Beiträge von Vaalser4

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    Kapitel 2

    "Die da," sagte Henry, auf ein Mädchen Anfang zwanzig zeigend, dass zwei Tische von den Beiden entfernt saß. "Sie scheint mir genau richtig."

    Sie hatten sich auf einer Terrasse einer Studentenkneipe gesetzt, die sich drei Straßen vom Hauptgebäude der Universität entfernt befand. Sie wollten etwas Abstand vom Universitätsgebäude halten, nicht nur, weil man sie sonst mit das Ganze in Verbindung bringen könnte, sondern auch für einen extra dramatischen Effekt. Die Riesin sollte auf der Universität zulaufen, langsam und bedrohlich.
    Ihr kleiner Lastwagen, womit sie gefahren waren, stand um die Ecke geparkt. Gleich würden sie sich darin zurückziehen und alles von dort aus steuern.

    Das Mädchen war schon da gewesen als sie ankamen, zusammen mit einen Jungen der gerade in die Kneipe hinein gegangen war, wahrscheinlich zur Toilette. Ellen sah sich das Mädchen genau an. Sie hatte schulterlanges, blondes Haar, ein verträumtes Lächeln auf dem Gesicht und schien gedanklich abwesend zu sein. Sie war etwa zwanzig und normal gebaut. Ellen konnte nicht sehen wohin ihr potentielles Ziel sah, da sie eine Sonnenbrille mit sehr dunkle Gläser trug. Ellen fand das Mädchen auch perfekt.

    "OK," sagte sie leise. "Ich injektiere sie mit den Nanobots."

    Sie zielte heimlich mit das kleine Pfeilgewehr auf den Arm des Mädchens. Der war entblößt, da sie nur ein T shirt trug. Zielsicher traf Ellen sie und zog schnell den Draht. Das Mädchen kratzte sich kurz, als ob ein Insekt sie gestochen hatte. Jetzt wo die Nanobots in ihren Blutkreislauf waren, würde es nicht lange dauern, bis diese sich auf die Sehnerven installiert hatten und auf die Funkbefehle des Vergrößerers warteten.

    "Gut, jetzt bin ich dran," sagte Henry. Er richtete unauffällig die Schüssel des Vergrösserers auf das Mädchen und drehte den Knopf um den Strahl ab zu feuern. Der traf das Mädchen genau im Rücken. Er sah rüber zu Ellen.

    "OK, auch getroffen," sagte Henry leise. "Los, verschwinden wir."

    "In Ordnung. Nach einer Minute müssten wir Kontrolle über sie haben und dann...." sagte Ellen grinsend. Henry rief den Kellner, bezahlte und beide gingen weg. Zurück in den kleinen Lastwagen, sicher vor ungewollte Aufmerksamkeit, bereiteten sie sich auf ihre Rache vor.

    "Fertig?" fragte Henry, mit vor Vorfreude glänzenden Augen. Gleich würde das Mädchen anfangen zu wachsen, und die Nanobots sorgten dafür, das man sie so einfach wie ein Modelflugzeug steuern konnte. Ah, die Zerstörung! Endlich Rache!

    Henry und Ellen sahen gespannt auf den Bildschirm des Vergrößerers. Aber nach einer Weile war immer noch nichts zu sehen.

    "Immer noch kein Signal," sagte Ellen. "Bist du sicher, dass du sie getroffen hast?"

    "Ja," antwortete Henry, der verwirrt auf den immer noch schwarzen Bildschirm starrte. "Ich bin mir 100% sicher... und du?"

    "Ja, ich auch... ich verstehe nicht, warum..."

    Als sie auf einmal Schreie hörten, rannten beide aus ihr Fahrzeug und um die Ecke.

    Es war ein grauenhafter, bizarrer Anblick. Eine riesige, nackte Frau stand da, wild mit den Armen gestikulierend und um Hilfe schreiend. Ihre Kleidung war zerrissen und runter gefallen, genau wie ihre Sonnenbrille. Die war zerbrochen als ihr Kopf zu groß wurde.

    Die Augen des Mädchens erklärten Henry und Ellen warum die Nanobots kein Signal sandten. Die waren klein, wässrig, und bewogen sich kaum, obwohl das Mädchen wild mit den Kopf schlug.

    "Scheisse..." sagte Ellen leise. Henry wurde ganz flau im Magen.

    Das Mädchen war blind.

    Fortsetzung folgt.

