Beiträge von Ruffy

    „Na? Seid ihr spät dran?“

    Kyoko schüttelte den Miniaturzug ein wenig durch.

    „Ist ja klar, wenn ihr alle so Schlafmützen seid. Aufwachen!“

    Sie schüttelte stärker. Die kleinen Menschen wurden wie Sandsäcke durch die Zugabteile geschleudert, prallten gegen Stangen, Sitze und gegeneinander. Schmerzensschreie drangen hörbar aus allen Abteilen. Der Riesin entging das nicht.

    „Seid ihr jetzt schon alle tot, oder was? Kommt schon, das war doch jetzt gar nicht so krass.“

    Sie schüttelte noch stärker. Die Kopplungen gaben nun endlich nach und lösten sich. Der mittlere der drei Waggons verlor jegliche Verbindung und fiel mit einem schepperndem Krachen zurück auf den Boden. Es blieb nichts als ein Haufen verbogenen Metalls, mit Glassplittern und Blut gesprenkelt. Kyoko sah nicht einmal nach unten, als der 'Modellzug' aus ihren Fingern glitt.

    „Oha. Das wollte ich echt nicht. Aber na ja, kann man nichts machen. Die müssen wenigstens nicht mehr arbeiten. Ist doch eigentlich ganz ok, findet ihr nicht auch?“

    Sie dachte kurz nach.

    „Zwei Waggons haben wir noch, eh? Einen davon...“

    Der Zugteil in ihrer rechten Hand verbog sich wie eine Stück Alufolie, als die Gigantin ihre Finger um ihn schloss und fest zudrückte.

    „...brauchen wir nicht mehr.“

    Sie entspannte ihre Finger wieder und ließ den Waggon einfach fallen.

    *Crrrrrashhhh*

    Ihre Augen wanderten zu dem letzten verbliebenen Stück des Zuges in ihrer linken Hand.

    „Und ihr habt leider auch Pech gehabt. Ich hab nämlich ein bisschen Hunger.“

    Mit einer schnellen Bewegung riss sie den Wagon in zwei Teile. Ein unerträgliches und metallisches Quietschen füllte die Luft, und erneut fegte ihr Gekicher über die Stadt hinweg.

    „Hah~ Wie 'ne Lunchbox! Perfekt!“

    Langsam führte sie eine Hälfte des Zuges an ihren Mund. Die hilflosen Menschen waren derweil außer sich vor Panik – sofern sie noch laufen konnten. Diese blöde Riesenschlampe wollte sie doch nicht allen Ernstes aufessen. Das konnte sie nicht tun. Oder?

    „Ich werd euch auch nicht kauen! Versprochen! Dann dürft ihr schön ein paar Stunden in meinem Magen leiden, während ihr langsam und qualvoll sterbt! Klingt doch mega gut, oder?“

    Sie öffnete ihren gewaltigen Mund und hielt die Zughälfte an ihre weichen Lippen. Wie ein Tütchen vom Kiosk, das mit leckeren Süßigkeiten gefüllt war, schüttelte sie ihre armen Snacks noch ein letztes Mal durch, bevor sie auf ihrer feuchten Zunge landeten. Ihre 11 Meter langen Lippen schlossen sich sofort wieder, und für die kreischenden Menschen in ihrem Mund blieb nichts als Dunkelheit.

    *Gulp*

    „Puha. Das waren ganz schön viele. Bestimmt an die 50? Ich werd noch fett, hahah~“

    Sie ließ den leeren halben Waggon achtlos fallen und schüttete sich die Menschen aus der anderen Zughälfte genau so schnell in den Mund. Es kitzelte ein wenig, als 60 Winzlinge versuchten sich auf ihrer Zunge zu bewegen.

    *Gulp*

    Die Riesin stand zufrieden wieder auf. Zerquetschte Autos regneten ihr Hosenbein hinab und zerstörten Gebäude, die Kyoko bisher verschont hatte. Das letzte Stück Zug warf sie einfach in die Ferne, und viele Kilometer weiter zerschellte das Wrack mit voller Wucht an einem Bürogebäude und riss weitere Menschen in den Tod.

