vier Etagen Licht. Für einen Moment fragte sie sich, wie groß wohl das Gebäude war. Es mochte zwar nicht das höchste Gebäude sein, aber da es sich auf einem kleinen Hügel befand, erschien es höher als es in Wirklichkeit war.
Die junge Frau holte ihr Smartphone aus ihrer schwarzen Handtasche und rief die Professorin eilig an.
„Hallo Frau Weber. Sind Sie schon da? Ich hole sie sofort ab.“
Ehe Laura etwas entgegnen konnte, legte Sonja auf. Langsam ging sie auf das Gebäude zu und bemerkte, dass die Schiebetüre sich bereits öffnete. Ihr eilte die Professorin entgegen.
Als sie sich gegenüberstanden, wurde sofort deutlich, dass Laura gewachsen war. Ihr Kopf reichte nun bis zur Nasenspitze von ihr. Als sie mit dem Experiment begonnen hatten, war die Professorin noch fast einen ganzen Kopf größer als sie gewesen.
„Wie viel sind Sie gewachsen?“
„D-drei… Zenti…“, fing sie an und wurde sofort von der Professorin unterbrochen: „Drei Zentimeter? Das deckt sich mit den neuen Berechnungen, die ich durchgeführt habe. Es sollte also möglich sein, dass wir Ihr Wachstum anhand der Kalorien steuern, die Sie zu sich nehmen.“
Laura war sich nicht so sicher, wie sie das anstellen sollten. Schließlich hatte sie auch dieses Mal mehr gegessen, als sie vorbereitet hatte. Allein bei dem Gedanken, was sie auf einmal verdrückt hatte, wurde ihr ein wenig schwindelig.
„Wenn Sie keine Einwände haben, würde ich gerne sofort mit den Untersuchungen beginnen. Umso schneller können Sie das restliche Wochenende genießen.“
Laura nickte und folgte der Professorin. Es folgte eine noch längere und intensivere Untersuchung. Neben der Blutabnahme wurde Lauras Größe gemessen. Danach wurde sie geröntgt. Die Professorin tastete ihre Arm-, Bein- und Rückenmuskulatur ab.
Zudem wurde sie sowohl zu ihrer Hungerattacke als auch zum Wachstumsschub ausgefragt. Sie gehörte zu den wenigen Personen, die am helllichten Tag gewachsen waren. Bisher war das Wachstum hauptsächlich im Schlaf aufgetreten.
Als Laura endlich entlassen wurde, war sie vollkommen erschöpft. Müde verließ sie das Gebäude und nahm sich vor zu Hause nur noch ins Bett zu gehen. Immerhin war sie ihrer Idealgröße von 176 cm ein großes Stück nähergekommen. Die restlichen 16 cm würden bestimmt auch noch dazu kommen.
Da die Professorin ihr noch einmal versichert hatte, dass sie sich keine Sorgen machen musste, kam ihr in diesem Moment nicht einmal der Gedanke, dass sie jemals 1,76 m als winzig empfinden würde. Sie trat in die Dunkelheit des Abends und blickte zum Sternenhimmel, der auch heute wieder nur vereinzelte Sterne wegen der Helligkeit der Stadt zeigte.
Samstag: 04.04.20XX, 21:32
Die Tür zu Professor Schmidts Büro öffnete sich und Sebastian trat ein. Sonja blickte zu ihm, während sie von der dampfenden Tasse Kaffee trank. „Setz dich.“, sagte sie, als sie den Schluck getrunken hatte.
Während sich der junge Mann setzte, meinte Sonja mit ruhiger Stimme: „Wir werden das Experiment wie geplant fortführen.“
Sofort wollte Sebastian sie unterbrechen, doch sie schüttelte eilig den Kopf, um ihn daran zu hindern. Mit gelassenem Ton fuhr sie fort: „Ich weiß, dass du dagegen bist und ich kann deine Einwände durchaus verstehen. Allerdings würden die Ergebnisse von Frau Weber jegliche Aussagekraft verlieren, sofern wir an der Dosis des Mittels etwas ändern würden. Solange wir Ihre Ergebnisse aber mit den der anderen Probanden vergleichen können, ist es uns möglich Rückschlüsse daraus zu ziehen.“
Sebastian sah sie entsetzt an. Er brauchte einen Moment, ehe er ihr entgegnete: „Laura ist innerhalb von zwei Wochen erst einen und jetzt drei Zentimeter gewachsen und wir wissen aus den bisherigen Versuchen, dass das Mittel über einen längeren Zeitraum die Entstehung von Wachstumshormonen fördert. Das bedeutet, dass sie mit der nächsten Spritze einen noch größeren Wachstumsschub durchleben wird.“
„Das ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist meine These, dass ihr Wachstum so gewaltig ist, da sie unter normalen Umständen 1,76 m groß wäre. Das Mittel hat dazu geführt, dass ihre Wachstumshormone sich aktiviert haben und nun versucht ihr Körper möglichst schnell die Differenz auszugleichen. Dementsprechend sollte das Wachstum in ein bis zwei Wochen wieder abflachen und sich im normalen Intervall befinden.“
„Ich möchte nur nicht, dass wir die Kontrolle verlieren. Ich glaube zwar auch nicht, dass Frau Weber so groß wird wie ich es anfangs berechnet habe, aber es ist denkbar, dass sie über zwei Meter groß wird. Wollen Sie das riskieren?“, fragte Sebastian.
