Beiträge von Vaalser4

Update \/ Wartung ist abgeschlossen....

    Mann, heute ist wieder ein Jahr vorbei. Stolze 38 bin ich heute schon geworden.... Bald 40.... Na egal, hier habt ihr zur Feier des Tages ganze 80 Bilder von riesigen Promis. Mit dabei sind Jenni Czech, Katelyn Brooks und Jordan Carver. Und als Höhepunkt nicht weniger als 16 Bilder von einer riesigen Emma Watson, die hier, soweit ich weiss, noch nicht gepostet wurden. Viel Spass!

    Kapitel 6

    Robyn ging los, Richtung Philadelphia, nachdem sie erst noch den teuren Autos auf dem Parkplatz zertreten hatte. Auf ihrem Weg richtete sie unglaubliche Schäden und Unglück an. Mit jedem Schritt zerbröselte die Riesin eine Handvoll Häuser. Bäume verwandelten sich in Splitter, Wiesen zu braune, Fuß-förmige Flecken, Straßen rissen auf. Flüchtende Menschen verendeten dutzendweise, in ihre Autos zusammengepresst oder wie Ungeziefer von Robyn zertreten. Und die genoss jede Sekunde davon. Was sie nicht für eine Zerstörung verursachte durch einfaches herumlaufen! Robyn konnte nur ahnen was die Winzlinge da unten durchmachten, als sie sahen wie die Riesin tötete, zerstörte und zertrat.

    Ein älteres Ehepaar, das ihr ganzes Leben hart gearbeitet hatte, hatte sich gerade ihr Traumhaus gekauft. Eine schöne, große Villa, umgeben von sehr alten Bäumen. Sie bewunderten es aus etwa zwanzig Meter Entfernung. Endlich konnten sie ihre Rente genießen in das idyllische, ruhige Plätzchen wofür sie ihr halbes Leben Geld gespart hatten.
    Auf einmal kam ein riesiger, nackter Fuß auf ihr Haus nieder. Die gewaltige Luftverschiebung blies sie beide um. Als sie wieder aufgestanden waren, sahen sie gerade noch wie sich der gewaltige Fuß erhob. Die Villa war völlig zerstört, in den Boden hinein gepresst und nur noch Schutt. Die alten Bäume lagen zersplittert drum herum. Wasser aus zerbrochene Leitungen füllte langsam Robyns riesiger Fußabdruck.

    Alles war weg.

    Die Frau fiel ohnmächtig um, der Mann war zu sehr schockiert um sie aufzufangen. Also doch Altersheim.

    Ein Geschäftsinhaber hatte vor zwei Tagen sein neues Geschäft für Elektronik eröffnet, nach etwa ein halbes Jahr Renovierungen. Er hatte sich tief verschuldet, da die vielen Geräten und die Renovierung sündhaft teuer waren. Aber jetzt würde er ordentlich Geld verdienen.

    Dachte er.

    Der Mann sah wie sein Lebensunterhalt und seine Investierungen innerhalb einer Sekunde zerstört wurden als Robyn sein ganzer Laden, mit darin jedes Fernsehgerät, Computer, Radio, Küchenmaschinen und andere Sachen im Wert von fast eine Million Dollar, einfach zertrat. Ihr Fuß donnerte durch sein ganzes Geschäft, nichts blieb davon übrig. Die Riesin lief einfach weiter, ohne auch nur einen Blick auf ihre Zerstörung zu werfen, so unwichtig war es für sie. Der Mann viel auch ohnmächtig um, nachdem er sich selber als Penner gesehen hatte, der Obdachlos unter einer Brücke hockte.

    So zerstörte Robyn alles auf ihrem Weg über die Baltimore Avenue zum Zentrum Philadelphias. Dort angekommen ließ sie sich richtig gehen.

    Robyn riss das höchste Gebäude, das Comcast Center, aus den Boden, hob es über ihren Kopf und faltete es wie ein Akkordeon. Fensterglas regnete auf sie herab wie eine silberne Regenschauer. Robyn trat auf dem Verkehr und die Menschen, auf Häuser und Bäume. Nichts war vor ihre massiven, gewaltigen Füße, schwingende, tretende Beine und gigantische Hände sicher. Sie riss ganze Gebäude wie Unkraut aus den Boden, warf sie in andere hinein oder zerquetschte sie in ihre mächtigen Hände. Sie zerkrümelten wie Kekse, tödlicher Schutt regnete auf jeden der sich unglücklicherweise in ihre Nähe befand.

    Robyn war nie eine gute Nationalistin. Die Independence Hall zertrat sie wie ein kleines Haus aus Lego, wodurch sie ein wichtiger materieller Teil der amerikanischen Geschichte ausradierte. Robyn drückte langsam zu, sie genoss wie das Mauerwerk und der Beton ihr unermessbares Gewicht nachgaben. Die City Hall flog in tausende Stücke durch die Gegend, wovon die meisten im Delaware Fluss landeten als sie kräftig dagegen trat.
    Überall ertönten Alarmsirenen. Menschen rannten in Panik, schreiend, weinend, fluchend. Und vor allem starben sie, da Robyns etwa 100 Meter langen Füße alles ohne Gnade zertrampelten und zerquetschten.
    Sie pflückte ein ganzer Güterzug vom Gleis und schwenkte ihm fröhlich, wie eine lange Kette, im Kreis herum, während sie spielerisch wie ein kleines Mädchen herumsprang. Unter ihr wurde die Arbeit, die die Holländer vor etwa 400 Jahre begonnen und zum modernen Philadelphia geführt hatte, restlos vernichtet.

    "Was ist das?" sagte sie und sah sich einen kleinen Gegenstand aus Metall an. Es war die Liberty Bell, die Freiheitsglocke, die für Robyn kaum mehr war als ein winziger Ball.

    "Hm, zu klein um an mein Ohrläppchen zu hängen. Was soll ich bloß damit?" dachte sie. Dann, ohne zu zögern, warf sie es in ihrem Mund und verschluckte die Glocke ohne zu kauen. Die Freiheitsglocke wurde kurz darauf durch Robyns Magensäure aufgelöst.

    Dadurch wurde ihr bewusst, das sie kaum etwas gegessen hatte heute Morgen. Ihr Magen knurrte, und Robyn rieb sich über den Bauch.

    "Ich muss etwas essen," dachte sie. "Aber was?"

    Sie sah sich um, konnte aber nichts finden was ihren Hunger stillen konnte. Bis sie mehr oder weniger zufällig eine riesige Menschenmenge weg flüchten sah über einer der Hauptstraßen.

    Robyn lächelte.

    "Warum auch nicht?" dachte sie.

    Fortsetzung folgt

    Kapitel 5

    Die erschrockenen Menschen sahen die Titanin auf sie zukommen. Ihre anscheinend endlos langen Beine und die zwei gewaltige Füße die sie trugen waren schneller als man zuerst glaubte. Ehe die ersten Menschen auch nur schreien konnten hatten Robyns Füße schon ein Dutzend von ihnen bedeckt. Die anderen rannten, panisch, schreiend, weinend, übel. Sie hörten wie die Knochen ihrer Kollegen und Freunde knackten wie ein Skelett unter einer Dampfwalze und sahen wie Blut unter die enormen Fußsohlen herausspritzte. Es war ein Fehler gewesen, stehen zu bleiben und Robyn zu zu schauen wie sie den dicken Kerl bestrafte. Jetzt sahen die Schaulustigen das ein und wollten fliehen. Leider gab es nicht viel Platz um zu fliehen. Auf der einen Seite lag der Teich, an der anderen der Parkplatz. Hinter die Menschenmasse lag das teilweise zerstörte Forschungsgebäude, und vor ihnen stand Robyn, dessen Füße auf sie herunterkamen wie eine gewaltige, hautfarbene, hydraulische Presse.
    Die Menschen stolperten über einander, jeder wollte ja so schnell wie möglich entkommen. Viele der Forscher und Mitarbeiter sahen wie es dunkel wurde als Robyn ihren Fuß über sie hob, dann regnete Blut und Überreste ihrer Opfer auf ihnen herab bevor die Riesin auch sie zu Mus trat. Manche rutschen aus auf das Blut das jetzt in Strömen floss, nur um einen Moment später selber zertreten zu werden.
    Robyn trat zu. Immer und immer wieder, als ob sie einen Tanz übte. Sie genoss das Gefühl von brechende Knochen, mehr als sie es je gedacht hatte. Es kümmerte sie nicht, das es Menschen waren die sie da unten zertrat. Sie zermatschte und stampfte auf die wuselnde Masse bis die meisten tot waren. Sie war jetzt eine Riesin, und deshalb mehr wert als all diese Insekten da an ihre Füße zusammen.

    Nachdem sie etwa 400 Menschen getötet hatte, wusch Robyn abermals ihre Füße im Teich, wodurch das Wasser sich rot färbte.
    Mit sauberen Füssen untersuchte sie das Forschungsgebäude. Das meiste stand noch, nur die Teile wo sie heruntergefallen war und wogegen sie getreten hatte sahen aus wie nach einem Bombenangriff.

    "Zeit, dich abzureißen," sagte sie, und trat wieder gegen das Gebäude. Das Glas zersplitterte als ob jemand mit ein Vorschlaghammer gegen eine Vitrine voller Biergläser schlagen würde. Computer, Möbel, Stahlträger, Holz und Beton flogen in alle Richtungen. Robyn trat und trat. Innerhalb fünf Minuten hatte sie das ganze Gebäude ruiniert. Es war nur noch Schutt.

    "Das war großartig," dachte Robyn. "Aber wenn ich mehr zerstören will, muss ich größer sein. Es dauert sonst zu lange. Und 90 Meter ist ja nicht so groß. Meine Füße sind nur 13 Meter lang. Also "auf" geht's!"

    Robyn holte tief Luft und konzentrierte sich wieder aufs Wachsen. Und tatsächlich, ihr Körper dehnte sich abermals aus.

    Robyn wurde größer und größer. Schon bald überschritt sie die 100-Meter-Grenze, dann erreichte sie 150 Meter. Und sie wuchs immer noch. Es war ihr Traum.
    Ihre Zehen stießen die geparkte Autos erst zur Seite, dann walzten sie über die mittlerweile winzigen Fahrzeuge, wodurch sie völlig geplättet wurden. Robyn maß schon 175 Meter, dann 200. Philadelphia schien vor ihren Augen zu schrumpfen, sie genoss jeden Augenblick. Als sie etwa 300 Meter groß war, konnte Robyn fast die ganze Stadt sehen und fühlte wie die Straßensteine unter ihr Gewicht zerbrachen.