    Nichts böses sehen

    von Vaalser4

    Anm. d. Autors: Dies ist eine Unaware Geschichte, die wie meine Stories "Hexenmoos" und "Das Dümmchen von Denver" ein -soweit ich weiß- bislang nie verwendetes Szenario hat. Die Hauptperson weiß nicht, dass sie eine Riesin ist und alles zerstört, weil sie blind ist.

    Wer eine blinde Riesin anstößig findet aus welchem Grund auch immer, sollte nicht weiterlesen.

    Es gibt Wachstum, Zerstörung, Hände, Füße und Gewalt. Kein Sex oder Exkremente. Die Geschichte ist ein wenig melancholisch und tragisch.

    Kommentare sind immer willkommen!

    Kapitel 1

    "Bonny and Clyde were pretty lookin' people, but I can tell you people they were the devil's children." So fängt das englische Lied "The Ballad of Bonnie & Clyde" an, und auch diese Geschichte, da das Gleiche von Henry und Ellen gesagt werden kann. Auch sie waren nett aussehende Menschen, aber ich kann euch sagen, das sie des Teufels Kinder waren.

    Beide waren sie Mitte dreißig und hatten Bio-Ingenieurswissenschaften an der Universität von Salt Lake City studiert. Während des Studiums verliebten sie sich ineinander und leben nun schon knapp zehn Jahre zusammen.
    Aber es gab noch eine Gemeinsamkeit außer ihr Interesse an das Studium. Henry und Ellen hassten beide die Universität wie die Pest.
    Sie verabscheuten den Ort und die Menschen dort, da ihre Studentenzeit nicht die schönste in ihrem Leben gewesen war. Sie hassten ihre -in ihren Augen- arroganten und rechthaberischen Mitstudenten. Sie hassten die hochnäsigen Professoren, die die Studenten als lästige, dumme Fragen stellende Plagen betrachteten. Henry und Ellen verabscheuten ebenfalls die Kantine mit das mittelmäßige Essen, die lange Warteschlangen und die teuren Preise dort. Sie hassten die am viel zu frühen Morgen gehaltenen Vorlesungen, die viel zu knapp bemessene Zeit um ihre Arbeiten zu schreiben, die nie vorhandenen Bücher in der Bibliothek... ja, sie hassten alles dort.

    Aber die Universität sollte dafür büßen! Das Paar hatte sich eine Art Rache zu nehmen ausgedacht. Die Universität hatte ihr Leben miserabel gemacht, und jetzt war es an der Zeit, es das Institut heim zu zahlen.

    Die ganze Universität sollte zerstört werden, und zu diesem Zweck hatten Henry und Ellen eine Maschine gebaut. Es handelte sich um eine Strahlenmaschine, die organisches Material wachsen lassen konnte.

    Die Zellen des Ziels wurden mit Energie vollgepumpt welche sie anregte, sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zu teilen. Um zu wachsen brauchte man Masse, und diese kam aus der Luft. Genauso wie Pflanzen das meiste, woraus sie bestanden, aus der Luft holten, statt wie oft geglaubt aus Wasser oder Erde. Die Zellen konnten so blitzschnell aufquellen dank der in-organische-Materie-umgesetzte-Luft und sich dann erneut teilen. So wuchs der gesamte Organismus in kürzester Zeit zu riesigen Dimensionen.

    Durch ihr Studium wussten die beiden wie man die Zellen zum Wachstum anregen konnten, und innerhalb ein paar Jahre war die Maschine fertig. Sie hatten viel Geld sparen müssen um sich das Baumaterial leisten zu können, aber ihre Rachsucht trieb sie heran. Das Paar taufte das Ding den "Vergrößerer" und die Versuche mit kleinen Tieren waren alle erfolgreich.

    "OK, hier ist der Plan," sagte Henry -mal wieder- nach dem letzten Versuch. "Wir suchen uns ein netter Student oder Studentin aus und bestrahlen ihn oder sie. Dann wird die Person wachsen. Wir steuern sie dann zur Uni, wo alles unter seinen oder ihre Füße verenden wird. Alles! Die Menschen, das Gebäude... endlich Rache! Und keiner wird je erfahren, dass wir dahinter stecken."

    "Ja, der Strahl ist ja unsichtbar," sagte Ellen voller Vorfreude. "Keiner wird wissen, warum oder wie es passierte. Auf einmal taucht ein Riese auf! Wir halten Abstand und tun so als ob wir betroffen und schockiert sind nach der Zerstörung." Es sollte keine Beweise geben, dass Henry und Ellen dahinter steckten, deshalb war einfacher Sprengstoff um die Universität zu zerstören ungeeignet.