„Ich habe eine neue Berechnung mit den neuen Daten durchgeführt. Laut dieser wird sie höchstens 1,90 m groß. Ihr Wachstum wird ähnlich schnell sinken, wie es gerade ansteigt.“
„EINMETERNEUNZIG? Frau Weber war zum Start des Experiments 1,56 m groß. Ein Wachstum von 34 cm ist gewaltig.“
„In der Tat, Aber es gibt keinen Grund zur Beunruhigung und ich bin auf der richtigen Spur. Allerdings benötige ich dafür akkurate Ergebnisse. Sie müssen doch auch neugierig sein, warum sie so viel wächst, Sebastian. Der weitere Verlauf von Frau Webers Experiment ist vom höchsten Interesse für einige hohe Tiere. Wir können jetzt nicht einfach abbrechen.“
„Das ändert leider nichts daran, dass ich ein ganz schlechtes Gefühl habe.“, meinte Sebastian mit resignierter Stimme.
„Mit Ihrer Hilfe schaffen wir das schon.“, meinte Sonja sanft und versuchte zu lächeln. Doch es war nicht nur Neugierde, die sie dazu antrieb, an dem Experiment festzuhalten. Denn ein paar Unternehmen hatten der Universität zugesichert, sich zu fördern, sofern sie herausragende Daten bekämen. Und eben jene Daten lieferte Laura.
„Ich vertraue Ihnen.“, meinte Sebastian zögernd. „Sie haben die Daten von Frau Weber am meisten analysiert und ausgewertet. Außerdem sind meine Sorgen vermutlich vollkommen unbegründet. Es würde unsere Welt ganz schön auf den Kopf stellen, wenn sie wahr würden.“
Er versuchte zu lachen und konnte es doch nur halbherzig. Denn noch immer geisterte in seinem Kopf der Blick auf eine Laura, die mehr als doppelt so groß war wie das Gebäude, in dem sie sich gerade befanden. Und ihm war mehr als bewusst, dass sie laut seiner ersten Berechnung sogar noch größer werden könnte.
Sonja bemerkte von der Bleiche in seinem Gesicht nichts. Sie war in ihren eigenen Gedanken versunken. Deshalb bemerkte sie auch nicht, wie sich Sebastian von ihr verabschiedete. Denn auch in ihrem Kopf hatte ein wahnwitziger Gedanke Platz gefunden.
Was wenn sie sich doch irrte und Laura zu einer Riesin würde wie man sie nur aus den Sagen kannte?
Montag: 06.04.20XX, 9:00
„So, das wäre alles.“, meinte Carina, nachdem sie Laura mit einem Pflaster versorgt hatte, nachdem sie ihr eine weitere Dosis des Mittels verabreicht hatte.
„Hast du noch etwas auf dem Herzen?“, fragte die Assistentin freundlich und blickte die junge Frau erwartungsvoll an.
„Ja habe ich.“, antwortete sie. „Wie viel werde ich dieses Mal wachsen?“
Sie sah der Assistentin an, dass sie mit dieser Frage gerechnet hatte und doch keine Antwort darauf wusste.
„Sebastian?“, sprach Carina einen anderen Assistenten an. „Hast du die Prognose für Lauras… äh ich meine Frau Webers weiteres Wachstum?“
Der Blick des jungen Mannes und der ihre trafen sich. Sie sah ihm seine Zurückhaltung an. Dann hörte sie, wie er sich räusperte, ehe er näherkam. Freundlich meinte er: „Nach den jüngsten Berechnungen müssten Sie etwa vier Zentimeter wachsen.“
Laura zögerte einen Moment, ehe sie die Frage aussprach, die ihr auf der Zunge lag: „Und was ist, wenn ich wie bisher mehr wachse?“
Für einen Moment gefror das Lächeln des Mannes. Laura schluckte, als sie seinen ernsten Blick bemerkte. „Dann müssen wir unsere Berechnungen anpassen und die Dosis des Mittels verringern.“ In Gedanken fügte er hinzu: „Was wohl nicht passieren wird, deshalb bewahre uns Gott…“
Trotzdem beunruhigte die Antwort Laura. Sie hatte während ihrem Studium und ihrer Arbeit genug über Kommunikation gelernt, um zu bemerken, dass Professor Schmidts Assistent längst nicht so ruhig mit ihren Ergebnissen umging wie seine Chefin.
