Beiträge von Vaalser4

    Kapitel 4


    Megan, unter meiner Kontrolle, hob ihren Fuß. Langsam, damit es furchterregender aussah, hob sie den Fuß hoch bis ans Knie. Mit großer Kraft ließ ich meine Riesin dann auf dem Boden stampfen.

    BUMMS!

    Bäume zitterten, Menschen hatten Schwierigkeiten, ihr Gleichgewicht zu halten, Vögel flogen auf. Megan war ja nun megaschwer, und den Aufprall ihres Fußes verursachte ein kleines Erdbeben. Als sie den Fuß wieder hoch hob, hatte sich das Grass in ihren zehn Zentimeter tiefen Fußabdruck braun gefärbt. Ihre Ferse hatte einen Teil des Eisenzauns erwischt und der war nun geplättet.

    BUMMS!

    Megan stampfte wieder. Gleiches Ergebnis, außer das die Vögel schon weg waren.

    "Ihr fürchtet euch nicht vor mir?" ließ ich ihr sagen, etwas langsamer als man normalerweise spricht (auch wieder, um es theatraler zu machen). "Dann komme ich, um euch zu holen!"

    Megan ging langsam auf die Menschenmenge zu. Als sie sich näherte, verdunkelte ihr Schatten jeder Zuschauer wie ein düsteres Vorzeichen. Die Menschen duckten sich und hoben ihre Arme zum Schutz, liefen aber aus irgendeinem Grund nicht weg.

    Bis die ersten fünf unter einem Stiefel verschwanden.

    Menschen schrien, flüchteten in jede Richtung, wollten weg. Aber eine 100-Meter Riesin ist viel schneller als der schnellste Sprinter. Keiner konnte ihren enormen, alles zertrampelnden Stiefeln entkommen. Jeder ihrer Schritte zerquetschte vier oder fünf Menschen, die nachher wie Hackfleisch vermischt mit Textil aussahen.

    Die Menschen jammerten aufgeregt, und ich schwebte hinab um zu hören, was sie sagten, lachend und mich köstlich amüsierend.

    "Sie hat sie ermordet," riefen sie entsetzt und schockiert.

    "Dieses Monster wird uns alle töten!"

    "Sie ist einfach auf sie drauf getreten!"

    "Das war meine Schwiegermutter. Danke!"

    Nein, dieser letzte Satz ist nur ein Scherz meinerseits.

    Als ich nah an ihre Stiefel heranschwebte, sah ich mir genau an, wie Megan die Menschen zertrat. Zuerst hoben sie ihre Arme hoch als die Stiefelsohle herabkam, als ob das etwas ausmachen würde. Dann zwang das gigantische Gewicht Megans sie auf die Knie, drückte ihre Rücken zurück und... Crush! Blutfleck. Rotes Fleisch quoll unter der Sohle hervor und undefinierbarer Matsch fiel herab, als sie den Fuß wieder hoch hob. Als ob sie fette Kröten und Mäuse zertrat, so dünnte Megan ohne Reue die Besucher Hyde Parks aus und lieferte die Krähen und Fliegen ein Festmahl.

    Klar, bei Gelegenheit endete auch mal eine Steinbank oder Gebüsch unter ihren Füßen. Nichts blieb dann intakt, alles wurde zerstört oder tief in die Erde gepresst.

    Als Megan am Ende des Parks ankam, hörte ich Sirenen. Irgendwie hatte die Polizei Wind von ihr bekommen (ich fragte mich, wie die Menschen die Bullen wohl davon überzeugt hatten, dass eine Riesin im Hyde Park herumtrampelte) und kam angetanzt mit sage und schreibe drei Autos. Ich war fast beleidigt.

    Sie hielten gerade an, als meine Riesin der Park in ihre Richtung verließ, sprangen aus den Autos, sahen zu Megan hoch und rannten schließlich davon, da ihre enormen Füße kurz davor standen, auf zwei ihrer Autos zu treten und diese so in dünne Metallscheibchen zu verwandeln. Das dritte Auto folgte.