    Für die Einwohner Philadelphias sah es unrealistisch aus. Zuerst konnten sie Robyns hübsches Gesicht über die Gebäude ragen sehen. Im ersten Moment hatten viele den Eindruck, es wäre ein riesiger Heißluftballon, angemalt wie ein Menschengesicht für Werbezwecke. Aber als sie dann Robyns Hals, Brust und schließlich sogar Beine sahen als sie weiter wuchs, wussten sie Bescheid. Das öffentliche Leben in der Stadt kam zum Stillstand als man die schon 400 Meter große Riesin immer weiter wachsen sah, ohne zu stoppen. Alarmsirenen heulten, Autos hupten, und viele telefonierten um zu erzählen das eine Riesin in der Stadt stand. Man musste sich Mühe geben um klar zu machen das es kein Scherz war.

    Ihre sich ausdehnenden Füße schoben nun die Überreste des Forschungsgebäudes zur Seite und zermalmten die Kakerlakengrosse Autos. Robyn war nun mehr als 500 Meter groß. Der Teich wirkte wie eine kleine Pfütze gegen die Riesin, die Überbleibsel ihrer ersten Opfer sahen aus wie winzige rote Pünktchen.

    "Aaah, das reicht. Vorläufig," sagte Robyn als sie 600 Meter maß. Als sie auf den Boden sah, bemerkte sie eine der Eichen neben das Ex- Forschungsgebäude die schön in der Lücke zwischen ihr großer Zeh und den Zeh daneben stand. Die Riesin bewog ihre Zehen und zersplitterte der Jahrhunderte alte Baum problemlos. Mit den Zehen des anderen Fußes riss sie eine zweite Eiche mit Wurzeln und allem aus den Boden, der Baum war wenig mehr gegen sie als ein Gänseblümchen. Sie holte ihn zwischen ihre Zehen heraus und sah ihn genau an.

    "Eine ganze erwachsene Eiche. Sie liegt einfach auf mein Zeigefinger," dachte die Riesin als sie mit dem Baum spielte. "Das ist wahre Macht!" Robyn zerrieb den Baum zwischen ihre Finger wie nichts.

    "Halt! Stehenbleiben!" Eine metallene Stimme ertönte hinter ihr, gerade als sie zum Stadtzentrum Philadelphias gehen wollte. Als Robyn sich umdrehte, sah die ein paar Dutzend Polizeiautos stehen. Ein Polizist sprach durch ein Megaphon.

    "Sie sind verhaftet. Bleiben sie stehen, oder wir eröffnen das Feuer!"

    "Ach, wirklich?" sagte Robyn mit erhobenen Augenbrauen. "Dann müssen sie mir Handschellen anlegen. Hier!" Robyn schlug ihre Handgelenke zusammen, wodurch ihre Arme und Hände wie ein Fischschwanz aussahen. Sie bog sich vorüber. Obwohl die Riesin sämtliche Streifenwagen auf einmal packen konnte, hielt sie ihre gewaltigen Hände, jede etwa 90 Meter lang, vor den Polizisten mit dem Megaphon. Der sah sie nur erschrocken an.

    "Nein?" fragte Robyn nach ein paar Sekunden und erhob sich wieder. "Wie wäre es dann mit Fußketten?" Grinsend stellte sie ihren Fuß auf die Streifenwagen. Alle Fahrzeuge mitsamt Polizisten wurden augenblicklich von den 100 Meter langen, 45 Meter breiten Fuß zertreten. Die Bullen hatten keine Zeit, zu feuern. Robyn war immer noch schneller als man es auf Grund ihrer Größe denken würde. Sie machte alle wortwörtlich und bildlich auf einmal platt.

    "Auch nicht? Dann wird hier niemanden festgenommen. Wiedersehen!" Robyn drehte sich um und lief Richtung Stadtzentrum. Sie sah noch nicht einmal auf die dünne Metallscheibchen und rote Flecken in ihren gewaltigen Fußabdruck die gerade eben noch Streifenwagen und Polizisten gewesen waren.

    Fortsetzung folgt.

    Kapitel 4

    Als Robyn ein Schritt nach vorne tat, rannten die Leute eilig weg um ihr schöner Fuß, der auf sie zu schwenkte, auszuweichen. Robyn lachte und hielt ihren Fuß etwa zwei Meter über den Boden. Was für einen Anblick es wohl sein musste, dachte sie, für die Winzlinge da unten, zu sehen wie ihr 6 Meter langer, 2 Meter breiter, nackter Fuß auf sie zu kam.

    Sie sah dasselbe Auto woran sie sich gestern geärgert hatte. Es stand schon wieder -oder immer noch- vor den Eingang. Der Besitzer parkte es dort wohl jeden Tag. Ohne lange zu fackeln stellte sie ihren Fuß auf das Fahrzeug. Robyns Gewicht zerstörte das Auto komplett, und aus Rache wegen ihren Ärger gestern drehte sie ihren Fuß hin und her, wodurch das Auto flacher als eine Münze gepresst wurde.

    Der Besitzer war der fette Kerl aus der Kantine. Der kam auf das Auto zugerannt, als ob er es verhindern konnte das der riesige, manikürte Fuß Robyns seine Karre wie ein lästiges Insekt zertrat. Benzin lief unter Robyn Fußsohle heraus als der Kerl schockiert zwei Meter vor der 45-Meter Frau stehenblieb.

    "Ach, das war deins?" sagte Robyn angenehm überrascht als sie den dicken Kerl sah und erkannte. Das war ja noch besser als sie gehofft hatte! Jetzt konnte sie den Käsedieb noch mehr büßen lassen.

    "Es scheint mir, du bist ein flauer, asozialer Sack. Dein Auto vor den Eingang parken und Leute das Essen wegschnappen.... Du solltest vorsichtiger sein, ich könnte mich an dein Auto verletzt haben.... Stell' dir mal vor ich hätte mich an eine scharfe Metallkante verwundet als ich auf deiner Karre trat. Dann wäre ich sehr böse auf dich. Dann hätte ich dich glatt gefressen!"

    Robyn grinste den vor Schreck erfrorenen Mann an.

    "Keine Sorge, dein beschissenes Auto fühlt sich super an unter meinen Fuß. Ich glaube, meine Haut ist zu dick um durch einfacher Stahl aufgeschnitten zu werden."

    Robyn bückte sich etwas vorüber zu den dicken Kerl. Der starrte ihr riesiges Gesicht an wie ein Hirsch auf der Straße ein paar ankommende Autolampen.

    "Du magst fressen lieber als laufen, wie?" fuhr Robyn fort. "Das habe ich heute Morgen gesehen. Hier, ich gebe dir mal was leckeres zu essen!"

    Die Riesin drehte sich ein Viertelschlag und schubste den Mann mit ihren anderen Fuß um. Dann stellte sie diesen Fuß auf den dicken Kerl, der nun platt auf den Rücken lag. Die Menschen um sie herum schrien, da sie dachten Robyn würde ihn zertreten. Aber das tat sie nicht. Mit ihrer großen Muskelkontrolle spreizte die Riesin ihr kleiner Zeh und den daneben, und schob den Fuß ein wenig nach vorne, um so den Kopf des Kerls in die Lücke zwischen den Zehen fest zu klemmen.

    "Friss den Käse zwischen meine Zehen!" kommandierte sie. "Du magst doch Käse so gerne, hm? Gut für dich, dass ich zwei Tage nicht geduscht und mich gestern den ganzen Tag angestrengt habe. Es hat sich viel Käse zwischen meine Zehen angesammelt! Los, friss alles auf!"

    Der Mann wollte entkommen, aber Robyn massiver Fuß war viel zu schwer. Er versuchte sein Gesicht zu befreien um den ekelerregenden, käsigen Geruch von Robyns verschwitzen Fuß zu entkommen, aber das ging auch nicht. Stattdessen schmierte er durch sein Geringe sein Gesicht voll mit Robyns cremigen Zehen- Käse.

    "ICH SAGTE ISS!!!" rief diese. "Ich bin die Randalierende Robyn, und ich dulde keinen Ungehorsam! Wenn du nicht isst, werde ich dich bestrafen indem ich die Menge erhöhe!"

    Robyn wuchs wieder. Der Mann unter ihrer Fußsohle spürte wie sich der Fuß wie ein Luftballon ausdehnte. Robyn schoss hoch, höher und höher, Hände auf den Hüften und den Blick auf den Kerl zwischen ihre Zehen gerichtet.

    50 Meter... 60... 70... 80.... Robyn stoppte das Wachstum als sie 90 Meter groß war, doppelt so groß wie vorher.

    "Nun iss, du fette Made. Jetzt darfst du zweimal so viel Käse essen, aber wenn du immer noch nicht tust, was ich dir sage...". Sie grinste diabolisch als sie ein winziger Mund und Zunge spürte, die den Käse wie verrückt aufaß.

    "Schon besser," sagte Robyn und sah sich wohlig um. Das Forschungsgebäude reichte ihr jetzt zur Brust. Robyn konnte nun auch ein Großteil Philadelphias sehen. Sie liebte ihre neue Größe. Das war einfach wunderbar!
    Dann merkte sie, wie ihre Zehen nass wurden. Der Mann erbrach sich. Er konnte es nicht mehr ertragen. Robyn Zehen- Käse war wie eine dicke Schicht ekelerregender, stinkender Brei für ihn.

    "IGITT! WIE KANNST DU ES WAGEN ÜBER MEINE SCHÖNEN FÜSSE ZU KOTZEN?" rief Robyn wütend und entsetzt. "Du verfluchtest Ungeziefer! Na warte!"

    Sie hob den Fuß mit dem Mann zwischen ihre Zehen und trat damit kräftig in eine Mauer des Forschungsgebäudes.

    Robyns Tritt war so gewaltig das sie drei Stockwerke auf einmal zerstörte, Schutt am anderen Ende raus flog und die Glasmauer zerschmetterte. Der Mann war augenblicklich Tod durch die Wucht des Aufpralls gegen das Gebäude. Robyns Fuß war voller Schutt und Glassplitter.

