Beiträge von Vaalser4

    Kapitel 8


    Zwei Tage später saß Nitra im Zug, Kassel verlassend. Sehr zur Freude der Organisation.

    Die gestrigen Probeaufnahmen waren ein Desaster gewesen. Nitras Größe und Naivität hatten die Produktion und das Aufnahmeschema ordentlich durcheinander gebracht.

    Für die Folge des Märchens von Hänsel und Gretel, sie sollte Gretel spielen, hatte das Filmstudio der Glaubwürdigkeit wegen ein Knusperhaus aus echtem Lebkuchen und Zucker gebaut. Nitra, sagte man ihr, sollte davon essen, und ehe die Regie einschreiten konnte, hatte die Riesin schon das halbe Haus verspeist. "Lecker!" war ihr Kommentar gewesen, sich Unmengen von Lebkuchen in den Mund steckend.

    Die Probeaufnahme für das Märchen von Rotkäppchen verlief auch nicht besser. Der speziell trainierte Wolf war ängstlich vor der zwölf Meter großen Riesin geflüchtet.

    Beim Aschenputtel sah die Tanzszene mit dem Prinzen eher aus wie ein Kind, das mit einer Puppe spielte, außerdem wirkte es nicht gerade glaubwürdig, dass der Prinz, wie im Märchen, nach zwei Tanzabenden nicht mehr wusste, wie Aschenputtel/Nitra ausgesehen hatte. Schon glaubwürdig war jedoch in diesem Fall der verlorene Glasschuh, der nur einer Person im Königreich passte....

    Die Geschichte mit den Siebenmeilenstiefeln konnte das Filmstudio sich ebenfalls knicken- besagte Stiefel, speziell fürs Märchen gemacht, waren Nitra ein paar Nummern zu klein.

    Man brauchte zwar keine Kameratricks um die sieben Zwerge im Märchen von Schneewittchen als solche darzustellen mit Nitra als Hauptdarstellerin, aber das Problem hier war das man keinen Glassarg in ihrer Größe finden, oder herstellen, konnte.

    Aber am Ende wurde alles gut. Nitra, in ihrer Dusseligkeit, hatte geglaubt, dass man für eine einstündige Fernsehfolge auch nur eine Stunde Dreharbeit brauchte. Die Regie und der Fernsehproduzent waren erleichtert, als sie, sich entschuldigend, sagte, dass sie am Tag danach Kassel verlassen würde um ihre Reise durch Deutschland fortzusetzen. Als Kompromiss bot man ihr an, ihr ein Märchenbuch der Gebrüder Grimm zu schicken, natürlich ihrer Größe entsprechend. Nitra hatte das Angebot dankend angenommen.

    Jetzt musste der Sender einen neuen Wettbewerb organisieren. Man brauchte einen anderen Ringer, da der Knochenbrecher sich derzeit in Therapie befand um seinem Selbstrespekt wiederzubekommen. Und in den angepassten Regeln war es Riesen und vor allem Riesinnen strengstens untersagt, mitzumachen....

    Nitra, im Zug, fand es einerseits Schade, dass sie nur wenig von Kassel gesehen hatte, aber immerhin hatte sie wieder etwas gelernt. Die Gebrüder Grimm waren auch schon tot, und Fernsehfolgen, welche nur eine Stunde dauerten, brauchten länger um aufgenommen zu werden.

    Sie freute sich auf das Märchenbuch und auf ihr nächstes Ziel. Köln.


    ENDE (vorläufig).

    Kapitel 7


    Nitra, als Prostituierte, hatte vielen Kunden gehabt mit speziellen Vorlieben. Unter denen waren auch Menschen, die es liebten, sich von einer Riesin dominieren zu lassen. Zum Beispiel in einem (gestellten) Ringkampf miteinander, wobei Nitra jene Kunden dann in vielen Wegen überwältigen und demütigen musste. Sie kannte deshalb viele Techniken um einen Menschen mit ihrem Körper, und dazugehörige Kommentare, zu erniedrigen, auch wenn sie in Wirklichkeit überhaupt nicht dominant war.

    In ihrer Naivität glaubte Nitra, das der kleine Kerl da unten das Gleiche wollte. Warum sonst wollte denn jemanden, den sie problemlos zertreten könne, mit ihr ringen vor so vielen Zuschauern? Und wenn die Show gefiel gewann sie eine Fernsehrolle. So interpretierte sie das ganze Spektakel, also entschloss sie sich, das Spiel mitzuspielen.

    Knochenbrecher konnte nichts anderes tun als Nitras Knöchel zu umarmen und daran zu zerren. Er tat sein Bestes, hätte aber genauso gut versuchen können, einen LKW oder eine ausgewachsene Eiche um zu schubsen. Die Kolossin gab noch keinen Zentimeter nach.

    "Ach, ist dieses kleine Mädchen zu viel für den starken Mann?" schnurrte sie spöttisch, aus zwölf Meter Höhe auf den Kerl da an ihrem Bein zerrend herab schauend. Das Publikum lachte den Ringer aus, der vergeblich versuchte Nitras Fuß zu bewegen.

    Nitra hob den Fuß mit Leichtigkeit hoch, den großen, starken Kerl wie nichts damit aufhebend. Der musste sich jetzt an dem Knöchel festhalten, da die Riesin ihren Fuß fast vier Meter über den Boden baumeln ließ. Seine Füße zappelten ins Leere während Nitra, Händen auf den Hüften, grinsend auf ihm blickte.

    Sie stellte den Fuß wieder hin, aber Knochenbrecher würde sich nicht lange daran erfreuen, wieder auf festem Boden zu stehen. Denn Nitra schubste ihm einfach mit dem Fuß um. Auf dem Rücken liegend sah er wie ihr enormer Fuß auf ihn herabkam. Er bedeckte fast seinen ganzen Körper.

    "Na, gefällt dir das? Gefallen dir meine süßen Füßchen? Pass nur auf, das ich mein Gleichgewicht nicht verliere, sonst... (sie sah lächelnd zum Publikum. Die sahen nur auf dem Kerl, hilflos unter den riesigen Fuß gefangen und fragen sich ängstlich, ob sie ihm zertreten würde)... na, ihr da in der vordersten Reihe, seit gewarnt. Ihr befindet euch in der "Spritz-Zone", ha,ha!" strahlte sie das Publikum an. Dieser Spruch hatte sie von ihrem Boss gelernt.

    Knochenbrecher riss an den Zehen der Riesin. Die waren so groß wie sein Kopf und der Geruch war überwältigend eklig. Aber die Riesin hielt ihn problemlos fest mit nichts anderem als einem Fuß und ihrem Gewicht. Er war erleichtert, und die Zuschauer ebenso, als sie den Fuß von ihm wegnahm. Aber diese Erleichterung dauerte nicht lange.

    Die Riesin nahm den Mann und hob ihm hoch wie ein kleines Tier. Sie hielt ihn etwa elf Meter über den Boden wie eine Puppe, ihm wie ein Kind anstrahlend. Der bullige Mann, lächerlich gemacht und zum Winzling degradiert durch Nitras Größe, trat hilflos mit den Beinen.

    "Komm, schlag' mich. Ringe mich zu Boden. Männer sind ja stärker als Frauen, nicht?" forderte sie ihn heraus. Knochenbrecher wollte wenigstens seine Arme los ringen, aber Nitras fester Griff verhinderte das problemlos. Er war hilflos. Festgehalten in der Hand einer zwölf Meter großen Riesin, gefilmt von dutzenden Zuschauern, dessen Aufnahmen viral durchs Netz gehen würden. Aber die Demütigung ging weiter.

    Nitra setzte sich und schwenkte den Kerl hin und her, Geräusche eines Flugzeugs machend. Knochenbrecher wurde schwindlig.