„I-ich verstehe.“, meinte sie zurückhaltend. Sie traute sich nicht eine weitere Frage zu stellen. Doch sie beschlichen die ersten Zweifel, dass alles in Ordnung war. Sie mochte nicht die Schlauste sein und der letzte Biologieunterricht war schon einige Zeit her und doch wusste sie, dass ihr Wachstum alles andere als gewöhnlich war.
„Hast du noch andere Fragen?“, fragte Carina lächelnd, so als wäre nichts gewesen.
Laura schüttelte den Kopf und ließ sich von ihr aus dem Labor führen. Als sie den Raum verlassen hatte, wischte sich Sebastian die Schweißperlen aus dem Gesicht. Noch immer plagte ihn die Vorstellung einer riesigen Laura und das Bild hatte sofort realer gewirkt, als er ihr Wachstum mit eigenen Augen gesehen hatte. Laut seiner Berechnung hätte die junge Frau lediglich zwei Zentimeter wachsen dürfen. Sie war aber drei Zentimeter gewachsen. Aus einem inneren Impuls heraus machte er ein Kreuz, obwohl er kein großer Kirchgänger war. Das beruhigte ihn seltsamer Weise und er nahm sich vor erst einmal einen Kaffee zu trinken.
??
Eine Glocke läutete in der Ferne. Der Klang wurde vom Wind zu Lauras Ohren getragen. Die junge Frau blinzelte, als sie ihren Blick über die Dächer schweifen ließ.
„Bin ich… bin ich schon wieder am Träumen?“, dachte sie. Ihr riesiger Körper, der bestimmt dreißig Meter groß war, ragte in den Himmel.
Als sie hinabblickte, entdeckte sie zahlreiche Menschen, die zu ihr hinaufschauten. Ihnen bot sich ein einmaliger Anblick. Denn auch dieses Mal trug die Riesin lediglich notdürftig zusammengeknotete Bettlaken, die ihr als Unterwäsche dienten.
Regungslos starrte sie zu den winzigen Menschen hinab. Es war ein Moment der Stille, die lediglich vom Läuten der Glocke unterbrochen wurde. Laura konnte nicht fassen, wie klein und verletzlich plötzlich ihre Mitmenschen wirkten. Sie erinnerte sich an ihren letzten Traum und den Vorfall mit dem Auto.
Deshalb sprach sie freundlich: „Würdet ihr bitte zur Seite gehen. Ich muss hier unbedingt durch.“
Zunächst sah es so aus, als würde ihre laute Stimme die Menschen einschüchtern und sie schienen in Ehrfurcht erstarrt zu sein. Doch dann begann sich die Menge vor ihr zu regen und tatsächlich bildete sich nach und nach in der Mitte eine Gasse.
„Wie ihr befehlt, oh große Göttin.“, hörte sie die winzigen Menschen rufen.
Sie erschauderte, während in ihr ein Gefühl der Macht entflammte. Trotz ihrer winzigen Größe, erkannte Laura, dass sich die Menschen links und rechts auf die Knie warfen.
Daran änderte sich auch nichts, als sie vorsichtig begann entlang der Straße zu gehen. Obwohl jeder ihrer Schritte bedächtig war, sank ihre nackte Sohle leicht in den weichen Asphalt ein. Mit jedem Schritt schien sie einen Teil ihres menschlichen Ichs zu verlieren.
Als sie eine Kreuzung erreichte, blickte sie zurück. Die Menge war ihr scheinbar gefolgt und warf sich nun vor ihr auf die Erde. In diesem Moment schien die Macht förmlich durch ihre Adern zu pulsieren. Sie war nicht länger ein Mensch. Sie war eine Riesin.
Mittwoch: 08.04.20XX: 5:38
Laura schreckte aus dem Traum und saß sofort kerzengerade. Sie schnappte nach der kühlen Morgenluft, die durch das geöffnete Fenster in das Zimmer strömte. Zitternd strich sie sich eine Strähne ihres dunkelblonden Haares aus dem Gesicht.
Ihr Nachthemd klebte an ihrer nassgeschwitzten Haut, die fast schon fiebrig heiß war. Anders als beim ersten Traum lag das aber nicht an dem Gefühl der Angst oder Panik. Laura konnte es selbst nicht fassen, aber scheinbar war sie erregt.