    Die wütende Riesin lief zum Teich neben das Gebäude und wusch ihre Füße darin. Am einen Fuß klebten Blutreste, Glassplitter und Schutt und unter die Sohle des anderen Fußes Öl und Benzin. Zum Glück war der Teich groß genug für ihre beide Füße, obwohl das Wasser so untief war das es ihre Treter kaum bedeckte. Nachdem Robyn ihre Füße gewaschen hatte wandte sie sich die mittlerweile schon 500 Menschen zählende Menge zu.

    "Ist das etwa den Respekt den ich von euch Zwerge erwarten kann? Mich, randalierende Robyn trotzten, wie? Wenn ich sage essen ist es essen, nicht kotzen, ihr Maden! Es ist Zeit das ich mein Name Ehre gebühre!"


    Fortsetzung folgt

    Kapitel 3

    Robyns Körper dehnte sich langsam aus. Sie sah wie ihre Hände und Füße länger und breiter wurden. Ihr Brustkorb schien sich aufzublasen. Nach ein paar Sekunden fühlte sie die Schüssel in ihrer Haut piksen Robyn, schon 2,30m, ging in die Hocke während sie weiter wuchs. Es fühlte sich großartig an! Robyn war euphorisch das endlich ihr Traum Wirklichkeit wurde.

    Als sie fünf Meter groß war passte sie nicht mehr in den Bio-Enhancer. Die Schüssel piksten abermals in ihrer Haut, dann brachen sie ,die eine nach der andere, ab. Robyn wuchs weiter, ihr Körper drückte nun gegen die Wände der Kabine.

    "Noch ein bisschen... ein kleines bisschen..." dachte sie. Robyn maß zwar schon 6,50 Meter, aber sie fand das zu klein. Sie wollte jeden Zentimeter den sie wachsen konnte kriegen. Dann, mit einen lauten Knall, zerbrach der Bio-Enhancer.
    Robyn, jetzt nicht mehr eingeengt, schoss hoch. Sie erreichte 10 Meter, dann 12... 15... 20. Den Boden des Labors krachte gefährlich unter ihr zunehmendes Gewicht und ihr Kopf schlug gegen die Decke. Robyns sich ausdehnende Beine und Po stießen Möbel und Geräte um. Ihr Rücken presste gegen das Fenster. Sie war inzwischen 25 Meter und saß eingepfercht im Labor wie ein Hering in der Tonne.

    "Verdammt," dachte sie. "Ich brauche mehr Platz."

    Robyn streckte ihre Beine, wodurch sie die Tür eintrat mit ein Fuß der mittlerweile doppelt so groß war. Der andere Fuß brach durch die Mauer. Ihre erhobene Arme und Kopf bohren sich durch die Decke. Schutt regnete auf sie herab, und plötzlich zerbrach sowohl das Fenster hinter ihr und stürze den Boden ein. Robyn, immer noch wachsend, fiel. Sie donnerte durch die Stockwerke herunter und nahm Menschen und Möbel mit auf ihren Sturz. Sie fiel die ganzen 14 Stockwerke, begleitet von lautes Krachen und Donnern, herunter.

    Normalerweise ist so ein Sturz tödlich, aber für Robyn, 30 Meter groß, war es nicht mehr als ob sie anderthalb Meter heruntergefallen war, zudem das viele Mauerwerk ihre Fallgeschwindigkeit abbremste. Mit nur ein paar Kratzer hier und da stand sie auf. Sie war schon 35 Meter in der Zwischenzeit. Das Gebäude war immer noch größer als sie, aber schon längst nicht mehr so beeindruckend wie gestern.

    Robyn fegte den Schutt weg. Sehr zu ihrer Freude merkte sie wie sich die Kratz- und Schürfwunden schlossen als sie weiter wuchs.

    "Ich bin unverwundbar..." dachte sie. "Ich bin jetzt nicht nur eine Riesin, sondern meine Wunden verheilen auch noch wenn ich wachse...". Es war besser als sie gehofft hatte!

    Stolze 40 Meter groß, merkte Robyn das sie nicht mehr weiter wuchs. Aber ihr war komisch. Als ob sie mit Energie aufgeladen war. Sie atmete tief ein und versuchte weiter zu wachsen. Und das ging! Robyn sah wie das Gebäude langsam kleiner wurde als sie 45 Meter erreichte.

    Robyn hielt ihr Wachstum an und kicherte. "Ich kann wann immer ich will wachsen," dachte sie. "Oh, bitte, lass es kein Traum sein! Das hier ist phantastisch."

    Als Robyn daran dachte was sie jetzt alles tun konnte weinte sie fast vor Glück. Sie sah sich um und bemerkte wie entsetzte Menschen aus das Gebäude rannten, die erstarrten als sie die Riesin sahen. Ein Alarm rang und Staubwolken quellten aus die zerstörte Seite.

    Alles sah so winzig aus im Vergleich zu der kolossalen, 45 Meter großen Robyn. Ihre Füße waren locker dreimal so lang wie einen erwachsenen Menschen, ihr kleiner Zeh so groß wie ein Kopf. Ihre schönen, langen, muskulös gewölbte Volleyballspielerinnenbeine, wie aus Marmor gehauen durch endlose Übungen, ragten wie zwei Tempelsäulen in die Höhe, ganze 28 Meter lang. Ihr Brustkorb war immens, und obwohl sie Körbchengröße B hatte, waren ihre Brüste jetzt die größten und schwersten der Welt. Robyns dunkelblaue Augen, mit Irisse so groß wie Suppenteller, sahen auf die Menschenmenge herab. Die Augen der Riesin funkelten. Robyns dunkelbraunes Haar bewog sanft im Wind. Ihr Mund, breit genug um darin einen Menschen quer zu stecken, formte sich zu einem teuflischen Grinsen.

    "Ich bin Robyn!" sagte sie laut mit den Händen auf den Hüften und sich nicht darum scherend das sie nackt war. Sie fror eh nicht wegen des warmen Sommerwetters.

    "Randalierende Robyn! Ihr da unten bedeutet mir gar nichts mehr, ihr Würmer! Ich werde diese Stadt hier mit den Erdboden gleichmachen, und wehe ihr versucht mich daran zu hindern! Ihr werdet dann noch nicht einmal die Zeit haben, es zu bereuen! Ich wollte schon immer eine Riesin sein, und zufällig bin ich heute eine geworden! Und nun ist es Zeit für Action!"

    Fortsetzung folgt

    Kapitel 2

    Etwa zehn Minuten später kam Robyn in der Forschungsstation an, mit ihrer Sporttasche worin sich alles befand was sie brauchte während des Aufenthalts. Das große (25 Stockwerke) und anscheinend ganz aus Glas gebaute Gebäude beeindruckte sie.

    Neben das Gebäude befand sich ein Parkplatz voller teure Autos, an der anderen Seite sah sie ein kleiner Teich mit daneben ein paar Eichen. Es sah alles sehr schön aus. Ein Auto stand gleich vor den Eingang geparkt, obwohl ein paar Plätze auf dem Parkplatz frei waren.

    "Manche Menschen sind sogar noch zu faul um ein paar Meter zu laufen," dachte Robyn etwas verärgert als um das Auto lief und hineinging.

    Einmal drin begleitete eine Frau namens Lizzy sie zum Professor der die Testreihe leitete.

    "Ich bin eine der Assistentinnen," sagte sie. "Und ich nehme auch ein paar Tests ab. Oh, und wir duzen uns alle hier. Du kannst den Professor "Paul" nennen."

    Im Büro wurde Robyn von diesen Paul begrüßt, der nicht nur Professor an der Universität von Philadelphia war, sondern auch der Hauptwissenschaftler des Gebäudes. Der Mann sah nicht schlecht aus. Robyn schätzte ihm etwa 40, 15 Jahre älter als sie. Er hinkte, stützte sich auf einer Krücke, und trug eine Brille, die ihn intelligent aussehen lies. Sie plauderten ein wenig, dann erklärte er jetzt auf Robyn zukam. Sie wusste das zwar schon -ihre Teamkollegen hatten es ihr erzählt- aber sie hörte dennoch zu.

    "Ich erhalte sofort die Ergebnisse der Tests, und am Ende des Tages besprechen wir sie. Meine Assistenten nehmen die Tests ab, da ich noch Vorlesungen an der Uni halten muss und außerdem gibt es noch andere Projekte," sagte Paul.

    Robyn wurde danach von Lizzy nach ihr Zimmer geführt und bekam ein Zeitplan der Tests und eine Karte des Forschungsgebäudes.

    Im Zimmer packte Robyn ihre Tasche aus. Sie ruhte sich ein wenig aus und nach einer Stunde zog sie ihr Volleyballtrikot an und ging zum ersten Test ins Labor.

    Das Labor war mit alle Arten von Sportgeräten und elektronischen Geräte ausgestattet. Robyn wurde gemessen (1,92m, wie sie schon wusste), gewogen und mit ein paar dutzend Maschinen verkuppelt. Dann konnte sie die Übungen machen.
    Sie rannte über etwas das aussah wie ein Fließband, während der Computer ihre Bewegungen analysierte. Ein paar Kraft- und Ausdauertests folgten. Sie musste springen, ein Volleyballspiel gegen zwei Laborassistenten spielen, Blut- und Gewebeproben wurden entnommen. Ihr Körper wurde gescannt in einer Maschine die mit ionisierter Wasserstoff jede Faser ihres Körpers sichtbar machte. Und das alles um zu sehen, wo ihre Stärken und Schwächen lagen und um so ihr persönliches Trainingsprogramm zu entwickeln.

    Der erste Tag war zu ende, und nach dem Abendessen ging Robyn nach Paul für die Ergebnisse. Er war allerdings nicht im Büro, sagte man ihr, sondern in ein anderer Teil des Gebäudes. Im Zimmer -sie musste die Karte benutzen um es zu finden- sah sie wie Paul gerade mit einer seltsamen Maschine experimentierte. Sie sah aus wie ein riesiges, aufgebrochenes Ei, hohl und von innen voller kleinen Schüssel-Antennen. So sah die kleine Dinger jedenfalls aus. Die Maschine summte leise, und ein Kabel verband sie mit einer Dose worauf sich nur ein großer, roter Knopf befand. Das "Ei" selber maß etwa 2,20m und eine kleine Pflanze in einen Tontopf stand mitten drin.

    "Ah, Robyn. Komm' bitte rein, ich teste nur noch mal kurz," sagte Paul.