    Megan griff die Polizisten, die mittlerweile ihre Pistolen gezogen hatten und wie wild feuerten, und warf sie einfach weg wie Kieselsteine. Sie landeten auf den Asphalt mit dem Geräusch von herunter klatschende Vogelscheiße. Klar hatten die Kugeln Megan nicht verletzt. Der Schildspruch, wisst ihr noch?

    Ich lachte. Drei mickrige Polizeiautos gegen eine Riesin? Echt jetzt? Die Karren hatte sie wie dicke Käfer zertreten und die Bullen wie Müll weggeschmissen. Das war lustig! Und es würde noch besser werden, da ich mir ein paar tolle Sachen ausgedacht hatte. Jetzt, wo Megan Hyde Park verlassen hatte, würde der Spaß erst richtig anfangen!

    Kapitel 3

    "Ich will größer sein!" ließ ich Megan schreien. "Ich will wachsen. Eine Riesin sein! Ja, eine Riesin! Dann würde ich euch zeigen, was es heißt, klein zu sein! Dann würdet ihr erfahren, was kleine Menschen alles durchmachen müssen! Eine RIESIN!!!"

    Dann sprach ich den Wachstumsspruch.

    Nur damit ihr es wisst, man sieht nicht, wenn jemand zaubert. Keine grellen Lichter, Blitze oder so und auch kein Donnern. Ihr habt zu viele Filme gesehen, wenn ihr glaubt, dass ein Spruch von einem Farbenpandämonium begleitet wird. Glaubt mir, das ist nicht so.

    Megan, ein Bruchteil einer Sekunde nachdem sie das Wort "Riesin" zum dritten Mal ausgesprochen hatte, fing an zu wachsen. Drei Meter... vier... sechs... zehn. Hände in der Luft, Kopf nach hinten, wuchs sie und überschritt die 20-Meter Grenze. Angriff der 20-Meter Frau? Nein, ich wollte mehr!

    Ihr Publikum sah sie mit offenem Mund an. Ein oder zwei fingen zweifelnd an zu applaudieren, aber als eine Frau schrie und wegrannte, machten sie sich alle aus dem Staub. Menschen benehmen sich oft wie Schafe. Herdentiere.

    Habt ihr jemals jemanden wachsen sehen? Nein? Es sieht aus als ob ein Ballon in Menschenform blitzschnell aufgeblasen wird. Beine werden immer dicker und sehen aus wie dicke Säulen oder Baumstämme. Der Rücken breitet sich in Rekordgeschwindigkeit aus. Füße expandieren und bedecken immer mehr Boden. Es sieht fantastisch aus, das kann ich euch sagen.

    Da Megan zwei Meter vor mir stand als ich sie wachsen ließ, musste ich ihr aus den Weg gehen (ok, fliegen), damit ihr wachsender Körper mich nicht berühren und wie eine Billardkugel wegschubsen würde.

    Alles klappte gut. Sie wuchs, war sich dessen nicht bewusst da mein Geist den ihren fest und nicht zu entkommen umklammerte. Nur ich konnte sie loslassen. Und das tat ich nicht, da ich ein paar tolle Sachen vorhatte.

    Megan, immer noch unter meinen Einfluss, platzierte die Hände auf den Hüften und sah lächelnd auf ihr flüchtendes Publikum herab. Als ich zu ihren Kopf hoch schwebte, blieb sie schön still stehen, herab guckend und lächelnd. Manche der kleinen Menschen rannten,sahen sich ab und zu um, wohl um zu sehen ob Megan sie verfolgte, und ein paar schossen dann sogar schnell ein Foto.

    Sie wuchs und wuchs, die Steinbank auf der sie gestanden hatte war schon zu Pulver zermalmt unter ihren Schwarzlederstiefeln. Megan, inzwischen 50 Meter groß, warf mittlerweile so einen gewaltigen Schatten das er die Bäume in ihrer Nähe verdunkelte. Ihr Kopf expandierte, Schultern breiteten sich aus, ihre mit blauen Jeans bekleideten Beine streckten sich immer höher.

    Ja, ich ließ ihre Kleidung ebenfalls wachsen. Als mein Meister mir gezeigt hatte, wie sie wuchs, war sie auch vollständig gekleidet. Das gefiel mir irgendwie besser, als sie nackt herumrennen zu lassen.