Eilig schüttelte sie den Kopf, um die Bilder aus ihrem Kopf zu vertreiben. Die Hitze verwandelte sich langsam in wohlige Wärme. Sie nahm ihr Smartphone und blickte auf die Uhr. Da es keinen Sinn mehr machte, weiterzuschlafen, stellte die junge Frau ihren Wecker aus, ehe sie aufstand.
Das unangenehme Gefühl der aufgestauten Lust begleitete sie bis unter der Dusche. Sie widerstand der Versuchung bei laufender Dusche zu Masturbieren. Stattdessen wusch sie sich langsam den erkaltenden Schweiß von der Haut.
So gut es ging, versuchte sie die Bilder aus dem Traum zu vergessen. Aber sie konnte nicht abstreiten, dass ihr ihre Macht gefallen hatte. Doch war das unbedingt verwerflich? Es gab genügend Menschen auf der Welt, die gerne Macht hatten.
Laura seufzte als das warme Wasser ihre nackte Haut herunterlief. Sie konnte nicht abstreiten, dass der Traum noch einmal realer gewirkt hatte als der erste. So konnte sie sich an viele der Details erinnern, als wäre dies wirklich passiert. Doch gleichzeitig war das Gesehene unmöglich.
Plötzlich flackerte vor ihrem inneren Auge eine langvergessene Erinnerung auf. Sie erblickte ihren Vater, der sie besorgt anschaute.
„Es tut mir leid, mein Schatz. Ich habe die Kontrolle verloren. Du… du musst hier… raus!“
Danach folgte Schwärze und das nächste woran sie sich erinnern konnte, waren höllische Schmerzen. In der Luft war nichts als schwarzer Rauch und sie spürte, wie ihr langsam wieder das Bewusstsein entglitt.
Ihr lief eine kalte Schauer den Rücken herunter. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die alten Erinnerungen zurückkehrten. Schließlich war sie damals wie heute eine Versuchsperson gewesen. Salzige Tränen vermischten sich mit dem süßen Trinkwasser, welches über ihren Körper floss.
Denn beim letzten Mal hatte sie alles verloren, was sie geliebt hatte. Ihr Vater, ihre Mutter und ihr älterer Bruder waren alle an jenem Tag gestorben. Es war nie herausgekommen, warum es in dem Labor zu einer Explosion gekommen war. Doch die vielen Befragungen und Untersuchungen sowie der schwierige Heilprozess hatten nicht gerade dabei geholfen, die nicht sichtbaren Wunden zu verheilen.
Sie klammerte sich an die Armatur, während sie versuchte die traurigen Erinnerungen so gut es ging zu verdrängen. Erst als ihre Tränen versiegten, stellte sie das Wasser aus.
Gerne können meine Bilder auch von anderen Forenmitgliedern als Vorlage für Geschichten dienen! Ich habe auch schon überlegt Bilder passend zu einigen Geschichten hier im Forum zu erstellen...
Und vielen Dank für das tolle Feedback!
Also zu meinen Geschichten darfst du gerne Bilder erstellen, wenn du das möchtest. Das wäre eine richtige Ehre ![]()
Mal wieder eine klasse Collage ![]()
Vielleicht überlegt sie auch, ob sie den Winzling als Polster für ihre Füße verwenden soll ![]()
Mal wieder eine klasse Idee und gute Umsetzung. Ich habe das Gefühl, dass du besser wirst und bin echt gespannt, was du sonst noch so zauberst ![]()
Das ein oder andere Bild ist dann bestimmt auch Inspiration für Geschichten ![]()
Nein, ich bin schon drei Seiten weiter mit dem Schreiben
Eigentlich habe ich es noch einmal gelesen, aber offensichtlich nicht gründlich genug
Das ärgert mich ein wenig. Danke fürs Korrigieren. Ich hoffe, dass es nicht zu sehr den Lesefluss gestört hat. Auch was für eine Dose es ist, habe ich hinzugefügt ![]()
Und Laura weiß von der Situation nichts. Die war lediglich für den Leser. Allerdings wollte ich noch nicht verraten, wann die Party stattfindet, da so die Anzahl ihre Wachstumsschübe ein Mysterium bleiben ![]()
Okay das ist mit der Integrität ist ein Argument. Ich hatte es nur noch einmal angesprochen, da gar keine Reaktion kam.
Und hier ist auch schon das fünfte Kapitel. Bisher hat sich keiner bei mir gemeldet, bezüglich eines Charakterwunsches, den ich in die Geschichte einbauen soll. Schade.