    Er drückte auf den roten Knopf und die Maschine sprang an. Lichter schossen aus den kleinen Schüsseln. Sehr zu Robyns Staunen begann die Pflanze zu wachsen. Nicht, das sie älter wurde, sondern größer. Der Topf zerbrach und die Pflanze viel um. Sie war dreimal so groß wie vorher.

    "Ah, das geht gut!" sagte Paul froh.

    "Diese Maschine vergrößert die Masse von lebendes Gewebe," erklärte er als er Robyns verwunderter Gesichtsausdruck sah. "Sie füttert die Zellen mit Energie, wodurch sie multiplizieren. Dieses Projekt hat ein medizinisches Ziel. Wir wollen Herzzellen ersetzen nach einem Infarkt und verlorene Gliedmaßen zurück wachsen lassen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt! Stell' dir mal vor, wir brauchen nicht mehr auf Spenderblut oder Organe zu warten! Wir können alles aus einer einzigen Zelle gewinnen. Ist das nicht wunderbar?"

    "Eh, ja... wunderbar...". Robyn sah auf die Pflanze. Hätte irgend jemand es ihr gesagt, sie hätte es nicht geglaubt.

    "Du kannst also alles größer werden lassen? Indem du es in diese Maschine stellst und auf den Knopf drückst?" fragte sie. Sie hatte eine Idee. Robyn war pfiffig, und ließ sich nie eine Chance entgehen. Das, neben ihrer Größe, machte sie eine gute Volleyballspielerin. Sie zögerte niemals, nahm oft die Initiative, und sah auf einen Blick wo die Verteidigung der Gegner am schwächsten war. Jetzt sah sie eine weitere Möglichkeit.

    "Ja," antwortete Paul. "Mann stellt lebendes Gewebe hinein, und es wächst nachdem tatsächlich dieser Knopf hier eingedrückt wird. Diese Maschine ist ein Prototyp. Sie wird übrigens "Bio-Enhancer" genannt. "Bio" heißt "Leben" und "Enhancer" kann man mit "Verbesserer" übersetzen. Für den nächsten Test benutzte ich eine Gewebeprobe meines eigenen Körpers. Vielleicht werde ich diese bald nicht mehr brauchen," sagte er und hielt seine Krücke kurz hoch.

    "Mein Knie ist unheilbar zerstört durch einen Unfall als ich ein Kind war. Aber wer weiß, kann mein Knie in Zukunft auch geheilt werden. Phantastisch, nicht?"

    Robyn nickte, hörte aber nur halb zu. Sie sah sich die Maschine mit großem Interesse an. Paul klopfte sie auf der Schulter, das brachte sie wieder in die Realität zurück.

    "Komm, wir müssen die Ergebnisse besprechen. Wenn du möchtest, erzähle ich dir morgen mehr über dieses Projekt. Aber nun schauen wir erst mal, was du so alles geleistet hast heute."

    Die Besprechung war langweilig. Robyn war abgelenkt, sie dachte nur an den Bio-Enhancer. Wenn er Pflanzen wachsen lassen konnte, warum dann nicht auch Menschen? Warum nicht sie selber? Robyn wusste, dass die Verwirklichung ihres Traums, eine Riesin zu sein, zum Greifen nah lag. Aber das Problem war, dass sie nicht einfach in das Labor gehen konnte und die Maschine benutzen. Die Tür war zu- sie hatte gesehen wie Paul sie verschloss- und da sich das Zimmer auf dem 14. Stock befand, konnte sie auch nicht durch das Fenster klettern.

    Robyn konnte an nichts anders mehr denken. Sie duschte sogar nicht als sie wieder im eigenen Zimmer war, und zwei Stunden später im Bett versuchte sie immer noch einen Weg zu finden, an den Bio-Enhancer heran zu kommen. Leider fiel ihr nichts ein. Traurig schlief sie ein.

    Am nächsten Tag beim Frühstück ärgerte Robyn sich über einen sehr dicken Mann. Er schnappte ihr ein Stück Käse vor der Nase weg das auf das Buffet lag. Robyn sah ihn eingeschnappt an, aber der Kerl merkte es entweder nicht oder ignorierte sie einfach. Grummelnd setzte sie sich.

    Dann kam Paul zu ihr in der Kantine.

    "Darf ich mich zu dir setzen?" fragte er. Robyn erschrak, denn sie hatte ihn nicht ankommen sehen, sondern böse auf den fetten Mann gestarrt der seinen Teller voller Brot, Fleisch und vor allem Käse geladen hatte. Genug für drei normale Menschen.

    "Ja, setz' dich," sagte Robyn.

    Nachdem sie etwas geplaudert und gefrühstückt hatten stand Paul auf. Er suchte kurz in seine Taschen herum.

    "O, verdammt, ich bin meine Brille vergessen," sagte er. "Die liegt noch im Labor. Du weißt schon, wo ich dir gestern den Bio-Enhancer gezeigt hatte. Verdammt, ich muss in einer Viertelstunde eine Vorlesung halten...." Er sah Robyn an. "Kannst du sie vielleicht holen? Die Studenten kommen heute ins Forschungsgebäude, der Vorlesesaal ist ganz am anderen Ende, und ich kann nicht so schnell laufen wegen meines Knies...." Er hielt die Schlüssel hoch.

    Robyn konnte sich kaum einen Glücksschrei verkneifen. Das war die Chance! Selbstverständlich wollte sie die Brille holen! Sie schnappte sich die Schlüssel und rannte auf ihre langen Beine zum Labor. Innerhalb einer Minute war sie da.

    Robyn konnte ihr Glück kaum fassen. Jetzt war sie alleine im Labor, die Tür hinter sich verschlossen damit niemand sie störte, mit der Maschine. Mit rasenden Herzen lief sie zum immer noch summenden Bio-Enhancer. Ohne Scham zog Robyn sich ganz aus- sie wollte ja nicht ihre Kleider zerstören- drückte auf den roten Knopf und sprang in die Maschine. Sie fühlte im gleichen Moment ein Kribbeln über ihr ganzer, nackter Körper.

    Dann passierte es.

    Sie wuchs.

    Fortsetzung folgt

    Randalierende Robyn

    Von Vaalser4

    Diese Geschichte ist etwa drei Jahre alt. Der Grund, weshalb ich sie bis jetzt nicht übersetzt habe ist das die Riesin letztendlich sogar für meine Verhältnisse enorm groß wird. Und das ist hier nicht jedermanns Sache. Aber ich hoffe, die Geschichte gefällt trotzdem.

    Es gibt wieder Wachstum, Zerstörung, ein wenig Vore und Tod. Füße und eine von mir entfernte Sexszene, die jedoch jeder haben kann der Volljährig ist. Persönliche Nachricht genügt.

    Kapitel 1

    Robyn war glücklich. Auf ihren Weg zum medizinischen Forschungsgebäude dachte sie an den Vertrag. Jede Spielerin im Volleyballverein hatte sofort unterschrieben, sie natürlich auch. Viermal soviel Geld wie letzte Saison. Beim selben Verein. Eigentlich wollte Robyn den Verein wechseln, aber das viele Geld das sie kommende Saison verdiente veranlasste sie zu bleiben. Das Leben war gut.

    Der Grund dafür war das ein exzentrischer Milliardär der Verein vor zwei Monaten gekauft hatte. Und dieser Mann, Mr. Crows, hatte viele Ideen. Er wollte aus dem Verein, der in der Zweitliga spielte, der beste der USA machen und jede denkbare Meisterschaft gewinnen. Darum mussten die Spielrinnen von den besten Coach trainiert und in den besten Anstalten untergebracht und betreut werden. Geld war kein Problem, und den besten Ärzten und Wissenschaftler sollten jede einzelne Spielerin in ein modernes Sportlabor genau untersuchten, um so für jede ein auf ihr persönlich abgestimmtes Trainingsprogramm entwickeln zu können.

    Jetzt war Robyn dran. In der U-Bahn zum medizinischen Forschungsgebäude träumte sie was sie mit dem Geld tun würde. Der erste Scheck hatte sie sogar gestern schon bekommen. Robyn, wie so viele Frauen, liebte das Shoppen, aber ihr größter Wunsch konnte sie sich nicht kaufen.

    Robyn träumte davon, eine Riesin zu sein.

    Schon seit ihrer Kindheit hatte sie diese Phantasie. Sie liebte die Zeichentrickfilme worin Menschen gigantisch wurden und taten was immer sie wollten, ungehindert von Moral und Gesetz. Robyn liebte die Vorstellung groß und Ehrfurcht erregend zu sein, und da sie 1,92m maß, konnte sie diese Phantasie ab und zu ein bisschen Wirklichkeit werden lassen. Sie hatte oft was mit kleinere Männer, sie liebte es wie sie hoch über sie hinausragte und spielte gerne die dominierende Amazone.

    Robyn hatte auch keine Probleme mit den kleineren Fans die nach einem Spiel aufs Foto mit ihr wollten. Manche ihrer Teamgenossinnen nannten sie "Grosse Frauen Stalker", aber Robyn war es egal. Sie mochte es, bewundert zu werden von den -aus ihren Blickwinkel- kleinen Kerlchen, liebte es, ihren langen, athletischen Körper zu zeigen, mit sanfte, weibliche Muskeln, lange, wohlgeformte Beine und schöne Füße (Größe 44), die sie sich einmal im Monat maniküren ließ. All das war auch eine der Gründe weshalb sie Volleyball statt Basketball spielte, da ein relativ enges Volleyballtrikot weniger "Haut" verbarg wie ein lose sitzendes Basketballtrikot.

    Ab und zu nahm sie sogar ein Fan mit ins Bett.

    Das die kleinen Kerlchen Sachen machten wie ihre Füße küssen und sie sie als sexuelle Handlung herumkommandierte war zwar schön und gut, aber eben nicht ihre eigentliche Phantasie. Nein, Robyn wollte gewaltig groß sein, damit sie zerstören und zertreten konnte. Robyn stellte sich oft vor als Riesin durch ihre Heimatstadt, Philadelphia, zu schreiten, wie King Kong oder Godzilla. Sie wollte auf alles treten, Soldaten bekämpfen und was immer in ihrem Weg stand zerstören. Eine randalierende Riesin.

