Hallo zusammen,
nach diversen Stunden Schreiberei, habe ich nun die heißersehnte Fortsetzung. Ich poste sie hier.
@ Marcelino: Du kannst sie gerne an deine PDF anhängen und die Komplettstory posten.
Es wird danach noch eine Fortsetzung geben, das muss aber warten. Zudem geht es dann mehr darum, wie Michaela gestoppt wird und weniger, wie sie schrumpft und mit ihren Winzlingen spielt. Nun aber viel Spaß hiermit:
Die Story endete mit:
Ich hörte nur, wie ein Motor ansprang und etwas losfuhr.
Dann wurde ich ohnmächtig.
Weiter geht's:
Sandras Plan
Stille-
Schwerelosigkeit-
Ich weiß nicht was.
Ich weiß nicht wo.
Ich weiß nicht wie.
In einiger Entfernung hörte ich eine Brandung, wie wenn
Wasser auf Felsen trifft.
‚Ist der Tod wie das Schwimmen in einer Brandung‘? dachte
ich mir.
Mit diesen Gedanken wurde mir bewusst, dass ich denken
konnte.
Im nächsten Moment fühlte ich, wie Wasser oder eine
Flüssigkeit mich umfing.
Es war angenehm warm und umschloss mich von allen Seiten.
Auch mein Kopf wurde nass.
Ich hatte das Verlangen zu atmen und holte Luft.
Es war möglich, nur wenige Spritzer der Flüssigkeit
gelangten in meinen Mund und ich nahm wahr, dass ich offenbar unter einem
Wasserfall stand.
Dann öffnete ich die Augen und sah auf meinen Körper. Vor
meinem Oberkörper war ein riesiger Daumen. Sofort begriff ich, und fühlte es
nun auch, dass ich zwischen dem Daumen und Zeigefinger einer gewaltigen Person
festgehalten wurde. Das Wasser, das mich abspritzte, kam aus einem gigantischen
Wasserhahn, der meine Größe bei weitem überstieg.
Schließlich wurde ich aus dem Strahl des warmen Wassers
heraus genommen und dann konnte ich sehen. Sandra war es, die mich hielt und
mich nun genau ansah. Ein Lächeln umspielte ihr Gesicht, das von Sorge
gezeichnet war. Es war ein Lächeln der Erleichterung.
Sie legte mich auf ein Handtuch und tupfte mich sachte ab.
Ich war nackt.
Beschämt bedeckte ich mit meinen Händen meine Männlichkeit.
Sie schmunzelte, sagte aber nichts.
Dann griff zu einem Föhn und ein Sturm warmer Luft umtöste
mich.
Im Handumdrehen war ich trocken und fühlte mich erleichtert,
obwohl ich nun merkte, dass ich leichte Verbrennungen oder wahrscheinlich doch
eher Verätzungen hatte auf Gesicht und Händen, die ungeschützt waren, als ich
in ihrem Magen war.
‚Moment‘, ging es mir durch den Kopf. ‚Ich war doch in ihrem
Magen‘.
Dann rief ich laut aus: „Wa…w…wa..was ich passiert? Wie…?“
Sandra legte einen Finger auf ihren sinnlichen Mund. Ich
schwieg.
Nun sprach sie: „Alles in Ordnung, hoffe ich?! Ich habe
dich, sobald es hing, heraus gewürgt, um dir diesen schändlichen, schmerzhaften
Tod zu ersparen. Du bist nun in Sicherheit. Bei mir zu Hause. Genau wie der
da.“ Und sie zeigte auf David, der auf einem Kissen lag, das sie auf den Boden
gelegt hatte.
„Euch beiden passiert jetzt nichts mehr. Ich helfe euch zu
überleben und wir überlegen gemeinsam, wie wir Michaelas bösem Spiel einen
Riegel vorschieben können. Die anderen wollte sie mir nicht mitgeben. Ich
hoffe, dass sie mit ihnen nichts allzu schlimmes anstellt.