    Dann öffnete sie den Mund und steckte den Typ einfach hinein. Nur seine immer noch hilflos zappelnden Beine guckten aus dem Schlund der Riesin hervor. Nitra machte ein "Lecker!" Gesicht, holte tief Luft durch ihre Nase und...

    GULP!

    Weg war er.

    Verschluckt.

    "MMMmmmm! Jammie! Ha, ha!" lachte Nitra, sich wohlig den Bauch reibend.

    Das Publikum stand schockiert da. Der Ansager wurde kreidebleich. Der Organisator musste sich fast erbrechen. Ein paar Zuschauer ließen das Telefon fallen, manche schrien entsetzt auf. Die Riesin hatte ihn doch tatsächlich gegessen!

    Nitra öffnete grinsend den Mund, schlug sich einmal kraftvoll auf den Bauch, und...

    BLOB!

    Da fiel der Knochenbrecher wieder aus ihrem Mund raus. Bedeckt mit Speichel und Schleim, aber er lebte. Nitra hatte diesen Trick gelernt im Bordell, speziell für Vore-Fans; Menschen ganz runterschlucken und auf Kommado wieder aus ihrem Magen hochpumpen. Ein Mensch namens Stevie Star tat sowas mit Gegenständen, und nachdem ihre Chefin ihm mal im Fernsehen gesehen hatte, ließ sie Nitra darauf ihre Magen- und Speiseröhremusklen dementsprechend trainieren. Liebhaber von Vore zahlten gutes Geld dafür.

    Nitra fing den Knochenbrecher in ihrer Hand, gab ihm einen Kuss welcher sein ganzes Gesicht bedeckte und legte den völlig verwirrten Ringer auf dem Boden. Bevor dieser aufstehen konnte, bog sich die zwölf Meter große Riesin vorüber und drückte ihren gewaltigen Titten auf ihm.

    Knochenbrecher wurde von einer unglaublichen Masse an Tittenfleisch umgeben. Die Brüste der 24-Jährige waren so groß dass diese fast seinen ganzen Körper bedeckten, nur einen Arm guckte unter den Riesentitten hervor. Keiner fragte sich mehr, woher die 22 Tonnen Gewicht der recht schlank gebauten Riesin wohl kamen....

    Nitra rollte ihren Busen hin- und her über den Boden, und Knochenbrecher wurde hilflos mit hin- und hergerollt. Das Publikum sah wie den Arm des Mannes, mit Bizeps zu beeindruckenden Proportionen angeschwollen, erfolglos versuchten, die Fleischmasse wegzudrücken. Seine ganze Kraft, womit er einen normalen Menschen mit einem Hieb bewusstlos schlagen konnte, wurde lächerlich gemacht von den Brüsten Nitras.

    Die, mit leuchtenden Augen, holte tief Luft. Der ohnehin schon enorme Busen schwoll so zu noch schwindelerregenden Dimensionen heran. Der Arm wedelte jetzt panisch durch die Luft.

    "Oooh , Herr Knochenbrecher, ich glaube, das ich die Rolle bekomme. Alles was ich benutzte sind meine kleinen Tittchen um sie festgenagelt zu halten. Können sie denn noch nicht einmal den weichsten Teil meines Körpers bewegen? Dann habe ich doch gewonnen, oder?" sagte sie voller Freude.

    Gewonnen hatte sie. Knochenbrecher konnte nichts anderes mehr tun als dreimal auf dem Boden klopfen als Zeichen der Übergabe. Nitra stand auf und bekam einen riesigen Applaus. Sie war die Siegerin und hob freudig die Arme, während Knochenbrecher halb bewusstlos weggetragen wurde. Das ganze sehr zur Freude des Publikums und Leidwesen der Organisation....


    Fortsetzung folgt.

    Kapitel 6


    "Komm, trauen sie sich! Wir brauchen starke Leute! Denken Sie daran, der Gewinner kriegt die Hauptrolle in unserer neuen Fernsehserie! Seien sie Teil unserer Kultur! Seien sie Teil der Märchenwelt der Gebrüder Grimm!" rief der Ansager laut ins Mikrofon.

    Gebrüder Grimm? Das hatte Nitras Neugierde geweckt. Sie lief gespannt zum Platz wo sich eine größere Menschenmenge versammelt hatte. Aus ihrer Höhe konnte sie mit Leichtigkeit ein großes Seiltuch auf dem Boden liegen sehen, worauf ein Mann mit einem Mikrofon stand. Neben ihm stand ein großer, kräftig gebauter Typ, groß für Menschen jedenfalls, der andauernd seinen Muskeln anspannte. Für einen Menschen war er ein starkes Exemplar. Hinter den beiden stand eine große Digitaluhr, alle Zahlen standen auf null.

    "Wer will ringen?", rief der Ansager. "Der "Knochenbrecher" (er zeigte auf dem starken Kerl) nimmt es mit jedem auf. Für jede Minute, die sie mit ihm aushalten, kriegen sie die Hauptrolle in einer Folge unserer Märchenserie. Bezwingen Sie ihm, und sie kriegen die Hauptrolle in allen! Kommen Sie, wer traut sich?" fragte er.

    Nitra lächelte. Wow! Die Hauptrolle in einer Fernsehserie? Und auch noch die Märchen der Gebrüder Grimm? Das hörte sich großartig an! Und wie in Berlin konnte man auch hier umsonst mitmachen. Würde sie wieder gewinnen?

    "ICH!" schallte ihre Stimme über die Menschenmenge.

    Jeder drehte sich um, und überall hörte man Menschen erschreckt einatmen. Da stand einen Berg von Frau, hoch über die Menschen ragend, mit freudigem Gesichtsausdruck. Manche Menschen lachten, aber die meisten konnten nur erstaunt starren. Dazu zählten auch der Ansager und der "Knochenbrecher".

    Nitra sah auf die Menschen direkt vor ihren Füßen standen. "Darf ich mal, bitte?", fragte sie und hob eins ihrer Beine. Den Anblick ihrer Sohle, so groß das darunter ein erwachsener Mensch passte, war genug. Nitra durfte....

    Die Zuschauer gingen schnell zur Seite und die zwölf Meter große Riesin lief zum Ansager, der sie nur überrascht anstarren konnte. Nitra bog sich vorüber, zeigte so ihren enormen Ausschnitt, und teilte den zwei verwunderten Männern mit das sie ringen wollte. Und ja, sie liebte die Märchen Grimms. Wie gerne sie doch in der Fernsehserie mitspielen wolle!

    "Eeehh... einen Moment bitte, junge Frau." stotterte der Ansager, von ihrer Präsenz überwältigt. Er ging zum Organisator, welcher selber verwundert neben der Uhr stand. Wie in Berlin, wusste auch der Ansager nicht, was er tun sollte. Also fragte er, ob die Riesin ringen durfte. Und wie in Berlin schlossen die Regeln Riesen nicht aus. Es war klar. Der "Knochenbrecher" musste wohl gegen die Riesin antreten....

    Der Ansager ging wieder zum Publikum und versuchte, so professionell wie möglich zu sein in dieser Situation.

    "Eeeh. Ja. Meine Damen und Herren, wir haben einen... eine Teilnehmerin. Der Ringkampf zwischen... Knochenbrecher und... ehhh..."stotterte er, zu Nitra hochblickend. Die kniete sich hin und bückte sich vorüber. Der Ansager sprang zur Seite, damit er nicht wie der kleine Frechdachs vorm Rathaus von ihren Titten niedergeschlagen wurde. Gelächter aus der Menschenmenge.

    "NITRA!!!"

    Ein paar Fenster zerschellten. Menschen schlugen sich die Hände vor den Ohren. Die Riesin hatte ihren Namen ins Mikro gerufen und die Boxen verstärkten ihre ohnehin schon gewaltige Stimme um ein Vielfaches. In einem Kilometer Umkreis hatte jeder ihren Namen gehört.