    „Das war doch spaßig. Hier gibt’s doch sicher noch mehr lustiges Zeug!“

    Ihre blau-grünen Augen blickten freudig zu ihren Füßen, auf der Suche nach einem weiteren interessanten Spielzeug. Aber die Straßen in ihrer unmittelbaren Nähe wirkten bereits wie leergefegt, auch die Züge schienen alle nicht mehr wirklich fahren zu wollen. Vermutlich waren die meisten Menschen bereits geflüchtet oder warteten in ihren Häusern auf das Unausweichliche. Kyoko blickte gelangweilt von links nach rechts.

    „Maaaan...! Ihr scheiß Winzlinge! Warum haut ihr immer ab? Das bringt euch doch eh nix!“

    Ihre arrogante Stimme, so laut wie der Antrieb eines Düsenjets, ließ jede Fensterscheibe erzittern.

    „Ihr kommt jetzt alle auf der Stelle raus! Ihr habt genau zehn Sekunden. Und wenn ihr nicht auf mich hört, dann wird’s euch super schlecht gehen. Habt ihr verstand--“

    Kyoko hörte plötzlich auf zu sprechen. Sie hatte ihr Spielzeug gefunden. Ein Linienbus, der sich einen Weg durch die kaputten Straßen zu bahnen schien, fuhr nur wenige Schritte von ihr entfernt Richtung Autobahn. Wieder breitete sich ein süßes Lächeln auf ihren Lippen aus.

    „Vergesst das wieder. Ihr könnt machen, was ihr wollt.“

    Sie stampfte los. Es waren für sie nur ein paar Meter Entfernung, aber für einen normalen Menschen waren es sicher einige Kilometer. Entsprechend viele Häuser fielen ihren Füßen zum Opfer, als sie ohne jegliche Gefühlsregung ihrem Ziel entgegen trampelte. Auch die betonierten Straßen gaben unter ihrem titanischen Körper einfach nach, und bei jedem ihrer Schritte bildeten sich um ihre Schuhsohlen breite Risse im Asphalt.

    *Boom*

    *Boooom*

    Mühelos wurde Beton, Metall und Fleisch unter ihren gigantischen Sandalen begraben. Zurück blieben nichts als 45 Meter lange Fußabdrücke, die mit den Überresten der ehemals stolzen Stadt gefüllt waren. Gnadenlos trat sie alles nieder, was sich ihr in den Weg stellte. Die 15 Polizeiwagen und 50 Beamten zu ihren Zehen bemerkte sie nicht mal, als sie fast schon erregt ihre Hand nach dem fliehenden Bus ausstreckte. Ein paar Scheiben zersprangen, als ihre massiven Finger das lange Gefährt berührten und es vorsichtig in die Luft hoben. Und da waren sie wieder. Die Schreie. Kyoko setzte den Bus auf ihrer Handfläche ab und erhob sich zu ihrer vollen Größe.

    „Jaja, blabla. Ihr habt alle Angst und so. Ist mir egal.“

    Ihr sadistischer Blick fiel auf die Türen des kleinen Busses. Er schien komplett voll zu sein.

    „Steigt mal alle aus. Und wenn ihr nicht in zwei scheiß Sekunden draußen seid, lass ich euch einfach fallen. Alles klar?“

    Beide Türen des Busses öffneten sich fast sofort. Die Riesin sah amüsiert dabei zu wie die Winzlinge versuchten sich herauszudrängen und auf die unebene Oberfläche ihrer Hand stolperten. Etwa 10 Menschen hatten es heraus geschafft.

    „Uuuund die Zeit ist um!“

    Mit ihrer freien Hand schnappte sich Kyoko den Bus (der natürlich immer noch mit Menschen gefüllt war) von ihrer Handfläche, zerdrückte ihn wie eine Coladose und schmiss ihn lieblos weg. Die Buspassagiere auf ihrer Hand, denen das rechtzeitige Aussteigen geglückt war, blickten nun verängstigt hoch in ihr Gesicht. Zwei junge Frauen begannen zu weinen. Ein anderer konnte nicht aufhören zu schreien. Ein Pärchen redete auf Kyoko ein und flehte sie um Gnade an. Die Gigantin starrte genervt zurück in die winzigen Gesichter.