Kapitel 5: Neue Kleider, alte Probleme
Freitag: 03.04.20XX, 9:00
Und tatsächlich konnte sich Laura an diesem Freitagmorgen nur noch vage an ihren Albtraum erinnern. Sie vermutete, dass sie einfach zu viele Geschichten gelesen hatte. Schließlich hatte die junge Frau auch am Abend noch lange Zeit in einem Forum einige Texte gelesen. Es gab sowohl welche in Englisch als auch in Deutsch. Und in den meisten genossen die Frauen ihre neue Größe und die damit verbundene Macht.
„Bist du bereit?“, fragte Hannah und riss sie aus ihren Gedanken.
Laura nickte und lächelte. Sie hatte sich den Tag frei genommen, um mit ihrer Mitbewohnerin shoppen zu gehen. Deshalb war sie dankbar, dass sie innerhalb der Woche keinen weiteren Wachstumsschub gehabt hatte.
Gemeinsam verließen sie die Wohnung und machten sich auf den Weg in die Innenstadt. Laura überlegte, ob sie von ihrem Traum erzählen sollte. Doch sie konnte sie bereits denken, wie Hannah reagieren würde.
Deshalb ließ sie es lieber bleiben. Stattdessen meinte sie: „Ich denke, dass wir am besten gleich mehrere Kleidungsstücke in unterschiedlichen Größen kaufen sollten. Das Geld kann ich mir zum Glück erstatten lassen.“
Hannah lächelte und meinte; „Das ist eine gute Idee. Wie wäre es, wenn du dir auch gleich einen neuen Bikini holst? Aktuell ist die Auswahl zwar noch nicht so groß, aber du gehst doch gerne schwimmen oder nicht?“
„Ich überlege es mir.“
Freitag 03.04.20XX 10:30
Laura trat aus der Ankleide und sah Hannah verzweifelt an. „Die Sachen sind mir doch alle viel zu groß. Das T-Shirt…“ Sie hielt ein rotes T-Shirt hoch mit einem großen V-Ausschnitt. „Ist wie ein Kleid und aus dem Ausschnitt ragen meine Brüste viel zu sehr hervor.“
Zum Glück waren sie nur zu zweit in dem Geschäft und aktuell war auch keine Verkäuferin in der Nähe. Ansonsten wäre die junge Frau sicherlich rot geworden.
„Und diese Unterwäsche ist für Frauen in deiner Größe.“
Hannah erhob sich von ihrem Sitz und kam zu ihr. Mit belustigter Stimme meinte sie: „Ach Laura, es war doch deine Idee unterschiedliche Größen zu kaufen. Vielleicht mag es komisch klingen, aber stell dir vor du wirst so groß wie ich. Dann brauchen gerade deine beiden Busen einen vernünftigen BH oder willst du lieber ohne herumlaufen?“
Jetzt errötete sie doch und seufzte. „Du hast ja recht. Es ist nur so unglaublich schwierig abzuschätzen, was mir einmal passen könnte. Womöglich werde ich nie so groß und dann haben wir es umsonst gekauft. Auch bei den Zwischengrößen tue ich mich schwer.“
Es fiel ihr so schon schwer, vernünftige Kleidung für ihre kleine Gestalt zu finden. Doch jetzt stellte sie die gewaltige Auswahl vor ein komplett neues Problem.
„Ich finde, dass diese Klamotten schon einmal ein guter Anfang sind. Und du solltest schauen, dass du das alles als Chance sieht. Wenn du größer bist, hast du auch bessere Karten bei den Männern. Also musst du doch deine Stärken zeigen.“
Laura rollte mit den Augen. Hannah hatte gut reden. Sie lebte seit mehreren Jahren in einer Beziehung mit ihrem Kindheitsfreund, der sie öfter besuchen kam. Selbst ihre aktuelle Fernbeziehung schien die Bindung zwischen den beiden nur noch einmal zu stärken.
Laura hingegen hatte schon längere Zeit keinen Freund mehr gehabt und daran war auch Hannah nicht ganz unschuldig. Sobald sie ihre große Mitbewohnerin sahen, verlor so mancher junge Mann das Interesse an ihr.
„Jetzt mach doch nicht so ein Gesicht. Ich kann doch auch nichts dafür, dass jeder Typ in dieser Stadt ein Vollidiot zu sein scheint.“
Laura hatte keine Lust auf die Richtung, in die das Gespräch führte. Sie reichte Hannah die Klamotten und meinte: „Halt das bitte Mal eben. Ich suche mir schnell noch ein paar Sachen.“
Sie entfernte sich eilig von ihrer Mitbewohnerin und ging zuerst ziellos durch das riesige Geschäft. Eher wahllos nahm sie ein schwarzes Kleid. Sie wollte es gerade zurückhängen, als sie doch einen genaueren Blick darauf warf.