    Sie hatte sich den Spitznamen "Randalierende Robyn" gegeben auf eine spezielle Facebookseite. Darauf standen Gephotoshopte Bilder von ihr, wie sie durch Städte walzte und halt randalierte. Und sie chattete gerne mit Riesinnenfans auf der ganzen Welt über diese Phantasien. Ja, eine Riesin zu sein war ihr Traum.

    Es dauerte eine Weile bis die U-Bahn am Ziel ankam, da das Forschungsgebäude sich am anderen Ende der Stadt befand. Robyn sah, um die Zeit um zu kriegen, auf dem Bildschirm der im Wagon hing. Die Nachrichten zeigten die Eröffnung einer neulich gebaute Raumstation namens "Kolumbus", völlig von exzentrischen Reichen finanziert. Keine NASA.

    "Genau wie dieser Kerl von meinen Verein," dachte Robyn.

    Sie musste deswegen wieder am Vertrag denken. Einfach toll! Sie brauchte nur noch zwei Tage zu warten bis sie das Geld ausgeben konnte, denn so lange dauerten die jetzt anstehenden Untersuchungen. Ja, Robyn war glücklich.

    Fortsetzung folgt

    EPILOG

    Der Vergrößerer war endlich wieder voll aufgeladen. Henry rannte erneut in das Zentrum der Stadt, zielte auf die 3-Kilometer-Riesin und feuerte. Zum Glück saß das blinde Mädchen still und lief nicht rum, anders hatte sie wohl auch auf ihn getreten. Innerhalb einer Minute fing sie an zu schrumpfen. Henry war schnell über der Schutt der zerstörten Gebäude geklettert und zu Lara gerannt. Mit ein Taschentuch vor den Mund gebunden, da den Staub der zerstörten Gebäude atmen zur Qual machte, ging er auf die Suche nach der blinden jungen Frau. Obwohl er kaum etwas sehen konnte durch den Rauch, fand er Lara ziemlich schnell. Das Mädchen, inzwischen wieder so groß wie vorher, hustete nämlich kräftig. Henry hatte sie mitgenommen. Er hörte ihr Gejammer, ihre Fragen und Beschwerden kaum. Er war zu beschäftigt mit was jetzt kommen würde.

    In den Augen des Richters sah man keine Gnade. Es verlange ihn alles an professionelle Selbstbeherrschung ab um nicht emotional sein Ekel und Abscheu zu äußern. Henry und Ellen wussten es.
    So war es das ganze Verfahren gegangen. Die Medien umschrieben sie als die größten Verbrecher seit Hitler. Unzählige Male mussten die Richter die Verhandlungen abbrechen und Leute aus den Saal entfernen lassen die gegen das Paar Drohungen und Beschuldigungen schrien. Die beiden wussten, dass es die ultimative Strafe geben würde. Der Vergrößerer hatte man beschlagnahmt, was man damit anfangen würde, wussten sie nicht.

    Lara musste auch vor Gericht erscheinen. Sie wurde allerdings frei gesprochen, da sie nicht verantwortlich für die Zerstörung war. Nicht das es ihr etwas nutzte. Nachdem man sie klar gemacht hatte was geschehen war, hatte sie nur noch geweint. Es kostete erst viel Mühe ihr glauben zu lassen das sie zur Riesin herangewachsen war und fast die ganze Stadt zerstört hatte, aber jetzt glaubte Lara es. Der ganze Aufwand der Medien, die Journalisten die sie bedrängten, die Polizei, es hatte das blinde Mädchen letztendlich überzeugt.

    Ihr Leben war auch zerstört, wie Salt Lake City. Sie hatte tausendmal ihr Bedauern geäußert, sich entschuldigt, gesucht nach Wege um alles wieder gut zu machen. Aber sie konnte nichts tun. Das blinde Mädchen musste zum Psychotherapeuten um mit ihre Schuldgefühle klar zu kommen. Und, obwohl unschuldig, musste das FBI sie mit großer Mühe vom Publikum zu schützen. Manche wollten Rache an ihr nehmen, sie umbringen, weil sie ja Salt Lake City zertrampelt und fast 100.000 Menschen getötet hatte. Laras restliches Leben würde eins des Versteckens sein.

    Aber nicht das von Henry und Ellen. Beide wurden sie zum Tode verurteilt.

    Sie bekamen innerhalb eines Monats nach dem Urteil die Giftspritze.

    ENDE

    Kapitel 8

    Laras Wachstum stoppte bei einer Größe von drei Kilometer. Aber nicht die unfreiwillig verursachte Zerstörung.

    Das blinde Mädchen zertrampelte das Zentrum Salt Lake Citys völlig. Das Utah State Capitol verschwand unter ihre Zehen, sogar ihr kleiner Zeh ließ die Kuppel des Regierungsgebäudes winzig erscheinen. Der Salt Lake Temple zerkrümelte wie aus rötlichem Sand gemacht als die blinde Riesin daran vorbeilief. Sie brauchte nicht einmal darauf zu treten um die etwa 70 Meter große Struktur zu vernichten. Die Erdbeben die ihre Schritte verursachten reichten schon um das Gebäude in sich zusammen fallen zu lassen. Der Tempel zerbrach als ob man jede Menge Sprengstoff darin verstaut hatte und explodieren ließ. Unter lautes Donnern und Rauchwolken ausstoßend verwandelte er sich langsam in ein Schutthaufen, nicht unähnlich die anderen Bauwerke ins Stadtzentrum.

    Stadtparks, wie das Place Heritage Park, sahen aus wie ausgetrocknete Seen in der Form eines Fußabdrucks, mit darin was immer unter den Füssen der drei Kilometer großen Riesin gekommen war. Flüchtende Menschen, entweder in Autos oder zu Fuß, zertrat sie hundertfach. Und keiner konnte entkommen, da die Straßen, wenn schon noch intakt, von Verkehr so sehr verstopft waren das es kein Entkommen gab.

    Lara bückte sich ab und zu und betastete den Boden. Ihre enormen Hände zerstörten alles bei der geringsten Berührung. Sie griff ein Bauwerk, das schon gehörig geschädigte One Utah Center, und zerkrümelte es zwischen ihre gewaltigen Finger. Der Granit des Wolkenkratzers wurde zu Pulver als die Riesin es untersuchend zerdrückte, sich fragend, was es wohl sein könnte.

    "Warum hilft mir denn keiner?" rief die Riesin laut.

    Ihre Stimme zerbrach abermals zahllose Fensterscheiben, ließ Autos und Gebäude schwanken und blies Wolken weg. Ein paar Wolkenkratzer in ihrer Nähe stürzten sogar ein.

    Lara kam zum Schluss dass sie in eine Sackgasse gelaufen sein musste, wo viel Müll und Schutt herumlag. Sie spürte nämlich kleine Steinchen unter ihren Fußsohlen und an ihre Hände, und ihre Finger rochen tatsächlich nach Schutt. Und sie bekam ja keine Antwort auf ihre Hilferufe. Lieder waren diese Steinchen zahllose Bauwerke, die sie allesamt platt machte.

    "Worin bin ich da bloß geraten?" dachte sie. Sie fegte mit verkniffenem Gesicht ihre Hand ab an -glaubte sie- Strassenziegel, aber was in Wirklichkeit ein Parkplatz war. Sie fühlte noch nicht einmal die vielen Autos die sie plättete.

    Lara versuchte in einer geraden Linie zu gehen, Arme wieder ausgestreckt, um so an die Mauer eines Gebäudes zu kommen. Dann, so war ihr Plan, tastete sie sich diese Mauer entlang zur Straße, wo man sie sich bemerken würde. Aber sie fand keine Mauer, sehr zu ihrer Überraschung. Sie war in Wirklichkeit ein Außenviertel Salt Lake Citys gelaufen, wo sie die Sugar House Gegend völlig verwüstete.

    Lara setzte sich erschöpft hin als sie nicht das fand, wonach sie suchte. Ihr riesiger Hintern presste die Überreste von zehn große Wohnblocks zu Obsidian, das organische Material (Pflanzen, Tiere, Menschen) zu Diamant.

    Sie fühlte sich schlecht und traurig. Mit den Kopf in den Schoss, fing die Giga-Riesin an zu weinen. Lara wusste, das sie nackt war, keiner schien sich darum zu kümmern, und sie hatte keine Ahnung mehr, wo sie war und was sie tun sollte. Sie fühlte sich hilflos, auch wenn sie- ohne das sie es wusste- das mächtigste Wesen der Welt war.

    Mit ihren riesigen Füssen konnte Lara ganze Armeen und die größten Städte zertreten, sogar Hügel und kleine Berge plattmachen. Ihre ausgestreckten Arme war sie im Stande zwei Dörfer, die zwei Kilometer weit voneinander entfernt lagen, gleichzeitig berühren. Und nichts konnte ihr Gewicht widerstehen, sie könnte den ganzen Planeten beherrschen, wenn sie wollte.

    Aber Lara konnte nicht einmal sagen ob sie das wollte. Sie wusste nichts von ihrem Zustand.

    Tränen flossen aus ihre nicht mit ihr Gehirn verbundenen Augen. Jede Träne enthielt genug Wasser um ein kleines Schwimmbad damit zu füllen. Sie verspritzten auf den Schutt an ihren Füssen und spülten kleine Steine und andere Überbleibsel weg. Ein streifen Schleim fiel aus ihrer Nase, länger und dicker wie ein Güterzug. Zum Glück befand sich niemand in ihrer Nähe, das Nasensekret konnte nämlich eine ganze Menschenmenge ersticken. Es sickerte langsam weg zwischen den Schutt.

    Lara war verzweifelt. Sie wollte nur noch eins; hier sitzen bleiben bis endlich jemand kam um ihr zu helfen. Ein nacktes, weinendes Mädchen würde sicher früher oder später Aufmerksamkeit erregen. Lara dachte das ein Polizist sie helfen würde, wenn schon niemand anderes.

    An die enormen Füssen der Riesin lag Salt Lake City in Schutt und Asche. Die paar Sachen die noch standen in das Zentrum der Stadt sahen aus wie Holzsplitter und Eisenstangen die aus ein abgerissenes Gebäude stachen.