    "Eeehhh... ja. Danke. Nitra. Applaus...", sagte er verlegen, und lief schnell nach hinten, sich die Ohren reibend.

    Nitra sah lächelnd auf den Knochenbrecher herab. Der wirkte wie einen Zwerg gegen sie. Kräftig und groß wie er war, verglichen mit den zwölf Metern der Riesin war er nur ein Klacks. Er kam ihr kaum bis ans Knie. DermMann wurde übel. Wie sollte er diese... diese... Gigantin zu Boden ringen? Er sah sich schon im Krankenhaus liegen, eingewickelt in Bandagen, sein Spitzname auf einer anderen Art gerecht geworden.... Aber sein Vertrag verpflichtete ihm, gegen sie anzutreten.

    Der Wettbewerb wurde vorbereitet, Nitra und der Knochenbrecher standen sich barfuss auf dem Seiltuch gegenüber, und aus dem Hintergrund versuchte der Ansager so unbeeindruckt wie nur möglich zu klingen.

    "Auf der rechten Seite, 1,97 m groß und 128 kg wiegend, der Knochenbrecher!"

    Applaus.

    "Und auf der linken Seite, ehhh... 12,34 m groß und 22 Tonnen und 180 kg schwer... Nitra!"

    Mehr Applaus und Gelächter. Viele hielten ihre Telefone hoch, Videomodus eingeschaltet.

    "Und jetzt, fertig... und... LOS!" rief er, einen Knopf eindrückend. Die Uhr fing an zu laufen.


    Fortsetzung folgt.

    Naja, könnte schon sein, dass man zu jener Zeit, als die Märchen aufgezeichnet wurden, Vorurteile den Riesen gegenüber pflegte. Die Riesen leben ja auf einer entfernten Insel und nicht zwischen die Menschen, also nur wenig Kontakte, dann kommt es schon schnell zu solchen falschen Annahmen.

    Denke nur an Geschichten worin Juden, amerikanische Ureinwohner oder Schwarzafrikaner eine Rolle spielen aus jener Zeit. Oder die Stiefmütter und Wölfe in den Märchen. Alles Unwahrheiten. Und die Märchenwaren ja ursprünglich Volkserzählungen welche die Grimms nicht selber ausgedacht hatten.

    Kapitel 5


    Nitra las auf dem Weg nach Kassel ein Prospekt über der Stadt. Viele tolle Gebäude da, und erfreut erfuhr sie, dass die Gebrüder Grimm dort gelebt und gearbeitet hatten. Als Kind schon liebte sie die Märchen der beiden Männer, war allerdings traurig weil Riesen in jenen Geschichten oft als gemeine Menschenfresser dargestellt wurden. Sie wusste nicht, dass sie später selbst Menschen fressen würde, sei es nur weil ihr Vertrag das verlangte.

    Nach der etwa dreistündigen Fahrt kam die junge Riesin in Kassel an, abermals Aufmerksamkeit auf sich ziehend im Hauptbahnhof. Menschen gingen ihr schleunigst aus dem Weg und sogar der muffige Müllmann sagte nichts als die Riesin ihren Prospekt, groß wie ein Werbeplakat, aufrollte und in einen Mülleimer presste. Das Ding verstopfte den Mülleimer nicht nur völlig, das Papier stach auch noch einen Meter heraus. Zwei Männer mussten es mühsam herausziehen.

    Nitra, draußen angekommen, sah sich erfreut um. Eine weitere tolle Stadt! Als sie sich umsah in welcher Richtung sie zum Hotel gehen musste sah sie einen Metallbalken mit etwas darauf, was sie erst für einen Menschen hielt. Es war allerdings eine Plastikpuppe, aber der Balken selber (der "Himmelsstürmer") stand schräg. Die Riesin wusste nicht, dass das so sein sollte, sondern glaubte, jemanden war dagegen gefahren und hatte ihn verbogen. Hilfsbereit wie sie war ging Nitra hin, griff die Stange und richtete sie auf, sehr zum Erstaunen ein paar einheimischen die es gesehen hatten. Nitra lächelte sie nett an und ging ihres Weges.

    Das Einchecken im Hotel verlief unbemerkenswert, und Nitra wusste inzwischen, dass das Personal weder ihre Tasche trug, noch Schuhe putzte. Also ging sie einfach auf ihr Zimmer und zog sich etwas anderes an um anschließend die Stadt zu erkunden. Die Rezeptionistin hatte, etwas verwirrt, geantwortet das die Gebrüder Grimm tot waren als Nitra danach fragte (der Prospekt hatte ihr das nicht klargemacht) und guckte noch verwirrter als Nitra darauf sagte, das Bach ebenfalls tot sei. Schon mehr als zwei Jahrhunderte.

    Die Riesin schlenderte durch Kassel, machte Fotos und wurde fotografiert. Meistens heimlich, aber ein frecher Kerl bat ihr um ein Foto gerade als sie das Gemeindehaus Kassels bewunderte. Mit ihm auf den Treppen sitzend, fragte er. Nitra sagte fröhlich ja, nicht ahnend, das der Kerl einen Fetisch für riesige Titten hatte und das Foto nur deshalb wollte, um bei sich zu Hause "Spaß" mit ihren Titten zu haben.

    "Oh, wissen sie zufällig was das da sind?", fragte Nitra nachdem drei Fotos gemacht waren, aufstehend und auf den zwei goldenen Löwen zeigend, welche links und rechts neben den Treppen standen. Der Mann stand vor ihr, seine Hüfte kam gerade bis an ihrem Knöchel.

    "Das sind die hessischen Löwen," sagte er.

    Nitra hatte ihm nicht richtig verstanden. Er war laut vor der Stadthalle, und dann natürlich noch ihre Größe.

    "Hässliche Löwen?" Sie bog sich vorüber um eine der Statuen genauer zu betrachten.

    "Ich finde sie nicht hässlich... sehen doch schön aus... Hallo?"

    Nitra hatte kurz vergessen, dass der Mann vor ihr stand. Also kamen ihren gigantischen Brüsten auf ihm herab wie eine Lawine. Ehe er reagieren konnte, hatte ihre unglaublich massiven Titten ihm durch die Knie gehen lassen und auf den Boden geschlagen.

    Nitra stellte sich wieder gerade, sich den Busen reibend. "Oh, Entschuldigung," rief sie nach unten, den Mann über den Boden kriechend sehend. "Nein, die sind doch nicht hässlich, denn... HEY!"

    Der Kerl war aufgekrabbelt, sah sie an als ob sie ein Gespenst war, und rannte weg. Nitra sah ihm hinterher. Diese Menschen! Wer konnte sie schon verstehen, immer rennen.

    Sie zuckte mit den Achseln und ging ihres Weges.


    Fortsetzung folgt.

    In diesem Kapitel kommt die Sexszene vor. Hier habe ich sie herausgelassen, das vollständige Kapitel steht im Adultbereich. Wer sie haben will, kann mir eine PN schicken, muss aber volljährig sein.


    Kapitel 4


    Am nächsten Tag nach dem Frühstück (zwei Pfannkuchen groß wie eine Tischplatte mit drei Flaschen Sirup über jeden) grüßte Klaus Nitra vor dem Hotel. Er stand stolz mit seinem Fahrrad da, zu Nitra hoch lächelnd, sein Kopf immer weiter im Nacken legend je näher sie kam.

    "Ok, lass' uns gehen", sagte er, ihre gewaltige Form genießend. Und dann diese Titten! Titanisch! Darunter konnte man sich vor Regen schützen. "Hast du das Völkerschlachtdenkmal gesehen?"

    Als Nitra das bejahte, schlug er vor zur Thomaskirche zu gehen. Nitra, die noch nicht dort gewesen war, stimmte freudig ein und das ungleiche Paar machte sich auf den Weg.