Es war einfach gehalten und verfügte über einen kleinen V-Ausschnitt, der die Brüste scheinbar nicht zu sehr betonte. Dazu reichte der untere Teil, sofern man denn hineinpasste, etwas über die Knie und war so geschnitten, dass man bequem gehen konnte.
Sie erinnerte sich an die WG-Party, die sie zusammen mit Hannah am Planen war und fragte sich, ob ihr das Kleid wohl bis dahin passen würde. Sie zuckte mit den Achseln und dachte, dass es ansonsten sicherlich auch Hannah stehen würde.
Samstag ??,??,20XX, 20:30
Die ersten Gäste klingelten an der Türe. Sofort eilte Laura aus der Küche, wobei das schwarze Kleid leicht durch die Luft wehte. Sie öffnete den Gästen und während sie wartete, gesellte sich Hannah zu ihr. Für die beiden war es noch immer ein ungewohnter Anblick, dass Laura die Größere war.
„Ich bin mal auf die Gesichter gespannt.“, meinte ihre Mitbewohnerin amüsiert. „Du wirst sicherlich der Star des Abends. Bereite dich schon einmal vor, dass du mit Fragen durchlöchert wirst.“
Sofort errötete Laura. Sie hatte zwar gehofft, dass das Kleid ihr passen würde, aber nie wirklich damit gerechnet. Nun passte es ihr so, als wäre es nur für sie gemacht.
Obwohl es ihr über die Knie reichte, kam zur Geltung wie lange ihre Beine waren. Von ihren beiden Brüsten zeigte der V-Ausschnitt genügend, damit man ihre Größe erahnen konnte. Zudem betonte es ihre schlanke Figur, an der auch die letzten Hungerattacken nichts geändert hatten.
Doch die Röte verschwand wieder und tatsächlich begann Laura zu lächeln. Mit fröhlicher Stimme meinte sie: „Ich bin wirklich gespannt, was unsere Freunde dazu sagen. Jedenfalls kann sich niemand mehr darüber beschweren, dass ich zu klein bin.“
Noch wusste keiner, dass dieser schicksalshafte Abend nicht nur so manche Überraschung für ihren Besuch hatte. Denn auch Laura und Hannah würden das ein oder andere Mal überrascht werden…
Samstag 04.04.20XX, 14:07
Laura entwich ein lautes Keuchen, welches in der kompletten Wohnung zu hören war. Kurze Zeit später stürmte Hannah in ihr Zimmer und rief besorgt: „Laura? Alles in Ordnung.“
Sie konnte sehen, wie sich die junge Frau über den Schreibtisch krümmte, als sich ihr Magen vor Hunger zusammenzog.
„Ich… habe… Hunger.“, keuchte sie. Die zweite Hungerattacke hatte sie erwischt, während sie einen Anime geschaut hatte. Dieser lief einfach weiter, während sie es irgendwie schaffte, aufzustehen. Im nächsten Moment stürmte sie los und drückte Hannah zur Seite, die in der Tür stand und ihr nicht schnell genug ausweichen konnte.
Diese blickte ihr überrascht hinterher, wie sie in die Küche stürmte. Dort riss Laura den Kühlschrank auf und schnappte sich als erstes eine Tupperdose mit Pizzaresten. Diese waren noch nicht einmal ganz kalt geworden. Gierig begann sie Stück für Stück der selbstgemachten Pizza zu essen.
Wieder achtete sie nicht groß darauf, dass sie kleckerte. Und so fiel beispielsweise eines der Stücke Champion auf ihren Ausschnitt des weißen Tops, welches sie heute trug. Auch von der Tomatensoße kleckerte etwas auf ihr weißes Top.
Zudem bildete sich rund um ihren Mund ein roter Rand. Immer hastiger nahm sie die weiteren viereckigen Stücke heraus und die Dose lehrte sich mit rasanter Geschwindigkeit. Zum Glück hatte sie ein zweites Blech gemacht, da sie mit einer weiteren Hungerattacke gerechnet hatte.
Doch die Pizza sollte ihren Hunger nicht stillen. Deshalb griff sie nach der nächsten Reserve, die sie vorbereitet hatte. Es handelte sich um eine große Schüssel mit Bananenquark. Hastig holte sie einen großen Löffel aus einer Schublade. Genau wie das Porridge beim ersten Mal schaufelte sie den Quark in sich hinein, ohne den Geschmack zu genießen.
„Oh Gott, Laura?“, meinte Hannah. „Wenn du noch mehr isst, wirst du…“, doch als sie sah, wie qualvoll ihre Mitbewohnerin schaute, brach sie ab. Ihre Worte hätten die junge Frau eh nicht erreicht. Diese war so hungrig, dass sie selbst Dinge gegessen hätte, die ihr sonst nicht schmeckten.