    „Ey. Ihr haltet jetzt ALLE die Fresse!“

    Sie schrie fast schon. Um ihrer Aussage Nachdruck zu verleihen, stampfte sie donnernd mit dem Fuß auf den Boden. Ein paar kleinere Gebäude um Kyoko herum stürzten durch das kleine Erdbeben ein und begruben ein paar Unglückliche unter sich. Alle Winzlinge auf ihrer Hand hielten augenblicklich den Mund.

    „Ihr kleinen Idioten. Fuck! Ihr seid SO nervig!“

    Die Riesin musterte die kleinen Menschen argwöhnisch. Ihre Augen wanderten schließlich zu einer hübschen jungen Frau, die nur sehr leicht bekleidet war. Sie schien allein zu sein und kauerte hinter den anderen 'Gefangenen 'auf der anderen Seite ihrer Handfläche.

    „Du da. Die kleine blonde da hinten. Steh mal auf. Ich will mit dir reden. Ihr anderen haltet die Schnauze, kapiert?“

    Langsam erhob sich die Frau und blickte in Richtung Kyoko, die bedrohlich auf sie hinab sah.

    „Geht das noch langsamer?“

    - „I-Ich b-bin doch schon da.“

    „Wie auch immer. Wie heißt du?“

    - „N-N-Nina."

    „Hi Nina. Ich bin Kyoko...“

    Das Riesenmädchen schien plötzlich interessiert. Ihre Augen schienen fast zu leuchten als sie ihre Hand ein wenig näher an ihr Gesicht hielt, um Nina noch besser sehen zu können.

    „Hey. Du bist ja voll süß~“

    - „D-D-Danke...“

    „Pass auf, Nina. Ich hab mir für dich ein tolles Spiel ausgedacht. Ist extra für so ganz Süße wie dich~“

    - „E-Ein S-Spiel?“

    „Ja. Ich erklär' dir die Regeln.“

    Die anderen Menschen auf Kyoko's Handfläche blickten verwirrt umher und sahen sich fragend an. Was hatte sie nun vor?

    Hallo,

    nach einigen Jahren mal wieder ein bisschen was von mir (nicht fertig, aber ist ein Anfang).

    Wollte auch noch sagen dass ich's extrem cool find, dass man hier noch von so vielen Leuten von vor 10+ Jahren lesen kann. Toll, dass es euch allen gut geht. Den Riesinnen entkommt man anscheinend auch nicht. :/

    Anyways, die Story ist über einen OC von einem Buddy von mir, der ein GTS Game gemacht hat.

    Achtung: Nichts für schwache Nerven (wie immer bei mir).

    Lieben Gruß,

    Ruffy

    ---

    - Kyoko in der Stadt -

    von Ruffy

    *Krrrunch*.

    *Zinnnng*.

    „Hahh~. Es wird wirklich nie langweilig. Egal, wie oft ich es tue. Die schreienden Menschen, die süßen, kleinen Autos, Häuser, Bäume. Alle sind sie gleich unter meinen Füßen! Ein kleiner Schritt *hier*, ein kleiner Stampfer *da*... einfach alles wird mühelos unter ihnen pulverisiert! Dabei lege ich's ja ab und zu sogar nicht mal darauf an, Stress zu machen! Aber das ist wohl das Problem, wenn man so groß ist wie ich. Alles geht halt sofort kaputt. Ups.“

    - „D-das k-kann ich mir v-vorstellen...“

    „Ach, kannst du das? Weißt du, oft laufe ich entspannt durch eure winzigen Städte und sehe mir einfach nur an, was da unten so passiert. Meistens sind's Massenpaniken, kreischende Frauen und eine Menge Auffahrunfälle, aber allein das macht schon viel zu viel Spaß! Menschen sind echt witzig. Die lernen auch nie dazu. Aber hey, ich will dich nicht mit meinem Gelaber langweilen. Mein Alltag ist für viele dann doch eher wenig spannend, aber für mich ist es das tollste Gefühl überhaupt. Ich glaube ja fast, dass ich hier so was wie ein Gott bin. Heh.“