    Klaus fuhr auf dem Rad und konnte so locker schritthalten mit seiner riesigen "Freundin". Wenn er nett zu ihr war, dachte er, konnte er vielleicht heute Abend "Spaß" haben zwischen diesen Riesentitten. Sie schien doof genug zu sein um sich dazu überreden zu lassen. Besser als dem Riesenmädel das er letztes Jahr eine "Tour" gegeben hatte. Die war sehr misstrauisch gewesen, und als er sie vorsichtig auf das Thema Sex angesprochen hatte, hatte die ihm fast mit ihrem Schuh in der Hand wie ein Insekt zerschlagen. Aber diese hier schien naiv genug.

    "Oh, du hast tatsächlich ein schönes Fahrrad," zwitscherte ihre melodiöse Stimme von oben.

    "Ja, und es ist neu. Kostete viel Geld. Mehr als 1000 Euro," antwortete er stolz auf seinem in der Tat neuem und teurem Fahrrad schauend. Fast ein Jahr hatte er dafür gespart, jetzt konnte er endlich damit protzen. "Ich fahre damit jeden Tag zur Arbeit, da ich fast drei Kilometer davon entfernt wohne, weißt du."

    "Wow," sagte Nitra beeindruckt. "Du liebst radeln sagtest du?"

    "Ja, vor allem in der Natur. Nicht hier in der vollen Stadt.... Meistens gehe ich zum Kulkwitzer See zum Radeln. Schöne Landschaft dort."

    "Ist das weit weg?", fragte Nitra.

    "Ja, aber ich nehme immer die U-Bahn dahin. Ist nicht so schlimm, nur blöd, dass das Rad dafür etwas unhandlich ist. Es nimmt viel Platz weg, und das ist ein Problem, wenn die Bahn voll besetzt ist. Ich hatte mal ein Faltrad, das war viel besser."

    "Faltrad?", fragte Nitra, die noch nie von sowas gehört hatte.

    "Ja, das ist ein Fahrrad, welches man zusammenfalten kann in der Mitte. Dann nimmt es nur halb so viel Platz weg. Ist einfacher und besser, wenn man damit in der Bahn steht."

    "Ah, ja," sagte Nitra. Ein Rad in zwei falten um damit in der U-Bahn zu reisen. Wie clever!

    Das ungleiche Duo kam etwas später bei der Thomaskirche an. Nitra war beeindruckt. So ein schönes Gebäude! Durch die Mauern konnte die Riesin Musik hören. Jemand spielte drinnen die Orgel.

    "Was ist das für Musik?", fragte sie ihren kleinen Fremdenführer.

    "Das ist Bach," antwortete Klaus. "Einer der besten Komponisten."

    "Oh, der spielt aber gut!", rief Nitra freudig.

    Sie lief lächelnd zum Kircheneingang und klopfte auf das verhältnismäßig niedrige Dach, welches sich auf Nitras Augenhöhe befand.

    "Huhu, Herr Bach? Kann ich bitte ihr Autogramm haben? Ich kann nicht hereinkommen, könnten Sie bitte mal nach draußen kommen?" rief sie.

    Ein paar Dachziegel zerbrachen unter ihren Fausthieben und vielen herab.

    Klaus wusste nicht ob sie nur Spaß machte oder es Ernst meinte, aber als er die farbigen Glasfenster gefährlich zittern sah, rief er um Nitras Aufmerksamkeit. Es dauerte etwas, bis er ihr an den Verstand gebracht hatte, dass Bach schon mehr als zwei Jahrhunderte tot war.

    Als er mit einer enttäuschten Nitra wegging, sah er um. Ein paar Kirchengänger standen draußen und wunderte sich, was dieses Klopfen wohl gewesen sei.

    Als der Tag zu Ende ging, gingen beide wieder zurück zum Hotel, sie spazierend und er aufs Fahrrad.

    "Bist du morgen hier?", fragte Nitra, vor dem Hoteleingang stehend.

    "Ja," sagte Klaus, Kopf weit im Nacken um ihr in die Augen schauen zu können. Ihre Titten waren ein größeres Hindernis als ihre Größe was das betraf.

    "Ok," antwortete Nitra etwas mysteriös und ging ins Hotel.


    "Gestern war großartig," sagte die Riesin am Tag danach, nachdem sie ausgecheckt hatte an der Lobby. Klaus, der wieder im Dienst war, grinste. Ja, in der Tat, du dumme Kuh, dachte er. Er fragte ob sie eine E-Mailadresse hatte oder auf die sozialen Medien aktiv sei, aber Nitra verneinte das traurig.

    "Aber warte, ich werde dir einen Gefallen tun, als Dank bevor ich nach Kassel fahre," sagte sie lächelnd und ging weg, mit der riesigen Tasche an ihrer Schulter.

    Klaus wollte fragen was das wohl war, aber Nitra war schon weg, und wegen ihren großen Schritten konnte er sie eh nicht einholen. Er zuckte mit den Achseln und arbeitete weiter.

    Ein paar Stunden später, Nitra war schon längst auf dem Weg nach Kassel, war seine Schicht beendet. Er ging raus um sein Fahrrad zu holen. Auf dem Personalparkplatz brauchte er ein paar Sekunden um zu verstehen, was für ein "Gefallen" die Riesin ihm getan hatte. Und ihm wurde schlecht. Ein riesiges Blatt Papier, groß wie ein Tafellaken, lag neben sein Fahrrad. Die darauf gekrizelten Buchstaben, groß wie seine Hand, informierten ihm, dass er sich jetzt keine Sorgen mehr machen musste wegen Platz in der U-Bahn wenn er radeln wollte.

    Sein Fahrrad lag daneben.

    Zusammen gefaltet!


    Fortsetzung folgt.

    Kapitel 3


    "Hey! Sie da! Riesenfrau! Runter!" Ein Polizist auf Streife hatte Nitra gesehen. Das Monument hochzuklettern war verboten, vor allem wenn man selber zwölf Meter groß war und alleine schon wegen die dazugehörige Masse viel Schaden anrichten konnte. "Klettern ist verboten! Kommen Sie sofort runter!" rief er.

    "Oh. Sorry, Sir. Ja!" stotterte Nitra erschrocken als sie den Polizisten da unten sah. Sie kletterte beschämt wieder runter, und als sie sich etwa 30 Meter über den Boden befand hörte sie wie der Polizist "Schneller!" rief.

    "Ja," sagte sie und drehte sie sich um, setzte sich auf einer Plattform, streckte die Beine und sprang. Ihre gigantische Form segelte etwa zwei Sekunden durch die Luft bevor sie mit lautem Krachen auf den Boden landete.

    Genau auf Dieters Auto!

    Das Auto wurde wie aus Pappe gemacht geplättet unter den riesigen Füssen und schweren Schuhen der 22 Tonnen wiegenden Riesin. Radachsen verbogen sich, die Fenster zerschellten in tausende diamantähnliche Stücke, das Gestell gab nach. Obwohl Nitras Füssen nicht groß genug waren um das Auto völlig zu bedecken, verwandelten sie dennoch, auch wegen ihres enormem Gewichts, das Fahrzeug in Schrott.

    Dieter hatte es nicht gesehen. Der Aufprall ihrer Landung hatte ein kleines Erdbeben verursacht, dass ihm umgehauen hatte. Ein paar Statuen auf dem Monument wackelten, blieben aber zum Glück stehen. Alles unbeschädigt, außer Dieters Auto.

    "Upps! Sorry, ich...", begann Nitra als sie sah, was sie da wieder angerichtet hatte. Sie tat einen Schritt zurück und sah auf das Auto. Totalschaden. Sie bückte sich und kratzte es vom Boden, der ein paar Risse aufwies. Die Riesin hob das Fahrzeug hoch, es war so groß wie ein Pappkarton gegen sie, und sah es sich genauer an. Nein, da konnte man nichts mehr reparieren.