    Damit ihre Zielperson auch gefügig sein würde, hatten Henry und Ellen Nanobots erfunden, mikroskopisch kleine Roboter. Die Nanobots waren so programmiert das sie den Willen einer Person kontrollieren konnten. Mittels Fernfunk waren Henry und Ellen so in der Lage die Bewegungen des Körpers völlig zu übernehmen. Wie eine Art -riesiger- Roboter tat die Zielperson das, was die beiden wollten.
    Mittels ein kleiner, hohler Pfeil, ähnlich einer Injektionsnadel, konnte man die winzigen Nanobots in den Blutkreislauf einbringen. Das Paar hatte ein kleines Pfeilgewehr entwickelt, das den Pfeil mit den winzigen Roboter darin abschoss. Der Pfeil war mit ein ganz dünner Metalldraht verbunden, damit man ihm gleich nach dem Stich zurückziehen konnte. Die Zielperson hatte so keine Ahnung, was ihr gerade gestochen hatte. Einmal im Körper schwammen die Nanobots zur Sehnerven und fingen dort an, elektrochemische Impulse von zum Gehirn zu senden, wodurch man die Person wie ein ferngesteuertes Spielzeug-Flugzeug oder -Auto kontrollieren konnte.

    "Die Augen," sagte Henry "kann man ganz leicht beeinflussen. Die sitzen ja gleich vor dem Verstand. Augen sind im Grunde genommen sogar Teil des Gehirns. Fast alle Informationen die Menschen bekommen, stammen von den Augen. Kontrolliere die Augen und du kontrollierst das Gehirn. Kontrolliere das Gehirn und du kontrollierst den Körper."

    Der Vergrößerer hatte die Ausmaße eines Schuhkartons. An der einen Seite befand sich eine kleine Schüssel. Damit feuert man den Vergrößerungsstrahl. Das Steuerelement, womit der Körper kontrolliert wurde, befand sich der anderen Seite, mit Joystick und Knöpfe. Ein kleiner Bildschirm zeigte an, ob sich das Gehirn unter Kontrolle des Vergrößerers befand.

    Ein Kabel verband den Vergrößerer mit einem Akku, etwa so groß wie ein Koffer, der es mit Energie versorgte. Der Strahl brauchte nämlich sehr viel Energie und musste nach Nutzung etwa eine halbe Stunde nachladen. Der Akku konnte man bequem in einem Koffer verstecken und so unauffällig benutzen während man in der Kneipe oder auf einer Bank saß.

    Nach kurzes Überlegen entschieden Henry und Ellen sich dafür, den Strahl auf eine Frau zu feuern, da sie glaubten, das Frauen eher Gnade von ein Gericht erwarten konnten als Männer. Ihren Hass galt schließlich nur der Universität, nicht die Person die sie benutzten um sie zu zerstören. Und eine Frau, das glaubten sie ebenfalls, war einfacher als ein Mann zu kontrollieren.

    Ja, sie waren böse. Aber Henry und Ellen wollten sich nur an der Universität rächen. Boshaftigkeit in einen Rahmen.

    "Los, gehen wir," sagte Ellen. Das Wetter war gerade schön, und das hieß, dass viele Leute draußen waren.

    "Rache zeit!"

    Fortsetzung folgt

    Hi,

    Seit einiger Zeit suche ich eine alte Episode von der Serie "Einsatz für Ellrich", die auf RTL lief.
    Es betrifft die Episode 97, "Zuckerbrot und Peitsche", aus 2004. Sie ist mit Busenwunder Tina Angel.
    Ich kenne nur ein kurzes Filmchen wo die Domina, die Tina spielt, festgenommen wird.

    Kennt jemand von euch einen Link wo die vollständige Episode zu sehen ist?

    Vielen Dank!

    also dit russische musikvideo ( ist doch russisch, oder?! ) fand ich echt klasse...nice SFX :D auch wenn der musikstil gar nicht meins ist.

    und das erste kannte ich schon, find ich aber auch ganz cool, und die musik gefällt mir gleich viel besser.

    danke fürs reinstellen :thumbup:


    Ja, es ist Russisch :) . Schön, dass es gefällt.