    - „.........“

    „Na ja. Wie auch immer. Du weißt ja sicher aus den Nachrichten, womit ich meine Zeit sonst so verbringe, oder?“

    - „Sch-schätze schon...“

    „Gut. Dann kann ich mir das ja sparen. Hast du sonst noch 'ne Frage?“

    - „Ähm... W-w-was hast du heute so g-gemacht?“

    „Hmm. Eigentlich ist heute kein besonderer Tag. Nach meiner Zerstörungstour in irgendeiner Großstadt gestern - "Köln" oder so? Hatte einen Winzling gefragt, aber ich hab' nur die Hälfte verstanden, weil er's auf meiner Handfläche wohl nicht so angenehm fand und irgendwann von selbst runter gesprungen ist - bin ich einfach mitten im Stadtzentrum eingeschlafen. Als ich nach dieser zugegebenermaßen... wilden Nacht dann wieder aufgewacht bin, hab ich das gleiche wie immer gesehen und musste ein wenig kichern. Zertrampelte Gebäude, plattgedrückte Autos, Busse und Züge, ein paar... rote Flecken, zerstörte Nachbarschaften und ein gewaltiger Haufen Schutt. Puh. Vieles von dem ganzen Zeug hat noch an meinem nackten Körper geklebt, und als ich aufgestanden bin, haben sich mindestens 20 von diesen Mini-Autos von meinem Rücken gelöst und sind lautstark zu Boden geprasselt. Uff. Zum Glück muss ich den Dreck hier nicht wegräumen, haha. Ich hab mich dann angezogen und bin ziellos in eine Richtung gelaufen, und jetzt steh' ich halt hier. Mit dir. Sorry, wie heißt du nochmal?“

    - „S-Sarah.“

    „Ach, stimmt. Ja, äh... war ein cooles Gespräch. Danke dafür.“

    - „G-g-gern geschehen. L-lässt du mich jetzt wieder runter?“

    „Hmm... Nah.“

    - „Ah...?! D-du hast es mir versprochen!“

    „Oh. Das war gelogen. Als würd' ich dich gehen lassen. Pfft.“

    Kyoko lächelte kurz und blickte dann voller Verachtung auf ihre winzige Gesprächspartnerin hinab. Sarah, die zitternd auf der gigantischen Handfläche des über 300 Meter hohen Riesenmädchens stand, begann plötzlich zu weinen.

    „Immer das gleiche. Halt deine Fresse.“

    *Sssssquish*

    Die Gigantin schloss ihre Hand zu einer Faust und zerquetschte die für sie einen Zentimeter große Frau komplett mühelos. Von ihr blieb nicht mehr als ein Haufen Matsch übrig.

    „Dass die echt *jedes Mal* glauben, dass ich sie gehen lasse. Wie kann man so bescheuert sein? Heh.“

    Genervt wischte sich Kyoko die Hand an ihrem Hoodie ab und marschierte donnernd in die Eingeweide der Stadt, die sich klein wie eine Modelleisenbahn vor ihr ausbreitete. Panisches Schreien tausender Menschen und der schneidende Ton von Notsirenen drang an ihre Ohren. Eine gewohnte Atmosphäre.

    „Hmmm~ Dann schauen wir doch mal!“

    Ihre riesigen Füße, die in flachen Riemchensandalen steckten, bahnten sich einen Weg durch den Dschungel aus winzigen Gebäuden. Mit voller Absicht trat sie auf flüchtende Menschen, Einfamilienhäuser und Autos. Es gab kein Entkommen vor ihren 45 Meter langen Fußsohlen, die ausnahmslos alles unter sich begruben. Selbst ihr kleiner Zeh war höher als jede der mikroskopischen Gestalten, die da zu ihren Füßen wuselten. Kyoko lächelte überheblich, als sie beiläufig auf eine weitere Menschentraube trat, die sich vor ihr gebildet hatte.