Vor allem will sie bald noch mehr Männer schrumpfen und in
ihre, naja unsere Gewalt bringen. Ein paar Winzlinge hat sie mir ja
versprochen.“
Dann sah sie mich an und sagte: „Tut mir leid, deine
Klamotten sind völlig im Arsch, wir müssen dir neue besorgen. Und ein schönes
Zuhause braucht ihr auch, schließlich könnt ihr ja nicht in einem Schuhkarton
leben, oder?“
Dann wandte sie sich David zu: „Ich werde sehen, ob ich dich
verarzten kann, David. Oder soll ich dich zu einem Arzt bringen?“
David stöhnte: „Nein, lass mal. Ein 30 Meter großer Arzt
würde mir sicher nicht helfen können. Außerdem würde ich bestimmt in einem
Versuchslabor der Regierung enden. Danke, aber für’s Erste wäre es nett, wenn
du mir ein Bett besorgst und vielleicht ein Schmerzmittel als Tropfen oder
Saft, bei dem wir die Menge auf meine Körpergröße umrechnen können, um mich
nicht zu vergiften. Danke, vielmals, Sandra. Danke auch, dass du mich nicht
zwischen deinem und Michaelas [lexicon='Fuß',''][/lexicon] zerquetscht hast. Als meine Rippen anbrachen,
dachte ich, du und diese Riesenschlampe würdet mich töten.“
Sandra lächelte zuerst und nickte schließlich. Kurz danach
legte sie mich neben David auf das Kissen und sagte: „Ich werde euch mein altes
Terrarium einrichten und dann Einkaufen gehen im Puppenladen, um dort nach
einem geeigneteren Haus für euch zu sehen und euch beiden neue Kleidung zu
beschaffen. Dazu muss ich euch aber noch messen, um nicht das Falsche zu
besorgen“, sagte sie und ging zur Badezimmertüre hinaus.
„Geht’s?“ fragte ich David. Dieser schaute mich gequält an
und entgegnete: „Schmerzt schon heftig. Diese Schlampe hätte mich fast
zertreten. Glück gehabt. Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn Sandra wirklich
so boshaft wäre, wie Michaela.“.
Ich nickte zustimmend und führte seinen Gedanken fort: „Oder
was passiert wäre, wenn Ronnie nicht zufällig Sandra in die Hände gefallen
wäre. Dann hätte Michaela Sandra wohl auch geschrumpft. So aber musste sie
einen Kompromiss eingehen, weil Sandra von dem Schrumpfstrahler erfahren hat.“
„Nur gut, dass wir jetzt hier sind“, sagte David, der sich
leicht aufsetzte. Ich versuchte zwar zu helfen, aber er war mit seiner Größe
einfach zu schwer für mich und ich ließ verlegen meine Hände von seinen
Schultern gleiten. „Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Gegenmittel oder der
Schrumpfprozess kann umgekehrt werden. Ich meine, solange sind wir hier ja in
Sicherheit.“, meinte er hoffnungsvoll.
„Ich hab keine Ahnung, und wenn, woher sollten wir davon
erfahren? Wir müssten uns als Winzlinge zu erkennen geben und ich meine, die
haben ja auch hingenommen, dass Menschen geschrumpft werden. Wer weiß, was sie
mit den anderen Testpersonen angestellt haben. Ich habe gehört, dass jede
Arzthelferin mal einen mitnehmen durfte. Vielleicht ist das unser Glück und da
sickert was durch an die Öffentlichkeit. Kann uns ja auch egal sein. Ich für
meinen Teil finde, dass wir Michaela stoppen müssen. Die macht sonst die Bars
und Diskotheken leer.“ Darauf sagte David nichts, sondern ballte nur die Hände
zu Fäusten und spannte die Kiefermuskeln an. Das beeindruckte mich sehr,
schließlich war er für mich immer noch ein Riese und mit seinen Pranken hätte
er mir nichts dir nichts alles brechen können. Aber in seinem Zustand brauchte
er mehr Hilfe als ich Winzling.