Als die Schüssel Quark aufgegessen war, griff sie zu einer Tafel Schokolade, die sie gekauft hatte, da diese beim letzten Mal anscheinend dabei geholfen hatte, satt zu werden. Zudem brauchte ihr Körper jede Kalorie, die er bekommen konnte.
Hannah wollte sie aufhalten, doch ihr Hunger war so groß, dass sie sich einfach losriss und den nächsten Riegel in den Mund schob. Dort wurde er zerkaut, ohne groß den Geschmack zu genießen. Die eine Tafel reichte ihr aber nicht und so verputzte sie in Windeseile eine weitere. Als sie diese verdrückt hatte, keuchte sie auf, da sich ihr Magen noch immer verzog, so als hätte sie nichts gegessen.
Sie holte die Verpackung mit Sahneheringen aus dem Kühlschrank, die für den Abend vorgesehen waren. Gierig begann sie die Filets samt Soße zu essen. Am Ende begann sie sogar die Soße mit einem Löffel herauszuholen.
Als sie schon befürchtete, nie satt zu werden, endete endlich die Hungerattacke und sie sank erschöpft zu Boden. Für einen Moment war ihr Schwindelig, als sie sich daran erinnerte, was sie eben gegessen hatte.
„Oh… mein… Gott.“, hauchte sie fassungslos.
Sie blickte an sich herunter und meinte, dass ihr Bauch etwas dicker war. Doch er fühlte sich längst nicht so gefüllt an, wie er es sollte.
„Wo ist all das Essen hin?“, fragte sie verwirrt.
„Keine Ahnung… Ich weiß nur, dass du ziemlich gruselig bist, wenn du so eine Hungerattacke hast.“
Erst jetzt bemerkte Laura, dass Hannah neben ihr stand. Sie erhob sich und blickte zu ihrer Mitbewohnerin mit geröteten Wangen auf. Leise meinte sie: „Es tut mir leid.“
Sie bekam einen leichten Klaps auf den Rücken, der sie fast wieder von den Beinen geholt hätte. Danach meinte Hannah lächelnd: „Ich muss dich leider erst einmal allein lassen. Mein Bericht schreibt sich nicht von allein. Sag mir Bescheid, wenn irgendetwas Wichtiges ist.“
Laura war dankbar dafür, dass sie erst einmal für sich allein war. So konnte sie ihre Gedanken sortieren. Außerdem musste sie möglichst schnell zusammensuchen, was sie alles gegessen hatte, damit sie Professor Schmidt kontaktieren konnte. Aber gleichzeitig war sie überrascht, dass Hannah keine Fragen stellte und es einfach so hinnahm, dass sie den Kühlschrank plünderte.
Samstag 04.04.20XX, 14:53
Laura saß vor ihrem Laptop und hatte vor sich einen Zettel. Auf diesem Stand geschrieben, was sie alles gegessen hatte und wie viele Kilokalorien etwa in dem Essen gewesen sein musste.
Pizza: ca. 2000 kcal (Gerechnet mit 250 Gramm pro Stück und 8 Stücken)
Bananenquark: 1319 kcal (5 Bananen mit je 186 kcal, Quark 389 kcal)
2 Tafeln Schokolade (200g): 2176 kcal
Dose Hering: ca 1300 kcal
Summe: 6795
Sie nahm ihr Smartphone und wählte in den Kontakten die Professorin aus.
Tuuut… tuuut
„Hallo Frau Weber. Wie kann ich Ihnen helfen?“, hörte sie die Stimme der Professorin.
Sie antwortete nervös: „Guten Tag. Ich hoffe, dass ich Sie nicht störe.“
„Nein. Nein, alles gut.“
„Ich hatte gerade eine weitere Hungerattacke.“
Es entstand eine kurze Pause, ehe sie die Professorin fragen hörte: „Wie viel haben Sie gegessen?“
Sie rutschte etwas nervös auf ihrem Stuhl herum, ehe sie antwortete: „Ich habe Ihnen eine Mail mit einer Auflistung geschickt. Ich…“
Die Professorin fiel ihr ins Wort und meinte: „Sagen Sie mir doch bitte, wie viele Kilokalorien Sie in etwa gegessen haben.“
„6800.“, meinte Laura nach einer kurzen Pause.
„SECHSTAUSENDACHTHUNDERT?“, hörte sie die Professorin in das Telefon überrascht rufen.