    Kapitel 12

    Tess öffnete die Augen. Es dauerte etwas bis sie sah, wo sie war. Sie lag auf den Radweg. Sobald sie sich das realisierte, drehte Tess sich schlagartig um. Aber da war keine Riesin, keine Isabell. Nur ihr Rad, das zwei Meter entfernt auf den Boden lag.

    "Scheiße," fluchte sie. Was war passiert? Sie war hingefallen, aber was danach geschehen war, musste ein Traum gewesen sein.

    Ein Alptraum.

    Tess durchlief in Gedanken was sie angeblich erlebt hatte. Diese blöde Kuh, Isabell, eine alles vernichtende Riesin. Tess kicherte. Isabell, eine Riesin. Die ganz Österreich zerstörte. Ja, klar. Bestimmt.

    Tess
    stand auf, fegte den Staub von ihre Kleider und nahm ihr Fahrrad. Aber
    dann bemerkte sie einen Umschlag, der an das Steuer befestigt war. Als
    sie den Inhalt sah, erstarrte sie vor Schreck. Ein paar Bilder von einer
    riesigen Isabell, die Schönbrunn zertrampelte, Menschen zertrat und auf die Alpen saß. Offensichtlich mit Photoshop gemacht, ja, aber immerhin.... Und da war noch ein Schreiben das sagte das "wenn Tess nicht wollte, dass das alles real wurde, sie sich besser mir gegenüber benehmen sollte...". Anonym, aber eindeutig von Isabell.

    Tess war völlig verwirrt. Was musste sie denn nun glauben? Wenn es ein Traum gewesen war, wie konnte Isabell dann....? Dieser Brief.... Und wenn es kein Traum war? Nein, Wien war noch da.

    Tess war ganz durcheinander. Sie wusste nicht, was sie jetzt denken sollte, aber eins war ihr klar. Sie würde nie wieder Isabell belästigen. Traum oder kein Traum.

    Am Abend chattete Isabell wieder mit Peter. Alles hatte gut funktioniert.
    Peter hatte ihr vor ein paar Tagen erzählt, dass er einen zweiten Matrixer
    gebaut hatte. Und der war nicht so groß wie der erste, sondern eine
    Miniaturversion. Groß und leicht genug um in ein Koffer zu
    transportieren, aber mit den gleichen Fähigkeiten wie sein "großer Bruder". Da man in Paris nichts davon wusste, konnte Peter damit machen was er wollte. Zum Beispiel ihn an Isabell leihen.

    Nachdem er Isabell
    davon erzählt hatte und damit einverstanden war, ihr die kleine
    Maschine kurzfristig zu überlassen, hatte diese gleich einen
    Hochgeschwindigkeitszug nach Paris genommen, den Miniaturmatrixer abgeholt und sich einen Plan ausgedacht um Tess daran anzuschließen.
    Es war einfacher als Isabell
    dachte. Alles was sie brauchte war ein paar Meter Fischleine, fast
    unsichtbar. Das band sie an einen Baum fest, der am Wegrand des
    Radpfades stand, das Tess immer nahm wenn sie Mike besuchte. Isabell versteckte sich im Gebüsch und hielt das andere Ende der Leine fest.
    Als Tess ankam, zog Isabell daran, damit Tess dagegen fuhr, stolperte und hinfiel. Bevor sie wusste, was los war, hatte Isabell sie unsanft mit einen dicken Ast bewusstlos geschlagen. Dann hatte sie Tess ins Gebüsch geschleppt und am Matrixer angeschlossen. Natürlich lief ein weiteres Riesinnen-Programm, nachdem Isabell ein paar -in der Tat- gephotoshoppte Bilder auf ihr eigens PC gemacht und ein Zettel geschrieben hatte. Nach etwa zwei Stunden war das Programm beendet und Tess wieder auf dem Radweg gelegt. Isabell befestigte den Umschlag mit die Fotos und den Zettel an Tess' Fahrrad und verpfeifte sich. Zum Glück war die Gegend relativ Menschenleer. Niemand hatte etwas gesehen.

    Alles verlief genau nach Plan, wie Isabell schon schnell auf der Universität bemerkte. Weder Tess noch Mike hänselte sie noch.
    Isabell war glücklich. Und wenn irgend jemand sie je belästigen würde, dann wusste sie, was zu tun war.

    ENDE

    Kapitel 11

    Tess sah Isabell von vorne auf das Tablet. Die Giga- Riesin stand da, Beine auseinander, Hände auf den Hüften, lächelnd und intensiv in die Kamera eines Satelliten schauend.