    *Krrrrchhh*

    "Oh. Hab euch nicht gesehen, sorry~“

    Die Riesin ging einfach weiter, als wäre absolut nichts passiert. Ihr rechter Fuß landete auf der Haupthalle eines großen Bahnhofs, dessen Dach unter ihrem massiven Gewicht sofort nachgab und mit einem lauten Krachen in sich zusammenbrach. Teile der Konstruktion und des Mobiliars aus den oberen Etagen regneten auf ihren nackten Spann und rutschten in die zerstörte Haupthalle. Die noch lebenden Fahrgäste und Angestellten drängten panisch zu den Gleisen, um vielleicht doch noch einen Zug zu erwischen, dem die Flucht irgendwie gelang.

    „Tja, müsst jetzt wohl irgendwie anders zur Arbeit kommen. Hmm...! Wie wär's denn, wenn *ich* euch hinbringe?“

    Kyoko blieb kurz stehen und kniete sich dann ungeschickt vor dem Bahnhof hin. Achtlos zerdrückte sie dabei weitere Menschen und Fahrzeuge unter ihrem 150 Meter langen Bein, dem nichts und niemand etwas entgegenzusetzen hatte. Wie eine lebende Wand schob es sich über den Asphalt und zermalmte alles unter sich.

    „Keine Angst, ich kenn' mich voll aus mit Zügen!“

    Kichernd streckte sie ihren Arm aus und schloss ihre Faust um den nächstbesten Zug, der gerade den Bahnhof verlassen wollte.

    *Clannnnnkkk*

    Funken barsten aus den Oberleitungen, aber das interessierte Kyoko nicht weiter. Die Menschen in den Zugabteilen hingegen fingen an wie am Spieß zu schreien, als sie langsam in die Höhe gehoben wurden. Die Zugkopplungen und Karosserien ächzten metallisch, und es war ein Wunder, dass die Waggons in einem Stück blieben. Vorsichtig stabilisierte die Riesin den Zug mit ihrer freien Hand und führte ihn näher an ihr hübsches Gesicht, welches mit einer unschönen Narbe auf der linken Gesichtshälfte verziert war. Sie blickte angestrengt durch die winzigen Fenster des ICEs. Oh ja, da waren definitiv eine Menge Winzlinge drin! Kyokos freches Lachen durchdrang ihre Opfer wie ein kalter Luftzug an einem Montagmorgen. Niemand konnte auch nur ansatzweise die Fassung bewahren. Aber wenn man in etwa 160 Meter Höhe von einer sadistischen Gigantin angegrinst wird, ist das auch eine durchaus nachvollziehbare Reaktion.

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    Nächster Teil unten.

    Ich musste laut lachen, danke für diesen Post! ^^

    Für mich persönlich sind die Schrittgeräusche auch superwichtig. Ich stelle mir da immer ein lautes, bassiges Grummeln vor. Die Vergleiche von Taran find ich eigentlich ganz gut, nur muss man das auf eine andere Skala übertragen. Bei meiner bevorzugten Riesinnengröße (250-300m) sind die Schritte sicher schon abnormal laut, und da für sie so gut wie alles aus Sand besteht, kommen da bei jedem Schritt noch Geräusche der Zerstörung von irgendwelchem Zeug hinzu, die sicher alles im Umkreis übertönen. Ob das jetzt realistisch ist, ist mir eigentlich egal.

    Spannend finde ich es immer, wenn sich eine Riesin so auch "ankündigt". Stellt euch vor, ihr sitzt Abends gemütlich vorm PC und auf einmal gibt es rhythmische kleine Erdbeben. Zuerst ignoriert man sie, aber sie werden immer lauter, und das ganze Haus fängt an zu vibrieren. Dann schaut man doch mal zum Fenster raus und...

    Hallo,

    hier eine kurze Story von mir, vielleicht gefällt es ja jemandem.

    Gruß, Ruffy

    ---

    Es dauerte einige Momente, bis Opa endlich die Haustür öffnete. Wie jedes Mal begrüßte er mich mit schwerfälligem Atmen.

    "Komm rein, mein Junge. Komm rein."

    Er führte mich durch den altmodischen Flur und verwies mich auf das Sofa, das neben seinem abgewetzten Ohrensessel stand. Ich setzte mich.

    "Ich weiß schon, warum du hier bist. Wir haben nicht mehr viel Zeit, richtig? Magst du etwas trinken?"