    Sie wuchs weiter, ihre titanischen Füße walzten den kleinen Eisenzaun welcher um die Wiesen herum stand platt. Menschen versammelten sich auf sicherer Distanz (glaubten sie) und gafften zu ihr hoch. Aus meiner Sicht, 75 Meter und immer noch höher schwebend neben der wachsenden Megan, sahen sie aus wie eine wuselnde Insektenmasse. Sie zeigten auf Megan, redeten aufgeregt und schossen Fotos.

    Ich sah wieder auf Megan, die immer noch wuchs da ich den Wachstumsspruch anhielt. Wisst ihr, das ist wie Klingel eingedrückt halten, so lange wie man es macht geht es weiter. Megan sah aus als ob eine Kamera auf sie ein zoomte, sie wurde jede Sekunde massiver. Ich musste hin und wieder von ihr weg schweben weil sie immer mehr Platz einnahm.

    Ich ließ sie noch etwa zehn Sekunden weiterwachsen, bevor ich den Spruch stoppte. Megan maß jetzt 100 Meter und stand im Hyde Park wie eine gewaltige Statue. Ich genoss einen Moment die Aussicht neben ihren Kopf, dann steuerte ich meine Riesin für einen Spaziergang. Einen Spaziergang der Verdammnis!

    Kapitel 2

    Dank unserer Kristallkugel wusste ich, wo Megan sich aufhielt. Ich rieb aus Vorfreude die Hände und machte mich bereit.

    Zuerst den Teppich. Ich ging aufs Dach, breitete das Ding dort aus und setzte mich drauf. Dann zauberte ich den Spruch um mich "unaufspürbar" zu machen. Der wird so genannt, weil er nicht nur unsichtbar macht, sondern auch unhörbar und außerdem jeden Geruch maskiert, der von mir oder den Teppich kommt (woran denkt ihr denn jetzt, hm?).

    Danach schwebte ich mit den Teppich ein paar Meter hoch, damit ich den zweiten Zauber wirken konnte, den Schutzspruch, den man sich wie eine Art von "Kugel" um mich und den Teppich herum vorstellen muss. Dieser Schild ließ nur Luft, Licht und Geräusche durch, und war stark genug um Steine und Kugeln abprallen zu lassen. Denn eine randalierende Riesin wirbelte ja mächtig viel Schutt auf, und eine Gewehrkugel konnte mich ja auch versehentlich treffen. Mit dem Schild war ich jetzt gegen all das prima geschützt. Leider kannte ich (noch) keinen Spruch um mich ebenfalls gegen Artilleriefeuer, Raketen und so zu schützen, nur diese "leichte" Variante. Deshalb nutzte ich Megan als Riesin, denn ich konnte mich nicht 100%ig schützen gegen schwere Waffen. Na egal.

    Grinsend flog ich danach zur Stelle, wo sich Megan gerade befand. Sie lief über eine Straße etwa zweihundert Meter von unserem Haus entfernt und sah sich die Schaufenster an, also hatte ich sie schnell erreicht. Selbstverständlich musste ich aufpassen, dass ich mit niemanden und nichts kollidierte, da das ja meine Gegenwart verraten würde.

    Megan spazierte über die St Sepulchre Gate Street. Da angekommen, schwebte ich etwa zwei Meter über ihr, und wirkte den Spruch um sie mental zu kontrollieren.

    Es klappte perfekt.

    Ich konnte sie nun machen lassen was immer ich wollte!

    Danach noch schnell den gleichen Schutzspruch auf sie gezaubert und es konnte losgehen. Unter meiner Kontrolle bugsierte ich sie zum Bahnhof, wo ich ihr ein Ticket nach London kaufen ließ. Da es noch früh am morgen war, hatte ich genug Zeit, mich den ganzen Tag mit ihr zu amüsieren bis es zu dunkel sein würde.

    Nein, ich konnte uns nicht nach London teleportieren. Teleportation ist sehr schwer. Zuerst muss man ein weiterer Schild zaubern auf der Stelle wo man hinwill und dann dort ein Vakuum kreieren. Ein Vakuum, da es ja keine Luft oder Staub geben darf, wo sich dein Körper materialisiert und... ach, lassen wir das gut sein und fahren mit der Geschichte fort.