Nach einigen Minuten kam Sandra wieder und sagte: „Kommt mal
mit, euer vorübergehendes Zuhause ist fertig.“ Sie nahm das Kissen mit uns
drauf hoch und ging zum Wohnzimmer. Dort setzte sie das Kissen ab und ich
konnte ein Terrarium sehen. Sie hatte es ausgelegt mit einem Tuch und aus
weichem Stoff zwei unterschiedlich große Betten in die Ecken gelegt. Zudem
waren da Eierbecher mit Wasser und leer Eierbecher, die wohl als Klo fungieren
sollten. Daneben standen zwei Fingerhüte, die ebenfalls mit Wasser gefüllt
waren.
In der Mitte war eine kleine Schachtel mit etwas Brot.
„Das muss für heute genügen“, sagte Sandra. Ich setze euch
jetzt da hinein. Zu eurem eigenen Schutz mache ich den Deckel drauf. Ich
glaube, es ist besser, wenn ihr da drin seid und nicht herumlauft, wenn ich
nicht da bin. Sonst trete ich noch versehentlich auf euch, wenn ich wieder nach
Hause komme. OK?“
David wollte wohl protestieren, sagte dann aber doch nichts.
Im nächsten Augenblick hatte Sandra ihn vorsichtig mit der Hand umschlossen.
Ganz sachte hob sie ihn an und hielt ihn unter ihr Gesicht. „Sooo klein. Ich
kann es immer noch nicht fassen. Du bist leichter als meine Bartagame, die ich
früher mal hatte, dabei war sie etwa genauso groß, wie du. Bei einer kleinen
Echse denkt man sich nichts dabei. Aber wenn ein echter lebender Mensch so
klein ist, das fühlt sich schon besonders an, wenn du verstehst, was ich
meine?“. Dabei schaute sie David unschuldig an. Dieser nickte nur kurz und mit
leicht aufgerissenen Augen zurück. Dann legte sie ihn in das für ihn vorgesehene
Bett.
Direkt danach nahm sie mich mit zwei Fingern auf und hielt
mich direkt vor ihre Augen. „Man, du bist ja echt superwinzig. Ein echter
Däumling. Ich kann kaum verstehen, dass ich dich in meinem Bauch drin hatte.
Ich bin aber froh, dass du wohlauf bist. Ich hatte gedacht, wenn ich viel
Wasser trinke, dass das die Magensäure abschwächt. Gut, dass es geklappt hat,
oder?“, fragte sie mich augenzwinkernd. Ich nickte heftig und lächelte
erleichtert, denn der Gedanke, verdaut zu werden war entsetzlich.
„Was hast du jetzt vor? Und: Kannst du mich etwas bequemer
halten, bitte?“, fragte ich Sandra. Bei Michaela hätte ich mir diese Frage
nicht gestattet, sie hätte mir sonst alle Rippen gebrochen oder schlimmeres,
aber bei Sandra war ich gut aufgehoben, davon war ich inzwischen überzeugt.
„Oh ja, natürlich, warte“, sagte sie und setzte mich auf
ihre andere Hand. Dort setzte ich mich mit gestreckten Beinen hin stütze ich
mich bequem mit beiden Händen ab und war dankbar für ihre sorgsame Art. „So
besser?“, fragte sie eher rhetorisch, denn sie konnte ja sehen, dass ich es mir
bequem gemacht hatte. „Also nun zu meinem Plan. Ich habe tatsächlich schon einen“,
sagte sie. „Ihr könnt mir ja dabei helfen. Zunächst gehe ich gleich los und
kaufe ein Puppenhaus, dazu nehme ich gleich Maß an euch. Dazu brauche ich alle
möglichen Untensilien, damit ihr ein echtes Zwergenzuhause habt, wenn ihr
versteht, was ich meine.
Allerdings müsste ich das Haus für Männer mit einer Größe
von 12 oder 15 Zenitmetern besorgen, damit sich keiner den Kopf stößt. Die
Anziehsachen besorge ich dann individuell für eure Größen. Der Puppenladen hat
eine Internetseite, ich schaue da gleich mal nach und mache eine Einkaufsliste.