    Er wirkte außerordentlich entspannt, was ich im Angesicht dieser Situation als wirklich beeindruckend empfand.

    "Nicht jetzt, danke. Und in der Tat, im Grunde wollte ich mich nur noch schnell von dir verabschieden."

    Opa setzte sich gemächlich und stöhnte kurz auf.

    "Das freut mich. Du bist wirklich ein guter Enkel", witzelte er. "Aber sag mir, weiß man schon, wann es losgeht?"

    "Keine Ahnung, vermutlich in 20 Minuten. Würde ich jedenfalls schätzen. Merkst du es nicht auch schon?"

    "Nein."

    Ich warf einen Blick auf die Tageszeitung auf dem Couchtisch. Die Schlagzeile überraschte mich nicht mehr, schließlich hatte ich - genauso wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten - mein Leben lang mit der täglichen Angst leben müssen.

    RRRRRRRR~~

    Das Beben war schon in bedrohlicher Nähe. Und hier saß ich nun, bereit, es endlich hinter mich zu bringen. Es war sowieso immer nur eine Frage der Zeit gewesen. Opa bemerkte meinen besorgten Blick.

    "Hör zu, es wird schnell gehen. Hab keine Angst."

    "Das sagst du so leicht."

    "Du hast Recht. Lass mich dir noch eine Geschichte erzählen, bevor wir gehen müssen. Du wirst überrascht sein."

    "Gern. Schieß los."

    Opa setzte seine Lesebrille ab und legte sie auf die Zeitung.

    "Weißt du, ich war von Anfang an dabei. Es muss vor 60 Jahren gewesen sein, als ich es das erste Mal mit eigenen Augen gesehen habe."

    Ich schluckte. "Kaum vorstellbar. Ich glaube nicht, dass ich es so lange ausgehalten hätte, damit klar zu kommen."

    "Man gewöhnt sich daran."

    Opa machte eine kurze Pause.

    "Ich war damals mit deiner Großmutter in den Staaten. Wir haben Urlaub gemacht, und ich war damals noch sehr jung. Vielleicht um die 15 Jahre alt. Es passierte zunächst nichts Ungewöhnliches, doch eines Nachts ging es los. Die Erde erzitterte, um mich herum knickten die Wolkenkratzer um wie Grashalme. Ich wusste nicht, was geschah, und ich verlor deine Großmutter in dem ausbrechenden Chaos."

    Opa blickte mich eindringlich an.

    "Ein Wunder, dass du überlebt hast", sagte ich.

    "Ja. Ich kann es bis heute selbst nicht glauben. Als ich schließlich sah, was passiert war, fasste ich einen Entschluss. Ich musste mich einfach verewigen."

    Mir stockte der Atem. "Was meinst du?"

    "Ich wollte ein Zeichen für die Ewigkeit setzen. Vielleicht siehst du es heute. Vielleicht auch nicht. Belassen wir es dabei."

    Opa wirkte auf mich fast schon verwirrt. "Das ist eine etwas... seltsame Geschichte. Kommt da noch was?"

    "Nein. Und ich denke, unsere Zeit ist gekommen."

    Man konnte nicht einmal mehr sitzen. Die Erde bebte so stark, dass Häuser einstürzten und Autos sowie Menschen meterhoch durch die Luft geschleudert wurden. Opa und ich stürmten ins Freie.

    Dann sah ich sie endlich am Horizont.

    Eine gigantische Frau, etwa 8 Kilometer groß. Nichts konnte sich ihr in den Weg stellen. Seit Jahrzehnten wandelte sie auf der Erde, ungebremst durch jegliche Versuche der Menschheit, sie aufzuhalten.

    Sie trug nichts als ein eng anliegendes Sommerkleid. Ihre langen blonden Haare fielen eine weibliche Schulter herab, ihre über einen Kilometer langen Füße brachten nichts als Zerstörung.

    Ich kannte sie nur aus den Medien, doch in Echt sah sie noch fantastischer aus. Ich schätzte sie äußerlich auf Mitte 30. Wäre sie nicht so abnormal riesig gewesen, hätte ich sie sehr hübsch gefunden. Wie eine Göttin sah sie jetzt auf uns hinab.