    Während der Zug nach London fuhr, flog ich daneben. Da ich zu viel Platz mit den Schild einnehmen würde, schien es mir besser draußen zu bleiben. Zum Glück kann ich sehr schnell fliegen und das ist auch dann praktisch, wenn Megan wirklich riesig wird und herumläuft, heh, heh.

    Nach einer langen, langweiligen Reise, sie dauert zwei Stunden, ließ ich Megan aussteigen und, sich immer noch völlig unbewusst was sie tat, nach einen bestimmten Ort laufen, den ich mir ausgesucht hatte. Obwohl ich sie auf der Stelle wachsen lassen konnte, hatte ich einen etwas dramatischeren Auftritt geplant. Stellt euch vor, ihr lauft auf der Straße, sieht eine hübsche, junge Frau und die fängt auf einmal an zu wachsen wie wild, bis sie so groß wie ein Wolkenkratzer ist. Ich musste über diesen Gedanken lächeln, aber hatte etwas anderes vor. Wie letztes Jahr, als Megan, in der jetzt nicht mehr existierenden Zeitlinie, in einer U-Bahn-Station anfing zu wachsen und anschließend durch den Asphalt der Straße über ihr hindurch brach.

    Ich fragte mich, wenn es diese Zeitlinie nicht gab, und nie gegeben hatte, wie konnte dieser verwirrte Schriftsteller dann davon wissen und diese bekloppte Geschichte darüber schreiben? Na, vielleicht hat mein Meister ihn ja davon erzählt....

    Wie dem auch sei, ich hatte eine hübsche Idee. Es gibt in London, im Hyde Park, einen Ort der "Speaker's Corner" heißt, wo jeder Idiot das sagen kann, was er oder sie will. Und es gibt auch noch ein Publikum, das es sich anhört. Grinsend steuerte ich Megan dorthin.

    Ich platzierte sie auf einer Steinbank in Hyde Park. Dann ließ ich sie lauthals herumschreien das kleinere Menschen diskriminiert würden. Megan ist nämlich nur 1,58m Groß, und deshalb ergab ihr Gezeter Sinn. Megan geiferte über die zu hohen Regale im Supermarkt, das sie zur Kinderabteilung geschickt würde in Kleidungsgeschäften, solche Sachen. Sie hatte schon bald eine kleine Gruppe Zuhörer.

    Ich, unsichtbar (klingt besser als "unaufspürbar") und etwa zwei Meter hinter ihr schwebend, rieb mir die Hände. Das Spiel würde jetzt anfangen!

    Kennst du auch diese alte Musiknummer aus der Muppetshow mit Loretta Swit?

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Die Britische Riesin 2.


    von Vaalser4

    In dieser Geschichte gibt es wieder Wachstum von 100m bis zu mehrere Kilometer. Es ist eine Art Unaware Geschichte, da die Riesin sich unter den magischen, mentalen Einfluss von jemand anderem befindet. Auch trägt die Riesin Kleidung und meistens Stiefel. Wer so etwas nicht mag, sollte nicht weiterlesen.

    Auch gibt es wieder Tod, Zerstörung und eine Szene mit Kot. Letztere habe ich hier herausgelassen, aber wer sie haben will, kann mir eine Nachricht schicken. Da es sich um eine Fortsetzung meiner Geschichte "Die britische Riesin" handelt, manchen ein paar Sachen dann auch nur Sinn, wer diese Geschichte kennt.

    Es ist übrigens meine erste Geschichte, die in der Ich-Perspektive geschrieben ist.

    Viel Spaß und Kommentare sind willkommen!


    Kapitel 1


    Hallo, mein Name ist Angela. Ich bin elf Jahre alt und lebe in Doncaster, Großbritannien. Vielleicht kennt ihr mich ja, denn vor etwa zwei Jahren hat irgendein bekloppter Möchtegern-Schriftsteller über meinen Meister und mir geschrieben, eine Geschichte die erzählt wie ich eine wichtige Lektion erlernte. Wisst ihr, ich bin nämlich ein Zauberlehrling, und mein Meister, der Erzmagier Hippolytus, zeigte mir auf grafische und unmissverständliche Weise, dass wir immer dafür sorgen müssen, dass unsere Magie nicht gegen uns verwendet wird.