Ihr könnt gerne mitsehen und Sachen aussuchen. Ich bestelle es dann vor und
gehe es heute noch abholen spätestens morgen, wenn die Bestellung etwas Zeit
braucht. Wenn ich euch ein schönes Zuhause bereitet habe, planen wir den
Einsatz gegen Michaela. Sie sagt, sie sei meine beste Freundin. Ich befürchte,
sie will, dass ich ihr noch einen Beweis bringe, dass ich genauso Spaß daran
habe, meine Macht auszuleben an winzigen Männern, wie sie. Dann wird es heikel,
denn ich müsste ihr womöglich noch einen Mann übel zurichten oder schlimmeres.“
Sandra machte eine Pause, klappte mit einer Hand ein
Notebook auf und schaltete es an. Dann sah sie mich wieder an und fuhr fort: „Auf
jeden Fall wird Michaela weitere Männer schrumpfen und diese zum Teil an mich
weiter geben, zum Teil selber Spaß mit ihnen haben und sicher auch zum Teil verlangen,
dass wir gemeinsam Spaß mit den Männern haben, so wie mit David vorhin.“ Dabei
deutete sie auf David, der nur die Augen schloss und den Kopf schüttelte.
„Ich muss Michaela also aus dem Verkehr ziehen. Entweder,
indem ich sie auch schrumpfe, was mit ihrem eigenen Strahler geschehen kann
oder indem ich ihre geklauten Pläne für den Schrumpfstrahler kopiere und einen
eigenen baue. Oder indem ich ihrem Chef einen Wink gebe, dass sie die
Unterlagen geklaut hat. Der würde sie sicherlich aus dem Verkehr ziehen oder
zumindest den Strahler abnehmen. Beide Varianten würden Aufsehen erregen, wobei
ihr Chef kein Aufsehen will, weil er selbst tief mit drin steckt. Dabei wäre
allerdings die Gefahr, dass Michaela mich auch belastet, weil sie vermutet,
dass ich dahinter stecke.“
Sandra machte eine Denkpause und sagte dann: „Mir bleibt
nur, sie zu schrumpfen, alles andere wäre zu riskant, auch für euch. Wenn ihr
in Ruhe weiterleben wollt, auch mit der Hoffnung auf eure alte Körpergröße
gebracht zu werden in einigen Jahren, müsst ihr unentdeckt bleiben. Und dafür
muss ich Sorge tragen. So bis dahin muss ich das Spiel mitspielen und zusehen,
dass Michaela mich nicht doch noch schrumpft, wenn ihr die Sache zu brenzlig
wird.“ Sandra veränderte die Tonlage: „Nun wollen wir aber sehen, was ich für
euch besorgen kann, damit ihr es gut habt hier…“.
Sandra setzte mich neben das Notebook und surfte im Internet
auf eine Seite eines Puppenlandens. Ich durfte zusehen, wie sie ein Puppenhaus
mit vielen Zimmern und allerlei Zubehör anklickte. Die passenden Puppen hatten
eine Größe von 14 Zentimetern und einen Maßstab von 1:12. Alle Utensilien
würden auf diese Größe ausgerichtet sein. Die Betten, alle anderen Möbel, die
Gegenstände, wie Gläser und Besteck und natürlich die Kleidungsstücke.
Bei mir, der noch kleiner war, würde das bedeuten, ich
müsste immer in zu großen Betten schlafen und mit zu großem Besteck essen. Aber
das war schon ok so.
Ein bisschen doof fand ich allerdings, dass Anziehsachen für
Puppen selbst für mich zu groß waren. Ich müsste also eine andere Möglichkeit
finden, vielleicht konnte Sandra ja später Sachen schrumpfen. Für jetzt machte
sie den Vorschlag, dass ich Sachen von Kinderpuppen anziehen sollte, das machte
im Endeffekt auch keinen Unterschied.
Nachdem sie fertig war, schaute Sandra auf die Uhr und
sagte: „Ich mache mich auf den Weg, dann bekomme ich die Sachen heute noch“.
