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fünfter Teil:
Durch den, für Nina jedenfalls, weichen Untergrund, verlor
sie das Gleichgewicht und taumelte etwas.
Sie hob ihren [lexicon='Fuß',''][/lexicon] wieder an und wollte sich so
positionieren, dass sie nichts aus versehen platt tritt, doch sie konnte nicht
so schnell reagieren und deshalb…
Hansi Jedermann saß gemütlich vor dem Fernseher und sah sich
CSI-Smallcity an. Toppas, der Chef der Crime-Shrink-Investigators, hatte sich
den Tatort aus einer „anderen Perspektive“ angesehen, damit ihm kein Indiz
entging, und gab nun seinen Bericht im Leichenschauhaus ab, wo der Pathologe
geschrumpft im Verdauungstrakt nach Hinweisen einer Vergiftung suchte. Seine
Assistentin wies ihn in der Zwischenzeit mehrmals darauf hin, dass das Opfer
erschossen wurde…
WERBUNG!!!
Das war der richtige Moment für Hansi, in die Küche zu gehen
und nach etwas zu knabbern zu suchen. Er wühlte im Besenschrank nach einer Packung
Jumbo-Erdnüsse (alle Faustgroß) und stieß sich den Kopf an einem Zwischenbrett
des Schranks an, als ein Ohrenbetäubendes >RUMMS< ertönte.
Er sprintete zum Fenster und sah verdattert hinaus.
Er erblickte ein zerschmettertes Nachbarhaus und einen riesigen
Fußabdruck im Boden.
„OH VERDAMMT!!!“ brüllte eine überlaute, weibliche Stimme,
die er als seine Nachbarin Nina erkannte, welche in dem zerschmetterten Haus
gewohnt hatte.
„Anscheinend ist ihr nichts passiert…“ murmelte er, kurz
bevor ein riesiger Schuh des Typs „Mary Jane“ durch die Küchendecke krachte und
den Besenschrank inklusive dem Rest der Kücheneinrichtung in den Boden stieß.
Hansi starrte fassungslos auf den riesigen Schuh, der halb
eingesunken in seiner Küche stand.
„’SCHULDIGUNG…“ tönte es peinlich berührt aus dem Loch der
Decke.
„Hansi wird ziemlich sauer sein…“ prophezeite Zurich in der
Hand seiner Geliebten.
„Meinst du?“ fragte sie, nicht wirklich wissend, was sie
davon halten sollte.
„Naja, du hast sein Haus zetreten.“
„Aber es war nur ein versehen…“
„Macht das ganze aber auch nicht wirklich ungeschehen.“
„Ich frag ihn einfach!“ entschied sie grinsend und wühlte in
den Trümmern herum, bis sie eine kleine, strampelnde Gestalt in Händen hielt.
„Hansi, bist du wütend auf mich?“ fragte sie unglaublich
verführerisch und schüchtern, doch es klang auch ein wenig bedrohlich…
Hansi konnte nicht antworten, da der Anblick von Nina ihm
Angst einflößte.
Sie war um ein vielfaches größer als er. Sie hatte die
Kontrolle.
Wenn sie mit ihrer Hand, mit welcher sie Hansi festhielt,
auch nur Zucken würde, wäre er Matsch. Wortwörtlich.
„Hansi?“ fragte sie mit mehr Nachdruck.
„Bist du wütend auf mich?“
Dieser versuchte sich ein wenig zu beruhigen und hatte schließlich genug Mut
dafür gefunden, um folgendermaßen zu reagieren:
„NATÜRLICH BIN ICH WÜTEND, DU HAST VERDAMMT NOCH MAL EINEN
PARKPLATZ AUS MEINER KÜCHE GEMACHT!!!“
Ninas Blick wurde ein wenig traurig.
„Oh…“
Doch schon kam ihr eine Idee, wie ihr seine Wut völlig egal
sein konnte.
„Na dann werde ich dich einfach irgendwo einsperren, damit
mich deine Wut nicht treffen kann.“ verkündete sie strahlend.
Langsam hob sie ihre Hand, zwischen deren Fingern Ninas
Nachbar baumelte.
Sie öffnete leicht ihren Mund und legte ihren Kopf etwas
nach hinten, so, dass sie etwas in diesen hinein fallen lassen könnte.
Hansi zum Beispiel.
Als ihm das klar wurde, begann er laut zu schreien, zu
fluchen, versuchte sich los zu reißen.
Schließlich gelang es ihm auch, doch zu spät.
Er fiel durch den Spalt von Ninas leuchtend roten Lippen, welche
im Mondlicht schimmerten und sich wieder schlossen.
Hansi war benommen. Was war passiert?
Als es ihm wieder in den Sinn kam, sprang er auf, drehte
sich herum und rannte auf einem weichen Untergrund zu einer weißen,
Porzellanähnlichen Wand.
Wild trommelte er mit seinen Fäusten und Füßen dagegen, doch
die Freiheit blieb ihm verwehrt.
Der einzige Erfolg, den das Trommeln hatte, war, dass die
Vibrationen der Zähne Nina im Mund kitzelten, woraufhin sie Kichern musste.
Das wiederum hatte zur Konsequenz, dass sich ihr Kopf noch
etwas weiter nach hinten bog und Hansi das Gleichgewicht verlor.
Laut schreiend viel er in die düstere Kehle von Nina, die
sie augenblicklich fest umschlang und tief in ihre Speiseröhre zerrte.
>SCHLUCK<
„Hast du…“ begann Zurich, als eine kleine Wölbung an Ninas
Hals herab wandern sah.
„Ich glaube schon…“ sagte sie entsetzt.
„Ihgitt…“ fügte sie noch hinzu und rieb sich mit ihrer
Handfläche über die Zunge, um Hansis Geschmack loszuwerden.
„DU MUSST IHN WIEDER HERAUSWÜRGEN!!!“
„KANN ICH ABER NICHT, ICH BIN DOCH KEIN MODELL!!!“
Das war das Todesurteil für Hansi, der in Ninas riesigen
Magen nun verzweifelt nach einem Ausweg suchte.
Er würde ihn finden, doch auf eine andere art und Weise, wie
er sich das wünschte…