    Nur ein paar Außenviertel waren noch mehr oder weniger intakt geblieben, aber das Zentrum war eine einzige Einöde. Sie hatte unabsichtlich 90.000 Menschen getötet, für unzählige Milliarden an Schaden angerichtet und die Landschaft mehr zerstört als Godzilla es mit Honolulu oder San Francisco in den letzten neuen Film gemacht hatte. Kein Wunder, bei einer Größe von drei Kilometer war das blinde Mädchen so gewaltig, dass Godzilla wie eine Brummfliege gegen sie wirkte. Existierte das gigantische Echsenwesen wirklich, könnte Lara es unter ihr großer Zeh zertreten und wenig mehr als ein kleines Zerplatzen spüren.

    Auf einmal wurde die Riesin erneut schwindlig. Sie hatte das Gefühl, sie würde fallen. Lara wusste nicht, wie lange sie geweint hatte, aber das Schwindelgefühl brachte sie wieder zur Realität zurück. Sie fühlte Wind um sich herum und ihr Hintern schmerzte. Dann roch sie Schutt und Dreck, als ob sie neben ein zerstörtes Gebäude stand. Als auf einmal Staub in ihren Mund und Nase kam, hatte Lara Probleme zu Atmen. Sie hustete. Und gerade, als sie wieder verzweifelte, fühlte sie eine Hand auf ihre Schulter.

    Fortsetzung folgt

    Kapitel 7

    "Du Vollidiot! Ich hatte doch nach rechts gesagt? Bist du denn zu doof um links und rechts auseinander zu halten?" tobte Ellen. "Sieh' was du angerichtet hast! Diese Göre ist nun zig mal größer! Du... du... Aargh!"

    "Ich habe ihn doch nach rechts gedreht!" schrie Henry zurück. "Hier sieh'!"

    Er drehte den Knopf des nun ungeladenen Vergrößerers im Uhrzeigersinn. Ellen sah es und schlug sich gegen die Stirn.

    "Aaah, verflucht! Mit "rechts" meinte ich gegen den Uhrzeigersinn! Die untere Hälfte des Knopfes dreht sich dann nach rechts. Du meintest ich meinte die obere Hälfte, nicht? Scheiße! Ich hätte "im Uhrzeigersinn" oder "gegen den Uhrzeigersinn" sagen sollen, verdammt!"

    Henry setzte sich, erschöpft. Er war wie wild zurück zum Laster gerannt als er sah wie das blinde Mädchen wie Unkraut wuchs statt zu schrumpfen. Zum Glück stand der Laster ziemlich weit vom Stadtzentrum geparkt, und obwohl Lara diese Entfernung im Nu überbrücken konnte, lief sie auf sicherer Distanz in eine andere Richtung, wie vorher. Der menschliche Geist scheint irgendwie eine instinktive Vorliebe für eine bestimmte Richtung zu haben, wenn man nichts sehen kann.

    Die ganze Stadt zitterte durch die Schritte der Riesin. Hier und da bröckelten Ziegelsteinen von den Häusern als die Erde bebte. Ein kleines Hochhaus etwa hundert Meter von Henry und Ellen entfernt brach in sich zusammen, als erst durch die Vibrationen erst der Beton Riss und dann das Bauwerk in zwei spaltete.

    Das Paar sah über die Rauchwolken den gewaltigen Körper der Riesin ragen. Henry dachte an die Szenen aus "Angriff der 20 Meter Frau" mit Daryl Hannah, die durch die Straßen lief und auch nach einen Harry rief. 20 Meter... diese Riesin konnte sich ausstrecken auf den Nagel des kleinen Fingers der blinden Giga-Gigantin. Wie konnte den so ein gewaltiges Wesen überhaupt existieren? Henry wurde bewusst, wie wenig man wusste über die Geheimnisse des Lebens.

    "Und jetzt?" fragte er, müde.

    "Nichts, außer warten bis der Vergrößerer wieder voll geladen ist und es erneut versuchen," antwortete Ellen. "Und hoffen, das sie währenddessen nicht uns oder unser Haus zertrampelt."

    "Wie lange?" fragte Henry. Ihm war schlecht. Er dachte an den ursprünglichen Plan, jemanden wachsen zu lassen, bis etwa 300 Meter, dann die Uni die sie beide hassten zerstören. Und das war's dann. Aber es war nicht Absicht sie mehrere Kilometer groß werden zu lassen, tausende unschuldige zu töten und die Stadt zu zerstören. Was hatten sie bloß getan?

    "Etwa eine halbe Stunde," sagte Ellen mit gedämpfter Stimme. Sie fühlte sich genau so schlecht und schuldig wie Henry. Die Uni, ja, aber das Zentrum Salt Lake Citys, nein.

    "Eine halbe Stunde! Weißt du, was sie dann angerichtet hat? Verdammte Scheiße!" rief Henry.

    "Weiß ich! Ich kann es nicht ändern! Hoffentlich tötet sie uns nicht auch noch!" schrie Ellen.

    "Wenn es vorbei ist, müssen wir uns anzeigen." Henry stand auf. "Das ist das Geringste, was wir machen können."

    Ellen, weinend, nickte.


    Fortsetzung folgt

    Kapitel 6

    "Verdammte Scheiße," fluchte Henry. Er sah wie die Riesin da vor ihn mit hoher Geschwindigkeit expandierte. Nach einer Schrecksekunde rannte er weg, zurück zum Laster. Das blinde Mädchen hätte ihn sonst einfach überrollt, unter ihre wachsenden Füssen geplättet, die jede Sekunde mehr und mehr Boden bedeckten.

    Lara wuchs und wuchs. Innerhalb zehn Sekunden erreichte sie die 900 Meter, doppelt so groß wie sie gerade eben gewesen war. Und ja, ihre enormen Füssen vernichteten alles was sie berührten durch bloßes ausdehnen. Jeder Fuß war nun locker über 100 Meter lang, 55 Meter breit und 12 Meter hoch.
    Und dann das Gewicht. Unzählige Tonnen Fleisch zerkrümelten die Stein- und Betonwände ganzer Gebäude als sie dagegen drückten, zerbrachen die dicksten Bäume wie Streichhölzer und zerdrückten Autos und Züge als ob die aus Alufolie gemacht waren. Jeder, der unter der inzwischen schon 1,2 Kilometer große Riesin kam, war verloren. Zermatscht, zu Brei gepresst.

    Lara hatte immer noch keine Ahnung was mit ihr passierte. Sie hatte zwar ein Schwindelgefühl verspürt als sie wieder hochschoss, aber sie glaubte, die Ursache war der Stress den sie hatte. Sie war ja nackt, wusste nicht wo sie selbst und ihre Kleider waren und warum niemand sie half.
    Sie ging wieder weiter, mit ihre über 500 Meter langen Arme ausgestreckt, in der Luft herum tastend, auf der Suche nach jemand den sie um Hilfe bitten konnte. Aber sie fühlte und fand nichts. Wo war Harry? Warum kam er ihr nicht zur Hilfe? Lara stand kurz davor zu weinen. Sie fühlte sich einsam und verlassen. Keiner wollte sie anscheinend helfen. Sah denn niemand das sie in Schwierigkeiten steckte?

    Das blinde Mädchen war schon viele Blödmänner begegnet im Leben. Leute die sich doof anstellten wenn sie da war, sogar feindselig. Und dann gab es noch diese Idioten die glaubten, es wäre komisch sie über Lara lustig zu machen ("Ich sehe was, was du nicht siehst, ha, ha." Ja, sehr komisch. Arschloch.). Aber so alleine zu sein war schlimmer. Sogar einer dieser Idioten wäre jetzt willkommen.

    Lara war auf einmal kalt. Sie glaubte, das sich das Wetter geändert hatte. Vielleicht eine Wolke, die vor der Sonne geschoben war. In Wirklichkeit war sie jetzt 1,7 Kilometer groß und dort oben ist es halt kälter.

    Auf den Boden ging die Zerstörung weiter. Laras Beine traten durch Wolkenkratzer, Häuser verschwanden zu Dutzende unter ihren Füssen und die Zahl der Toten stieg gewaltig nach jedem Schritt. Das Zentrum Salt Lake Citys verwandelte sich in eine Fläche aus tiefen Fußabdrücke, zerbröseltes Mauerwerk mit platte Autos und Vegetation und unzählige zerquetschte Menschen darin gepresst. Der Bahnhof wurde ganz zertreten als das blinde Mädchen 2 Kilometer groß wurde. Nichts blieb von der stolzen Maschinen, Gleise und Geschäfte übrig unter Laras gewaltiger, 300 Meter langen Fuß.

    Lara dachte immer noch das sie über ein Kiesweg lief und das die Gebäude die sie gegen ihre Waden spürte Unkraut war. In Wirklichkeit war der Kies der Schutt der zahllosen Häuser und Büros die sie zertrat.

    Ab und zu bückte sie sich und tastete den Boden ab, wobei ihre langen, langen Finger nichts stehen ließen was sie berührten. Lara, jetzt schon 2,5 Kilometer groß, war die ultimative Zerstörungsmaschine. Und das Schlimmste daran war, das sie sich dessen gar nicht bewusst war. Ihr in-ewiger-Dunkelheit-gehülltes-Gehirn hatte überhaupt keine Ahnung von der Verwüstung und das Leid da unten. Die Einwohner Salt Lake Citys, die so effizient durch eine blinde Person dezimiert wurden, realisierten sich jetzt um so mehr wie wichtig das Augenlicht ist.

    Lara zertrat ganze Wohnblocks mit einem Schritt. Parks verwandelten sich in schlammige Moore in der Form einer Fußsohle als die Teiche über die zermatschte Vegetation und über den Boden verschmiert wurden. Ein Parkplatz wurde vollständig vernichtet als Lara schön in der Mitte drauf trat. Hunderte teure Autos presste sie so zusammen, alle schön in den Boden gedrückt. Und das jetzt enorme Gehirn der Riesin konnte nichts anderes daraus machen als anzunehmen, sie sei auf Alufolie oder verrottetes Papier getreten. So fühlte sich alles für sie an. Dünne, zerbrechliche Stückchen Müll. Bäume, wenn die 2 Kilometer große Riesin sie überhaupt schon spüren konnte, waren wie Moos für ihren in Dunkelheit gehüllter Geist. Häuser und Gartenlauben fühlten sich an wie Kristallzucker als sie unter ihr Gewicht zerbrachen. Menschen fühlte sie schon gar nicht mehr, winzig wie sie waren. Außer einer Menschenmenge. Sie zerplatzten alle wie weiches Obst als Lara unabsichtlich ihren Fuß darauf stellte. Und genau das dachte sie zu fühlen. Weiches Obst. Ihre Fußsohle war feucht vom Blut der etwa 200 Menschen die vergeblich versucht hatten, ihre alles vernichtenden Füße zu entkommen. Und Lara glaubte, es handele sich um eine Zitronenscheibe oder Tomate.