Sie nahm mich wieder auf und setzte mich in das Terrarium. Als sie gehen
wollte, ging ihr Handy. Sie sagte: „Michaela“, dann nahm sie ab. „Hi,
Schätzchen, schön, dass du anrufst, ich wollte mich auch gleich melden, ich
wollte gerade los, um ein passendes Häuschen für meine winzigen Sklaven zu
besorgen und mich genauso geil einzurichten für den Männerbesuch, wie du!“,
dabei verstellte sich ihre Tonlage von normal auf hämisch mit einer gewissen
Schadenfreude.
„Ob mein Magen alles gut verkraftet hat? Aber na klar! Es
war geil, einfach geil. Unseren David hier würde ich auch allzu gern
vernaschen, aber er ist einfach zu groß. Für ihn muss ich mir wohl noch was
anderes einfallen lassen, hehe!“, dabei leckte sie leicht mit der Zunge über
ihre Lippen. „Du kommst vorbei und willst ihn nochmal schrumpfen? Aber dann ist
er ja nur noch so groß wie ein Insekt. Schätzchen, dann habe ich ja gar keinen
Spaß mehr, wenn ich ihn nicht mehr leiden sehen kann.“
Sandra legte sich offenbar sehr ins Zeug, um überzeugend zu
wirken. Auf mich wirkte es echt echt. David setzte sich auf und bekam große
Augen. Sandra sprach weiter mit ihrer „besten“ Freundin: „Ach so, nur einen
Teil der Strahlung, wie groß wäre er denn dann? Minimale Strahlung ist
Schrumpfung auf 1/3 der Körpergröße. Das hieße bei David etwa 4 Zentimeter,
richtig? Das ist ja geil. Da kriege ich von ihm noch alles mit und könnte ihn
trotzdem ohne Wasser runterschlucken… Du meinst was? Zerbeißen? Nein, Lutschen
und hinuntergleiten lassen ist doch viel lustvoller. Ich habe diesen Däumling
vorhin noch eine ganz schöne Zeit in mir gespürt, einfach geil, weißt du?
Aber bei 4 Zentimetern könnte ich mir auch vorstellen, dass
es Spaß macht, ihn richtig unter der Ferse knacken zu lassen und es wäre nicht
so viel Sauerei, wie mit einem 12 Zentimeter Mann.“
Sandras Augen weiteten sich. „Du hast was? Ronnie nochmal
geschrumpft? Warum, er gehört mir! Und dann: Du hast in gegessen, weil du gerne
eine Mann zerbeißen und wolltest?“ Sandras Tonfall fing sich und stellte um auf
enttäuscht: „Schätzchen, du hättest doch den nächsten Typen zweimal schrumpfen
können, mit Ronnie wollte ich meinen Spaß haben. Wie groß war er denn bei deinen
„Ess-Kapaden“, wenn du das Wortspiel verstehst?“, fragte Sandra amüsiert. Ich
hörte, wie Michaela lachte durch das Handy hindurch zu uns dringen und dann
ihre Antwort, weil Sandra nun das Handy lauter gestellt hatte: „3 Zentimeter,
ich habe ihn nochmal auf 1/5 geschrumpft. Und? Geschockt, dass dein Ex nun
„ge-ext“ ist, wenn du das Wortspiel verstehst?“
Sandra antwortete umgehend. „Schade, ich hätte ihn selbst
gerne vernascht, dieser Arsch hat es nicht anders verdient!“
„Hahaha, hereingefallen“, tönte es aus dem Smartphone. „Ich
habe ihn nicht gegessen, weil ich doch wusste, dass du ihn haben wolltest. Und
weißt du was, das ist ganz richtig so! Du kannst ihn dir gerne abholen kommen.