    Einen Fuß bedeckte ganz Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei, der andere eine kleine Stadt namens "Krems an der Donau" und ein paar Dutzend in dessen Nähe liegenden Dörfer. Sie stand mit diesem Fuß in Niederösterreich, das man nun besser "unterirdisches Österreich" nennen sollte. Isabells riesiges Gewicht presste alles tief in den Boden hinein.

    Ihr Kreuz, mindestens 250 Kilometer hoch in der Luft, befand sich über den Berg worauf Tess stand.

    "Was sagst du nun, Tess?' schallte Isabells Stimme. "Glaubst du jetzt immer noch gegen mich antreten zu können? Oder das du dich vor mir verstecken kannst? Versuche es!"

    Sie fuhr fort:

    "Schau' dir meine Zehen an! Sie alleine sind schon so Ehrfurcht erregend, dass man es nicht in Worte fassen kann. Mein großer Zeh ist 4,5 Kilometer hoch, 13 Kilometer lang und 6 Kilometer breit. Er selbst ist nichts weniger als ein Berg!
    Meine Füße können, wie du gesehen hast, ganze Städte mit einem Schritt zertreten. Ein ganzes Land innerhalb einer halben Stunde zermalmen. 70 Kilometer lang, presste ich damit Gebirgsketten zu Flachland, Sand zu Glas, Wälder zu Diamant. Wenn du um mein Fuß herum laufen willst, brauchst du ein ganzer Tag, Tess. Und das auch noch ohne Schlaf- oder Essenspause.

    Meine Beine ragen gigantisch hoch in den Himmel. Sie reichen etwa 240 Kilometer in der Luft. Beine, die mich im Nu überall auf Erden hinbringen. Beinmuskeln mit einer Energie die das gesamte Arsenal an Kernwaffen der Erde zu nichts Reduzieren. Und das nur, um zu bewegen. Ich gehe durch die Ozeane ohne auch nur nasse Waden zu bekommen. Ich steige ohne Probleme über die Himalaya, wenn ich nicht einfach drauf treten würde, oder über den Grand Canyon!"

    Tess fragte sich warum die Körperhitze der Giga-Riesin nicht alles in ihrer Nähe verbrannte. Und konnte etwas unter ihr überleben? Nein, das war unmöglich.

    Isabell sprach weiter:

    "Diese allmächtigen Füße von mir hinterlassen Fußabdrücke groß wie Seen. Der Bogen meiner Fußsohle ragt so weit hoch das der Eiffelturm darunter stehen kann ohne auch nur in der Nähe der Haut meiner Sohle zu kommen. Ich sauge Wolkendecken wie kleine Rauchfäden rein wenn ich atme und kann Vulkane löschen mit einzig und allein mein kleiner Zeh. Eisberge sind für mich noch nicht einmal was Eiswürfel für dich sind. Mein Körper ist größer als so mancher Inselstaat. Ich verursache riesige Fluten wenn ich pinkele."

    Tess musste an dem Film "Deep Impact" denken, wo eine riesige Flutwelle New York verwüstete. Sie stellte sich eine pinkelnde Isabell vor, dessen Welle aus Urin, gelb und sauer, ganze Stadtteile New Yorks überschwemmt Große Wolkenkratzer zerbröseln als ob aus Sand gemacht als die Schiffe der Riesin dagegen kracht. Und Isabell, die in die hocke sitzt neben der Stadt, die wie ein grauer Fleck für sie aussieht, leert einfach ihre gigantische Blase. Ganz New York wird weggespült.

    Und Tess erinnerte sich an einen Urlaub in der Schweiz. Sie fuhr von Genf aus mit dem Zug nach Montreux, ihr Ziel, entlang den Genfer See. Der See ist 73 Kilometer lang und beinhaltet 89 Kubikkilometer, 89 Millionen Liter, Wasser. Isabell konnte ihn innerhalb ein paar Sekunden leertrinken. Ein Zug brauchte über einer Stunde um daran entlangzufahren, aber sie, Göttin Isabell, trank einfach das Wasser und weg war er. Verschwunden durch ihre kolossalen Lippen. Ihr Magen konnte das ganze Wasser enthalten ohne das Isabell sich voll fühlte. Der Genfer See, einfach weg. Leergetrunken.