    Die Giga-Riesin blieb um Hilfe rufen. Und nach Harry. Wo zum Geier war sie den bloß? Was war los? Es war tragisch.

    Fortsetzung folgt

    Kapitel 5

    "Verdammt!" fluchte Henry. Ellen und er waren geflohen als sie begriffen das sie das Mädchen nicht kontrollieren konnten. Was die beiden auch versucht hatten, es gab keinen Kontakt mit das Gehirn der Riesin. Jetzt standen sie in einer Seitenstrasse, auf sicherer Distanz, und sahen zu wie die blinde Gigantin herumlief ohne zu wissen, was los war.

    "Scheiße!" rief Ellen. "Wir hätten einen Plan für den Notfall entwickeln sollen. Damit wir sie wieder klein machen können. Verdammt!"

    Henry und Ellen waren davon ausgegangen, dass sich die Armee um die Zielperson kümmern würde, und keiner würde wissen, das sie beide dahinter steckten. Deshalb hatten sie nicht daran gedacht dafür zu sorgen das sie die Riesin wieder schrumpfen konnten falls etwas schief ging. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte.

    "Sie zerstört am Ende noch die ganze Stadt! Scheiße!" sagte Henry.

    Er starrte auf das blinde Mädchen, das Autos wie Streichholzscharteln zertrat und den Kopf mit den nichts sehenden Augen hin und her bewog. Bäume brachen ab und ein verirrter Passant endete als Brei als sein Körper das unerbittliche Gewicht der Riesin tragen musste.

    "Wir müssen etwas unternehmen," sagte Ellen. "Es muss ein Weg geben. Warte... ja, das ist es! Komm' zurück nach Hause!"

    Ellen riss Henry im Lastwagen der an anderen Ende der Straße stand. Zum Glück war die Riesin in die andere Richtung gelaufen, sonst wäre der Wagen jetzt wohl auch nur noch eine platte Metallscheibe. Einmal auf den Weg nach Hause, erkläre Ellen ihr Plan.

    "Ich muss die Polarität des Strahls umkehren, und dann dieses blinde Monster erneut damit beschießen," sagte sie. "Die Bio-Masse verwandelt sich dann wieder in die ursprüngliche Luft zurück. Und dann brauchen wir noch zu warten, bis die Nanobots durch ihre weißen Blutkörperchen vernichtet worden sind. Alles ist dann wieder normal."

    "Außer die Zerstörung, die sie verursacht hat," sagte Henry verbittert. "Die Uni steht noch, und sie hat schon mehr Menschen getötet als Absicht war. Verdammt!"

    "Ja, verflucht, das weiß ich!" rief Ellen. "Hilf mir lieber den Vergrößerer neu zu programmieren."

    Zuhause angekommen arbeitete das Paar fieberhaft, aber zum Glück ging alles flott. Zwanzig Minuten später waren sie fertig. Ellen wusch sich die Schweiß von der Stirn.

    "OK, und jetzt zurück zu ihr. Denke daran, den Knopf nach rechts zu drehen. Links heißt Wachstum, und ich weiß nicht welcher Effekt ein zweiter Wachstumsstrahl auf sie hat."

    "Sie wird wachsen," sagte Henry.

    "Ja, klar, du Hirni," rief Ellen. "Aber ich weiß nicht, ob sie weitere 450 Meter wächst oder das zwei Strahlen sich gegenseitig verstärken. Das hieße, sie würde viel und viel größer werden als 900 Meter. Das ist, was ich damit sagen wollte!"

    "OK, nach rechts, verstanden," sagte Henry als die beiden wieder zum Laster rannten. Sie fuhren schnell zur Riesin, die zweifellos in der Zwischenzeit viel mehr Schaden angerichtet hatte.

    "Vielleicht hat die Uni schon zerstört...", dachte Henry. Aber er konnte sich nicht mehr über diesen Gedanken freuen. Ja, er hasste die Menschen und den Ort und ja, er wollte sie töten und alles zerstören. Aber nicht die Unschuldigen auf der Straße. Nicht die Häuser, Autos und sonstiges, das nichts mit der Universität zu tun hatte. Ellen und er wollten Rache, aber unschuldige Leute brauchten deswegen nicht zu leiden. Nur jene der Universität. Sie waren keine Schlächter, sondern Chirurgen, wie sie immer gesagt hatten. Es war halt Teil ihres Plans das nur die Uni zerstört werden musste.

    Henry fühlte sich schuldig. Ellen zweifellos auch. Er fuhr so schnell er konnte, denn je früher sie die randalierende Riesin erreichten, je besser.

    Sie war nicht zu übersehen. Ihr gewaltiger Kopf ragte hoch über die Gebäude, und je dichter man herankam, je mehr Verwüstung man sah. Häuser lagen dabei wie nach einen Bombenangriff. Bäume zerbrochen und zersplittert wie Zahnstocher. Platte, bunte Metallscheiben und zerbrochenes Glas, das blieb von den Autos übrig nachdem das blinde Mädchen darauf getreten war. Henry musste sich anstrengen sich nicht zu übergeben als er die blutigen Klumpen sah die heute Morgen noch Menschen waren. Ihm kamen die Tränen. Er hörte die Schreie der Verwundeten und das Gejammer der Hinterbliebenen um ihre Geliebten. Und das, realisierte er sich, war alles seine Schuld. Er fühlte sich schrecklich.

    Ellen weinte. Sie hatte kein Wort gesagt seit sie losgefahren waren. Auch sie litt.

    Als sie an ihr Ziel ankamen, sprang er aus den Laster und rannte zur blinden Riesin. Als er sie erreichte, sah Henry das die Riesin mitten in ein Bahnhof stand. Sie hob gerade ein Frontrunner-Zug hoch und, mit untersuchendem Gesichtsausdruck, befühlte das Dieselfahrzeug. Wie massiv sie doch war! Der beeindruckende Zug, der viele Tonnen wog, baumelte etwa 200 Meter in die Luft wie ein Seil. Das blinde Mädchen hielt die Maschine wie nichts, als ob es Spielzeug war. Ihre enormen Finger glitten die einzelnen Waggons entlang, als ob sie eine dicke Halskette abtastete. Hier und da zerbrach ein Fenster, verbeulte sie das Metall oder brach ein Rad ab.

    Nach etwa einer Minute stellte die 450 Meter-Riesin den Zug -relativ sanft- zurück auf den Boden, sei es auf der Straße statt auf die Gleise. Gerade als sie wieder weitergehen wollte, Arme ausgestreckt und um Hilfe rufend, zielte Henry auf sie. Er drehte den Knopf nach rechts und traf sie mitten in der Brust.

    Und zu Henrys Staunen und Entsetzen wuchs die Riesin weiter.

    Sehr schnell.

    Fortsetzung folgt.

    Kapitel 4

    "Hallo? Jemand? Ist jemand da? Harry? Hallo?" Lara rief andauernd, aber keiner gab Antwort. Die blinde Riesin verstand es nicht. Wo war Harry? Es musste doch inzwischen von der Toilette zurück sein, aber weder er, noch jemand anderes schien in ihrer Nähe zu sein.

    "Das ist gar nicht komisch," sagte Lara. "Bitte, ich finde es nicht lustig!" Sie glaubte immer noch, das jemand ihr die Kleider vom Leib gerissen hatte und nun heimlich das blinde, hilflose Mädchen auslachte. Aber es passierte nichts. Dachte Lara jedenfalls.

    An ihren Füssen passierte allerdings viel. Als das schon 150 Meter große Mädchen herumstolperte, Arme fühlend ausgestreckt, trat sie auf alles mögliche. Auto verschwanden unter ihren Füssen und brachen wie Käfer zusammen. Bäume knickten um wie Schilf, und Verkehrsschilder wurden in den Straßen gepresst. Als Lara sich umdrehte, schlugen ihre ausgestreckten Arme in ein nahegelegenes Gebäude. Sie zerschlug drei Stockwerke als ihre 70 Meter langen Arme und 12 Meter großen Hände durch die Fenster, Büros und Betondecken hindurch pflügten. Pech, dass das Bauwerk dreißig Stockwerke zählte, und Lara das 24. , 25., und 26. traf. Die oberen vier fielen donnernd herunter.

    "Was war das?" fragte Lara laut. Sie hatte gemerkt, dass sie etwas getroffen hatte, aber wusste nicht, was. Sie ging davon aus das es eine Vase oder Keramikschüssel sein musste, die sie von einen Tisch geschlagen hatte. Sie erschrak als sie das laute Donnern hörte. Was hatte sie gemacht? Langsam bückte sie sich wieder und tastete den Boden ab.

    Als sie mit ihre Finger, jeder etwa 5 Meter lang, die unteren Stockwerke des Gebäudes entlang fühlte, zerstörte die blinde Riesin noch mehr. Menschen wurden zerdrückt und verschmiert über die nachgebenden Böden als die gewaltigen, schweren Finger sie wie eine Dampfwalze plätteten. Kein Wunder, jeder Finger hatte das Gewicht eines kleinen Lastwagens.

    "Hallo? Kann ich jemand hören? Ist jemand da?" rief sie wieder, mit erhobenen Haupt. Sie wusste immer noch nicht das sie eine Riesin geworden war und Zerstörung und Tod verursachte. Als ihre Hände das Bürogebäude weiter abtasteten, zersplitterten Fenster wie aus hauchdünnem Zucker gemacht, Stein und Beton zerbröselten wie trockene Kekse und die Möbel zerbrach und verbog.

    "Scheiße," fluchte Lara leise. Sie hatte keine Ahnung, was sie tun sollte. Die blinde, inzwischen schon 200 Meter große Riesin stand auf und ging weiter auf der Suche nach irgendjemand, der ihr helfen konnte.

    Lara lief in der Stadt herum. Häuser zerbrachen unter ihren Füssen wie verrottete Zigarrenkisten, Bäume und Autos wurden zu dutzenden platt getreten und Menschen massenhaft zerquetscht. Die blinde Riesin tastete Wolkenkratzer ab, die dann wie aus morscher Kunststoff gemacht zwischen ihre Finger zerbröselten.