    Dieter, aufgestanden, war schockiert. Sein schönes Auto zerstört von einer Riesin in ihrer Hast vom Völkerschlachtdenkmal herunterzukommen! Er erinnerte sich gehört zu haben von einer Riesin in Lübeck, welche einen Schrottplatz besaß und Autos mit ihren Füßen beruflich plättete. Er hätte das immer gerne mal sehen wollen, aber das jetzt hier mit sein eigenes Auto erleben zu müssen, das war zu viel für ihn. Seine Knie zitterten, Urin lief sein Hosenbein runter, und dann überwältigten seine Instinkte ihn. Er rannte weg.

    Nitra sah ihren kleinen Freund rennen. Wieder einer. Menschen waren oft so komisch. Immer wegrennen wenn etwas Unvorhergesehenes passierte. Vielleicht ja deshalb, weil sie so klein und fragil waren, fragte sie sich. Konnte sie ja nicht sogar einen Menschen gänzlich verschlingen? Das hatte sie oftmals gemacht, weil ihr Vertrag das verlangte. Kunden, welche für den "Dienst" nicht zahlten oder heimliche Spanner musste sie verschlingen. Deshalb waren Menschen wohl immer so ängstlich Riesen gegenüber.

    "Entschuldigung, Herr Wachtmeister, was soll ich hiermit machen?", fragte sie den Polizisten welcher ihr aufgefordert hatte, das Völkerschlachtdenkmal herunterzukommen, das Wrack des Autos in ihren ausgestreckten Arme haltend. Der Polizist, der alles gesehen hatte, stand nur erstaunt da.

    Nitra wartete kurz, aber der Polizist sagte nichts.

    "Eh, dann werde ich es wegwerfen, in Ordnung?", fragte sie verlegen. Mit etwas Anstrengung faltete sie das platte Auto, suchte nach einem Mülleimer und stellte es gegen die Straßenlaterne daneben als ihr klar wurde, das es nicht da rein passte.

    "Sorry," sagte sie reumütig, auf den Polizisten herabschauend, der verwundert gesehen hatte wie sie das Auto faltete als ob es ein Stück steife Pappe war. Er konnte nur noch auf ihre riesige Gestalt sehen als die Riesin kleinlaut weiterging.

    Nitra, wie immer, zog viel Aufmerksamkeit auf sich als sie weiter durch Leipzig spazierte, und ebenso wie immer, bemerkte sie es nicht. Sie machte Fotos von sich und der Stadt, vom Operngebäude bis zum Gasometer. Der Rest des Tages verlief ohne Zwischenfall, bis auf eine Ausnahme.

    Als Nitra eine Straße überqueren wollte, die Ampel war gerade auf Grün gesprungen, schoss ein Motorradfahrer aus welchem Grund auch immer zwischen zwei wartenden Autos hervor. Der wollte im letzten Moment noch schnell weiterfahren. Er fuhr über die Straßenmitte, es würden noch keine Fußgänger da laufen dachte er, aber mit einer Riesin, welche Schritte von sieben Metern machte, hatte er nicht gerechnet.

    Nitra tat gerade einen Schritt als das Motorrad über den Zebrastreifen schoss. Mit ihrem langen Bein, endend in einen schweren Schuh, trat sie kraftvoll, wenn auch unbeabsichtigt, dagegen.

    BANG!

    Sie trat es mit solch einer Wucht, dass das Motorrad und der rücksichtslose Fahrer ein paar Meter durch die Luft flogen. Das Rad endete in den Ästen eines Baumes und baumelte drei Meter über den Boden, der Fahrer landete auf dem Gras darunter. Er hatte nur ein paar blaue Flecken, doch da wo Nitras Fuß sein Motorrad getroffen hatte war jetzt eine riesige Delle.

    Er krabbelte wieder auf, sah die gigantische Gestalt der Riesin hoch über ihn ragend. Die Riesin entschuldigte sich ausführlich und bot an, sein Motorrad vom Baum zu holen. Er konnte nur noch nicken und verwundert zusehen, wie die zwölf Meter große Riesin sein schweres Motorrad aus dem Baum befreite als ob es ein Drache war. Und sie setzte es wie ein Spielzeug auf dem Boden.

    Der Mann sprang schnell drauf, wissend, dass Polizei besser wegbleiben konnte. Es war billiger für das Ausbeulen zu bezahlen als für Bußgelder wegen rücksichtslosem fahren, durch rot fahren und nicht vor einem Zebrastreifen halten.

    Auf seinen weiteren Weg hielt er artig vor jeder roten Ampel.

    Nitra ging weiter zum Hotel und wunderte sich, warum ein paar Passanten dort auf der Strasse applaudiert hatten.

    Im Hotel aß sie eine leichte Mahlzeit, nur zwei kleine Schweinchen, eine Schubkarrenladung Kartoffeln und etwa vier Kilo Erbsen, um sich anschließend zu duschen und ins Bett zu legen.


    Fortsetzung folgt.

    Kapitel 2


    Als Nitra das Hotel verließ um in die Stadt zu gehen, wurde sie von einem anderen Mann angesprochen. Er hiess Dieter und hatte genau so wie Klaus einen Fetisch für Riesinnen. Aber statt in einem Hotel für Riesen zu arbeiten lungerte er lieber davor herum und sprach während der Touristensaison alleinreisende Riesinnen an.

    "Hey, Mädel, soll ich dir Leipzig zeigen?", rief er zu Nitra hoch.

    Die Riesin sah herab, tat einen Schritt zurück, weil ihr Busen die Sicht blockierte, und sah den kleinen Kerl stehen.

    "Ooh, das ist lieb, aber ich kriege schon morgen eine Besichtigung," sagte sie.

    "Wie lange bliebst du?", fragte Dieter.

    "Zwei Tage."

    "Ach, an einen Tag kannst du ja nicht alles sehen hier. Ich werde dir ein paar schöne Sachen zeigen, den Rest kannst du dann ja morgen besichtigen," bot er an.

    "Oh. Ja. Gut, in Ordnung," sagte Nitra. Die Logik des Mannes machte Sinn. Ja, in Hamburg und Berlin hatte sie ja auch nicht alles in zwei Tagen dort besichtigen können.

    "Kennst du das Völkerschlachtdenkmal? Kein Besuch an Leipzig ist komplett ohne es gesehen zu haben."

    "Nein. Kannst du es mir zeigen?" fragte Nitra den kleinen Kerl, der ihr kaum bis halbwegs zur Wade kam.

    "Klar, ich habe ein Auto dabei. Folge mir nur, dann fahre ich hin," antwortete Dieter erfreut.

    "Oooh, ja, gerne! Toll!" sagte Nitra froh und klatschte in die Hände. Ein paar Vögel flogen erschrocken weg.

    Dieter fuhr ein paar Minuten später durch Leipzig, gefolgt von der kolossalen Gestalt Nitras auf dem Gehweg. Die Passanten wichen ihr erschrocken aus, hier und da zerbrach ein Straßenziegel. Zum Glück zertrat die Riesin nichts, obwohl sie ein paar Mal fast einen Mülleimer plättete als sie sich auf Dieters Auto konzentrierte, so sah dieser im Rückspiegel.

    Angekommen am Völkerschlachtdenkmal parkte er sein Auto daneben und lächelte als Nitra ankam. Diese schien leichte Beute zu sein, dachte er erfreut. Die meisten Riesinnen, sie sind Menschenfrauen was das betrifft sehr ähnlich, machten barsche Bemerkungen oder sagten beleidigt "nein" wenn er seinen "Service" anbot. Letztes Jahr hatte eine ihm sogar angespuckt, sein ganzer Kopf war mit stinkendem Speichel bedeckt. Aber diese hier war wohl dusselig.