    Tess grübelte so über Isabells Größe. Dann wurden ihre Gedanken unterbrochen. Isabell hob langsam ihren Fuß. Sie ließ ihn einen Moment lang über den Berg worauf Tess stand schweben. Ihre Fußsohle blockierte das Sonnenlicht. Alles um Tess wurde dunkel als Isabell ihren Fuß langsam senkte. Tess wusste, dass Isabell sie jetzt zertreten würde, mit Berg und allem.

    Der gewaltige, städtevernichtende Fuß kam näher und näher. Warum, dachte Tess, roch sie nicht Isabells Fußgeruch? Klar, die Bakterien die den Schweißgeruch produzierten hatten sich noch nicht genug Zeit gehabt um sich ausreichend zu vermehren, damit sie die riesige Mengen an Schweiß umsetzen konnten in jene sinkende Abfallprodukte.

    Bakterien... Tess fühlte sich weniger als eine Mikrobe. Hier, unter diesen lebendigen Himmel der eine Fußsohle war, wusste sie dass sie weniger als nichts war.

    KRACH! Isabells Fuß traf auf Tess. Sie fühlte keinen Schmerz, noch nicht einmal wie die Haut sie berührte. Tess wurde dafür zu schnell zertreten. Sie sah nur ein grelles, weißes Licht als Isabell sie berührte.

    Fortsetzung folgt.

    Einmal mehr super.
    Aber Isabell hat Ägypten echt gefressen. Ich schätze das sie ihren Hass auf Mike auf Alles projeziert von dem sie weiß das er es gern hatte.
    Übrigens hast du vorweg genommen das Alles wieder nur ein grausamer Traum ist "auch ihr erstes Abenteuer im Matrixer"
    -> das heißt also dies ist auch Eines.

    Wo steht wortwörtlich "auch ihr erstes Abenteuer im Matrixer"? Der Matrixer woran sie selbst angeschlossen war und nachher Mike ist nicht mehr da.

    Kapitel 10

    In der Tat, sämtliche Nachrichten drehten sich um Isabell. Tess konnte die Giga- Riesin laufen sehen, ganze Städte zertretend mit jedem Schritt. Wolken wurden durch die von ihre Schritte verursachte Druckwellen weggeblasen, Tornados und Orkane entstanden durch ihren Sog. Isabell drückte ganze Berge in den Boden hinein mit ihre Zehen. Ihre Schritte verursachten Erdbeben jenseits der Richterskala und machten Risse in der Erde die ganze Hügel und Flüsse verschlangen. Wälder endeten als kleine grüne Flecken zwischen die Falten ihrer Fußsohlen und zwischen ihre Zehen.

    Isabell lief durch Österreich, die Alpen plättend und manchmal zwei, drei kleinere Städte auf einmal zertretend. Sie ging ins Adriatisches Meer hinein, nachdem sie Split unter ihr großer Zeh zermalmt hatte. Die Giga- Riesin ging gen Süden, wohl wissend, wo ihr Ziel lag. Derselbe Ort wohin sie während ihr erstes Abenteuer im Matrixer gegangen war.

    Ägypten.

    Das Meer bedeckte kaum ihre Zehen. Isabell kam es vor, als ob sie durch eine untiefe Regenpfütze lief auf ihren Weg nach Afrika. Tess konnte alles genau sehen, da Isabell durch Kommunikationssatelliten gefilmt wurde. Die einzigen Sachen, die sie von oben filmen konnten. Na ja, die meisten.

    Tess liebte Ägypten genau so sehr wie Mike. Deshalb zitterte sie als Isabell das Land hinein ging, die Nildelta in ein See in der Form eines Fußabdrucks verwandelnd Tess konnte sich kaum zusammen reißen um das Tablet nicht weg zu schmeißen als Isabell sich hinlegte und Kairo unter ihr Kinn zerbröselte. Die Kamera schaltete um zu den Pyramiden.

    Isabell lächelte als sie -wieder einmal- auf die alten Weltwunder herab sah.

    "Schau' Tess," sagte sie. Isabell holte tief Luft und blies. Tausende Tonnen Sand wurden weggeblasen, zweifellos der gewaltigste Sandsturm aller Zeiten. Dann blies die Riesin noch kräftiger. Sehr zu Tess' Entsetzen begannen die Pyramiden sich aufzulösen. Die Steine die Jahrtausende auf ihren Platz gelegen hatten vergingen langsam. Sie schmolzen weg, verwandelten sich selber in Sand und zeigten kurz das Innere der Pyramiden bevor auch das alles verschwand. Welche Geheimnisse auch immer noch in den alten Grabstätten lagen, sie waren jetzt alle weg.