„Ist das schlecht?“
„N-nein. Ich… ich hatte nur mit einem… etwas geringeren Wert gerechnet.“
Sofort begann Laura nur noch nervöser zu werden. „Heißt das, dass ich noch mehr wachse als erwartet?“
„Ich kann es nicht ausschließen. Allerdings kann ich nicht genau sagen, ob es einen linearen Zusammenhang zwischen den Kalorien und Ihrem Wachstum gibt… Aber selbst, wenn Sie mehr wachsen, ändert das nichts an meiner Prognose. Solche Ausreißer gehören zu den ersten Tests dazu und lassen sich leicht durch die Menge des Mittels in den Griff kriegen.“
„Okay.“, sagte Laura. Sie konnte sich noch gut an Teile ihres Traums erinnern und war erleichtert, als sie hörte, dass alles noch unter Kontrolle war.
„Ich danke Ihnen, dass Sie mir Bescheid gegeben haben. Kann ich Ihnen sonst noch weiterhelfen?“
„Aktuell nicht.“, meinte Laura ehrlich. Schließlich konnte die Professorin auch nur schätzen, wie groß sie werden würde. Und das war eigentlich die einzige Frage, die sie sich in dem Moment stellte.
„Gut. Dann würde ich Sie bitten mir eine Nachricht zu schicken, sobald Sie gewachsen sind und falls Sie es arrangieren können, wäre es optimal, wenn Sie danach ins Labor kommen könnten, damit ich Ihnen eine Blutprobe abnehmen könnte.“
„Okay.“, hauchte Laura. Zwar hatte sie sich den Samstag anders vorgestellt, aber sie konnte schlecht einen Spaziergang machen, wenn sie jeder Zeit wachsen konnte.
„Vielen Dank. Dann erwarte ich Ihren Besuch. Sagen Sie mir einfach Bescheid, wenn Sie vor dem Forschungsgebäude sind, damit ich Sie abholen kann.“
„O-okay. Bis gleich, Professor Schmidt.“
„Bis gleich Frau Weber.“
Die Professorin legte als erstes auf. Laura legte ihr Smartphone auf den Schreibtisch und atmete einmal tief durch. Anders als beim letzten Mal war es nun helllichter Tag und sie hatte das Gefühl, als könnte ihr Wachstum jederzeit beginnen. Rastlos saß sie dort und wusste nicht, wie sie die Zeit bis dahin verbringen sollte.
Samstag: 04.04.20XX, 15:23
Die Minuten schienen einfach nicht verstreichen zu wollen, während Laura auf ihren unausweichlichen nächsten Wachstumsschub wartete. Ungeduldig saß sie dort, während sie immer wieder ihre Haltung änderte.
Mal schlug sie das linke Bein über das rechte. Sie faltete ihre Hände und legte sie auf ihren Schoß. Dann zupfte sie an ihrer schwarzen Leggins, die für einen Moment sich ziemlich eng anfühlte. Die Versuche zur Ruhe zu kommen scheiterten immer, weil plötzlich ihre Haut irgendwo juckte und sie damit rechnete, dass sie endlich wuchs.
Als es dann endlich soweit war, dachte sie zunächst, dass sie sich auch das einbildete. Doch die prickelnden Gefühle wurden intensiver. Wellen der Euphorie wanderten durch ihre Nervenbahnen, während sie im Microbereich größer wurde.
Zwar konnte sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen, wie ihre Finger länger wurden, aber sie konnte es dafür spüren. Mit jedem Atemzug, den sie nahm, schwoll ihr Körper minimal an. Erneut hatte sie keine Schmerzen. Eigentlich war eher das Gegenteil der Fall. Sie fühlte sich so lebendig und erfüllt von Glücksgefühlen wie schon lange nicht mehr.
Ihre Lippen formten ein zufriedenes Lächeln, während sie sich im Sitzen streckte. Hätte sie sich in diesem Moment gemessen, wäre ihr bewusst geworden, dass sie bereits so viel wie bei ihrem ersten Wachstumsschub gewachsen war.
Sie begann ihren Körper abzutasten, der weiterwuchs und ihre Kleidung stetig mehr und mehr ausfüllte. Es waren zwei kleine Änderungen, aber nach einer Weile hatte sie das Gefühl, dass ihre Kleidung etwas enger war als bisher.
Als die Gefühle verschwanden, blickte sie auf den Schreibtisch. Sie hatte das Gefühl, als wäre dieser ein kleines Stück weiter von ihrem Gesicht entfernt als sie es gewohnt war. Aber vielleicht bildete sie sich das auch nur ein. Was sie sich aber definitiv nicht einbildete war, dass ihre Kleidung nun eine Nummer zu klein war. Das musste bedeuten, dass sie mehr als beim letzten Mal gewachsen war.
Ich mag die andere Perspektive sogar noch besser, da man nun den Ausdruck im Gesicht der normal großen Frau sieht. Zwar wirkt sie ein wenig desinteressiert oder aber sie denkt gerade darüber nach, ob sie die kleine Dame vernaschen soll ![]()