    "Das ist es," sagte Dieter, auf das Völkerschlachtdenkmal zeigend. Nitra stand davor und machte mit ihrem Telefon ein paar Bilder während Dieter weiter über das Monument redete, so tuend, als ob er ein Experte war. Aber das, was er erzählte, wusste jeder Einwohner Leipzigs und konnte man innerhalb von Sekunden im Netz finden. Aber Nitra war beeindruckt und sah bewundernd das fast 100 Meter große Bauwerk hoch. Es erinnerte sie an die Tempel Brechias, obwohl dieses hier für kaum mehr als einen Schrein durchgehen würde dort. Zu klein.

    "Ja, es ist sehr solide," sagte Dieter. "Es könnte sogar dich tragen, da ganz oben."

    "Oooh, ja, echt? Dann kann ich ja hochklettern und die Stadt anschauen!" sagte Nitra, fälschlicherweise schließend, das hochklettern erlaubt sei. Ehe Dieter etwas sagen konnte, hatte die Riesin schon damit angefangen, das Monument zu ersteigen.

    Nitra, mit ihren langen, langen Beinen, stieg das Völkerschlachtdenkmal schnell und problemlos hoch. Oben angekommen konnte sie in der Tat ganz Leipzig sehen. Mehr als 110 Meter über den Boden (die Höhe des Völkerschlachtdenkmals und ihre Augenhöhe) genoss sie die wunderbare Aussicht. Sie nahm wieder ihr Telefon und machte Bilder und Selfies während Dieter unten wartete. Als er die Nitra da oben stehen sah, schien das Monument nicht mehr so beeindruckend. Wie ein Sockel für eine Göttinnenstatue. Was für eine Frau! Und was für Titten! Die würde tatsächlich eine gute Statue hergeben, dachte er, und begann zu fanatisieren, über was er heute weiter so alles mit ihr anstellen würde....


    Fortsetzung folgt.

    Nitras Reisen III: Leipzig und Kassel


    von Vaalser4


    In dieser Geschichte geht es weiter mit Nitra, die zwölf Meter große Riesin, im Urlaub durch Europa. Es werden -unbeabsichigt- Gegenstände zertreten, es gibt eine Sexszene, welche ich in den Adult-Bereich posten werde und Riesenbusen. Die Geschichte ist eher als Komödie gedacht. Kommentare sind willkommen!


    Kapitel 1

    Im Zug aus Berlin der gerade im Hauptbahnhof von Leipzig hielt saß eine ungewöhnliche Passagierin. Denn Nitra war keine normale Person, jedenfalls nicht in Europa.

    Sie war eine Riesin.

    Die 24-Jährige stammte aus Brechia, die Riesinneninsel, und maß etwas mehr als zwölf Meter. Sogar die größten und robustesten Menschen erschienen deshalb wie Zwerge im Vergleich zu ihr. Ihre kolossale Form konnte man einfach nicht übersehen oder ignorieren, und die Menschen in ihrer Nähe spürten, wie der Boden des Hauptbahnhofes sanft bebte als sie vorbeilief, da ihre schweren Schuhe ein Gewicht von etwa 22 Tonnen trugen.

    Und wenn ihre Größe keine Aufmerksamkeit erregen würde, dann mit Sicherheit ihr Busen. Nitras Brüste waren sogar im Verhältnis zu ihrem Körper gigantisch, sie ragten mehr als anderthalb Meter aus ihrem Brustkorb wie zwei enorme Wassertropfen. Und da sie sich nur wenig anstrengte, diese zu verbergen, sicher jetzt im warmen Sommer, konnte man einen riesigen Ausschnitt sehen. Klar, jene Menschen an ihren Füßen konnten ihr nicht ins Dekolletee schauen, sondern nur auf die Unterseite ihres Riesenbusens. Die sah aus wie einem mit Götterspeise gefüllter Überhang, wackelnd mit jedem Schritt während die junge Riesin durch den Bahnhof lief. Münder fielen auf, Menschen starrten und Fotos wurden gemacht. Die Riesin suchte währenddessen nach dem Ausgang für Riesen, mit Leichtigkeit eine tonnenschwere Tasche tragend welche an ihrer felsengroßen Schulter baumelte.

    Nitra war auf einer Reise durch Europa. Ihr Job wurde nicht schlecht bezahlt, obwohl sie etwas Ungewöhnliches machte.

    Sie war eine Prostituierte, welche unter anderem Menschen als Kunden empfing. Menschen, welche Riesinnen liebten und auf gigantische Brüste standen, (konnten sie bei Nitra sogar wortwörtlich machen) zahlten ebenfalls riesige Summen um sie zu "haben". Deshalb konnte sie sich ein hübsches Sümmchen zusammen sparen, auch wenn sie nicht ihr eigener Boss war, sondern nur Angestellte in einem Bordell.

    Nitra, sich völlig unbewusst von der ihr gewidmeten Aufmerksamkeit, hatte den Ausgang gefunden, ging raus und suchte nach ihrem Hotel. Es gab zwar nur ein oder zwei Hotels in den größeren Städte Europas welche auch Zimmer für Riesen hatten, deshalb war ihre Wahl sehr eingeschränkt, aber hier lag es dicht am Hauptbahnhof und war einfach zu finden.

    Während der Reise nach Europa hatte man den brechianischen Touristen gesagt, dass man als Riese unter den Menschen am besten das machte, was die Menschen ebenfalls taten. Die Menschen seien genau so wie die Riesen, nur etwas kleiner. Naja, "etwas"... Nitra war zwar mit ihren zwölf Meter durchschnittlich groß auf Brechia, aber hier war sie sechsmal so groß wie ein normaler Mensch. Aber naiv und gutgläubig wie sie war, nahm sie den Rat an und benahm sich genauso wie die Menschen, auch wenn das gerade wegen ihrer Größe nicht immer möglich, angemessen oder gar vernünftig war.

    Klaus, der Rezeptionist des "Rhodos" Hotels (genannt nach dem Koloss) hatte heimlich einen Fetisch für Riesinnen. Deshalb hatte er auch diesen Job genommen. Obwohl in Leipzig nicht viele Riesinnen kamen und von denen noch weniger Frauen im "richtigen" Alter, hatte er hin und wieder ein paar richtig heiße Riesinnen gesehen. Aber die junge Frau, die da über ihm aufragte, übertrumpfte alle.

    Ihre wohlgeformten Beine, schönes Gesicht mit den blonden Haaren im Pferdeschwanz zusammengebunden und vor allem die enormen Brüste, die da wie zwei mit Gelee gefüllten Ballons aus ihr herausragten, ließen ihn auf der Stelle wünschen, ihr Freund zu sein. Er musste zwar professionell bleiben, hatte sich aber Tricks ausgedacht um seinen Fetisch ausleben zu können mit den Gästen. Von sich über die sozialen Medien anfreunden (und sie so zu einem Date auf Brechia zu überreden) über die etwas dümmeren um Fotos zu bitten bis zu Angeboten, den jungen Frauen Leipzig zu zeigen, unter den Deckmantel das es "Teil des Services" sei. Und dann versuchen, sie rum zu kriegen.

    Diese hier, das merkte Klaus schon schnell, war sehr naiv. Nachdem sie sich registriert hatte (Unterschrift mit einem Kugelschreiber groß wie ein Ast), fragte Klaus dann auch ob Nitra Interesse daran hätte, Leipzig von ihm gezeigt zu bekommen am nächsten Tag. Dass er dann frei hatte verschwieg Klaus. Und sehr zu seiner Freunde sagte Nitra ja. Wollte sie gerne.

    "Gut , dann zeige ich dir morgen die Stadt," sagte Klaus erfreut. "Um zehn Uhr vor dem Hotel. Und ich werde auf meinem Fahrrad fahren, dann brauchst du nicht so langsam zu gehen."