    "So, und jetzt werde ich singen," sagte Isabell fröhlich. Und während sie Ägypten, das etwa so groß für sie war wie ein großer Garten, völlig platt stampfte, sang sie ein paar Mal der Refrain von "Heißer Sand."

    Isabells enormen, 70 Kilometer langen Füße ließen nichts unberührt. Die Riesin trampelte systematisch alles platt. Isabell kam es vor, als würde sie in einen riesigen Sandkasten herumlaufen. Aber für die Leute unter war es Armageddon.

    Jede Stadt, jedes Dorf verendete unter die enormen, dicken Sohlen der Riesin. Nichts konnte der gewaltige Druck, der das unmessbare Gewicht der Riesin ausübte, widerstehen. Die Nildelta wurde ins Mittelmeer gedrückt, der Lauf des Nils änderte sich, und als die Riesin fertig war lief der Fluss in ein enormes Becken aus Fußabdrücken. Es würde viele Jahre dauern bis der Nil Isabells Fußabdrücke völlig mit Wasser gefüllt hatte.

    Ganz Ägypten war weg. Die alten Städte wie Luxor zerstört, inklusive die Monumente. Die Erinnerung an den Mamelucken ausradiert. Das Land, das einst als eine der Wiegen der Zivilisation galt, war völlig eliminiert unter die nackten Füssen einer Studentin aus Österreich. Eine, die 400 Kilometer groß war und dessen Masse man mit Himmelskörper vergleichen musste, um auch nur eine Ahnung davon zu bekommen, wie gewaltig sie war.

    Grinsend sah Isabell auf das zertrampelte Land hinab. Sie hatte gerade die gesamte Bevölkerung Ägyptens, 86 Millionen Menschen, getötet. Ein ganzer Staat zerstört. Tess rang nach Luft. Es war unfassbar. Isabell war ganz klar verrückt geworden.
    Dann drehte die Giga-Riesin sich um. Sie ging zurück nach Österreich, nahm allerdings einen etwas -für sie- anderen Weg. Nur um mehr Städte zu zertreten.

    Das Adriatisches Meer und das Mittelmeer spritzten durch Isabells Schritte über die Nahegelegenen Länder. Das Meereswasser überflutete Italien, Albanien und Griechenland. Aber der Meeresspiegel senkte sich, wegen ihre Fußabdrücke, jeden 70 Kilometer lang, 25 Kilometer breit und 3 Kilometer tief. Darin passte nun mal sehr viel Wasser.

    Als sie wieder in Österreich angekommen war, achtete Isabell darauf nicht den Berg worauf Tess sich befand zu zertreten. Noch nicht. Die Giga-Riesin wollte das winzige Staubkorn noch mehr erniedrigen.

    Fortsetzung folgt

    Ja, das mit der Formatierung habe ich ein paar Mal bemerkt.
    Es ist allerdings ein Problem der Webseite, da ich die Texte immer im gleichen Format absende, aber sie manchmal in ein in der Tat störendes Format gezeigt werden. Vielleicht mache ich da was falsch, oder kann mir jemand sonstwie helfen?

    Gerade habe ich es nochmal versucht, und jetzt ist das Format wieder wie es sein sollte.... ?(

    Kapitel 9

    Etwas riesiges kam aus der Luft auf Wien herab.

    Es war rosa

    Es war voller Rillen.

    Es war größer als Wien.

    Es war...

    Isabells großer Zeh!

    6 Kilometer breit!

    Tess konnte die Größe gar nicht erfassen. Die Raumschiffe die in "Independence Day" über die Städte hingen waren dagegen nichts. Sie sah Isabells gigantischer Zehennagel, so groß das man darauf ein Autorennen veranstalten konnte.

    Isabell selber war nicht weniger als 400 Kilometer groß!

    Die Macht die sie jetzt besaß grenzte an unendlich. Und sie wusste es.

    "Was sagst du jetzt, Tess?" donnerte Isabells Ehrfurcht erregende Stimme über das ganze Land. Tess sah wie sich verschiedene Lawinen lösten und die Berge herunterrollten, durch den Schal von Isabells Stimme ausgelöst. Die Bäume um ihr herum schüttelten gefährlich hin- und her, und Tess glaubte, ihre Knochen verwandelten sich in Gelee durch die enormen Vibrationen. Sogar die Zähne in ihren Mund wackelten.