    Nein, ich werde diese Geschichte nicht erzählen. Wenn ihr es wirklich wissen wollt, und nichts Besseres zu tun habt, liest sie zuerst. Sie kreist im Netz herum unter den Namen "Die britische Riesin".
    Aber lass mich zuerst ein paar Sachen klarstellen. Erstens ist mein Meister zwar der einzige Erzmagier auf der Welt, aber auf keinen Fall der einzige "Magie-Benutzer" (außer mir natürlich). Es gibt andere, aber die haben andere Titel, wie z. B. der Großdruide Europas oder Höchster Schamane von Afrika.

    Mein Meister geht zweimal im Jahr sechs Tage weg, um sich mit all diesen anderen Magie-Benutzer der Welt irgendwo zu treffen. Dann tauschen sie telepathisch arkanes Wissen und neue Ideen aus.

    Ja, wir haben auch telepathische Kräfte. Aber man kann nur dann die Gedanken von einer anderen Person vollständig lesen, wenn das Ziel das möchte. Wenn nicht, oder wenn man eine Verbindung, ohne das die Zielperson es weiß herstellt, kann man allenfalls erfahren was jemand vorhat. Meistens kann man dann allerdings nur Grundemotionen und -Gefühle lesen. Und Gedanken "senden" an ein unwilliges Ziel geht gar nicht. Aber das heißt nicht, dass man eine andere Person nicht mental beherrschen kann.

    Denn mentale Kontrolle ist etwas anderes als Telepathie. Mannübernimmt einfach mit einem Zauberspruch dem Willen einer Person, die sich dann nicht mehr das, was du sie tun lassen willst, widersetzen kann. Im Grunde ist das Ziel sich noch nicht einmal bewusst dessen, was es tut. Wie in tiefer Narkose, ist die Zielperson völlig "weg".

    Warum ich das erzähle? Nun, vor etwa zehn Tagen stand mein Meister kurz davor, wieder so eine Reise zu machen. Dieses Mal nach Tansania, Afrika, wo das Treffen in einer verborgenen Höhle unter den Kilimandscharo stattfand. Anders gesagt, ich hatte etwa eine Woche sturmfreie Bude.

    Und obwohl Meister Hippolytus sagte, mich zu "benehmen", hatte ich andere Pläne. Wisst ihr, diese junge Frau, die er ein magisches Amulett gab voriges Jahr, diese Möchtegern-Sängerin namens Megan, sie ging mir nicht aus dem Kopf. Es war zuerst schrecklich um zu sehen, wie sie zur Riesin heranwuchs, ganz London zerstörend und so, aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr mochte ich es. Wie in diese alten B-Filmen, "Angriff des 20 Meter Was-auch-immer", schien es mir lustig zu sein, nochmal so ein Gerandaliere zu sehen und dieses Mal selber das Kommando darüber zu haben.

    Nein, ich selber wollte nicht zur Riesin werden. Zu großes Risiko, wenn die Menschen anfangen, sich mit Waffengewalt zu wehren. Ich kenne zwar ein paar Schutzsprüche, aber die reichen nicht um mich vollständig zu schützen gegen was für Waffen auch immer die Außenwelt gegen mein riesiges Ich einsetzen würde. Deshalb plante ich diese Megan abermals zu nutzen, sie war ja die Riesin in diese jetzt verschwundene Zeitlinie, und ich würde dann auf sichere Distanz bleiben. Und ja, die Größe von jemanden zu ändern ist einfach. Basismagie, versteht ihr?

    Ich sage euch, wie ich es geplant hatte. Zuerst spreche ich den Zeit-zurückdrehenden Spruch, der mein Meister mich kurz nach der Lektion beigebracht hatte. Sobald Megan getötet wurde, der Tag zu Ende war oder ich genug genossen hatte, würde ich ihn aktivieren und alles war wieder in Ordnung. Die Zeit dreht sich zurück und alles ist wieder hergestellt und vergessen. Niemanden, sogar mein Meister nicht, würde wissen was ich gemacht hatte.