    Lara, sich all dessen unbewusst, dachte das sie sich immer noch in der Nähe der Terrasse befand. Sie erwartete das Harry ihr jeden Moment beim Arm packen und erklären würde was denn genau los war. Sie wusste nicht das er ein kleiner, roter Fleck unter ihre Fußsohle war.

    Die winzigen Menschen rannten panisch weg, sie versuchten fieberhaft die mittlerweile schon 375 Meter große Riesin zu entkommen. Lara lief nämlich willkürlich herum, und wechselte oft die Gehrichtung. Ihr Gewicht plättete alles, worauf sie trat. Dazu kam noch das sie ab und zu ihren Fuß über den Boden rieb als ein hartes Stück Mauerwerk oder ein Baumstrunk sie in ihre Sohle stach. Schade, dass ihr 40 Meter langer Fuß dann die ganze Gegend platt walzte. Wo sie gelaufen war blieb nichts anderes übrig als Verwüstung und viele rote, fleischige Kleckse.

    Lara dachte, dass sie über ein Kiesweg lief worin viele kleine Holzstücke oder Zweige steckten und allerhand Müll lag. Wo waren ihre Sandalen? Sie bückte sich wieder und tastete den Boden ab, auch wenn sie nicht glaubte, etwas zu finden.

    Ihre schon dreißig Meter langen Hände verursachten abermals unglaublichen Schaden. Die waren schon so massiv das sie ohne Probleme durch das dickste Mauerwerk brachen. Ihre jetzt 12 Meter langen Finger rissen die Bauwerke die Lara abtastete ab wie die Tentakel eines riesigen Tintenfisches. Als Lara versuche, heraus zu finden was sie da vor sich fühlte, zerstörte sie ein weiteres Büro und vernichtete ein kleiner Park. Ihre enormen Handflächen drückten die majestätischen Bäume um wie die Gänseblümchen.

    Sie nahm ein riesiger LKW mit sechzehn Räder und zerdrückte es ungewollt zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Riesin dachte es sei eine Zigarrenkippe und warf es angeekelt weg. Der LKW flog in ein Restaurant, das die panischen Menschen zum Glück schon längst verlassen hatten. Die Möbel wurde allerdings ordentlich beschädigt.

    Lara fand es zwar seltsam, was sie da alles fühlte, glaubte aber immer noch auf ein Kiesweg zu sein, mit hier und da Blumen oder kleine Zweige (die Bäume) und Müll (die Gebäude). Als ob die Zerstörung nicht genug war, rief sie andauernd um Hilfe und ihr Freund Harry. Ihre gewaltig laute Stimme erschütterte die Erde. Das riesige Volumen ließ Trommelfelle zerplatzen, Autos zittern und zerschellte Fenster.

    Als sie 450 Meter erreichte stoppte ihr Wachstum. Leider nicht die Zerstörung, die das blinde Mädchen verursachte.

    Fortsetzung folgt.

    Wir bekommen den Wachstumsprozess also nachgereicht? Oder war das von Anfang an so geplant?

    In jedem Fall wieder ein tolles Kapitel. Aber was die Tags angeht muss ich dich kritisieren: "böses" - das ist alles? Mehr als dürftig.


    Nein, war so geplant :D Die Geschichte habe ich -wie immer- auf Englisch geschrieben und jetzt übersetze ich sie.
    Ja, die Tags... der Administrator hat mal geschrieben, dass ein Tag nur aus ein einziges Wort bestehen soll. Ich hatte immer ein halbes Dutzend Wörter als Tag benutzt, und die hat er dann entfernt.

    Der Titel ist übrigens auf Englisch "See no Evil", genannt nach einen (stümperhaft gemachten) Horrorfilm.

    Kapitel 3

    Lara war blind seit der Geburt. Ihre Augen und ihr Gehirn funktionierten, aber ihre Sehnerven nicht. Wie ein Kabel ohne Kupferdraht um den Strom zu leiten konnten sie die Lichtimpulse aus den Augen nicht zum Gehirn senden. Der "Transportweg" war kaputt.

    Die Ursache dafür war genetisch.

    Sie ließ allerdings ihre Blindheit nicht ihr Leben beherrschen. Lara hatte sich fest entschlossen etwas aus ihrem Leben zu machen und studierte Jura an der Universität. Eines Tages, hoffte sie, konnte sie ihr Geld als Anwältin verdienen statt von anderen abhängig zu sein.

    Jetzt, an diesen sonnigen Sommertag, saß Lara auf der Terrasse und genoss die warme Sonne auf ihrer Haut. Sie trug eine dunkle Sonnenbrille, wie viele blinde Menschen, um ihre nicht so schönen, nichts sehenden Augen zu verbergen. Ihre schulterlanges, blondes Haar hing lose

    Lara wartete auf einen Freund, ein Mitstudent namens Harry. Er war gerade auf die Toilette gegangen als sie ein kleines Stechen auf den Arm fühlte. Vielleicht eine Biene oder Mücke, dachte sie. Es tat zum Glück nicht so weh.
    Nach etwa einer Minute merkte Lara das ihre Kleidung anfing enger zu werden. Dann rissen ihr T shirt, kurze Jeans, BH und Unterhose und fielen in Stücke runter.

    Einen Moment später zerbrach der Stuhl unter ihr. Lara fiel hin, aber stand schnell wieder auf, sich ihrer Nacktheit realisierend.

    Wegen ihrer Blindheit schämte Lara sich nicht so oft wie sehende Menschen. Sie hatte nie richtig gelernt wie man sich in einer peinlichen Situation vor anderen verhalten sollte, da Lara nie spöttische oder abweisende Gesichtsausdrücke gesehen hatte. Deshalb schämte sie sich weniger dafür um Nackt vor jede menge Menschen zu stehen -das glaubte sie jedenfalls. Aber sie stand in Wirklichkeit nicht vor einer Menschenmenge.

    Sie ragte schon weit über ihnen.

    Lara, getroffen durch den Strahl, wuchs schnell. Ihre Kleider und Sandalen waren schon zerrissen als sie die drei Meter erreicht hatte. Der Stuhl kollabierte unter ihr zunehmendes Gewicht bei fünf Meter. Und als sie wieder aufgestanden war, maß sie schon ganze 12 Meter. Und wuchs immer noch.

    "Harry?" sagte sie, und hoffte das ihr Freund wieder da war. "Was ist passiert? Hallo, bist du da, Harry?"

    Lara bekam keine Antwort.

    "Jemand?" sie versuchte Kontakt zu bekommen mit wem auch immer in ihrer Nähe war.

    Keine Antwort.

    "Kann mir jemand helfen? Ich kann nichts sehen. Bitte?" Sie schrie nun, verzweifelt.

    Lara merkte das ihre Sonnenbrille auch weg war. Sie waren zerbrochen und heruntergefallen als ihr Kopf zu breit wurde.

    Die blinde Riesin ging in die Knie und tastete den Boden ab. Sie suchte nach der Brille und ihre Kleidung. Aber ihre Hände waren schon zu groß um sie zu fühlen, und wenn schon, dann hätte Lara sie nicht erkannt. Es wären für sie nur kleine Stofffetzen gewesen.
    Ihre 3 Meter langen Hände stießen Tische und Stühle um und zerbrachen die Fenster der Kneipe mit lautem Zerschellen.

    "Verdammt..." sagte sie leise als sie das Glas zersplittern hörte. Sie glaubte, sie hätte ein Trinkglas oder eine Flasche umgestoßen und zerbrochen. Sie hob ein zufällig gefunden Tisch hoch und fühlte vorsichtig daran, denn Lara glaubte, es handele sich um eine Glasscherbe. Und obwohl sie versuchte, vorsichtig zu sein (damit sie sich nicht schneiden würde an das Glas, das ja in Wirklichkeit ein Metalltisch war) verbog sie das Möbelstück so einfach wie eine Büroklammer.

    Als sie nicht das fand, wonach sie suchte, stand das Mädchen wieder auf und rief:

    "BITTE HELFT MIR! HARRY? JEMAND HAT MIR MEINE KLEIDUNG GESTOHLEN! BITTE! ICH KANN NICHTS SEHEN!"

    Inzwischen war sie schon 30 Meter groß und wurde immer größer. Ihre enormen, nackten Füße expandierten auch und schoben so die Stühle und Tische der Terrasse beiseite, bevor sie so groß wurden das sie die Möbelstücke einfach platt walzten. Die Menschen an ihren Füssen rannten weg und schrien entsetzt, aber Lara konnte sie nicht hören. Sie maß mittlerweile schon 80 Meter.
    Versuche mal, mit jemanden zu sprechen der 80 Meter entfernt ist- das geht nicht. Außerdem waren die Menschen so groß wie Mäuse gegen Lara. Die blinde Riesin bewog nur ihren Kopf hin und her und blieb selber um Hilfe rufen.

    Ihr Freund, Harry, war inzwischen von der Toilette gekommen. Der Anblick der jetzt schon 100 Meter großen Lara erschrak ihn zwar auch, aber er rannte nicht weg. Nach der ersten Schrecksekunde lief er vorsichtig auf die gigantische Lara zu, aufpassend das ihre sich immer noch ausbreitenden Füße ihn nicht plätteten. Er schrie zu ihr hoch so laut er konnte, aber es nützte nichts. Lara war viel zu groß um ihn zu hören. Harry klopfte gegen Laras Fuß, dann schlug er gegen ihre Ferse als keine Reaktion kam und schließlich trat er so kräftig er konnte dagegen.

    Lara spürte das.

    Aber es war für sie nicht mehr als ein kleines Jucken. Sie hob den Fuß, kratzte sich kurz und platzierte ihn wieder auf den Boden.

    Genau auf Harry drauf.

    Ehe er reagieren konnte, zerquetschte Lara ihn wie ein Insekt. Der enorme, 15 Meter lange und drei Meter breite Fuß, der alleine schon Tonnen wog aber auch noch die Hälfte des unglaublichen Gewichts der Riesin trug, zermatschte sämtliche Organe und zerbröselte jeder Knochen in den Körper des armen Harry. Es blieb nichts von ihn übrig außer ein Fleck aus Blut und Fett, der zuerst unter Laras Fuß bedeckt blieb aber schon bald zu sehen war. Denn Lara, die keine Antwort bekam, fing an zu gehen.

    Fortsetzung folgt (in ein paar Tagen)