Er ist völlig fertig. Jetzt lässt er sich nicht mal mehr von Frank trösten,
weil der ihn in die Hand genommen hat, nachdem ich beide in ihr Gefängnis
gesetzt habe. Denn jetzt ist Frank für Ronnie immerhin schlappe 9 Meter groß
und hat damit die Ausmaße von King Kong in der Verfilmung von Peter Jackson,
weißt du? Die beiden sahen echt zum Schreien aus: Frank als Kong mit Ronnie als
tretendem und sich windendem Zwerg ein seiner Hand. Ich hätte ihm gern eine
blonde Miniperücke besorgt.“
Sandra lachte ins Telefon: „Na das darf ich mir nicht
entgehen lassen. Heute schaffe ich es aber nicht mehr vorbeizukommen. Wie ist
es morgen nach der Arbeit?“.
Michaela antwortete: „Gerne, wenn ich ihn dann nicht doch
gegessen habe. Er ist sooooo verdammt süß als winziger Leckerbissen, weißt du?
Aber lieber habe ich sie, wenn sie handfester sind, dass spürt man ihre Qual
besser, bei so einem Mikromann bekommt man ja gar nicht alles mit. Na ja, dann
ist er halt für dich. Tschüß, bis morgen“, sagte Michaela.
Auch Sandra verabschiedete sich und legte auf.
Dann ging sie raus und ließ uns allein.
Eine unerwartete
Wende
David war völlig geschockt. „Ich glaube gar nichts mehr“,
sagte er. „Ich will raus hier. Sandra stellt sich auf die Seite von Michaela.
Hast du mitbekommen, wie sadistisch sie auf einmal war? Das war echt!“.
„Nein, bestimmt nicht!“, entgegnete ich ihm. „Sandra ist für
uns, nicht gegen uns, warte es nur ab, sie ist nett. „Ich vertraue nur mir.
Weißt du was? Wir kommen hier raus. Wenn ich die Eierbecher stapel, können wir
raus klettern, seilen uns am Stromkabel vom Notebook ab und kommen so hinunter. Dann warten wir an
der Tür, bis Sandra sie aufmacht und schlüpfen raus in den Flur. Ich bin groß
genug, um es die Treppen runter zu schaffen und du kannst auch mit. Irgendein
Passant findet uns dann und bringt uns zur Polizei und dann sind wir endlich
gerettet! Kommst du mit?“
Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Ich glaube, dass wir
hier sicherer sind. Warum bitteschön hat Sandra mich ausgespuckt und dich hat
sie ja auch gerettet?“.
„Nachdem sie mir die Rippen angeknackst und mich fast
zerquetscht hat zwischen ihrer und Michaelas Fußsohle. Nein danke, sie päppelt
uns auf um uns dann wieder zu quälen. Du hast es doch selbst gehört, sie will
Ronnie auch für ihre bösen Spielchen.“
„Sagt sie gegenüber Michaela!“, meinte ich. „Ist mir egal,
das will ich nicht ausprobieren. Ich habe mich elender gestellt, als es mir
geht. Ich komme hier raus. Das ist unsere Chance. Was meinst du, wenn sie voll
bepackt mit Puppenhaus und so hier herein kommt, achtet sie doch wohl kaum
darauf, ob zwischen ihren Flip-Flops ein Zwerg durchläuft, den sie schlafend in
einem Terrarium wähnt. Dir scheint nicht aufgefallen zu sein, dass sie uns
eigentlich einsperren wollte „zu unserer eigenen Sicherheit“, wie sie sagt. Und
warum sperrt sie uns ein? Weil sie und gefangen halten will für was weiß ich
für Spielchen. Dank Michaela hat sie es aber nun vergessen. Diese Chance lasse
ich mir nicht entgehen, denn ich habe keine Lust, unter ihr begraben,
zertreten, gegessen oder sogar nochmal geschrumpft zu werden. Du hast sie ja
gehört, auf 4 Zentimeter hätte sie mich gerne geschrumpft, dann könne sie mich
unter ihrer Ferse zermatschen. Und was sagt sie dann: „Lass knacken, Alter“?
Nein danke, darauf habe ich keine Lust, dazu ist mir mein Leben zu schade. Ich
haue ab!“
Ich versuchte ihn nicht zu hindern. Alle Argumente waren
zwecklos. Also sah ich zu, wie er aus dem Terrarium raus und das Kabel hinunter
kletterte, soweit ich es sehen konnte.