    "Ooohhh, das ist wunderbar," sagte Nitra erfreut. Ihre Riesentitten wackelten.

    "Kein Problem," lächelte Klaus. "Ich liebe Radeln, das ist ein Hobby von mir. Du wirst mein Fahrrad lieben, es war sehr teuer," fügte er hinzu, hoffend, die Riesin so zu beeindrucken.

    "Ooooh, ja wunderbar!" sagte Nitra wieder.

    "Nicht gerade ein großes Vokabular," dachte Klaus grinsend als er mit Nitra zu ihrem Zimmer lief, einen Schlüssel so groß wie seinen Unterarm tragend. Gut! Diese Doofen waren genau, was er suchte. Auf ihre Beine starrend informierte er Nitra wann es Frühstück und Abendessen gab, erzählte über die Sehenswürdigkeiten und was man sonst alles so gesagt bekommt als Tourist in einem Hotel. Und er sah natürlich in ihrem Ausschitt als Nitra sich vorüber bog um den Schlüssel zu nehmen als sie vor der Zimmertür standen.

    Während Nitra ihre Tasche auspackte, stand Klaus auf der Toilette. Er hatte auch etwas ausgepackt und dachte an ihre Größe und Riesenbrüste....


    Fortsetzung folgt.

    Kapitel 9


    Angela, von Vaalser4 geschickt, hatte sich abermals zu Patricia teleportiert auf ihrem fliegenden Teppich und war an ihr herangeflogen. Wie gewaltig Patricia war! Das kleine Mädchen war kaum mehr als ein Staubkorn gegen die Riesin als sie sich ihren gigantischen Rücken näherte. Vor der enormen Wand aus Fleisch schwebend, hob die junge Zauberin die Arme und konzentrierte sich auf den Wachstumsspruch.

    Egal, wie groß das Ziel war, der Spruch funktionierte. Patricia fing wieder an zu wachsen. Und dieses Mal exponentiell. Der Inhalt von Sandras Phiole, die Macht von Pauls Maschine und die Energie des weißen Loches verstärkten die magische Kraft von Angelas Spruch. Die vier Wachstumsagenten zusammen hatten einen synergetischen Effekt, und jetzt schoss Patricia mit schwindelerregender Geschwindigkeit hoch, viele Male schneller als der Schall.

    Innerhalb einer Sekunde wuchs sie hunderte von Kilometer, ihre sich ausdehnenden Füße wälzten ganze Städte im Nu platt. Der Abdruck ihres kleinen Zehs war schon viele Male größer als ihr Fußabdruck vor ein paar Sekunden, während sie immer weiter wuchs.

    KRACK! Der ganze Kontinent brach in Stücke unter ihrer gigantischen Masse. Einen Schlund, dutzende Male größer als der Grand Canyon, bildete sich von der Westküste zur Ostküste, sich füllend mit Wasser von sowohl dem Pazifik als auch dem Atlantik. Patricias Wachstum beschleunigte sich immer mehr, sie sah schon die Dunkelheit des Alls und schwebte langsam.

    Eine halbe Minute später war die Erde kaum mehr als ein kleiner Ball gegen sie. Tausende und tausende Kilometer groß, fragte sich die Geschäftsfrau ob die Erde kleiner wurde oder sich von ihr weg bewegte. So klein erschien ihr der Planet schon.

    Patricia wuchs und wuchs. Jetzt konnte sie schon die Planeten des Sonnensystems an einer Kette reihen und diese wie ein Perlencollier tragen. Bald darauf schien die Sonne kaum mehr als einen Funken gegen sie.

    Sie wuchs und wuchs. Ein paar Minuten später war Patricia schon so groß, dass sie das ganze Sonnensystem ohne es zu ahnen zerstörte, dann waren Nachbarsysteme dran. Ihre Größe musste jetzt in Lichtjahren statt Kilometern ausgedrückt werden. Nichts konnte die immer wachsende Frau noch aufhalten, deren Titten inzwischen schon größer als die größten Sterne waren und dessen kleiner Zeh alleine schon Neutronensterne und schwarze Löcher wie nichts absorbieren konnte.

    Die Scheibe der Milchstraße wirkte bald wie ein Teller gegen Patricia. Als sie weiter wuchs und Millionen Sterne zerstörte, musste man ihre Größe in Milliarden Parsec ausdrücken. Patricia liebte es, sie sah Sachen die kein Mensch je gesehen hatte oder gar je sehen würde, falls die Menschheit noch existierte (sie wusste nicht, ob sie die Erde zerstört hatte oder nicht).

    Wachsen, wachsen. Einer ihrer Nippel zerstörte die Andromedagalaxie. Und wieder ein paar Minuten später hatte ihr Körper alles in der lokalen Gruppe zerstört. Als die Ultrariesin endlich aufhörte zu wachsen, sah Patricia Supercluster als kleine, farbige Punkte. Man konnte ihre Größe nicht mehr messen, sogar der Begriff "Gigaparsec" reichte kaum, um auch nur die Länge einer einzigen Zelle ihres Körpers zu beschreiben. Sie lächelte und öffnete ihren Mund.

    Patricia atmete tief ein, alles in ihrem Mund saugend was es gab. Wortwörtlich alles. Galaxien, dunkle Materie, dunkele Energie und Sachen welche die Menschheit noch nicht einmal ansatzweise angefangen hatte, darüber Hypothesen zu formulieren, um die Essenz des Universums zu beschreiben, das alles wurde in den Mund der ehemaligen Geschäftsfrau gesogen. Patricia fühlte sich mehr als mächtig! Sie war jetzt die ultimative Göttin, mit dem gesamten Universum im Mund! Sie spürte es auf ihrer Zunge, kostete es, sich realisierend, dass sie "alles" mit nur ihrer Zunge halten konnte, es war kleiner als eine Erbse für sie.

    Patricia drückte ihre Zunge gegen ihre Zähne, alles zusammenpressend, woraus das Universum bestand. Dann spuckte sie kraftvoll das zusammengedrückte etwas aus.

    Patricia sah, wie der weiße Ball, in welchen sie das Universum durch Zusammenpressen verwandelt hatte, explodierte. Sie realisierte sich, dass sie eine Singularität erschaffen hatte, eine, aus welcher ihr eigenes Universum entstanden war. Sie sah einen Urknall, und danach wie das neugeborene Universum expandierte und abkühlte. Milliarden Jahre später würden sich Sterne und Planeten bilden, viele mit intelligentem Leben, welches sich fragen würde, welche Gottheit das Universum wohl erschaffen hatte. Sie war es, Patricia, eine deistische Gottheit, denn sie kümmerte sich nicht um ihre Kreation, zu groß und mächtig um die unzähligen Welten zu bemerken die dank ihr existieren würden. Sie war zu groß um die Winzlinge darauf zu sehen, zu einer Gottheit betend, die sie niemals kennen würden. Patricia war nun so groß und arrogant, das es ihr sogar zu wenig war, um als Gottheit verehrt zu werden von unzähligen Milliarden intelligenter Lebewesen....


    "Und damit endet unsere Geschichte," sagte Vaalser4. "Patricia hatte ihren Spaß, dieses Mal nicht verraten oder getötet, aber eine ultimative Gottheit werdend, die das ganze Universum zerstört und wieder neu erschafft."

    Er sagte es zu niemanden. Die vier Antagonisten waren weg, verschwunden durch seinen Willen. Vielleicht kamen sie ja irgendwann mal wieder, vielleicht auch nicht.

    "Nun, statt noch mehr Worte zu verschwenden, beenden wir die Geschichte, und schauen, was die Leser davon halten," sagte er.