    Sie kam näher. Wie lange hatte ich noch Zeit? Eine Minute? Zwei?

    Ihre schiere Größe ließ jeden Menschen erstarren, so auch mich. Als ihr nackter Fuß schließlich über mir schwebte, sah ich etwas Ungewöhnliches. War da etwas auf ihrer Sohle? Hatte jemand etwas in ihr Fleisch gebrannt? In meinen letzten Sekunden wusste ich, was Opa meinte. Und er hatte Recht: ich war überrascht. In gigantischen Lettern las ich:

    "Mutter, wieso?"

    Macht euch nix draus - deswegen poste ich auch nicht mehr. Jedes Wort wird hier auf die Goldwaage gelegt.

    Der Typ aus dem Startpost hatte mich übrigens auch kontaktiert, aber ich fand das völlig ok. Habe abgelehnt und er hat's akzeptiert.

    Was die "Frauen-per-PM-Nerverei" angeht: :wacko:

    Ich poste inzwischen echt selten, aber hier kann ich mich dann doch nicht zurückhalten. ;)

    Ich verstehe nicht, was du, Borimir, für Forderungen an andere Mitglieder stellst. Niemand hat die Verpflichtung mit dir zu chatten, und niemand ist dir etwas schuldig. Im Netz gelten eben andere Regeln der Kommunikation. Das Schlimmste ist aber, dass du den Leuten auch noch ein schlechtes Gewissen machen willst und sie öffentlich schlecht darstellst - das geht gar nicht. Ich finds schon mehr als nett, dass sich hier die ein oder andere sogar vor dir rechtfertigt.

    Wie wärs, wenn du einfach mal rausgehst und "echte" Menschen triffst, statt im Internet über mangelnde Kontakte zu jammern? Leute gibt's... :S

    <p>Wow, Story gefällt mir sehr gut. Schreibstil ist genau mein Geschmack, Celli ist richtig schön asozial. ;)</p><p><br></p><p>Weiter so und herzlichen Dank.</p>

    Das ist doch völlig normales Englisch, bzw. ein korrekter Satz.
    Ist jetzt doof ohne Kontext, aber heisst so viel wie "Ich hatte mir noch keine Gedanken darüber gemacht, wenn ich wohl treffen/sehen würde"

    Herzlich Willkommen auch von mir! :)

    Wie es bei mir anfing?
    Als ich sehr klein war, hatte ich eine gleichaltrige Freundin, mit der ich sehr viel Zeit vebracht habe. Eine unserer liebsten Beschäftigungen war das Bauen von kleinen Städten aus Lego. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich immer dieses "seltsame Gefühl im Magen" hatte, wenn meine Freundin in diesen Städten umherlief und irgendwo etwas aufbaute. Irgendwann habe ich sie dann ganz schüchtern gefragt, ob sie denn mal Lust hätte, eine Riesin zu spielen. Sie stampfte dann durch die Legostädte, und ich habe den Part der Legomännchen übernommen. So kam eins zum anderen; der Rest kam durch Filme, Cartoons und natürlich das Internet. Ich habe mich aber nie wirklich "abnormal" gefühlt.

    Als wirkliche Belastung empfinde ich meine Neigung nicht. Ich habe bisher 3 Beziehungen gehabt, in denen ich das Thema ganz normal angesprochen habe, krasse oder negative Reaktionen habe ich aber kaum bekommen. Im Moment bin ich Single, und in der Öffentlichkeit oder in der Bahn fantasiere ich auch extremst. Ich mache aber auch genauso extrem viel Sport, denke es ist da völlig normal, dass man oft horny ist. :D

    Bei Bettgeschichten verschweige ich das natürlich, aber dafür habe ich ja meine Fantasie.

    Was genau belastet dich denn, Vossi?

    Du kannst doch offenbar schreiben, wieso kannst du's dann nicht? ^^

    Und doch, ich verlang das jetzt hier. :D
    Du fragst mich immer so oft - wenn du 'ne Geschichte schreibst, schreib ich diese hier weiter. Deal?