Dann lief David zur Tür, hockte sich in die Ecke, wo die
Scharniere waren und wartete.
Genauso wartete ich.
Eine Unendlichkeit verging. Da es tolles Sonnenscheinwetter
war, merkte man kaum, wie die Zeit verging. Und dann endlich hörte ich, wie
jemand die Treppe heraufkam und etwas vor der Türe abstellte. Kurz später ging
ein Schlüssel in die Haustüre und sie öffnete sich einen Spalt, dann immer
weiter.
Sandra kam zum Vorschein, sie hatte einen Karton abgestellt
und hielt eine große Tüte mit kleineren Kartons darin in einer Hand.
Schließlich öffnete sie die Türe ganz. Ich konnte sehen, wie sie versuchte, den
Schlüssel mit ihrer freien Hand in ihre Handtasche zu stecken, ohne hinzusehen,
weil ihre Aufmerksamkeit auf der Tüte und den Einkäufen lag.
Am Boden bewegte sich David. Er startete durch. Ich wusste
nicht, ob ich ihm Erfolg wünschen sollte oder nicht. Ganz erregt vor Spannung
starrte ich auf die Szenerie. Dieser winzige Mann, kaum höher als der Knöchel
dieser atemberaubend schönen Frau, die mit ihren nackten Füßen in ledernen
Flip-Flops dastand und den Winzling nicht bemerkte, der sich auf sie zu
bewegte.
David lief so schnell er konnte.
Schon war er auf der Höhe von Sandra und gleich zur Türe
raus, während sie einen Schritt nach innen machte und sich von ihm entfernte.
In nur einer Sekunde hatte sie die Tüte innen abgestellt und gegen die Wand
gelehnt. Dann drehte sie sich halb um, um den Karton aufzunehmen und machte in
einer Halbkreisdrehung einen Schritt nach außen, genau auf den fliehenden David
zu. Dieser stoppte ängstlich versuchte noch auszuweichen, um nicht gesehen zu
werden, weil er mitbekommen hatte, dass Sandra schon wieder auf dem Weg raus
war und nicht, wie vermutet, die Einkäufer erstmal zum Tisch brachte.
Schier in Zeitlupe lief das Geschehen für mich ab. Der
rechte [lexicon='Fuß',''][/lexicon] Sandras machte gut einen halben Meter. David stoppte und versuchte
umzudrehen, um nicht gesehen zu werden.
Dabei stolperte er und fiel der Länge nach hin. Er drehte
sich um, schaute auf und riss die Augen auf:
Sandras [lexicon='Fuß',''][/lexicon] senkte sich genau auf ihn hinab. Ihre Schuhsohle
war sofort über ihm. Er reckte die Arme halb empor, aber es war zu spät. Mit
einem Knacken ging der Flip Flop von Sandra nieder und begrub Beine und Bauch
von David unter sich.
Sandra schrie erschrocken auf, hob reflexartig ihren [lexicon='Fuß',''][/lexicon] an
und sah den halb zermatschten David sich krümmend am Boden liegen. „Oh nein“,
entfuhr es ihr. Dann hörte man von unten eine Türe gehen. Sandra schleuderte
ihren Flip-Flop weg, setzte blitzschnell ihren [lexicon='Fuß',''][/lexicon] auf David, wobei sie ihre
Zehen nach innen anzog, um diese um seinen Kopf zu schließen, und zog ihn sachte
nach innen in die Wohnung.
Dann nahm sie den Karton, stellte ihn auf die Blutlache und
die Überreste von Davids Unterleib, die den Flur außen versauten, und verwehrte
somit auch den Blick auf den nun neben dem Karton liegenden David. Keine
Sekunde zu spät.
Ein Nachbar kam vorbei und grüßte nett: „Hallo Sandra, warst
du einkaufen? Ein Puppenhaus? Na, spielst du gerne oder hat dich die
Sammlerlust gepackt?“, fragte ein Mann etwa Mitte Dreißig augenzwinkernd.