    "Sieh mich an! Ich bin eine Göttin! Nichts, gar nichts kann sich mit mir messen! Ich zertrete ganze Städte mit alleine meine Zehen! Die größten Schiffe und Züge sind nichts weiter als Schmutz unter meine Zehennägel! Die höchsten Gebäude sehen für mich aus wie Sandkörner... und Menschen... die können zwischen meine Zehen leben wie Milben! Ha! Die dürfen froh sein, dass die Bakterien auf meiner Haut nicht mitgewachsen sind. Stell dir mal vor, die stärksten, größten Männer einfach verschluckt durch ein einziges Bakterium, das sie wie eine Zwischenmahlzeit verspeist. Das ist Macht!"

    Die Giga-Riesin hielt immer noch ihr Zeh über die Todgeweihte Stadt. Der warf einen unheimlichen Schatten über die ganze Gegend. Aber Isabell war noch nicht ausgeredet. Tess hielt sich an einen Baum fest, der gewaltig hin und her schwenkte als die Riesin sprach. Allein schon ihre Stimme konnte Berge in Sand verwandeln.

    "Was ist ein Sturm gegen mich? Ich konnte ihn kaum auf meiner Haut spüren. Die stärksten Orkane wären nicht im Stande mein Haar auch nur ein wenig zu bewegen. Und ein ausbrechender Vulkan? Ein Funken auf ein Steinchen. Ich könnte ihn löschen mit mein kleiner Zeh, ohne das der Lava die Schwielen darunter auch nur ansatzweise verbrennt. Ich bin eine Naturkatastrophe! Ich bin die Erd-Erschütternde Göttin, die Menschen millionenfach tötet! Und du, Tess, wagst es, frech gegen mich zu sein? DU??? Ich zeige dir, was es heißt, mich zu widerstehen! Hier!"

    Isabell drückte mit ihr Zeh auf Wien. Die ganze Stadt wurde innerhalb einer Sekunde zerbröselt. Völlig zerstört mit einem Geräusch als ob Isabell auf kleine Glassplitter trat.

    Tess kippte fast um als sie das Pandämonium sah. Isabell zertrat eine ganze Stadt, die mehr als 1,5 Millionen Einwohner hatte, mit nichts anderem als ihren großen Zeh! Sie drehte ihn hin und her, und bohrte so ein Loch im Boden das mindestens einen Kilometer tief war. Ganz Wien, die Jahrhunderte alte Stadt mit all ihre Bauwerke, Menschen und was sonst auch immer, war weg.

    "So," donnerte die Giga- Riesin. "Das ist groß. Deine schöne kleine Stadt im Boden gepresst und zermalmt mit nichts anders als mein großer Zeh. Alles ist weg. Eine Millionenstadt, jetzt nichts anderes als etwas Staub auf die Spitze meines Zehs. Und du dachtest, du kannst mich entkommen, Tess?"

    Tess sah wie Isabell der gewaltige Zeh aus der Erde holte. Wo gerade noch Wien lag, klaffte jetzt ein tiefer, riesiger Krater. Die Stadt war völlig weg. Tess sah wie die Autobahnen und Gleise abrupt endeten, abgebrochen am Rande des Kraters. Sie spürte Wind im ihrem Rücken, die das Vakuum füllten das Isabells Zeh kreiert hatte.

    Tess sah jetzt erst hoch, den massiven Fuß entlang, aber sah nichts weiter als Isabells Knöchel und ein Teil der Wade. Sie war so groß, so gewaltig, dass ihr Bein zu einem verschwommenen Rosa wurde, dass hoch in der Luft verschwand. Isabells Kopf musste sich im Weltraum befinden. Tess fragte sich, wie sie eigentlich atmen konnte oder überhaupt existieren, aber ihre Gedanken wurden von eine weitere Ansage der Riesin unterbrochen.

    "Und jetzt schalte das Tablet an, dass ich dir gegeben habe. Ich will, dass du alles siehst was ich jetzt mache!" Tess, zitternd, holte das Tablet das Isabell ihr vor einer Stunde gegeben hatte aus ihrer Tasche und schaltete es ein. Nach einer halben Minute konnte sie die Nachrichten von CNN sehen. Schwindlig und übel, sah sie sich die weiteren Torturen an die Isabell für sie geplant hatte.

    Fortsetzung folgt.