    Zweitens, um Megan zu benutzen, brauchte ich nur heimlich den Spruch um sie mental zu beherrschen auf sie zu wirken. Sie lebt ja auch in Doncaster und ich bin ihr im vergangenen Jahr ein paar Mal auf der Straße begegnet. Mit ihren Willen ausgeschaltet war ich wie eine Puppenspielerin und konnte sie machen lassen was immer ich wollte.

    Und drittens würde ich sie auf einem fliegenden Teppich (ja, die gibt es wirklich) begleiten, unsichtbar, wie eine Drohne, auf geringer Distanz. Und sie und mich mit einen Schutzspruch versehen, sie sollte ja nicht gleich erschossen werden.

    Das hatte ich geplant. Ich ging den Plan oftmals durch, um sicher zu stellen, dass ich nichts vergessen hatte und um alles so sicher wie nur möglich zu gestalten, vor allem für mich selbst. Den mein Meister würde es nicht gutheißen was ich vorhatte, um es mal ganz milde auszudrücken. Also keine Unfälle.

    "So, ich gehe dann," sagte der, als die Zeit gekommen war. "Du bist schön brav, ja?"

    "Ja, Meister," sagte ich und versuchte so gehorsam wie nur möglich zu klingen. Er nickte und teleportierte sich weg. Sicherheitshalber wartete ich noch einen Tag, er konnte ja was vergessen haben und zurückkommen. Aber dann war es soweit. Zeit, um einen (Riesen) Spaß zu haben!

    Kennt ihr den Film "Beyond Sleep" aus 2016? In diese Verflimung träumt der Protogonist das er auf den Körper einer Riesin steht. Es ist die einzige Szene im Film mit einer Riesin übrigens.

    Ich weiss nicht, wie der Film auf Deutsch heisst, aber es ist eine Verfilmung des Buches vom Niederländischen Schriftsteller WF Hermans.

    Die Szene kann man auf Internet sehen, aber da sie auf Pornografische Seiten steht (man sieht das Schamhaar der Riesin) werde ich hier keinen Link posten. Einfach "Beyond Sleep 2016 giantess" googlen und auf "Video" suchen.

    Aber ein Foto könnt ihr haben.

    Ah, Disney wird einen neuen Film machen, basiert auf "Jack und die Bohnenranke".

    In diesen film trifft der Jack auf die 20-Meter-Riesin Inma, die zwar ein 11-Jähriges Mädchen ist, aber laut Handlung eine "genau so grosse Persönlichkeit" hat... :P

    Die erwachsenen Riesen sind 40 Meter, ob die Inma das wohl auch sein wird, wenn sie selbst mal erwachsen ist? :D

    Da es eine Ankündigung ist, gibt es (noch) keinen Trailer mit Animation, aber hier ist einen Link zur Handlung:

    http://www.moviepilot.de/movies/gigantic

    @Vaalser4 Da spricht wohl der GTS-Träumer aus dir - ich wäre aber voll dafür! Gerade da du das erste Sequel zu "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft!" ansprichst. :thumbup:

    @Mokubi Wie Giantesslover schon erwähnt hat, einmal Riesenhologrammfrau, hier bitte:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Sogar gleich mit passendem Thumbnail. ;)


    Ja klar :D Die Frau krallt sich im Nachfolger die Schrumpfmaschine, dreht die Wirkung um und wird zur Riesin. Vielleicht sollte ich die Filmgesellschaft nach der Premiere mal anschreiben für ein Drehbuch? :rolleyes:

    Na, die Frau des Protagonisten will ja im letzten Moment nicht geschrumpft werden, steht so in der Zusammenfassung. Vielleicht gibt es ja etwas Interaktion, Frau normalgross, Mann ein Winzling. Oder die Beiden bekommen Streit, und sie kommt ihn im geschrumpften Dorf holen, trampelt das ganze Projekt wortwörtlich in den Boden und frisst den Ehemann auf... :D. Der Film muss ja irgendwie enden.

    Und da der Film "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" ja auch einen Nachfolger mit Wachstum bekommen hat... wer weiss.... ;)