    ENDE

    Kapitel 8


    Die sechs Kilometer große Patricia stampfte übers Land, ganze Dörfer und Wälder auf einmal zertretend. Sie zerstörte unzählige Kilometer Highway, indem sie absichtlich über den kleinen, grauen Streifen lief welcher sechs Straßen nebeneinander war. So vernichtete sie jede Sekunde Infrastruktur im Wert von Millionen. Und dann noch die Unmengen an Autos, besetzt oder leer, welche sie erbarmungslos zertrat.

    Sie war so mächtig! Alles, was man mit unzähligen Arbeitsstunden und für riesige Summen erbaut hatte, zertrat sie wie nichts. Ihre Laune reichte, um riesigen wirtschaftlichen und umweltlichen Schaden anzurichten, und dann noch den Verlust an Menschenleben. Aber das alles interessierte Patricia nicht. Sie war eine Riesin, so enorm, und deshalb stand sie weit über der Ethik, Arbeiten und persönlichen Dramen der Milben da unten an ihren Füßen. Mann, die sollten nur bauen um sie zu unterhalten, monatelang schuften um ein Gebäude zu errichten, mindestens hundert Millionen Dollar wert, nur für sie um es innerhalb einer Sekunde unter ihre Sohle zu zertreten, damit sie einen Moment Vergnügen hatte.

    Hämisch grinsend sah sie wie ihr Fuß ein Kleeblatt-Highway zertrat, die farbigen Autos zerknüllten zu dutzende. Normalgross hätte sie so ein Auto kaufen können wie der Normalbürger ein Paar Socken, aber jetzt zertrat sie alle Karren wie bunte Reiskörner aus Metall. Zusammen mit dem Highway.

    Die arrogante Riesin fragte sich, wohin sie gehen sollte. New York, wie das erste Mal? Obwohl es am anderen Ende des Kontinents lag, konnte sie locker dahin spazieren, alles, was sie auf ihrem Weg vorfand, zertretend. Was könnte sie wohl in New York machen, fragte sie sich.

    Patricia stellte sich vor das Wall Street Gebäude aus dem Boden zu reißen. Dann würde sie, Patricia, das Zentrum der Weltwirtschaft wörtlich in ihrer Hand halten! Riesige Finger die bedrohlich über das Bauwerk hingen, fantasierte sie. Sie bräuchte dann nur noch ihre Hand zu schließen, und es war weg.

    Patricia fantasierte weiter, stellte sich vor, wie sie das Wall Street Gebäude in ihrem Mund fallen ließ und es auffraß. Die Börse einfach zerkracht zwischen ihren Zähnen! Dann hatte sie wörtlich die Reichen gegessen, alle Konkurrenten verschlungen und ebenfalls jene Firmen, die vielleicht zu Konkurrenz werden könnten.

    "Ich bin so mächtig," dachte sie. "Ich kann sogar die Weltwirtschaft auffressen! Jeder muss sich meinem Willen beugen!"

    Sie lächelte. So gigantisch zu sein war großartig!

    Dann knurrte ihr Magen. Sie hatte Hunger, auch weil sie gerade an Essen dachte. Aber was müsste sie denn essen? Als sie sich umsah, erblickte sie Portland in die Ferne, und sah etwas Interessantes. Ein riesiger Bahnhof. Grinsend ging sie hin.

    In Portland angekommen, ein paar Außenviertel ohne sich darum zu scheren zertretend, nahm Patricia die Züge. Mit dem Vermögen eines gesamten Bahnunternehmens in den Händen ging sie zu einem verlassenen -denn evakuiertes- Sport Stadium. Sie warf erst die Züge hinein, grub dann ihre Hände unter dem Stadium, das etwa so gross wie eine Schüssel für sie war. Einen Schub, und die Riesin riss das Stadium aus dem Boden.

    Dann ging sie grinsend zum Pazifik, darauf achtend, ein paar teure Luxushotels und Urlaubsressorts zu zertreten, und watete ein paar Kilometer im Ozean. Dort füllte sie das Stadium mit Salzwasser.

    Sie ging zum Mount Rainier Vulkan.

    Ohne nachzudenken zertrat sie Dörfer, Kleinstädte, Bäume und Autos. Vor dem Berg stehend, klein gegen sie, schaute sie im Krater. Nichts.

    Patricia stampfte kraftvoll auf dem Boden. Größe Kreise aus Staub bildeten sich um ihren Fuß, die sich ausbreiteten als ob man einen Stein in einen Teich warf, alles verschlingend was sich in ihrem Weg befand. Die paar noch stehenden Bauwerke fielen in sich zusammen durch das Beben ihres Stampfens. Ein Hügel brach in zwei. Aber der Aufprall hatte noch einen anderen Effekt.

    Der Vulkan wurde wieder aktiv.

    Im Krater blubberte Magma hoch, Rauch erbrechend. Patricia lächelte, das war, was sie haben wollte.

    Sie stellte das Stadium auf dem Krater und wartete, bis das Meereswasser anfing zu kochen. Den Vulkan als Herd verwendend, kochte sie das Wasser mit darin den Zügen, sich nicht darum kümmernd ob sich noch Menschen da drin befanden.

    Nachdem es ein paar Minuten gekocht hatte, hob sie vorsichtig das Stadium hoch und schüttete es aus, die Züge im Stadium lassend. Das kochend heiße Wasser überflutete ein nahegelegenes Dorf, jeden darin augenblicklich tötend, sowie ein ganzer Wald, mit gleichem Ergebnis. Nichts überlebte.

    Patricia stellte das Stadium auf dem Boden und setzte sich davor mit gekreuzten Beinen hin.

    "Hmmmm! Nudeln! Ich liebe Italienisch! Lecker!", sagte sie. Dann fischte sie ein Zug raus, immer noch warm aber nicht zu heiß, und aß ihn. Ein anderer Zug ließ sich halb aus ihrem Mund baumeln bevor sie ihn wie eine Nudel rein sog, die Abteile verschwanden hilflos in ihrem Schlund.

    Patricia aß Zug nach Zug, den Metallgeschmack genießend. Schmeckte sie auch Fleisch? Waren vielleicht noch hier und da Passagiere drin?

    "Aaah, Nudeln mit Fleischfüllung! Herrlich!" dachte sie grinsend, während sie zwei Züge gleichzeitig verspeiste.

    So verschlang die Riesin sämtliche Züge, genug für ein kleines Bahnunternehmen. Ein Flugzeug in ihrer Nähe versuchte ihr auszuweichen, wurde aber wie eine Libelle gefangen und verschwand ebenfalls in ihrem Mund. Es zerkrachte wohlig zwischen ihren riesigen Zähnen wie aus Alufolie.

    Aus ihrem Augenwinkel sah die immer noch sitzende Riesin ein paar Kampfhubschrauber der Armee erscheinen, kaum grösser als Hornissen. Die wollten zweifellos angreifen. Mal wieder. Gerade als sie über den Krater flogen, spürte Patricia was im Bauch.

    Sie wandte sich zum Krater.

    RÜÜÜLLPPSS!!!

    WOOOSSHHHH!!!

    Patricias Magensäure hatte mit dem Metall der Züge reagiert und Wasserstoff gebildet. Das Magma hatte ihren Rülpser, mit dem hoch entflammbarem Gas, angezündet. Der resultierende Feuerball umhüllte die Hubschrauber, wodurch diese explodierten.

    Die Riesin grinste. "Erbärmlich! Sogar ein Rülpser von mir zerstört eure Waffen! Ha, ha!" verspottete sie die verkohlten, qualmenden Wracks auf dem Berghang.

    Sie stand auf, hob die Arme hoch und rief: "MEHR! ICH WILL MEHR! GRÖSSER! MEHR WACHSTUM! ICH WILL SO GROSS SEIN DAS DIE GESAMTE ERDE NICHTS GEGEN MICH IST!!!"

    Das blieb nicht ungehört, sowohl wörtlich als auch bildlich.


    Fortsetzung folgt.