„Oh, hi, Georg, nein, ich wollte als Kind schon so ein Haus
haben und habe es nie bekommen.“, sagte sie leicht abwesend.
„Soll ich dir helfen, es rein zu tragen oder vielleicht es
aufzubauen?“, fraget Georg freundlich.
„Nein, nein, danke!“, meinte Sandra, die sich nun wieder
gefangen hatte „Selbst ist die Frau. Und du weißt doch, es macht nochmal soviel
Spaß zu Spielen, wenn man alles selbst gemacht hat.“
„Na dann, wenn es denn keine bösen Spielchen sind, die du
spielst“, sagte Georg scherzhaft und ging weiter hoch, „dir einen schönen Abend
noch, wir sehen uns.“
„Ja, danke, dir auch, und nein, böse Spielchen sind mir
vergangen. Wir sehen uns, Ciao.“, lachte Sandra zurück.
Schnell holte sie eine feuchten Lappen, hob den Karton an
und machte den Hausflur sauber, dann schloss sie die Tür und sah auf David herab,
der sich vor Schmerz krümmte, aber immer noch bei Bewusstsein war.
„Was in aller Welt,“ fing sie an, „hast du vorgehabt, du
Idiot? Bist du lebensmüde? Du verblutest und quälst dich zu Tode, David!“. Sie
musterte ihn und ging auf alle Viere, um ihn besser zu sehen. „Wie sollst du
jetzt bloß überleben? Ich wollte euch doch retten! Und nun?“
„Bitte“, stöhnte David und streckte ihr eine Hand entgegen.
Sandra stand auf. Tränen liefen über ihre Wange. „Ich kann
dir nur durch eines helfen, indem ich deine Qual beende!“.
David schrie auf, während Sandra ihren Fußballen oberhalb
seines Kopfes absetzte. Langsam senkte sich ihre Ferse. Sie würde genau auf
Kopf und Oberkörper niedergehen. Immer tiefer ging sie hinab und blieb
schließlich stehen. Sandra zögerte, sie musste ihn spüren, leicht und mit
letzter Kraft berührten seine Hände ihre gigantische Ferse. Dann nahm Sandra
Luft und trat auf.
Ein Knacken erfüllte den Raum. Ein erstickter Schrei. Dann
war nichts mehr zu hören.
David war zermatscht. Unter Sandras Ferse. Genau das, was er
so gefürchtet hatte, war nun eingetreten. Und das obwohl Sandra es offenbar
ehrlich meinte und uns retten wollte.
Als Sandra den [lexicon='Fuß',''][/lexicon] anhob, klebten noch Reste David an ihm.
Sie rieb ihre Fußsohle, vor allem ihre Ferse sorgsam ab und streifte somit die
Überreste von Davids winzigem Körper ab.
Schon wieder war ein winziger Mann unter dem [lexicon='Fuß',''][/lexicon] einer
riesigen Frau zerquetscht worden.
Diesmal fühlte ich keine Erregung. Die Spannung war
übergegangen in Entsetzen und Trauer.
Es gab einfach nichts, was ich hätte tun können.
Ich war winzig, 6 Zentimeter klein und fühlte mich so
hilflos, wie in den Fängern Michaelas.
Meine Hoffnung musste sein, dass Sandra sich nicht änderte,
auch nicht der törichte und doch verständliche Fluchtversuch Davids ihre
Meinung zu uns geschrumpften Männern (und die Männer, die noch geschrumpft
werden würden) umkippen ließ in Hass oder Unverständnis.
Sandra rappelte sich auf, wischte sich die Tränen ab und
sagte: „Jetzt, liebe Michaela, habe ich einen Beweis dafür, dass ich die
Winzlinge genauso übel behandle, wie du. Ich werde dir Martin zeigen. Und du?
Du wirst mir bald neue Männer bringen und sie alle werden in ihrem neuen
Zuhause bei mir sein und, wie man sieht, meiner Macht ausgeliefert…“